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Werden die Euroretter zu Europas "Ruinenbaumeistern"?

18.09.2011 | 18:35 |  PAUL SCHULMEISTER (Die Presse)

Währungsunion am Limit. Der große Befreiungsschlag im Schuldendrama ist noch nicht möglich – wohl erst nach der nächsten, schlimmeren Krise.

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Gäbe es Insolvenzregeln für zahlungsunfähige Eurostaaten: Griechenland wäre wohl schon abgewickelt worden. Die Situation ist aussichtslos. Zum einen haben die harten Sparauflagen die Wirtschaft Griechenlands de facto abgewürgt. Zum anderen hilft es nicht, mit neuen Schulden alte zu bekämpfen.

Angesichts des Schwurs der Euroretter „Niemand darf Pleite gehen!“, hatte Athen geglaubt, nur zuwarten zu müssen. Mit der Zusage des zweiten Hilfspakets und längeren Rückzahlungsfristen bei niedrigeren Zinsen war der Moment erreicht.

Seit August nahm Griechenland den Reformzwang auf die leichte Schulter. Die Privatisierung ging nur in Trippelschritten weiter, die Steuereinhebung blieb ineffizient wie eh und je, der aufgeblähte Öffentliche Dienst wurde nicht verkleinert, an die versprochene Öffnung der zunftartig geschützten Berufssparten für den Wettbewerb wagte sich Andreas Papandreou nicht heran. In der Privatwirtschaft würde man von „Konkursverschleppung“ sprechen.

 

Staatsfinanzen „out of control“

In dieser Situation begann das griechische Defizit, allen Annahmen zum Trotz, erneut zu steigen. Die Staatsfinanzen seien „out of control“, konstatierten Parlamentsexperten: zwei Milliarden fehlten. Die Rezession sei schuld, so Papandreou. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. In Wirklichkeit war er bereit, dem militanten Druck der Demonstranten nachzugeben, da ja der äußere Druck nicht mehr bedrohlich schien.

Ein Riesenirrtum. Nicht nur in Deutschland begann man erstmals über einen Staatsbankrott der Griechen nachzudenken. Blitzartig war Athen zum Umdenken gezwungen. Finanzminister Venizelos erhöhte die Immobiliensteuer und versprach noch für diesen Herbst die Einhaltung sämtlicher Reformversprechungen. Die fällige Tranche von Milliardenhilfen wollte er unter keinen Umständen gefährden.

Aber kann man den Griechen trauen? Das Katz-und-Maus-Spiel ist noch nicht zu Ende. Rom sieht mit Argusaugen zu. Silvio Berlusconi agiert ja durchaus ähnlich. Statt schmerzhafte Strukturreformen anzugehen, bremst er das eine Mal die sogenannten „Sparbemühungen“, ein anderes Mal verschärft er sie – je nach dem Bedrohungsgrad der Risikoaufschläge, die die Finanzmärkte verlangen. Schlimmstenfalls wird dieser Schwindelkurs zum endgültigen Eurokollaps führen.

Natürlich ist der Euro, geldpolitisch gesehen, eine Erfolgsstory. Ein starker Außenwert; die Inflationsgefahren besser gemeistert als es die Bundesbank vermochte; die Wirtschaftsvorteile nicht zu leugnen. Was ist der Kern der „Eurokrise“? Die Staatsverschuldung und die Fehlkonstruktion der Währungsunion. Die Verantwortung dafür liegt bei den Regierungen.

Das Euroschuldendrama mag sich noch ein, zwei Jahre hinziehen. Wer sich von Beruhigungsfloskeln nicht sedieren lässt, sieht nur zwei Möglichkeiten: Entweder den großen Sprung nach vorn – mit einem EU-Finanzminister samt Eingriffsrechten in die nationale Souveränität. Oder ein Fortwurschteln, solange es noch geht.

 

Schreckgespenst „Superstaat“

Vereinigte Staaten von Europa? Für die meisten Bürger wäre ein solcher „Superstaat“ eine Art Schreckgespenst. Erst eine noch größere Krise könnte ein Umdenken erzwingen. Heute würde jede Rechtsänderung, die über den Lissabon-Vertrag hinausgeht, in Referenden scheitern.

Europa lässt sich nicht ohne die Zustimmung der Europäer bauen. Das weiß die Politik. Da und dort versucht sie, unumkehrbare Tatsachen zu schaffen.

Da hatte etwa Berlin daran gedacht, der künftigen permanenten Rettungsschirmbehörde eine Generalermächtigung zu geben. Sie hätte die Budgethoheit der Parlamente ausgehöhlt. Rasch ist der Plan gescheitert. Verzweifelt hoffen die Regierungen auf „bessere Zeiten“, soll heißen: wenn von einem griechischen Bankenkollaps (der erwartet wird) keine Ansteckungsgefahr mehr zu befürchten ist, z. B. für die EZB und Frankreich, die größten Gläubiger südlicher Staatsanleihen.

Vorerst bleibt es bei Versuchen, immer wieder „Zeit zu kaufen“. Glaubt jemand ernsthaft, dass durch ein Verbot von „Leerverkäufen“, durch die Beförderung Van Rompuys zum Chef einer „Wirtschaftsregierung“ (bei der er nur der Diener seiner Schöpfer sein darf), oder durch den seit Monaten angekündigten „Euro-Plus-Pakt“ die Schuldenkrise rascher lösbar wäre?

 

Absichtserklärungen ohne Biss

Der „Euro-Plus-Pakt“ ist typisch für eine Rhetorik, die mehr vernebelt als Sicherheit vermittelt. Der Pakt soll die papierenen Sanktionsmöglichkeiten gegen Schuldner endlich schärfen. Auch peilt er harmonisierte Sozial- und Steuerstandards an. Alles nur Absichtserklärungen ohne Biss. Für Frankreich sind „automatische Sanktionen“ tabuisiert wie eh und je.

Ja, eine engere Politikverzahnung wäre überfällig, kann aber nur wirksam werden, wenn sie verpflichtend wäre. Dafür müsste man die EU-Rechtsgrundlagen ändern. Das dauert Jahre und ist damit fürs erste irreal. Die Gesamtschuldnerschaft durch Eurobonds wäre bei einer echten „Wirtschaftsregierung“ verantwortbar und sinnvoll. So aber würden Eurobonds die EU endgültig in eine Transferunion verwandeln. Sie würden den Reformwillen der Olivenländer minimieren und die Risken der (noch) gesunden Euromitglieder erhöhen.

Heute bestreitet niemand mehr, dass eine Währungsunion heterogener Staaten ohne Fiskalunion nicht funktionieren kann. Einst glaubte man, der Euro würde die Unterschiede schrittweise verkleinern. Das Gegenteil passierte. Einst glaubte man, der Stabilitätspakt böte genügend Sicherheit für Haushaltsdisziplin. Fehlanzeige. 73 Mal ist der Pakt bisher folgenlos gebrochen worden.

Nun fordern immer mehr eine „Amputation“ der unheilbaren Euroglieder. Ohne Austritt Griechenlands werde die Währungsunion nicht am Leben bleiben. Gerade davon befürchten andere den Dominoeffekt weiterer Austritte von Staaten. „Scheitert der Euro, scheitert Europa“, warnt die deutsche Bundeskanzlerin.

 

Bürgerbeteiligung unabdingbar

Es war die Politik, die die EU in eine Lage manövriert hat, in der es nur mehr schlechte und noch schlechtere Lösungen gibt. Inzwischen bedroht der Eurospaltpilz auch Merkels Koalitionsregierung in Berlin. Es brennt der Hut.

Ein entscheidender Aspekt kommt meist zu kurz: die Bürgerbeteiligung. Unabdingbar, weil es um Bürgschaften von hunderten Milliarden Euro geht, ja um die Zukunft des Nationalstaates schlechthin. Die Regierungen verschanzen sich hinter ihrem „Exekutivprivileg“. Sie wollen nicht bei jedem Schritt zur Rechenschaft verpflichtet sein. Am Ende sollen die Parlamente Weichenstellungen zustimmen, auf die sie wenig Einfluss haben konnten. Ein neues Demokratieproblem taucht auf.

Die längste Zeit war die EU ein Elitenprojekt „von oben“. Das geht nicht mehr. Wenn die Regierungen das Schulden- und Demokratieproblem nicht ernster nehmen als bisher, kann es geschehen, dass die Euroretter als „Ruinenbaumeister“ Europas enden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.09.2011)

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28 Kommentare
 
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Gast: Gäst
30.09.2011 12:30
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Es gibt drei Möglichkeiten

1. Man lässt Griechenland pleite gehen, sprich es setzt die Rückzahlung aus und erklärt bestehende Schulden für nichtig. Folge: Staatsanleihen würden nicht mehr bedient werden und die Gläubiger (die eigentlich "bösen Spekulanten") sehen ganz oder großteils durch die Finger. Dh. Banken müssten abschreiben, Privatpersonen fallen um ihre Anlage um und Fonds verlieren massiv an Geld. Dann könnte man teilweise diese Auffangen (z.b. Banken) würde wesentlich geringer sein).
2. Man beschlägt jegliches Vermögen in einer nacht und Nebelaktion der Griechenländer bis zu einem gewissen Wert (z.b. 500.000€) und nimmt diese Einnahmen zum Anleihenrückkauf.
Drastisch aber wenn ein Staat abschmiert muss er halt auch die letzten staatlichen Möglichkeiten durchziehen (achja gegen abfließendes Geld wird eine Steuer von 100% eingeführt)
3. Der Staat fährt halt seine Leistungen wirklich auf das allernötigste herunter sprich Militär, Polizei, Justiz, notwendigste Infrastrukturmaßnahmen, Strom, Wasser. Alles andere wird privatisiert oder fallengelassen.
Vorteil die Schuldenausgaben gehen stark zurück.
Nachteil: Für das Volk sicher noch drastischer als Punkt 2 und Aufruhr müsste mit Gewalt niedergeschlagen werden, oder die Gebietsteile aufgegeben werden.

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Konkursverschleppung

Die Konkursverschleppung begann Ende 2009, als ein massiver Run auf das griechische Bankensystem einsetzte (Auslandsbanken kündigten ihre Kurzfristlinien an griechische Banken; wohlhabende Griechen überwiesen ihr Geld ins Ausland). Die drohende Insolvenz des Bankensektors konnte nur dadurch abgewerht werden, dass die EZB Milliarden und Aber-Millliarden an den griechischen Bankensektor verlieh. Derzeit sind es schon über 100 Mrd. EUR!

Zu diesem Zeitpunkt hätte man einen Strich ziehen müssen und eine Umschuldung in die Wege leiten. Das nicht getan zu haben, ist die wahre Konkursverschleppung.

http://klauskastner.blogspot.com/2011/06/geldverwenung-verschwendung-der.html

Gast: world-citizen
19.09.2011 17:08
0 0

Was ist denn ein "Superstaat"?

Dieses Wort wurde nur von CNN erfunden:

http://www.youtube.com/watch?v=2B5xgtwu9yw
" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=2B5xgtwu9yw


Leider gibt es aber in Europa zu viele nützliche Idioten, die das aufgreifen und nicht bemerken, vor wessen Karren sie sich spannen lassen.

Die vereinigten Staaten von Europa wären ebensowenig zentralistisch, wie die USA.
Dort sind Aussen- und Sicherheitspolitik, sowie Finanz- und Wirtschaftspolitik Bundessache. Alle anderen Politikfelder sind in den Händen der Staaten oder sogar noch tiefer, in den Händen der Counties.
Und genau das ist es, was Europa auch bräuchte. Von Zentralismus ist da überhaupt keine Spur.
Und mit einer "nationalen Souveränität" kann sich der normale Bürger ohnehin nichts kaufen. 284

Antworten freeman
27.09.2011 08:32
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Bis auf den Bereich der Sicherheitspolitik

bringen größere Strukturen keine Vorteile in der Politik.

Eine gemeinschaftliche Wirtschaftspolitik zB wird den Wettbewerb untereinander dämpfen und damit letztendlich auch die Wettbewerbsfähigkeit nach außen unterminieren.


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Politiker u. Bankster leben in Symbiose !

Einer wiederwahl- u. somit schuldensüchtig und der Bankster kann Staatsanleihen als Eigenmittel vorhalten. (siehe Andreas Treichls richtige Beurteilung).

Der Superstaat ist nicht NÖTIG. Siehe Schweiz mit kantonaler Finanzverantwortung !! Aber für linke Gehirne (gilt auch für grosse Teile der sog. Bürgerlichen) ist nach 40 Jahren Umverteilungsgehirnwäsche Leistung als Grundlage für Wohlstand nicht relevant. UMVERTEILUNG löst nun alle Probleme, auch Strukturprobleme wie Überalterung, irre aufgeblähte Verwaltung usw. usw.

Öst. Politiker würde man in der Schweiz oder Schweden wegen Fahrlässigkeit einsperren oder zumindest für unzurechnungsfähig erklären !!!

Seeaal
19.09.2011 10:46
0 3

Pamphlet

Ein ordentliches Pamphlet ist das.

Die Staatsfinanzen sind seit 1998 ausser Kontrolle, da sich die Euro Staaten trotz vertraglicher Verpflichtung nicht an die Maastricht Kriterien gehalten haben (ausgenommen Luxemburg).

Der Euro selbst ist daran nicht Schuld - auch Griechenland, Irland und Portugal sind als solche nicht Schuld. Aber das fahrlässige Handeln der Banken im Euroraum ist ein wesentlicher Grund für das explodieren der Saatsschulden. Die Entschuldung der Banken war ein kapitaler Fehler der Euro Zone. Die nationalen Eliten waren also nachlässig in ihrer Budgetdisziplin, und die Finanzeliten leichtsinnig im Umgang mit Geld.

Weiters haben sich die USA seit 2001 einem "war against terror" verpflichtet, der Unsummen verschlungen hat, und schliesslich die Einstellung des NASA Weltraumprogrammes und ein Überschreiten der Schuldengrenze erforderte, um
nicht Bankrott zu gehen.

Dieser Umstand, dass die letzte verbleibende Supermacht schwer krank ist, lässt nun möglicherweise die " Strategie des Hinauszögerns" der Euro Staaten scheiterns.

Der US Finanzminister Geithner hat darauf indirekt beim letzten Euro Gipfel hingewiesen. Die europäische Finanzminister dürften das nicht verstanden haben. So wie eben Europäer üblicherweise US Politik nicht verstehen, da sie keine Ahnung haben was ausserhalb Europas passiert, und welche Konsequenzen es für Europa hat. Das kann ich aus meiner täglichen Arbeit nur bestätigen.

Eurobonds könnten den Euro retten, ansonsten - Staatspleite

Antworten Ludwig1958
19.09.2011 13:08
0 0

Re: Pamphlet

...hm...sorry, aber die Schulden wurden schon von den Staaten selbst gemacht, oder etwa nicht?

Antworten Antworten Seeaal
19.09.2011 14:58
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Re: Re: Pamphlet

Die Schulden haben Großbanken mit Hilfe der jeweiligen Nationalbanken und tw. des IWF finanziert. Die Großbanken wurden in ihren Ursprungsländern entschuldet, um einen Diminoeffekt zu verhindern. Sie haben daher kein Interesse die Ausstände einzutreiben - sie haben ja ihr Geld zurück.

Also somit besteht hier ein finanzielles Absurdum ersten Ranges!

Antworten Antworten Antworten Ludwig1958
19.09.2011 15:41
0 0

Re: Re: Re: Pamphlet

...aha...verstehe...die Banken haben also die Regierungen gezwungen, sich so hoch zu verschulden!

Und nicht die Regierungen (und damit wir Wähler) sind schuld daran, daß das Geld sinnlos für eine völlig überladene Verwaltung, für lustwandelnde Frühpensionisten, für jammernde Agrarier usw. usw. verschleudert wird.

So kann man das natürlich auch sehen !

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: wir wolen frei sein
19.09.2011 22:25
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Re: Re: Re: Re: Pamphlet

@Seeaal
aus welchem zoo wurdest den du entlassen?? wenn jemand zuviele schulden macht dann ist der schuldner der gelackmeierte... jeder erwachsene person weiss das! bleibe bei deiner ach so klugen polital correctness... nur immer weniger europäer gluben an das.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Seeaal
19.09.2011 23:55
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Re: Re: Re: Re: Re: Pamphlet

Seeaale leben nur in Freiheit,

Europa steigt in die 3. Liga ab, und jeder der kann geht - auch Seeaale.

Europa steigt eben wegen Mangel an political correctness ab...

Antworten Antworten Antworten Antworten Seeaal
19.09.2011 16:56
0 0

Re: Re: Re: Re: Pamphlet

Sichtweisen kann man dazu viele entwickeln.

Wirtschaftlich betrachtet haben die Banken ein System finanziert, dass international nicht wettbewerbsfähig ist. Die verantwortlichen Manager haben nichts unternommen um daran was zu ändern (ausgen. BRD). Darüber hinaus haben die verantwortlichen Manager sich noch ordentlich selbstbedient (Korruption). Für das Volk gab es weiterhin Brot und Spiele, und die Oligarchie der nationalen Eliten hat das System weiter korrumpiert.

Wie sollte das auch gut gehen...

Die Banken sind jedenfalls aus dem ganzen fein raus gekommen, u d der Steuerzahler soll jetzt dafür zur Kasse gebeten werden!

Antworten Antworten Seeaal
19.09.2011 14:39
0 0

Re: Re: Pamphlet

Ja, mit Krediten von Großbanken!!!

Und der Rückversicherung der jeweiligen Nationalbanken, und tw. des IWF!

Antworten Gast: radius
19.09.2011 13:05
0 0

Na dann besser mal Staatspleiten, weil

auch Eurobonds diese nur hinausschieben.

Also geordneter Rückzug, auf geht's. Nicht auf die Jugend abschieben.

Antworten Antworten Seeaal
19.09.2011 14:37
0 0

Re: Na dann besser mal Staatspleiten, weil

Eurobonds würden die Eurozone als einenWirtschaftsraum auftreten lassen - es wäre der größte der Erde. größer als USA oder China.

Wenn dieser Wirtschftsraum pleite gehen würde, würden alle Pleite sein - Dominoeffekt.

Ohne Eurobonds kämpfen hingegen alle Euroländer für sich selbst - eines nach dem anderen könnte ohne Gefahr für Länder wie China und USA Pleit gehen. ein harter Kern, der weltwirtschaftlich marginalisiert ist würde übrig bleibe - oder selbst das nicht!

Also Eurobonds sind die einzige Rettung für die Volkswirtschaften der Eurozone!

Antworten Antworten Antworten Gast: radius
19.09.2011 15:43
0 0

Dann träumen Sie mal schön weiter.


Antworten Antworten Antworten Antworten Seeaal
19.09.2011 16:59
0 0

Re: Dann träumen Sie mal schön weiter.

Zum träumen ist keine Zeit. Die Titanic sinkt, und wer noch an Bord ist wird wahrscheinlich ersaufen - sprich als Steuerzahler zur Kasse gebeten werden für das Schlamassel was uns unsere Politiker da eingebrockt haben.

periskop
19.09.2011 10:32
2 0

Eine sehr gute Darstellung der Lage!

Nicht nur Athen glaubt, "nur zuwarten zu müssen". Die ganze EU-Politik ist ausschließlich darauf gerichtet "Zeit zu kaufen", es gibt überhaupt kein Konzept, wie die Schuldenkrise überwunden werden könnte!

Das griechische Defizit ist zuletzt nicht "allen Annahmen zum Trotz" gefallen. Das "Sparpaket" verringert die Kaufkraft drastisch, BIP und Steuereinnahmen müssen dadurch fallen, eine Explosioin der Arbeitslosigkeit muss auch noch kommen! Dieses Paket hat "die Wirtschaft Griechenlands de facto abgewürgt" und verschlimmert die Lage von Tag zu Tag anstatt etwas zu bessern!

"Bürgerbeteiligung" kommt nicht nur zu kurz, in der EU gibt es so etwas gar nicht. "Eine engere Politikverzahnung" bzw. eine "Wirtschaftsregierung" wären nur tragbar, wenn die EU demokratisch organisiert wäre. Ohne das führt der als "großer Sprung nach vorn" bezeichnete diktatorische Zentralismus auf Dauer zu einer Revolution und ist strikt abzulehnen!

Außer Zentralismus hat die EU nur die Möglichkeit zum "Fortwursteln, solange es noch geht" bis zum endgültigen Absturz oder die Währungsunion wird auf die Staaten begrenzt, die bereit sind eine echte Hartwährungspolitik zu machen!
Die anderen gewinnen dabei die Chance, durch Abwertung ihrer Währung der Schuldenfalle zu entkommen, was den Fortbestand der EU sichern würde!


Gast: Leopold Österreicher
19.09.2011 10:09
0 1

Die schuldenfreie EU, die

noch nie ein Budgetdefizit hatte (Monnet sei Dank!) schaut gemütlich zu, wie sich die Nationalstaaten selbst demontieren. Gut so.

Antworten Gast: radius
19.09.2011 15:42
0 0

Die EU darf keine Schulden machen, keine relevanten Steuern einheben

und das ist GUT so.

Gast: ew_absurd
19.09.2011 09:21
4 0

die vereinigten staaten von europa sind sowas von absurd!

europa mit der usa zu vergleichen ist extrem absurd und fast schon fahrlässig. die usa sind ein kultur- und sprachraum vor relativ kurzer zeit und von gleichgesinnten einwanderern gegründet. und selbst dort ging die "vereinigung" erst nach einem langen bürgerkrieg durch.

und europa? ein seit jahrtausenden bestehender kontinent aus verschiedensten kulturen, gesellschaften, sprachen, denkweisen. die alle sollen also in einem "superstaat" vereinbar sein? ein wahnsinn pur, und schlicht nicht durchführbar.


EWFULDA
19.09.2011 08:39
2 0

Bessr als die Bundesbank?

Der Kommentator, Herr Schulmeister meint vielleicht die Österreichische Nationalbank.
Ansonsten ist man gezwungen eine bestimmte Unkenntnis über die effiziente Arbeit der Deutschen Bundesbank zu vermuten.
Der Deutsche Bundesbank ist es neben der Inflationbeschränkung gelungen die Kaufkraft stabil zu halten oder sogar zu steigern, zum Nutzen auch des Österriechische Schillings.
Der EZB ist beides nicht gelungen.
Im Gegenteil, sie trägt mit zu der heutigen Misere des (T)Euros bei und ist nicht in der Lage den Abwärtssog zu verhindern, schon garnicht den Verlust der Kaufkraft.

Gast: Kopfschüttlerin
19.09.2011 08:31
1 0

Die PolitikerInnen..

finden sich gerade als Zauberlehrlinge wieder, denen die gerufenen Geister anfangen, häßliche Fratzen zu schneiden...

Gast: check
19.09.2011 08:23
2 0

Die verlogenen Griechen werden jedesmal eine Minute vor Zwölf Reformen BESCHLIEßEN, diese aber niemals umsetzen


Der Beschluss allein war ja bisher stets ausreichend um an das Geld zu kommen.

Hirnlos ist nicht der mehrfache Betrüger, Hirnlos ist der dumme Betrogene, der immer wieder auf den gleichen Trick hereinfällt. Also WIR, via unsere Politiker-Elite.

Eine Prophezeihung: Wenn nicht SOFORT mit Dauerbetrüger Griechenland ein warnendes Exempel statuiert wird dann ist der EURO hin. Tot. Kaputt.


Gast: radius
19.09.2011 08:17
0 0

Wahnsinn, wie kann man als Ökonom so was verantworten, Herr Schulmeister?


Antworten Gerald
19.09.2011 09:28
2 0

Re: Wahnsinn, wie kann man als Ökonom so was verantworten, Herr Schulmeister?

Sie verwechseln da die Schulmeister. Der Verfasser dieses Artikels ist Paul Schulmeister, nicht Stephan Schulmeister. Paul Schulmeister ist Journalist, lange Jahre beim ORF Deutschland-Korrespondent, aber sicher kein Ökonom. Wobei einem das bei Stephan Schulmeister auch schwer fällt zu glauben.

 
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