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Gewaltvorwürfe: Bischof Fischer entschuldigt sich

01.06.2010 | 17:04 |   (DiePresse.com)

Die Untersuchung gegen den Vorarlberger Bischof Fischer sieht vier Fälle körperlicher Gewalt als erwiesen. In der Erinnerung des Bischofs "stellen sich die Dinge anders dar". Dennoch entschuldigt er sich.

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BREGENZ (red.). Die gegen den Vorarlberger Bischof Elmar Fischer erhobenen Vorwürfe körperlicher Übergriffe und der Anwendung körperlicher Gewalt in den Sechziger- und Siebzigerjahren sind erwiesen: Dies ist der Kern des Untersuchungsberichts des Psychiaters Hartmann Hinterhuber, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Wörtlich heißt es in dem Bericht: „Alle vier Anschuldigungen sind glaubhaft. Die tätlichen Übergriffe sind in einem emotionalen Kontext zu betrachten, wenngleich dies die Übergriffe weder rechtfertigt noch entschuldigt.“ Dies scheine jedoch wichtig, da die Übergriffe nicht als Ausdruck einer lustvollen Ausübung eines Machtverhältnisses zu interpretieren seien.

Bischof Fischer reagierte in einer schriftlichen Erklärung so: „In meiner Erinnerung stellen sich die Dinge im Konkreten anders dar. Ich will aber auch der Erinnerung der Betroffenen Vertrauen entgegenbringen. Entsprechend habe ich sie in einem persönlichen Brief um Entschuldigung gebeten, wenn sie damals etwas als verletzend empfunden haben.“ Gewalt an Kindern oder Jugendlichen sei nie gerechtfertigt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 2. 6. 2010)

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18 Kommentare
Steininger
02.06.2010 18:41
5 0

Das Bedauerlichste an dieser ganzen Affaire ist ihre Unnötigkeit!

Ist es wirklich unmöglich einen integeren Mann der nicht kontrovers ist als Bischof zu installieren?
Muß der Linientreue alles andere unterworfen werden?
Könnte man nicht einen guten Seelsorger finden der für seine Güte und Milde bekannt ist? Jemand der nicht spaltet sondern vereint?
Jemand der sich nicht alle paar Jahre wegen unüberlegter Äußerungen öffentlich entschuldigen muß?
Bitte lieber Nuntius: beim nächsten Mal machs besser!

Antworten Gast: heidelbeere
03.06.2010 11:00
0 3

Re: Das Bedauerlichste an dieser ganzen Affaire ist ihre Unnötigkeit!

Bischof Fischer ist ein äußerst integrer Mann. Dies kann man von seinen Gegnern, innerhalb und außerhalb der Kirche, nicht sagen. Besonders nicht von leitenden Personen der Diözese Feldkirch

Antworten Antworten Steininger
03.06.2010 16:58
1 0

Re: Re: Das Bedauerlichste an dieser ganzen Affaire ist ihre Unnötigkeit!

Ich habe auch nicht behauptet daß er nicht integer ist.
Aber nicht jeder integere Geistliche ist auch zum Bischof geeignet.
Es braucht noch zusätzliche nicht unerhebliche Talente und Eigenschaften für dieses Amt. Einige dieser Eigenschaften wären Akzeptanz und Respekt. Die muß ein Mann ins Amt mitbringen.
Einzig auf die Würde des Amtes zu verweisen halte ich für zu wenig.

Gast: Ex
02.06.2010 16:43
1 4

Pädagogisch betrachtet

Sollte Bischof Fischer während seiner pädagogischen Arbeit vor Jahrzehnten tatsächlich vier mal eine Ohrfeige oder ähnliche körperliche Strafe angewandt haben (was ich keineswegs als erwiesen ansehe, trotz Gutachten), weil ihn die Schüler auf die Palme brachten (das dürfte wohl mit emotionaler Kontext gemeint sein), dann muss er wohl ein ziemlich beherrschter Mann sein. Da haben sicherlich die meisten Eltern und Lehrer zu dieser Zeit öfter zu solchen Mitteln gegriffen.

Aus meiner persönlichen und pädagogischen Erfahrung weiß ich, dass Strafen - egal welcher Art - im Allgemeinen nur dann Kränkungen und Schäden hinterlassen, wenn sie von den Kindern als ungerechtfertigt empfunden wurden. Mich würde mal interessieren, was die Kinder angestellt hatten, dass Fischer ausgerastet ist.

Aus heutiger Sicht ist Gewaltanwendung natürlich niemals zu rechtfertigen, trotzdem darf man den zeitlichen Kontext nicht vernachlässigen.

Ich bin ja gespannt, was uns in einigen Jahrzehnten alles vorgeworfen wird....

Aber es ist natürlich besser und bequemer, wenn andere schuldig sind, nicht man selbst!

Gast: Kritiker
02.06.2010 14:11
0 5

Wer sind eigentlich diese Heckenschützen,

die Bischof Fischer aus der sicheren Anonymität heraus besudeln?
Sie sollen vor den Vorhang treten!

Hat der Psychiater selber einen Dachschaden? Was meint er mit "lustvoller Ausübung eines Machtverhältnisses"?
Die Freudianer sind doch selber verrückt.

Bischof Fischer hat mehr Hausverstand als alle diese Psychoschwafler zusammen.

Gast: WOJTILA
02.06.2010 05:44
8 0

Rücktritt aber schleunigst

Dem Geistlichen Fischer ist nur zu empfehlen, dass er so schnell wie nur möglich zurücktritt oder ansonsten auch zurückgetreten wird wie sein geistlicher Kollege Mixa. Denn wieviel Menschenverachtung muss noch ertragen werden. Wann wird auch in Österreich endlich gegen solche Geistliche auch juristisch vorgegangen wie in Deutschland, wo sind die Untersuchungsergebnisse der so genannten Klasnic-Kommission, wird es überhauüpt welche geben oder ist das wieder einmal eine Vertuschungskommission? Das päpstliche Österreich muss endlich säkulär werden, um mit seinem Religionen auch offen umgehen zu können und gleich behandeln wie alle anderen Menschen in der Alpenrepublik auch!

Gast: busek
02.06.2010 00:40
0 7

Bischof Fischer bleibt!

Der marxistische Funktionärspöbel, der unser Steuergeld missbraucht, ballt die Faust.

Antworten Gast: Notrufnummer
03.06.2010 13:14
2 0

Psychiatrische Soforthilfe (01) 313 30

Erreichbarkeit 0 bis 24 Uhr

Gast: w3dv653
01.06.2010 23:52
0 3

"erwiesen"!?!

Weil ein Psychiater einen Untersuchungsbericht verfasst, gilt etwas als erwiesen!?!

Mir ist #$$%-egal, ob es hier um irgendwelche Kirchenvertreter, Ausländer, Politiker oder Durchschnittsbürger geht, aber checkt hier niemand, dass in diesem ganzen Missbrauchszirkus einfach sämtliche rechtsstaatlichen Prinzipien über Bord geworfen wurden? Dass der Passus "Ordentlches Gerichtsverfahren" ausgerechnet hier offenbar vollkommen belanglos ist?

Den Durchschnittsösterreicher möchte ich sehen, der sich damit abfindet, offiziell einer Straftat beschuldigt zu werden, nur weil ein Psychiater - oder wer auch immer - darüber einen Bericht verfasst, ohne jedes Gerichtsverfahren.

In Bezug auf diese angeblichen (ja, angeblich, da nicht bewiesen) Missbrauchsfälle habe ich den Eindruck, es mit einem mittelalterlichen Mob zu tun zu haben und nicht mit Menschen, die in der Grundschule gelernt haben, wie ein Rechtsstaat funktioniert.

Aber offenbar biegen wir es uns halt hin, wie es uns grad angenehm ist. Und die Meiden und der Stammtisch haben ohnehin immer recht...

Antworten Gast: beggy
02.06.2010 09:15
0 0

Re:

Doch doch, man "checkt" schon, was hier läuft. Aus Platzgründen werden kritische Kommentare über die hier und andernorts betriebene "Berichterstattung" aber nicht veröffentlicht.

Gast: Ösi
01.06.2010 21:15
5 0

Grauslich, grauslich, grauslich!

Und kein Ende!
Sowas kriegt Steuergeld und lebt vom Konkordat.

Gast: Zyniker
01.06.2010 17:58
10 0

@ „Die gegen den Vorarlberger Bischof Elmar Fischer erhobenen Vorwürfe körperlicher Übergriffe und der Anwendung körperlicher Gewalt in den Sechziger- und Siebzigerjahren sind erwiesen“






dann kann man ja wieder zur Tagesordnung übergehen…






Antworten Gast: auch nur mehr ein Zyniker
01.06.2010 20:06
3 0

Re: @ „Die gegen den Vorarlberger Bischof Elmar Fischer erhobenen Vorwürfe körperlicher Übergriffe und der Anwendung körperlicher Gewalt in den Sechziger- und Siebzigerjahren sind erwiesen“


Der Bischof bleibt, die Gläubigen gehen…


Gast: Zyniker
01.06.2010 17:58
10 0

@ „die Übergriffe nicht als Ausdruck einer lustvollen Ausübung eines Machtverhältnisses zu interpretieren seien“






dann ist ja alles nicht so schlimm…






Gast: Zyniker
01.06.2010 17:57
10 0

@ „Entsprechend habe ich sie in einem persönlichen Brief um Entschuldigung gebeten“






dann ist ja alles wieder gut…






Ist doch faszinierend ...

... dass das Thema "Frauengewalt gegen Kinder" kein Thema ist.
Hat da keiner Mitleid mit den Kindern prügelnder Mütter oder ist der Feministendruck so stark, dass es niemand wagt, das Thema anzugehen.

0 0

war auch thema....


Antworten Gast: Beckloeffel
01.06.2010 21:00
0 2

Re: Ist doch faszinierend ...

Das eignet sich weniger als Kampfmittel gegen die katholische Kirche.