Chinas großer Sprung: Mit deutscher Hilfe statt mit Imitaten

Nach bislang krachend gescheiterten Versuchen, in Europa Fuß zu fassen, drängen chinesische Autohersteller wieder auf die Bühne. Sie kommen nicht mit windschiefen Imitaten, sondern mit deutschen Ingenieuren. Sie setzen auf den Elektro-Boom, den man für Europa vorhersagt. Stehen ihre Chancen diesmal besser?

Große Bühne: Das chinesische Start-up Byton zielt mit E-Autos auf Europa.
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Große Bühne: Das chinesische Start-up Byton zielt mit E-Autos auf Europa.
Große Bühne: Das chinesische Start-up Byton zielt mit E-Autos auf Europa. – (c) REUTERS (ALY SONG)

Die Strategie des damaligen Volkswagen-Konzernchefs Ferdinand Piëch, im Interview mit einem österreichischen Automagazin dargelegt, klang ebenso nonchalant (in der Verschmelzung seiner Person mit dem Unternehmen) wie ökonomisch einleuchtend: „Ich will den Chinesen vom Radl holen.“

Das war 1994, eine Zeit, in der sich die Fahrräder tatsächlich noch schoppten auf Chinas Straßen. Zwar begannen sich die ersten Autofabriken größeren Maßstabs gerade warmzulaufen, an erster Stelle Joint Ventures, die zum Beispiel eben Volkswagen mit einem Staatsbetrieb eingegangen waren. Doch erst in den Achtzigern war chinesischen Privatpersonen überhaupt der Besitz eines eigenen Pkw gestattet worden, bis dahin war das Bonzen und Funktionären vorbehalten gewesen. Die fuhren zu Maos Zeiten selbst fabrizierte Luxuskarossen namens Hong Qi – und natürlich feine Importmodelle.

Entsprechend rudimentär ausgebildet zeigte sich die chinesische Automobilproduktion vor 30 Jahren, auch das Importvolumen war nicht atemberaubend: Für 1985 vermerkt eine Statistik 3500 Exemplare – in einem Reich von damals bereits über einer Milliarde Einwohnern.

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