Die Mail haben in jüngster Zeit zahlreiche Menschen erhalten: Die Rettungsdienste würden bei nicht ansprechbaren Verletzten oft Handys finden, aber nicht wissen, wen sie kontaktieren sollten. Daher sollten Angehörige, die von einem Unfall informiert werden sollen, mit dem einheitlichen Kürzel "ICE" ("In Case of Emergency" - "Im Notfall") gekennzeichnet werden. Alles ein Schwindel, meint das Rote Kreuz: Die Rettung kümmert sich nur um die Versorgung der Verletzten, nicht um die Informierung der Angehörigen. Allerdings gibt es auch unter den Einsatzkräften Befürworter der Aktion.
Der Ursprung der Ketten-Mail ist ungewiss: Laut einem Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten" nahm die Kette im Polizeiinspektion Steyr ihren Lauf: Ein Polizist hielt die Aktion für eine gute Sache und schickte die Aufforderung zunächst an Kollegen weiter.
Auch wenn alle Einsatzorganisationen Ketten-Mails als Mittel zur Verbreitung von Informationen ablehnen, halten doch mehrere Sprecher die Verwendung des "ICE"-Kürzels für sinnvoll. Zu empfehlen sei eine Einspeicherung vor allem Kindern und Jugendlichen, Besuchern von Großveranstaltungen, Reisenden ins Ausland bzw. aus dem Ausland, Alleinstehenden, älteren Menschen sowie chronisch Kranken, sagte das Rote Kreuz in einer Aussendung.
(Red. )

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