21.11.2009 17:29 | Meine Presse Merkliste0

Das Böse ist ganz nah

SIBYLLE HAMANN (Die Presse)

Die traditionell-autoritäre Familie hat keinen Vertrauensvorschuss verdient.

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Eben standen sie noch in Cowboypose an der niederösterreichischen Grenze. Mit rauchendem Colt, im konkreten und im übertragenen Sinn. Auf drei rumänische Betrüger hatte die Polizei geschossen, einer wurde tödlich getroffen, und das sei schon in Ordnung gewesen, sagte der Innenminister. Ähnliches sagte, nur damit draußen in der Welt keine Missverständnisse entstehen, auch Landeshauptmann Erwin Pröll. „Ich sehe ein Signal weit über Österreich hinaus, das besagt: Wer in Niederösterreich etwas anstellt, der muss mit dem Schlimmsten rechnen.”

Damit war das Böse gewarnt. Das Böse, das stets in weiter Ferne lauert, bereit, einen unaufmerksamen Moment zu erwischen, um in unsere schöne Idylle einzudringen. Gut, dass wir so wehrhaft sind. Dann bleibt alles gut, zu Hause.

Man kennt die Szene aus Horrorfilmen: Jene, in der die bedrohte Frau alle Türen verrammelt, um den Gewalttäter auszusperren – bloß um sich umzudrehen und zu merken, dass er längst schon direkt hinter ihr steht. So ähnlich geht es, metaphorisch gesprochen, in diesem Moment Günther Platter, Erwin Pröll und wahrscheinlich den meisten von uns. Jemand in Niederösterreich hat etwas angstellt. Aber das Böse ließ sich nicht aussperren, es war nämlich längst da. Das Böse wohnt bei uns, hinter der Thujenhecke, im Einfamilienhaus mit Hobbykeller. Es hockt tief unten im allerheiligsten Gral der Gesellschaft, in der Familie, und grinst.

Bei näherer Betrachtung ist das Böse in unserer traditionellen patriarchalen Familie auch ganz gut aufgehoben. Kusch, heißt es hier. Was der Papa sagt, gilt. Was er im Keller macht, geht niemanden was an. Wenn er dich bestraft, wirst es schon irgendwie verdient haben. Eine 16-Jährige, die ausreißt? Ein überspanntes, missratenes Mädel wahrscheinlich, das eine harte Hand braucht. Also ab nach Hause. Grüßen ist wichtig. Ruhe geben. Was sollen denn die Nachbarn denken. Und wenn Babys auf der Türschwelle liegen – die werden in so einer Familie schon gut aufgehoben sein. Sind ja verheiratet, die Leute, und beim Polizeisportverein dabei.

Sagen wir es andersherum: Wer hierzulande die Familie „bedroht” und „zerrüttet” wähnt, hat üblicherweise Scheidungen, Alleinerziehende und homosexuelle Partnerschaften im Sinn. Die autoritäre patriarchale Familie hingegen genießt immer noch einen emotionalen und institutionellen Vertrauensvorschuss, den sie eigentlich nie und nimmer verdient. Jedenfalls nicht, wenn man ehrlich aufrechnet, was sie über die Jahrhunderte und in allen Kontinenten schon an Zerrüttung, Zerstörung und Gewalt angerichtet hat.

Der Bezirkshauptmann von Amstetten nannte die Kinder der Familie F. „toperzogen” und lobt ihr „ausgezeichnetes Benehmen”. Was genau hat derselbe Mann eigentlich gemeint, als er in der unsäglichen Sendung „Im Zentrum” sagte: „Ich habe selber drei Kinder, und bin sehr dankbar, dass meine Frau bei ihnen zu Hause bleiben konnte“? Dass ein traditionelles Familienmodell vor sexuellem Missbrauch schützt? Dass Väter eher gewalttätig werden, wenn die Ehefrau arbeiten geht?

Es kann ganz schön unheimlich werden, bei uns zu Hause.

Sibylle Hamann ist Journalistin in Wien.


meinung@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.04.2008)

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29 Kommentare
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Gast: Gast
08.05.2008 11:21
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Es ist schon traurig genug,

dass ein singulärer drastischer Einzelfall dazu geeignet ist, unser ganzes Sexualstrafrecht aufzumischen. Noch unwürdiger aber ist es, diesen zu verwenden, gleich eine ganze Lebens- und Erziehungsform in Frage zu stellen.
Dieser Artikel ist ein neuerlicher Tiefpunkt der "Presse", schade.

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Was wollen Sie?

Die neoliberale Wirtschaft will möglichst viele Mütter als Arbeitsplatzsuchende. (Dann muss man weniger Lohn zahlen.)

JournalistInnen wollen möglichst viele Mütter die im Büro sitzen wo sie ihre glanzvollen Artikel lesen und diskutieren. (Mütter die mit Kindern spielen, haben eher weniger Zeit zum Zeitunglesen.)

Allgemein gibt es kaum jemand in Politik, Medien oder Wissenschaft, dessen Karriere nicht sehr rasch beendet wäre, würde er irgendwas veröffentlichen was irgendwie mit "Frauen zurück and den Herd" in Zusammenhang gebracht werden könnte.

Eva Hermann musste schliesslich auch mit der Nazikeule totgeschlagen werden. Nicht sein kann, was nicht sein darf. Glauben Sie, irgendwo (ausser in einem ganz kleinem Segment der katholischen Kirche) wäre eine Stimme zu ihrer Verteidigung laut geworden?

Jetzt haben wir endlich wieder ein patriarchales Schreckgespenst, das uns zeigt dass die traditionelle Familie ein Hort des Schreckens ist. Der kleine Luca ist vergessen. Amen!

Gast: MH
05.05.2008 19:19
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Alternativen?

Was sind die Alternativen zu den von Hamann angeprangerten Familien die ihrer Meinung nach jahrhundertelang Brutstätten für Gewalt,Kindesmißbrauch, Zwangsverheiratungen (die zu erwähnen sie unterließ)sind? Wer verdient Vertrauensvorschuss bei der Kinderbetreuung? Etwa Kinderheime, Kommunen oder s.g. Alleinerzieher? Oder sollen Kinder nur in die Obhut von Homosexuellen weil es unter ihnen keine Pädophilen gibt? Her mit den Überprüfungen und (ehrlichen) Statistiken! Es ist ein Jammer wenn journalistischer Schwachsinn wie "Österreich ein Land des Kindesmißbrauchs" oder wie Hamann-Artikel-ihrer Ideologie gemäß-eh klar immer schon gewußt- das Böse nur in Familien und hinter Thujenhecken wähnt. Thujenhecken und Kinderkriegen verbieten, dann kann nichts mehr passieren.Schon aufgefallen, dass sich Bösewichte gerne (zusätzlich böse)den Anschein des Biedermanns geben ohne bieder zu sein? Recherchieren wer da aller dem Sextourismus frönt und ob Kinder in seiner Obhut sind passt ideologisch nicht.

Zweierlei Maß

Man kann es nicht oft genug anmerken: Wenn Linke Kinder mißbrauchen, gilt das als fortschrittlich und erfreulich unspießig. Volker Beck (Innenpolitischer Sprecher der Grünen, D) z.B. setzt sich für die "Entkriminalisierung der Pädosexualität" ein:
"Eine Entkriminalisierung der Pädosexualität ist angesichts des jetzigen Zustandes ihrer globalen Kriminalisierung dringend erforderlich, nicht zuletzt weil sie im Widerspruch zu rechtsstaatlichen Grundsätzen aufrechterhalten wird." - Der Pädosexuelle Komplex. Handbuch für Betroffene und ihre Gegner, Berlin/Frankfurt 1988, S. 266 und Volker Beck, Das Strafrecht ändern? Plädoyer für eine realistische Neuorientierung der Sexualpolitik.
Kindesmißbrauch wird in linken Kreisen ganz offen propagiert. Ich erinnere nur an das berüchtigte Kursbuch 17 von 1969 (Hrsg. von Hans Magnus Enzensberger), in dem der sexuelle Mißbrauch von Kindern in Tagebuchform detailliert geschildert wird.hdq

Gast: Christian
02.05.2008 12:33
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Das Rowdytum einer schlecht oder gar nicht erzogenen Jugend, die Gewalttaten gegen Mitschüler und Ältere

konnten dank des Falles Fritzl aus Amstetten endlich aus den Medien verdrängt werden. Denn nun ist es bewIesen: nicht die dunkle Seite der Seele, die individuelle Schuld ist die Wurzel alles Üblen, sondern die "bürgerliche" (sprich: autoritäre) Erziehung, die ihrerseits wieder im Krebsübel des Katholizismus wurzelt etc. etc.

Also munter weiter mit der antiautoritären Erziehung. Und als Fernziel der mündige Bürger, der fern von jedem Zwang mit traumwandlerischer Sicherheit immer das gesellschaftlich Richtige entscheidet ....

Leider wird das nicht gespielt: seit der Kommune von Otto Mühl und nach den Erfahrungen mit den mittlerweile untergegangenen Gesellschaftssystemen in Europa wissen wir, daß sich auf jeder Suppe eine Fettschicht bildet und daß das Böse sich nicht auf ein Gesellschaftssystem beschränkt, mögen uns das noch so viele linksfortschrittliche oder "liberale" Zeitungsschreiber das einzureden versuchen....

Antworten Gast: Christian
05.05.2008 23:40
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Re: ... Und wer nicht glaubt, was ich oben in aller Kürze angedeutet habe

nämlich daß an allem die bösen Klerikal-Faschisten schuld sind, möge sich bitte die Wiederholung des ORF-Magazins "Thema" vom 5. d.M. anschauen, wo der ORF wieder gezeigt hat, was er unter Meinungsvielfalt und ausgewogener Berichterstattung versteht ...

raeter
01.05.2008 21:20
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Ich habe selten soo einen Blödsinn gelesen!

Eine gemeinere Verallgemeinerung wie in diesem Artikel ist fast nicht mehr möglich.

Aber wenn es gegen die traditionelle Familie geht, ist manchen feministischen "Damen"jedes Mittel recht.

Erbärmlich!

Fr Hamann hat den Bezirkshauptmann Dr Lenze beleidigt, eine Entschuldigung ist ausständig

".. Der Bezirkshauptmann von Amstetten nannte die Kinder der Familie F. „toperzogen” und lobt ihr „ausgezeichnetes Benehmen”. Was genau hat derselbe Mann eigentlich gemeint, als er in der unsäglichen Sendung „Im Zentrum” sagte: „Ich habe selber drei Kinder, und bin sehr dankbar, dass meine Frau bei ihnen zu Hause bleiben konnte“? Dass ein traditionelles Familienmodell vor sexuellem Missbrauch schützt? Dass Väter eher gewalttätig werden, wenn die Ehefrau arbeiten geht?
Es kann ganz schön unheimlich werden, bei uns zu Hause."

Jeder Unvoreingenommene (ausgenommen irgendwelche linke Personen) der den korrekten Bezirkshauptmann Dr. Hans-Heinz Lenze bei den Fernsehauftritten der letzten Tage gesehen hat muss zur Überzeugung kommen dass dem Mann überhaupt nichts vorzuwerfen ist.

Dr Lenze hat sicherlich gemeint dass er seiner Frau dankbar ist und sehr froh ist dass diese bei den Kindern zu Hause bleiben konnte.

Den Linken ist ja jeder verdächtig der 3 Kinder mit einer Ehefrau hat.

Antworten Gast: Christian
02.05.2008 12:43
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Re: Auch die "Krone" hat sich bereits in der Hetze gegenBezirkshauptmann Dr Lenze versucht:

Dieser Mann sei "aalglatt", und versuche "von seinen Versäumnissen abzulenken".

Der Redakteur der "Krone" hat offenbar sein eigenes Blatt nicht zu Gänze gelesen: An anderer Stelle steht nämlich, daß der Horrorkeller vor rund 24 Jahren gebaut wurde bzw. daß nicht einmal eine städtische Kommision bei Prüfung der Heizanlagen im Keller den Zugang zu dem als Verließ benutzten Teil des Kellers gefunden hat.

Bei dieser Sachlage ist es schon absurd, einem Behördenleiter den Vorwurf zu machen, er habe sich nicht persönlich mit den Örtlichkeiten im Horrorkeller vertraut gemacht. Abgesehen davon, daß Dr.Lenze vermutlich erst seit wenigen Jahren BH in Amstetten ist.

Aber was soll`s. Bei den Medien zählt schließlich die Auflage und eine Zeitung verkauft sich halt besser, wenn darin über Skandale berichtete werden kann. - Traurig genug, daß so viele Leser einen derartigen Stil goutieren.

Danke Frau Hamann für die Offenbarung Ihrer Anschauungen über Ehe und Familie!

Ja ja vom Einzelfall verallgemeinern u eine politische Ideologie rechtfertigen versuchen!

Ein jahrzentelang einmaliger, grauenhafter Fall von Inzest und Sklaverei soll also der Beweis sein, dass die traditionelle Vater-Mutter-Kinder-Familie auf den Misthaufen gehört, oder was?

Und es soll der Beweis sein, dass Alleinerziehende Mutter&Kind-Familien bzw. "homosexuelle Familien" das Wahre sein sollen?

Ich gehe jede Wette ein dass Sie ihr ganzes Leben in der anonymen Großstadt Wien verbracht haben u. keine Ahnung haben wie man in den Kleinstädten u. Dörfern von Niederösterreich lebt.

Dann würden Sie nämlich wissen, dass es hier mehr freiwilligen Dienst an der Allgemeinheit, mehr Ehrenamtliche, mehr Hilfsbereitschaft für die Nachbarn, psychisch stabilere Jugendliche, weniger Jugendkriminalität gibt als in der anonymen Großstadt. Fragen Sie doch einen Geografen: Jedes Jahr verlassen 8000 Wiener d. Großstadt u ziehen ins Grüne nach NÖ u. Burgenland.

Amstetten ist keine ÖVP-dominierte Stadt obwohl es in NÖ liegt

Gemeinderat: (seit 2005) hat 41 Mitglieder:
24 SPÖ, 13 ÖVP, 2 Grüne, 1 FPÖ, 1 GO
Bürgermeister: Herbert Katzengruber (SPÖ)

Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005
* L.SPÖ 57%
* ÖVP 31%
* L.Grüne 4,6%
* L.FPÖ 3,7%
* GO 3,6%
* wahlberechtigt 18.838
* abgegebene Stimmen 12.442
* gültige Stimmen 12.151
* Wahlbeteiligung 66%

Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Amstetten u. http://www.amstetten.noe.gv.at/

Es ist keine Frage dass die Stadt unter d. Leitung von Bgm. Katzengruber deutlich sichtbar wirtschaftlich aufgeblüht ist und das gilt auch für das Umland.

Antworten Antworten Gast: Christian
03.05.2008 13:39
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Re: Amstetten ist nicht nur zu 2/3 rot, Fritzl wuchs bei Alleinverzieherin auf.

Zu den vermuteten familiären und ideologischen "Wurzeln" des Falles Fritzl kann man nur sagen: totel daneben!

Im Gegensatz zu Rotraud Perner bin ich auch der Meinung, daß man nicht durch Erziehung zum Triebtäter wird, sondern daß ein derartiges Aggressionspotential (auch gegen die eigene Familie) lebenslang therapiert gehört!

Gast: Jack
01.05.2008 00:51
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Unglaublich...

Wofür dieser grauenhafte und unbeschreibliche Fall von Inzest und Freiheitsberaubung herhalten muss, ist wirklich unglaublich!Da wird aus dem Fall einer einer schwerst gestörten Persönlichkeit, die eben auch Familienvater ist, die sogenannte "autoritäre, patriachale Familie" als die Wurzel des Übels hingestellt!Ich behaupte einmal: Es gibt so viele Abstufungen von "autoritär und patriachalisch", wie es überhaupt Familien in diesem Land gibt! Den Phänotypus des Patriarchen aus dem 19.Jahrhundert gibt es heute wahrscheinlich kaum mehr!Vor allem die Journalisten sollten jetzt die Kirche im Dorf lassen und diesen Fall als das hinstellen ,was er eben ist: Das Ergebnis einer schwer kranken Persönlichkeit, die in anderen Fällen und anderen Ländern zu Massenmördern, eiskalten Terroristen und anderen grausliche Zeitgenossen wurden !

Gast: One more guest
30.04.2008 22:06
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Es kann schon ganz schön unheimlich werden

wie sich Frau Hamann unser "bei uns zuhause" für ihre Zwecke einverleiben will. Aus der Tragödie von Amstetten einen Misstrauensantrag gegen die intakten (ist nicht gleich "autoritär patriarchalischen") Familien konstruieren zu wollen ist recht durchsichtig. Und nicht einmal dem Amstettener Bezirkshauptmann seine Dankbarkeit für seine intakte Familie gelten zu lassen hat schon etwas Verbissenes. Ein ziemlich unlockerer Kommentar diesmal.

Gast: Student
30.04.2008 20:31
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Manchmal fragt man sich...

... ob die Kolumnistin den Schwachsinn wirklich glaubt den sie da verbreitet.

4x4
30.04.2008 17:14
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Frau Hamann schafft es immer wieder ....

ihren eigenen Blödsinn noch zu übertreffen.

Da werden einerseits einige wenige Psychopathen fast schon zur Norm,
und andererseits ein beachtlicher Anteil muslimischer Frauen, die massiv unterdrückt werden zu in jeder Hinsicht vernachlässigbaren Einzelfällen.
(einer ihrer anderen "glanzvollen" Artikel)

Herberti
30.04.2008 13:04
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Das Böse ist wirklich sehr nahe:

Unlängst aus der Presse:
"Jede dritte junge Türkin hat keine Arbeit und ist in keiner Ausbildung, beklagt das AMS. Stattdessen "verschwinden" sie in ihren Familien. "

EIN DRITTEL aller türkischen Mädchen verschwindet zwar nicht im Kellerverließ, dafür aber im sozialen Verließ. EIN DRITTEL!!!!

Wo ist der Aufschrei der Frau Hamann? Wenn Sie die größte Eiterbeule der Frauen und Kinderunterdrückung aufstechen wollen, dann müssen sie im muslimischen Milieu beginnen.

Hier wird aber leider geschwiegen. Das ist genau die Doppelmoral der Linken. Wenn es gegen das eigene Volk geht, wird mit dem Hammer draufgehaut, es wird verallgemeinert und polemisiert. Bei Muslimen schaut man einfach weg.

j.r.tm
30.04.2008 17:20
0 0

Re: Das Böse ist wirklich sehr nahe:


j.r.tm
30.04.2008 17:17
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Re: Das Böse ist wirklich sehr nahe:

Wo hat sie auf die unseren hingehaut?
Sie spricht von patriachalischen Familien allgemein.

Ja aber wo sind eigentlich die Rezepte der Rechten für Frauenerwerbstätigkeit?

Kindergeld wie in der Vergangeheit? (statt der Versicherungsleistung karenzgeld?)

Re: Das Böse ist wirklich sehr nahe:

Unter diesem Blickwinkel wäre der Zuzug weiterer patriarchalischer Familien von fortschrittlichen Damen wie Hamann kritisch zu hinterfragen, nicht wahr? Warum tut sie es nicht?

Niedertracht zum Tag

Die böse Familie! "Wichtel" wurden solche Menschen vom liberalen, freundlichen, friedfertigen Otto Mühl genannt. Deshalb gründete er eine Großfamilie. In dieser gab es keinen sexuellen Mißbrauch von Kindern, den diese nicht selbst gewünscht hätten! Es wurde gemalt, Theater gespielt, Weibern der Hintern lustvoll mit Farben und Lebensmitteln paniert und der GV per Zufallsgenerator organisiert - so konnten sich keine unerwünschten "Zweierbeziehungen" bilden. Mütter hießen "Mutterschweine", Prügelstrafe gab es nur für Kinder, die ständig weinten und störten. Im Gegensatz zu Amstetten wußte man im Burgenland nicht, wer die Väter der Kinder waren. Dummerweise hat so ein typisch österreichischer, bornierter Staatsanwalt diesen Strukturen ein Ende gemacht.

Gast: Christdemokrat
30.04.2008 12:22
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Traditionelle Ehe

Also, so hochverehrt ist die sogenannte "traditionelle" Ehe in unserer Gesellschaft nun wirklich nicht mehr, jedenfalls nicht seit jenen Tagen in den Journalistinnen wie Frau Hamann begonnen haben in die Tasten zu schlagen. Die traditionelle Form der Partnerschaft wurde doch von Hamann & Co. längst ins "Out" gedrängt. "In" ist in unseren Tagen vielmehr die alleinerziehnde Mutter, die Partnerschaft ohne Urkunde und natürlich die gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Jedenfalls wird die gleichgeschlechtliche Form des praktizierten Sexuallebens, es muss ja nicht gleich eine Partnerschaft sein (one-night-stands doch recht praktisch), auf dem nicht mehr fern liegenden Lifeball wieder in einer sehr schrillen Form zelebriert werden und viele Prominente - natürlich auch Politikerinnen und Politiker - werden dort anwesend sein, um ihre Zustimmung zu diesem Lebensstil zu demonstrieren. Dieser Vater bzw. Großvater aus Amstetten ist ein Krimineller und nicht der Repräsetant eines Lebensstils.

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bravo

endlich jemand der die dinge beim namen nennt und intellektuel wertvolle schlüsse zieht. fr. hamann hat erfolgreich die zerrüttung, zerstörung und gewalt ihrer durch einen alleinerziehenden elternteil (oder schlimmer: vater UND mutter) zugefügten kindheit hinter sich gelassen und öffnet uns allen die augen über den wahnsinn, kinder von ihren eltern erziehen zu lassen.

Ps (auch wenn es mir als typ. österr. komplex oder was weiss ich ausgelegt werden wird) was ist eigentlich aus dem waisenhaus in jersey geworden - wenn sich noch jemand daran erinnern kann?

Ophicus
30.04.2008 10:15
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Re: bravo

Die untypische Familienkonstruktion der Extrem-Mormonen in Texas wirbelt irgendwie auch deutlich weniger Staub auf als unsere Skandale.
Aber das ganze passiert halt in den USA und nicht bei uns, und das liegt sicher daran, dass die USA noch konservativer und die Behörden noch schlampiger und machtloser sind.

Steininger
30.04.2008 04:20
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Aber geh! Das ist eben die Kernfamilie.

Die Kleriker aller Couleurs sind sich einig. Das Heil liegt nur in der Kernfamilie. Patchwork - Schwulenehe gar, das ist des Teufels. Nur in der Kernfamilie kann ein Kind gut aufwachsen: neulicher Kommentar des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz (auf das Adoptionsrecht der Schwulenpartner bezogen).
Nur die Kernfamilie. Eben so eine wie dort in Ybbs.
Alles Andere ist nicht der wahre Jakob.

Ophicus
30.04.2008 07:58
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Re: Aber geh! Das ist eben die Kernfamilie.

Das ist eben nicht die Kernfamilie. Mißbrauch und Unterdrückung sind keine systemimanente Bestandteile der Kernfamilie. Genausowenig ist der Mißbrauch durch Priester zwingender Bestandteil der katholischen Kirche, oder Postenschacher ein nicht wegzudenkender Aspekt einer Gewerkschaft.
Vorkommen tut es trotzdem, und teilweise werde solche Auswüchse sicher durch die jeweilige Struktur begünstigt. Allerdings ist der Faktor der Mißbrauch begünstigt das Eltern-Kind-Verhältnis. Die Eltern können nun einmal ihr Autoritäts- aber auch ihr Naheverhältnis zum Kind ausnutzen. Dieses Verhältnis muss in einer Kernfamilie aber nicht unbedingt stärker oder autoritärer geprägt sein als in einer Patchworkfamilie.
Selbst wenn man aus lauter Zorn auf die Kernfamilie diese verbietet und alle Kinder staatlichen Heimen anvertraut hat man dort wieder Leute die den Kindern als Autoritätspersonen gegenübergestellt werden - und dass in Heimen weniger passiert als in Kernfamilien bezweifle ich dann denn doch.

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