Wenn wir die perfekte Wahl wollen, wählen wir überhaupt nicht mehr

Situationselastisch zu entscheiden kann richtiger sein, als auf buchstabengetreuer Einhaltung von Regeln zu bestehen. Das gilt bei Wahlen wie auch im Leben.

Noch ein Versuch also, am 4. Dezember. Diesmal muss alles klappen. „Dafür wollen wir eine Garantie, am besten schon im Vorhinein“, sagen die Wahlkampfleiter, sagen die ermattenden Kandidaten, sagt der Innenminister, sagen die müden Wählerinnen und Wähler. Und der Verfassungsgerichtshof sagt es auch. Jede Möglichkeit der Wahlmanipulation muss ausgeschlossen sein. Nicht logisch, praktisch und nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen. Sondern theoretisch ausgeschlossen, mag diese Möglichkeit auch noch so weit hergeholt sein.

Das ist drin:

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.09.2016)

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