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Krebs-"Allheilmittel": Zwei Verhaftungen in Wien

04.09.2012 | 22:20 |   (DiePresse.com)

Ein Mann soll das Mittel ohne Zulassung verkauft haben. Die Polizei beschlagnahmte 200.000 Ampullen.

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Eine Wiener Firma steht im Verdacht, ein nicht zugelassenes Arzneimittel hergestellt und als "Allheilmittel" vertrieben zu haben. Der 75 Jahre alte Betreiber der Firma in Wieden und eine 40 Jahre alte Frau wurden am Dienstag in Wien verhaftet. Insgesamt wurden in Wien und Niederösterreich 26 Hausdurchsuchungen durchgeführt, teilte das Bundeskriminalamt (BK) in einer Aussendung mit.

Seit Jänner 2012 ermittelt das BK. Bei dem Arzneimittel handelt es sich um das weder in Österreich noch im EU-Raum zugelassene Präparat "Ukrain". Dieses "Arzneimittel" soll eine vollständige Heilung jeglicher Krebserkrankungen, Strahlenkrankheiten, Aids und vieler weiteren Krankheiten bewirken. Das Mittel soll aus Schöllkraut-Extrakten entstehen. Es wurde laut BK an eine Vielzahl von Krebskranken verkauft. Die Schadenssumme wurde auf rund fünf Millionen Euro geschätzt.

Die Festnahmen erfolgten nach einem Auftrag der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien wegen des Verdachts des schweren gewerbsmäßigen Betrugs. Der 75-Jährige wurde in seiner Wohnung in Wieden, die 40-Jährige in der Wiener City verhaftet, sagte BK-Sprecher Mario Hejl. Auch gegen weitere Mittäter wird wegen Betrugs ermittelt.

Eine Ampulle um 77 Euro

Im Einsatz waren am Dienstag 50 Beamte der Landespolizeidirektionen Wien und Niederösterreich sowie der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES). Dabei wurden zahlreiche Beweisgegenstände - Computer, Laptops, Unterlagen - und mehr als 200.000 Ampullen des Präparats "Ukrain" sowie geringe Mengen Cannabis und Kokain sichergestellt. Eine Ampulle soll um 77 Euro an Kranke verkauft worden sein.

"Die Firma gibt es seit 1994", sagte Hejl. Die Vernehmungen der beiden Verhafteten waren am Dienstagnachmittag noch im Gang.

(APA)

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10 Kommentare
Gast: jiri
08.09.2012 21:45
0 0

77 Euro vs. 30.000 Euro pro Chemotherapie-Zyklus in der Schulmedizin

Ich glaube die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt am falschen Ende!

Darf man fragen warum die oeffentliche Hand nicht dieses natuerliche und vielversprechende Mittel gegen die Standard-Chemotherapie der Schulmedizin in einer klinischen Studie testen hat lassen?

Korruption?

Seltsame Geschichte

Die Firma gibt es seit 1994. Und erst jetzt wird ermittelt ?

Ich versteh so und so nicht wie das ganze Geschäft dieser Firma funktionieren kann. Wenn es sich um ein nicht zugelassenes Arzneimittel handelt, dann wird wohl der Vertieb nicht erlaubt sein. Wie kann also eine Firma die offiziell nichts verkaufen darf, dann Waren im Wert von über 15 Millionen Euro importieren ? Was schreiben die in die Steuererklärung ? Und nochmals wieso erst jetzt ? Es gab schon 2004 Bücher zu diesem Thema:

http://www.amazon.de/Krebsmittel-Ukrain-Kriminalgeschichte-einer-Verhinderung/dp/3854850379/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1346849846&sr=8-1


Gast: naklar
05.09.2012 13:56
0 0

Schadenssumme auf 5 Mio

welch ein Zufall: Schadenssumme auf 5 Mio geschätzt

Lt. Gesetz ist fuer WKSTA Zuständigkeitsgrenze von - welch Zufall - 5 Mio festgelegt

Offenbar war es Wunsch der Pharmaind. dass WKSTA gegen den offenkundig unliebsamen Konkurrenten vorgeht

Gast: Albert Katzio
05.09.2012 09:43
2 0

Die Festnahmen erfolgten nach einem Auftrag der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien wegen des Verdachts des schweren gewerbsmäßigen Betrugs.

Ah, DAMIT verbringen diese Brüder ihre Zeit!

Da bleibt für "7 Millionen für den Werner", Korruptionsinserate, Karlheinz Strasser, Terminal B, Pratervorplatz, AKH-Reinigung etc... leider leider keine Zeit mehr und das Regime geht leider leider straffrei aus.

Schon der Name "Ukrain"...

...musste bei jedem der nicht auf den Kopf gefallen ist, Verdacht hervorrufen.
Inhaltsstoff war wahrscheinlich Tschernobylum.

Re: Schon der Name "Ukrain"...

apropos "auf den Kopf gefallen"...

Die "Admiral Tegetthoff"...

...wurde von der Mannschaft verlassen.
Wahrscheinlich auf der Suche nach "Ukrain".

Gast: Anders betrachtet
05.09.2012 07:58
1 0

Pharmafia


Die Zulassung von Arzneimittel scheint nicht nachvollziehbaren Kriterien zu unterliegen, so sind z.B. homöopathische Zubereitungen als Arzneimittel zugelassen, obwohl es keinerlei Wirknachweis gibt.

Dass sich die Politik nicht gegen die Pharmalobby durchsetzen kann, gibt Horst Seehofer offen zu

http://www.youtube.com/watch?v=1BtjbGzf11A

Es wäre interessant zu wissen, wie vielen denn mit diesem Mittel geholfen werden konnte, und es ist schon etwas gewagt, pauschal von einer "Schadenssumme" zu sprechen. Wem wurde Schaden zugefügt?
Es wurden geringe Mengen an Cannabis und Kokain sichergestellt - irgendwas wird sich schon finden, um den Betreffenden zu kriminalisieren.

Gast: mediculus
05.09.2012 07:25
0 0

heilung

wegen einer kreberkrankung in der familie habe auch ich dieses unternehmen aufgesucht. der dortige professor hat nach ansicht der Roentgen und die einnahme seiner medizin noch 8 monate vorausgesagt. wasauch leider gestimmt hat.

Gast: orpheus
05.09.2012 02:16
3 0

Die Festnahmen erfolgten nach einem Auftrag der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien

Es waere wuenschenswert, wenn sich diese Organisationen endlich auch mit ebensolchen Enthusiasmus der Korruption und Bestechung im regulaeren medizinischen Bereich widmen wuerden und der daraus resultierenden Folgeschaeden bei Patienten und dem Staatshaushalt!
Heisse Tipps: teure Medikamente, wie Krebstherapien, neue, gentechnisch produzierte Antikoerpertherapien (Rheumamittel) sowie Medikamente und deren Verordnung bei allen chronischen Erkrankungungen.
Analyse der zugrundeliegenden Studien fuer den Masseneinsatz genuegt meist schon fuer Anhaltspunkte!