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Gründer der südkoreanischen Moon-Sekte gestorben

03.09.2012 | 12:25 |   (DiePresse.com)

Der Gründer der "Vereinigungskirche" und Milliardär San Myung Moon starb im Alter von 92 Jahren. Bekannt wurde die Sekte für ihre Massentrauungen.

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Der ebenso schillernde wie umstrittene koreanische Sektenführer San Myung Moon ist tot. Der selbst ernannte Messias, schwerreiche Unternehmer und Gründer der Vereinigungskirche, die vielen als Moon-Sekte bekannt ist, starb Montag früh (Ortszeit) in einem Krankenhaus der Bewegung in der Nähe von Seoul. Das teilte ein Sprecher der Organisation mit. Mun wurde 92 Jahre alt. Er erlag den Folgen einer Lungenentzündung.

Moon hinterlässt ein Imperium von Bildungs-und Freizeiteinrichtungen, Sportvereinen, Zeitungen und Unternehmen in den verschiedensten Branchen und Ländern, darunter in den USA und in Nordkorea. In den vergangenen Jahren war es um den Chef der 1954 gegründeten Vereinigungskirche ruhiger geworden. Seine Bewegung, die durch ihre Massenhochzeiten bekannt wurde, plagte nach Ansicht von Beobachtern ein Mitgliederschwund.

Moon sei um 1.54 Uhr im Kreise seiner Familie und Freunden auf dem rund 1000 Hektar großen Grundstück der Organisation in Kapyong gestorben, sagte der Sprecher. Dort sollen am 15. September nach einer 13-tägigen Trauerperiode auch die Beisetzungsfeierlichkeiten stattfinden. Zehntausende Anhänger aus aller Welt würden erwartet.

Vor etwa zwei Wochen war Moon wegen Komplikationen einer Lungenentzündung zunächst auf eine Intensivstation in Seoul gebracht worden. Von der Krankheit erholte er sich nicht mehr. Zu seinen Lebzeiten war Moon stark umstritten, von seinen Anhängern wurde er jedoch als "Wahrer Vater" verehrt. Nach eigenen Angaben hatte er als Jugendlicher von Jesus Christus die Aufgabe erhalten, dessen Mission auf Erden zu erfüllen.

Drei Millionen Mitglieder?

Furore machte der 1920 im heutigen Nordkorea geborene Moon mit seinen spektakulären Massenhochzeiten. Bei den sogenannten Blessings (Segnungen) erteilte er in Stadien und per Satellit Tausenden Paaren rund um den Globus seinen Segen. Nach eigenen Angaben hat die Vereinigungskirche gegenwärtig etwa drei Millionen Mitglieder. Die Zahl dürfte nach Einschätzung von Beobachtern jedoch deutlich niedriger sein.

Moon wurde als Verführer kritisiert, der es über seine religiösen Aktivitäten hinaus dank einer ergebenen Gefolgschaft zum Milliardär gebracht hatte. Er war ein erklärter Gegner des Kommunismus und Unterstützer der Republikaner in den USA, wo er sich über 40 Jahre lang trotz einer mehrmonatigen Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung aufhielt. Er und andere Mitglieder der Vereinigungskirche hatten die "Washington Times" 1982 als konservative Alternative zur "Washington Post" gegründet.

"Worte können meine Gefühle nicht ausdrücken", so der Präsident der Zeitung, Thomas McDevitt. "Er (Moon) glaubte an die Notwendigkeit einer kräftigen, freien Presse, um akkurate Information und moralische Werte an die Menschen in einer freien Welt zu vermitteln."

(APA/dpa)

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21 Kommentare
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Fragwürdige Berichterstattung

Der Inhalt des Artikels von Frau Köhler "Sektenführer Moon: Von Jesus-Erscheinung zum Milliardär" ist meilenweit von einer journalistischen Sorgfaltspflicht und Objektivität entfernt. Frau Köhler bringt nur ihre subjektive und ausschließlich negative Sicht von Rev. Moon zum Ausdruck. International anerkannte Organisationen und Initiativen für eine interreligiöse und interkulturelle Verständigung, sowie zahlreiche Hilfsprojekte, die von Rev. Moon gegründet wurden, werden absichtlich ignoriert. Ein religiöses Motiv wird ihm von vornherein abgesprochen. Ich frage mich, wie lange sich die Presse Journalisten leisten kann, die absichtlich Tatsachen verdrehen und Lügen verbreiten?

Gast: lookatthis
04.09.2012 21:21
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Unsachlichkeit Die Presse Journalisten Köhler

Ob diese Artikel ernst genommen werden kann,
und ob die Karriere in die Presse diese bekannte Journalisten Köhler Angela weiter führen kann
oder uberhaupt steht in Raum.
Ein Märchengeschichte mit alles dazu gehört wird hier abgehandelt ohne ein begrundete Wissen in Religiose Themen. Velleicht ist Köhler kein religiose Mensch. Velleicht glaubt Sie sogar nicht in Gott.
Heute steht für mich klar das solche Schriftstuck popular sein kann, aber mir auch klar gemacht Die Presse nicht ernst genommen werden kann mit ein solchen Durchfuhrung. Ich freue mich das ich die Presse nicht abbonniere und wird es definitive nicht weiter empfehlen.

Antworten Gast: Johannes Stern
05.09.2012 14:42
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Re: Unsachlichkeit Die Presse Journalisten Köhler

Was die Frau Köhler nicht anspricht ist ein top-aktuelles Problem: Nämlich das Kidnapping und die gewaltsame Deprogrammierung von Mitgliedern der Vereinigungskirche in Japan durch sog. "Faith-breakers". Die Opfer werden aus ihren Häusern oder ihrer Arbeitsstelle gerissen, entführt und gegen ihren Willen festgehalten und isoliert. Fälle von Schlafentzug, Auszehrung bis hin zu sexueller Belästigung und Vergewaltigungen sind aufgezeichnet. Die psychologischen Spätfolgen kann man sich ausmalen. Unter dem Vorwand von "Nichteinmischung in familiäre Angelegenheiten" wird von der japanischen Polizei nichts unternommen. Ich weise auf folgenden unabhängigen Human Rights Report hin: http://www.aicongress.org/wp-content/uploads/2012/05/HRWF-Report-on-Japan.pdf

Seit den 60er Jahren wurden über 4,300 Mitglieder der Vereinigungskirche Opfer von Kidnapping und gewaltsamer Inhaftnahme. Vielleicht könnte die TT einmal einen ausführlich Artikel darüber schreiben? Und weisen Sie bitte TT-Leser auf die Möglichkeit eine Petition zu unterschreiben gegen die Fortsetzung dieser massiven Menschenrechtsverletzung: http://stopjapanabductions.org/petition/

Antworten Antworten Gast: Jakobus
05.09.2012 15:00
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Re: Re: Unsachlichkeit Die Presse Journalisten Köhler

Soll wohl Presse lauten (statt TT) ;-)

Gast: Rotkopf
04.09.2012 14:03
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Naja..

Sonderlich objektiv finde ich diesen Artikel (und den vom Tag davor) auch nicht wirklich. Für mich klingt das so, als ob Rev. Moon seine Gehirn gewaschenen Schergen um sich hätte, auf seinem Thron seines "Imperiums" sitzend, welcher sich auf dem Berg von Geld befindet, der von seinen Schergen aufgebaut wurde.

Interessant finde ich den immensen Unterschied zu einem ausgiebigeren Artikel zum Leben von Rev. Moon der Washington Times und den anderen Ton: http://www.washingtontimes.com/news/2012/sep/2/rev-sun-myung-moon-founder-times-dies-92/
...aber was sag ich, die bei der WT sind ja auch alle gehrinlose Zombies! ;)

Besonders bei zwielichtigen Gestalten wie der des Rev. Moon sollte man Informationen unbedingt aus mehreren Quellen beziehen und die ganze Sache auch mal aus einem anderen Winkel betracht. Und vor allem, wenn es sich um religiöse "Sektenanführer" und deren "Imperium" handelt. Religion im Allgemeinen natürlich. Deswegen mal eine Frage der anderen Art: Was, wenn er Messias ist? Schließlich (damit wende ich mich an die gläubigen Christen unter uns) gab es zu den Zeiten Jesu genug Leute, die ihm nicht glaubten, ihn für einen Spinner, wenn nicht für einen Wahnsinnigen hielten. Als er verlautbarte er wäre der Sohn Gottes vor allem. Jedoch konnte Jesus mithilfe seiner Jünger und Anhänger eine Weltreligion bilden, die bis heute besteht, welche auch vom hohen Klerus (aber nicht von Jesus selbst) missbraucht wurde: Ablasshandel! --> Bau des St. Petersdomes?

Soll dieser Artikel

eine Reportage sein, ein Bericht oder eine subjektive Meinungsäußerung von Angela Köhler?

"steinreich"
"seine Sekte"
"christlich verbrämt"
"Massenverführer"
"Sektengeheimnis"
"Egozentriker"
"konservativer Falke"
"knallig-rechte Boulevardzeitung"
"Zauber der Sekte"
"umstrittene Anwerbeaktionen"
"zweifelhaften Geschäftsgebarens"
"Seine Sekte litt auch schwer unter erschütternden Berichten von einstigen Mitgliedern über die Isolation in religiösen Ausbildungszentren"
"groteske Sammelsurium von extrem antikommunistischen, teils rassistisch-faschistischen Ansätzen"
"Tod ihres Übervaters"

Die Richtung in die dieser "Artikel" geht ist glasklar: Es soll kein aber auch GAR KEIN gutes Haar an der Vereinigungsbewegung von Rev. Moon zu sehen sein. Dem unbedarften Leser soll unmissverständlich vermittelt werden dass Rev. Moon offenbar mit einem ganz bösen Teufel im Bund war. Reverend Moon und seine gesamte Bewegung sollen bewusst DÄMONISIERT werden.

Gipfel dieser Angriffe: "..starb freilich weniger spektakulär, als der selbst ernannte Messias lebte, im kleinen Kreis seines Gefolges, und ohne die für ihn einst typische globale TV-Übertragung."

Darüber sollte man einmal nachdenken: Angela Köhler verlangt offenbar dass Rev. Moon seine allerletzten Stunden am Krankenbett hätte per Satelliten-TV in die ganze Welt übertragen lassen sollen!

Dieser Artikel sollte seriöserweise nur auf der Meinungsseite gebracht werden nicht im Hauptteil!


Antworten Gast: Jakobus
05.09.2012 14:59
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Re: Seriöse Informationen zu Rev. Moon:

Die VK Österreich hat eine Homepage. Frau Köhler darf sich durchaus aus erster Hand informieren...

ich hatte gestern auch eine Erscheinung...

bitte überweist mir alle monatlich 10% eures Einkommens, dann werdet ihr frei sein und glücklich und in den Himmel kommen...

meine Kontonummer ...

Gast: Bruder Kain
03.09.2012 18:27
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Nachdem man ihn zeitlebens als "wiedergekommenen Jesus Christus" verehrt hat,

bin ich mir ganz sicher, dass Moon in den nächsten 3 Tagen von den Toten auferstehen wird.

Rev. Sun Myung Moon


war ein beeindruckender religiöser Leiter und ein Mann der für den Frieden in der Welt gelebt hatte. Obwohl es einen ernannten Nachfolger, seinen Sohn gibt, wird eine Lücke bleiben.

Re: Rev. Sun Myung Moon

Sehr beeindruckend sind auch die Rekrutierungsmethoden, die äußerst prekäre Lage der meisten Mitglieder und die 1A-Gehirnwäsche.
Sparen Sie sich irgendwelche Erklärungen- ich kenne einige Mitglieder persönlich, wie sie vorher waren und wie sie jetzt sind. Einfach erbärmlich, wie bei den Moonies mit Menschen umgegangen wird.

Was soll das für ein Nachfolger sein? Fürs Firmenimperium maximal.
Es werden sich leider immer arme Idioten finden, die euch auf den Leim gehen.

Re: Rev. Sun Myung Moon

Sehr brav. Und nicht vergessen, dem Nachfolger des Liebhabers des Friedens den monatlichen Obolus zu überweisen. Je mehr, umso größer wird die Friedensliebe, ja?

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Religion war schon immer ein Geschäft.

Ist vermutlich genauso alt wie Prostitution.

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Re: Religion war schon immer ein Geschäft.

Wenn man etwas tut, was andere wollen ist es immer ein Geschäft. Das Geld ist halt die Gegenleistung. Ich bin nicht sonderlich religiös, aber viele macht es glücklicher, wenn sie einen Sinn in ihrem Dasein sehen können.

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Re: Re: Religion war schon immer ein Geschäft.

Wenn sich diese Sinnsucher gleich freiwillig zu Ihren Ahnen zurückziehen würden, würden weniger schwer gestörte die menschheit peinigen.

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Re: Re: Re: Religion war schon immer ein Geschäft.

Es ist sicherlich nciht gestörter, als einer Markenfüllfeder, einem iPhone oder Turnschuhen einer bestimmten Marke nachzuhecheln oder Steve Jobs wie einen Heiligen zu verehren. Beispielsweise.

Re: Re: Re: Re: Religion war schon immer ein Geschäft.

großer Unterschied, wenn ich kein iPhone kaufe, werde ich nicht gesteinigt...

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Re: Re: Re: Re: Re: Religion war schon immer ein Geschäft.

Aber so gut wie; in manchen Schulen. DA gehören Sie dann halt nicht dazu.

Der Sinn des Daseins

eines Moon Anhängers ist es, sein Geld abzuliefern.

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Re: Der Sinn des Daseins

Selbstverständlich, aber das tun die Leute auch für ein Smartphone, das ihnen das passende Image und Lebensgefühl bringt. So ist der Mensch.