Sieben nervige Autofahrertypen – und welche Strafen ihnen drohen

1. Der Drängler

Nicht nur ärgerlich, sondern auch extrem gefährlich. Besonders auf der Autobahn, wenn ein aggressive Hintermann bei Tempo 160 fast den Kofferraum berührt. Selbst saftige Strafen schrecken den Drängler nicht ab. Dabei muss er aktuell mit einer Verwaltungsstrafe bis 2.180 Euro rechnen.

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2. Der Blinkmuffel

Ob auf der Landstraße, der Autobahn oder im Kreisverkehr: Die fahrlässige Unsitte ist mittlerweile überall anzutreffen und in jeder Altersklasse vertreten. Bleibt es beim Organstrafverfahren sind für einmal Blinken vergessen 35 Euro fällig.

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3. Der Sonntagsfahrer

Er ist gemütlich unterwegs, vielleicht sogar langsamer als erlaubt. Er schleicht dahin und bringt alle anderen Verkehrsteilnehmer zur Weißglut. Auf der Landstraße sorgt er mit diesem Verhalten für lange Staus und riskante Überholmanöver. Auch der Sonntagsfahrer kann zur Kasse gebeten werden: Theoretisch sind Organstrafverfügungen bzw. Anonymverfügungen ab 20 Euro möglich, Geldstrafen bis zu 726 Euro sind nur dann vorgesehen, wenn man deutlich zu langsam unterwegs ist und andere Verkehrsteilnehmer gefährlich behindert.

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4. Der Mittelspurbesetzer / Linksfahrer

Fühlt sich auf dreispurigen Autobahnen magisch von der goldenen Mitte angezogen. Selbst wenn die Fahrbahn frei ist: Auf der Mittelspur wähnt er sich nun mal in Sicherheit, schließlich droht am rechten Rand der langsame LKW-Verkehr, während auf der Überholspur die gefährlichen Raser lauern. Der Strafenkatalog geht mit dieser Übertretung recht moderat um. Ein Organmandat für stures Linksfahren kommt auf 21 Euro.

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5. Der Rechtsüberholer

Ein gefährliches Abfallprodukt des lästigen Mittelspurfahrers. Hält sich gesetzestreu an das in der Straßenverkehrsordnung verankerte Rechtsfahrgebot – und überholt bei zähem Verkehr auf allen Spuren, ohne mit der Wimper zu zucken, rechts. Das Drängeln und Rechtsüberholen kostet je nach Situation 50 Euro und mehr. Übrigens: Die Höhe der Geldbuße kann von Bundesland zu Bundesland variieren.

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6. Der Raser

Oft am oberen Tempolimit und noch häufiger auch weit darüber: Für ihn kann es nie schnell genug gehen, er hetzt von A nach B, egal ob dafür eine zeitliche Notwendigkeit besteht oder nicht. Und selbst wer eine solche Fahrweise dauerhaft ohne Unfall bewältigt: Wer sich den Stress antut, ständig auf 180 zu sein, tut auch der eigenen psychischen Gesundheit keinen Gefallen. Und teuer kann es auch werden: Das Bußgeld bewegt sich zwischen 21 und 72 Euro. Im schlimmsten Fall ist zudem auch der Führerschein weg.

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7. Der Handy-Süchtige

Trotz Freisprecheinrichtung und modernen Assistenzsystemen tun sie es immer noch: An der roten Ampel am Smartphone tippen und ganz ungeniert während dem Fahren telefonieren. Handytelefonierer am Steuer sind der Exekutive ein besonderer Dorn im Auge. Künftig sollen laut neuer Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) auch Radarbilder als Beweise gegen sie verwendet werden können. Es drohen: Ein Organmandat von 50 Euro an Ort und Stelle oder eine Anzeige und die Kosten steigen auf bis zu 72 Euro.

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