23.05.2013 00:28 Merkliste 0

Gut, dass wir die Türken haben: Sie holen das Beste aus uns heraus!

SIBYLLE HAMANN (Die Presse)

Aufgeklärt, europäisch, feministisch und modern: So sehen sich Österreicher nur, wenn sie sich mit der Türkei vergleichen. Der Vergleich steigert ihr Wohlbefinden und macht sie mächtig stolz.

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Quergeschrieben

Vergangene Woche habe ich an dieser Stelle geschildert, wie sehr sich Österreicher und Türken ähneln, was politische Befindlichkeiten betrifft. Jenen zahlreichen Lesern und Leserinnen, die diesen Vergleich ganz und gar nicht goutierten, kann ich mit einem zweiten, tröstlicheren Gedanken aufwarten: Dass die Türkei gleichzeitig in der Lage ist, das Beste aus Österreich herauszuholen.

Ein paar Beispiele. Österreich ist ein EU-skeptisches, manchmal gar EU-feindliches Land. Jede kleine Konfrontation mit der Türkei jedoch lässt uns unverhofft in die Rolle von Europäern schlüpfen. Plötzlich behaupten unsere Politiker, im Namen Brüssels zu sprechen, europäische Interessen zu vertreten und europäische Werte zu schützen. Besonders gut gefallen sie sich in der Rolle des gewissenhaften EU-Portiers, der den draußen Wartenden freundlich, aber bestimmt ihre Plätze zuweist.

Österreich ist ein konservatives Land, gesellschaftlich wie kulturell. Das identitätsstiftende Leitbild, auf das sich beinahe alle Gruppen einigen können, ist der naturverbundene, kernige Bergbauer, der mit der Sense seine Wiese mäht. Kaum ist von der Türkei die Rede, mutieren wir jedoch zu Progressiven. Loben die Errungenschaften der Moderne und den Fortschritt. Und der naturverbundene, kernige anatolische Bergbauer, der mit der Sense seine Wiese mäht, mutiert zum Sinnbild verachtenswerten gesellschaftlichen Rückschritts.

Mit den Menschenrechten ist der Österreicher normalerweise nicht permanent auf Du und Du. Außer es geht um die Menschenrechte in der Türkei. Da mutiert er zum flammenden Verfechter der Pressefreiheit und wirft sich für die Rechte kultureller, sprachlicher, religiöser und sogar sexueller Minderheiten in die Schlacht.

Auch fromm sind die Österreicher. Bloß wenn Türken eventuell noch frommer sind, wird uns Gottesfürchtigkeit suspekt, und wir setzen uns vehement für die umfassende Trennung von Staat und Kirche ein.

Besonders schön ist diese zauberhafte Wandlung zu beobachten, sobald es um die Gleichberechtigung von Frauen geht. Ist ja normalerweise eher ein Thema, das alle anödet. Außer bei der Türkin. Die Türkin (von der behauptet wird, sie sei stets zweifelsfrei an ihrem Kopftuch zu erkennen) mutiert zum Inbegriff des unterdrückten, geschundenen, eingesperrten Opfers, das von uns befreit werden muss.

Die Türkin schafft es, selbst unauffällige Konservative zu feministischen Aktivisten zu machen, die in allen Details über Zwangsheiraten und Ehrenmorde Bescheid wissen. Und plötzlich spürt man, wie rundum der Stolz schwillt. Denn ist es nicht vergleichsweise großartig, wie toll wir in Österreich unsere Frauen behandeln? Und sollten die dafür nicht manchmal ein bisschen dankbarer sein?

Die Türkei hilft uns, herauszufinden, wer wir eigentlich sein wollen. Sie gibt Österreich die Chance, sich als westliches, aufgeklärtes Land zu fühlen. Im Prinzip ist das eine großartige Sache. Bloß eines sollten wir nicht vergessen: Dass das Bild von der Türkei und den Türken, das wir da mit viel Leidenschaft zeichnen, um uns anschließend daran abzuarbeiten, ein ziemlich virtuelles ist. Mit der real existierenden Türkei hat es ähnlich wenig zu tun wie mit der echten, lebendigen Türkin im Nachbarhaus. Die müssten wir nämlich erst einmal kennenlernen.


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("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.06.2011)

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43 Kommentare
 
12
Gast: Wiener
19.06.2011 15:49
3 0

Niemand hier vergleicht sich mit Türken.

Wozu auch?
Man mißt sich am Besseren...und nicht am Gegenteil.
Wir messen uns am ehesten an der Schweiz - wie immer schon...

Gast: jimmyblue
19.06.2011 15:36
3 0

so ein schwachsinn

"mit Menschenrechten ist der Österreicher nicht auf Du und Du. Außer es geht um die Menschenrechte in der Türkei."

in österreich: menschenrecht auf flat-tv und zuckerfreie cocktails.

türkei: menschenrecht auf körperliche unversehrtheit.

sogar der unfähigste autor sollte einen unterschied erkennen

Gast: Deutschtürke aus Frankfurt
19.06.2011 13:12
0 4

Gilt nicht nur für Österreich

Glückwunsch an die Autorin für diese Beobachtung. Allerdings; diese Beobachtung gilt nicht nur für Österreich. Ich behaupte: In Deutschland ist es nicht viel anders. Das Thema Türkei ist für viele in Europa eine Projektionsfläche, womit man alles Schlechte ablädt und sich dann mit dem übrigbleibenden Guten identifiziert und sich somit gutfühlt. Die Leitkulturdebatte war ja auch so eine Debatte in Deutschland.

real nicht virtuell

Das Türkenbild der Österreicher und Europäer fusst auf eigenen Erfahrungen und Erfahrungen anderer die weitererzählt werden, das ist ein sehr reales Bild. Und auch die angebliche "Rolle" in der die Österreicher schlüpfen ist keine Rolle sondern das ist die Österreichische Realität die wir verteidigen gegen Werte einer Steinzeitgesellschaft die sich bei uns Raum verschaffen will.

Re: real nicht virtuell

hört sich sehr hc strache an

Wir "schlüpfen"nicht in die Rolle

von Europäern,wir SIND Europäer--und das hat NICHTS mit der EU zu tun.
Das sollten Sie schon unterscheiden können,Frau Haman!!
Auch sonst ist Ihr "Aufsatz" eher ein unterstellendes Gequatsche und eine Verharmlosung von tatsächlich bestehenden Problemen.
Na ja, soll halt leicht und lustig sein,ist aber eher-darf ich´s sagen?-dämlich !!

Gast: schamottfabrik
17.06.2011 00:09
0 2

sehr schoen

das ist ja noch besser als letzte woche:-)

man muss sich frau hamann als glücklichen mensch vorstellen

wieder einmal mit feiner klinge den beschränkten österreichern die realität nähergebracht.

am türkischen wesen soll österreich genesen.

hach, das leben ist schön. noch ein latte macchiato.

Re: man muss sich frau hamann als glücklichen mensch vorstellen

wäre noch schöner wenn Leute wie Hamann diese (richtigen) Theorien auch üBERALL anwenden würden: also auch bei sich selbst und IHRER GRUPPE (die anständigen vergleichen sich mit wem? den primitiven unanständigen zb.). oder ist sie kein Mensch. Identitätsfragen betreffen alle Menschen

solange das nicht passiert, fehlt hier die Authentizität, und damit der erfolg

Gast: Burgenländer
16.06.2011 15:33
6 0

Toleranz und Respekt auch vor Menschen mit Ängsten

In Holland - ein Land das seit Erasmus von Rotterdam als beinahe sprichwörtlich liberal gilt - ist die Antiislambewegung auf einem noch wesentliche aggressiveren Niveau als in Österreich, in Frankreich ebenso. Also, Frau Hamann, uns als hinterwäldlerische Almösis hinzustellen bloß weil manche von uns mit dem clash of civilisation nicht ganz zurecht kommen, ist ziemlich oberlehrerinnenhaft. In Europa ist es aufgrund der Bevölkerungsdichte nun einmal ziemlich eng, auch wenn es sich aufgrund der niedrigen Geburtenrate nun ein wenig zu lichten beginnen. Es gibt eben Menschen, natürlich ganz besonders national-sozialisierte Personen, die Ängste vor einer "Umvolkung" und kulturellen Revalitäten verspüren, auch dafür kann man - bei einiger Intelligenz - Verständnis aufbringen. Mit dem "Herunterdodeln" dieser Menschen hatte man bisher wenig Erfolg, wie die Stimmenzuwächse eines gewissen Herrn Strache zeigen. Menschen die Alles und Jedes das nur Anstrich von konservativ hat heruntermachen (z.B. Bergbauern sind eher gemütlich und arbeitssame Leute) und alles was nur den Anschein von progressiv aufweist als der Weisheit letzter Schluss darstellen, haben sich - man sollte es nicht glauben - auch schon geirrt. Was mich bei den 68ern und ihren Nachkömmlingen wirklich stört(e) ist nicht der Inhalt ihrer Kritik an den autoritären Verhältnissen, sondern die Präpotenz mit der sie glauben ihre Weisheiten wären schon der letzte Schluss. Die Evolution, vor allem die zum Menschen, schreitet..

Antworten Gast: schlÄchter
17.06.2011 09:37
4 0

Re: Toleranz und Respekt auch vor Menschen mit Ängsten

sg burgenländer!
völlig bei ihnen. bravo. folgender zusatz sei erlaubt:
frau hammann braucht das bild vom vorurteilsbeladenen hintlerwäldlerichen alm(b)ösi, der immer noch einer NS-nostalgik versteckt nachhängt, gleichzeitig strentgkatholische ist und im krassen gegensatz zu einem (selbsternannten oder gefühlten) weltoffenen, liberalen, kosmospolitsichen, hochbildeten und damit intelligenten, geistesmenschen wie ihr steht.
je mehr und schlimmere alm(b)ösis, desto höcher steht und strahlt die edle frau hammann.
auch eine art seine minderwertigkeitsgefühle zu kaschieren ;-)

frau hammann ist on wirklichkeit den von ihr beschreibenen und gefühltentypischen österr. makeln wesentlich n#äher als sie selbst galubt. insoferen lese ich ihre selbstenlrvenden kommentare eigentlich gar nicht ungern...

schöne grüße aus dem westen ins herrliche burgenland
s.

C H A P E A U !

BRAVO, BRAVISSIMO......!!!

Die Abgründe der österreichischen Seele hervorgehoben und, wie man an den Reaktionen liest, viele fühlen sich ertappt...
DANKE

wer ist "wir" ?

da steht ....wie toll wir in Österreich unsere Frauen behandeln? ....

Nachdem es ca. 50 % auch Frauen in Österreich gibt, nichttürkische, haben die auch eine Meinung, die ein Presse-Journalist ergänzen könnte?

Re: wer ist "wir" ?

du nix wissen du nix schreiben !!!

Guter Artikel.


10 0

Virtuell

"Dass das Bild von der Türkei und den Türken, das wir da mit viel Leidenschaft zeichnen, um uns anschließend daran abzuarbeiten, ein ziemlich virtuelles ist."

Das mag auf Ihr Türkenbild durchaus zutreffen, Frau Hamann...

Gast: jasna
15.06.2011 17:03
13 0

Frau Hamann, erstens sollte man bei den

Argumenten zwischen Europa und EU unterscheiden. Die Werte sind zumeist europäische und finden sich daher auch außerhalb der EU.

Der "Bergbauer" ist vielleicht ein Argument für ihre These, aber sicher nicht das "identitätstiftende Leitbild Österreichs", höchstens des Bauernbundes, wenn es darum geht noch mehr an Steuergeld herauszuholen, diese dann aber besonders auf die Flachland-Großbauern aufzuteilen.

Wenn es um Menschenrechte geht und Sie das höchst unterschiedliche Maß der Verletzung in den beiden Staaten nicht erkennen, dann erübrigt sich eine ernsthafte Diskussion.

Dass der Österreich "fromm" (im Sinne von praktizierten Riten) sei, das lässt sich an den Zahlen wahrlich nicht formulieren, da gibt es wohl mehr "fromme" Türken.

Auch beim Thema Frauen scheinen Sie nicht die verschiedenen Entwicklungsebenen der"Emanzipation" zu erkennen bzw. in ihrer Argumentation zu berücksichtigen, diese aber dann zurecht zu unterschiedlichen Beurteilungen führt.

Eine so schiefe Argumentation, wo eigentlich alles sehr "konstruiert" erscheint, mag Ihnen Möglichkeit geben, die Zeilen zu füllen, aber argumentativ nachzuvollziehen ist es nur über sieben Ecken.

Nur zur Info, ich habe tatsächlich einige Jahre mit Türken, Kurden und Arabern zusammengelebt, aber all Ihre Vergleichs-Argumentation hat mit der realen Situation auch wenig zu tun, sondern reichen vielleicht gerade dazu, im ORF ein Interview zu bekommen und in der Presse Raum zu füllen.


Re: Frau Hamann, erstens sollte man bei den

ich machs heute schon zum zweiten mal - gratuliere zu dieser glasklaren Replik. Von Hamanns Geschreibsel bleibt nichts übrig was nachvollziehbar wäre. Schlimm für eine Zeitung wenn der Leserkommentar dem Journalistenbeitrag um Welten überlegen ist.

Antworten Antworten Gast: Dazu gehört schon eine gehörige Portion Humorlosigkeit,
15.06.2011 20:57
1 13

Re: Re: Frau Hamann, erstens sollte man bei den

die bierernste, argumentativ aber keineswegs hochstehende Replik auf den Artikel als höher wertig zu empfinden als die köstlich satirisch zugespitzte Gegenüberstellung von Frau Hamann, die "den" Österreicher fast so gut decouvriert wie die Posting-Reaktionen auf sie.

Hamann bildet übrigens in allen ihren Beiträgen einen wohltuenden Kontrapunkt gegenüber dem grauslich dumpfen und stumpfen Gedankengut vieler Presse-Poster, wie es eigentlich im Krone-Forum zu erwarten wäre. Mir scheint, als würden hier durch die Bank Poster kommentieren, die sich für die "Krone" zu "gepültet" (K.Kraus) vorkommen.
Was muss in Ihnen vorgehen, wenn Sie den unreflektierten Schwachsinn der meisten Kommentatoren hier lesen müssen? Aber: Kopf hoch, Frau Hamann, es gibt auch Leser, die verstehen und genießen, was und wie Sie schreiben.

2 0

Re: Re: Re: Frau Hamann, erstens sollte man bei den

Die Hamannschen Kommentare als "köstlich satirisch" zu bezeichnen zeigt, dass man von Satire wenig bis gar keine Ahnung hat oder ganz einfach zum Kreis der Linkspropagandisten gehört zu denen auch Hamann zuzuordnen ist.

Satire muss zuerst die wahren Missstände erkennen (und auf dieses Nichterkennen macht die Replik aufmerksam).

Das "dumpfe und stumpfe Gedankengut" ist daher auch dort zu orten wo einem ständigen einseitigen linkslinken propagandistischem Gedankengut auch noch eifrig Beifall geklatscht wird und das hängt -vor allem- den meisten Presselesern beim Hals heraus.

Frau Hamann wäre bestens aufgehoben bei ORF und den diversen Propagandablättern der Linken die täglich verbreiten wie pös-dumm-unmodern-menschenrechtsverletzend-konservativ (political-correct als Schimpfwort gebraucht) doch Österreicher (all jene die nicht grün oder rot wählen oder gar katholisch sind) sind und wie gut und fortschrittlich doch alle anderen einschließlich der von Kopf bis Fuß Verkleideten ..

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Re: Re: Re: Frau Hamann, erstens sollte man bei den

Die Hamannschen Kommentare als "köstlich satirisch" zu bezeichnen zeigt, dass man von Satire wenig bis gar keine Ahnung hat oder ganz einfach zum Kreis der Linkspropagandisten gehört zu denen auch Hamann zuzuordnen ist.

Satire muss zuerst die wahren Missstände erkennen (und auf dieses Nichterkennen macht die Replik aufmerksam).

Das "dumpfe und stumpfe Gedankengut" ist daher auch dort zu orten wo einem ständigen einseitigen linkslinken propagandistischem Gedankengut auch noch eifrig Beifall geklatscht wird und das hängt -vor allem- den meisten Presselesern beim Hals heraus.

Frau Hamann wäre bestens aufgehoben bei ORF und den diversen Propagandablättern der Linken die täglich verbreiten wie pös-dumm-unmodern-menschenrechtsverletzend-konservativ (political-correct als Schimpfwort gebraucht) doch Österreicher (all jene die nicht grün oder rot wählen oder gar katholisch sind) sind und wie gut und fortschrittlich doch alle anderen einschließlich der von Kopf bis Fuß Verkleideten ..

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Re: Re: Re: Frau Hamann, erstens sollte man bei den

Die Hamannschen Kommentare als "köstlich satirisch" zu bezeichnen zeigt, dass man von Satire wenig bis gar keine Ahnung hat oder ganz einfach zum Kreis der Linkspropagandisten gehört zu denen auch Hamann zuzuordnen ist.

Satire muss zuerst die wahren Missstände erkennen (und auf dieses Nichterkennen macht die Replik aufmerksam).

Das "dumpfe und stumpfe Gedankengut" ist daher auch dort zu orten wo einem ständigen einseitigen linkslinken propagandistischem Gedankengut auch noch eifrig Beifall geklatscht wird und das hängt -vor allem- den meisten Presselesern beim Hals heraus.

Frau Hamann wäre bestens aufgehoben bei ORF und den diversen Propagandablättern der Linken die täglich verbreiten wie pös-dumm-unmodern-menschenrechtsverletzend-konservativ (political-correct als Schimpfwort gebraucht) doch Österreicher (all jene die nicht grün oder rot wählen oder gar katholisch sind) sind und wie gut und fortschrittlich doch alle anderen einschließlich der von Kopf bis Fuß Verkleideten ...

Antworten Antworten Antworten Gast: btw
19.06.2011 18:17
0 2

Re: Re: Re: Frau Hamann, erstens sollte man bei den

Ich stimme Ihnen vollinhaltlich zu.

Mein Vorgehen bei der Lektüre der Postings zu Hamann-Artikeln: zuerst diejenigen mit möglichst viel Rotbewertungen lesen - decken sich meist mit meiner Sicht der Dinge, sind oft überlegt und witzig formuliert, interpretieren oder ergänzen die Hamann'schen Querbemerkungen.

Dann, wenn Zeit und Energie bleibt, noch ein Blick in die hochprozentig grün bewerteten Beiträge - nicht an allen Tagen kann ich mir allerdings derart hohe Dosen an Dumpfbackigkeit zumuten...

Gast: gast45
15.06.2011 17:03
6 0

hm ...

da hat sie recht, die realität ist anders :-)

..es hat ja auch niemand geglaubt, dass der türkische staatspräsident seine zusagen nicht einhält, oder das der türkische botschafter sein gastland beleidigt (und noch immer nicht ausgewiesen ist ...)

.. man kennt ja aus karl may filmen, den stolzen aufrechten türken (so wie halt den bergbauern) , auf dessen wort man vertrauten kann und dem gastfreundschaft heilig ist ....

Gast: Pensionär
15.06.2011 14:42
2 0

Zitiere aus ...

dem Roman Erich Maria Remarques "Im Westen nichts Neues" http://de.wikipedia.org/wiki/Im_Westen_nichts_Neues , dem erfolgreichsten deutschen Roman (in 50 Sprachen übersetzt, 20 Mio. verkaufte Bücher) ...
wer aller Völker ist ihnen am meisten sympathisch ...
Antwort: Meine Freunde.
An dieser Einstellung dürfte sich auf der ganzen Welt nichts geändert haben.

Gast: Wieder einmal
15.06.2011 13:12
10 0

wird ein langjähriger Erfahrungswert

als "virtuelles" Vorurteil abgetan.

Das Bild von der Türkei und den Türken, das politisch unkorrekte Leser zeichnen, ist nicht "virtuell". Es beruht auf jahrelangen leidvollen Erfahrungen mit den "echten, lebendigen Türk/inne/n im Nachbarhaus."

In Anbetracht dieser Alltagserfahrung nützt das Verschweigen und Wegdiskutieren "volkspädagogisch unerwünschter Tatsachen" nicht mehr viel.

 
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