So verdienen Elektroauto-Besitzer parkend Geld

Die Investition in E-Autos zahlt sich nicht nur für die Umwelt aus. Auch die Autobesitzer können profitieren. Erste Tests in Dänemark zeigen wie.

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Die neuen "Vehicle-to-Grid" Ladestationen werden auch in Großbritannien getestet. – Nissan Motor

Neue Einnahmequellen sind immer willkommen. Warum also nicht 1.300 Euro pro Jahr nur durch das Parken und die Einspeisung überschüssiger Energie verdienen?

Elektroautos machen es möglich. Konkret geht es um eine neue Form des Energiemanagements: So können sich die alternativ angetriebenen Fahrzeuge in Kombination mit neuartigen Ladestationen zeitweise in „Energieversorger“ verwandeln.

"Vehicle-to-Grid" Ladestationen

Mit Hilfe der "Vehicle-to-Grid" (V2G) Ladestationen können Autofahrer ihr E-Fahrzeug nicht nur aufladen, sondern auch die gespeicherte Energie wieder abgeben. Fahrzeuge wie der Nissan Leaf und der Nissan e-NV200 lassen sich zum Beispiel nachts zu günstigen Konditionen „volltanken“, während am nachfragestarken und entsprechend teureren Tag Energie zurück ins Stromnetz gespeist wird.

Angebot und Nachfrage


Dieses Konzept könnte sich für die Fahrzeughalter lohnen, wie die Nachrichtenagentur "Bloomberg" berichtet. Tests in Europa, die von Nissan und Enel mit über 100 Fahrzeugen durchgeführt wurden, zeigen dass Batterien in Elektroautos dazu beitragen könnten, das Angebot und die Nachfrage zeitgleich zu versorgen und einen neuen Einnahmestrom für diejenigen bieten, die die Fahrzeuge besitzen.

Dänemark als Vorreiter

Tatsächlich Geld verdienen lässt sich damit bisher nur in Dänemark. Dort sammelten die Flottenbetreiber etwa 1.300 Euro (1.530 US-Dollar) pro Jahr mit dieser intelligenten Speicherung von Energie ein. Zum Vergleich: In Großbritannien muss man mindestens über 150 E-Autos verfügen, bevor man für die an das Stromnetz zurückgesandte Energie bezahlt wird.

Netzbetreiber unter Druck

Diese ersten Versuche zeigen welch wichtige Rolle Elektroautos im modernen Energiemanagement spielen könnten. Denn eines ist klar: Die Nachfrage nach Elektroautos steigt. Die Netzbetreiber sind unter Druck. Sie müssen neue Wege finden, um die Nachfrage auszugleichen. Laut Bloomberg wird der Stromverbrauch von Fahrzeugen im Jahr 2040 von knapp 6 Terawattstunden auf 1.800 Terawattstunden erhöht werden.

(Agenturen/past)

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