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Islam und Mode: Ein Kopftuch für jeden Stil

26.06.2012 | 18:22 |  NERMIN ISMAIL (Die Presse)

Der Begriff "Kopftuch" führt in die Irre - denn es gibt unzählige Arten, wie Muslimas ihren Kopf bedecken. Vier junge Frauen sprechen über ihre Motive, ihren individuellen Stil und wo sie ihre Kopftücher kaufen.

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„Brauchst du nicht voll lange, um dieses Tuch zu binden? Und ist es nicht umständlich?“ Mariam steht auf, nimmt das Kopftuch ab, legt es auf den Tisch. Alle Blicke richten sich auf sie – warum macht sie das? „Darunter trage ich eine Art Stirnband, das auch farblich zum Outfit abgestimmt ist“, sagt sie mit ruhiger Stimme und zieht auch dieses runter.

Die 20-Jährige ist nicht das erste Mal bei einer dieser Veranstaltungen, bei denen es um interkulturellen, interreligiösen Dialog geht. Bei denen sie die Chance nutzen will, selbst zu Wort zu kommen – und sich nicht über Medien und Politiker definieren zu lassen. Diesmal ist es ein fraueninterner Workshop im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema Islam in Österreich. „Ich wurde immer als Oberösterreicherin gesehen. Jetzt auf einmal bin ich die Ausländerin“, erzählt sie.

Doch das interessiert die nichtmuslimischen Frauen weniger, sie haben andere Fragen: „Ist dir nicht heiß damit? Wie bindest du es? Verletzt du dich nicht mit den Nadeln? Wie viele Schichten sind das?“ Sie nimmt das Kopftuch ab, weil ihr die Fragen darüber auf die Nerven gehen. Es sei ein „ganz normales Accessoire, das eine tiefere Bedeutung hat“. Es sei ein Teil ihrer Identität, aber gleichzeitig ein ganz einfacher in Österreich gekaufter Pashminaschal.

 

Die Form ist egal

Über das Kopftuch wird hitzig debattiert – vor allem von Nichtmuslimen. Innermuslimisch ist es kein Thema. Muslimische Frauen tragen es aus verschiedenen Motiven. Islamisch gesehen ist es zwar eine religiöse Pflicht, doch soll jede Frau selbst entscheiden, ob sie dieser Verpflichtung folgen will. Und wie es aussieht, ob breit oder schmal, ob farbig oder schwarz, ob einfach oder elegant, bleibt ebenso ihr überlassen.

Sarah, Hagar, Arwa und Arnela haben eine Gemeinsamkeit – alle vier jungen österreichischen Muslimas tragen Kopftuch. Doch ihre Herkunft ist unterschiedlich, so wie auch ihr Lebensstil, ihre Jugendszene. Die Diskussion rund um das Kopftuch finden alle vier überflüssig. Die mediale Debatte habe zwar per se nichts mit ihrem Alltag zu tun, doch hat sie einen Einfluss darauf, wie Menschen ihnen begegnen. Dabei wollen sie nur als freie, selbstständige Menschen wahrgenommen werden, die tragen was sie wollen. Weder wollen sie als unterdrückte Wesen betrachtet werden noch wollen sie sich im Auftrag von Feministinnen befreien müssen. Dass sie das Tuch aus religiösen Motiven tragen, steht für sie außer Frage – aber das heißt nicht, dass es nicht trotzdem modisch sein darf.

 

Untypisch für Muslimas

„Ich lasse mich nicht von der Mode definieren und erfinde meine eigene“, sagt Sarah. Die 21-Jährige studiert an der Universität für Bodenkultur, engagiert sich ehrenamtlich bei Greenpeace – all das sieht sie als Elemente, die sie ausmachen. „Meine Kollegen nennen mich Hippie.“ Viele meinen, sie sei untypisch für eine Muslima.

Hagar hat sich mit 16 Jahren dazu entschlossen, ein Kopftuch zu tragen. Für sie ist es kein Widerspruch, der Mode zu folgen und dennoch individuell gekleidet zu sein. Man müsse einfach kombinieren, meint die 18-jährige Schülerin. Wichtig ist ihr, „dass ich mich darin wohlfühle“. Das Tuch sei einfach immer passend und gehöre dazu. Inspirieren lässt sie sich dabei von Freundinnen und Modeseiten. „YouTube-Videos und sogenannte Hijabtutorials sind da ganz hilfreich“, fügt die gleichaltrige Arnela hinzu.

Hier finden modebegeisterte Frauen und Mädchen wie Arnela Anleitungen von Professionals – unter anderem dafür, wie das Tuch gestaltet werden kann, wo man es kaufen kann und welche Art am besten zu welcher Gesichtsform passt. Dabei entstünden immer wieder neue Möglichkeiten.

„Gut aussehen, wer will das nicht?“, fragt Hagar und gibt gleich die Antwort: „Das will sicher jeder.“ Und sie ist überzeugt davon, dass das bei allen Menschen so ist. Arnela hat für sich vier, fünf Designs entwickelt, zwischen denen sie immer wieder wechselt.

Die 22-jährige Arwa kümmert sich weniger um solche modischen Details. Entscheidend ist für sie der Anlass: „Wenn ich zur Vorlesung gehe, habe ich einen anderen Look als auf dem Basketballplatz“, meint die Lehramtsstudentin. Das Kopftuch sei ein Teil des Ganzen und störe sie genauso wenig wie ein anderes Kleidungsstück. Im Gegenteil: „Es passt immer dazu.“ Wenn sie eine Schirmkappe über dem Tuch trägt, wird sie auch „Kopftuch-Gangster“ genannt.

Die Jahreszeit spielt auch eine Rolle bei der Wahl des Kopftuchs: Im Sommer sind die Stoffe besonders leicht, die Farben hell. Im Winter trägt Sarah eine Kapuze oder eine Haube. „Es muss doch kein Tuch sein.“ Bei Arnela ändert sich der Stoff. Im Winter eignen sich Schals aus Pashmina oder Alpaka, dem weichen, warmen Stoff aus südamerikanischer Wolle. Wenn es draußen warm ist, sind Seidentücher oder solche aus Chiffon gut. Und das Tuch, das sich viele Nichtmuslimas als lästig vorstellen, finden manche Trägerinnen sogar im Gegenteil sehr praktisch: Es schütze sie vor der Kälte im Winter und vor der Hitze im Sommer, meint Hagar.

Anders als man vielleicht glaubt, kleiden sich viele Muslimas nicht mit aus dem Ausland importierten Kleidungsstücken – sie finden alles in Wiens Einkaufsstraßen. Sarah kauft etwa meist bei Alternativläden auf der Mariahilfer Straße ein. Arwa wiederum besorgt ihre Kopftücher häufig in Sportgeschäften. „Aber“, meint sie, „schönere Tücher gibt es in anderen Ländern schon.“

 

Absurde Legenden

So weit, so unspektakulär. Wobei, die eine oder andere Absurdität rund um das Kopftuch haben die vier jungen Frauen alle schon erlebt: „Ich wurde gefragt, ob ich das Kopftuch trage, weil ich eine Glatze habe“, erzählt Arnela. Sie sagte damals Ja. Ganz nach dem Motto: Legenden muss man füttern. Besonders absurde sowieso.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.06.2012)

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63 Kommentare
 
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Antworten Gast: Mumie 89
28.06.2012 17:16
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Re: Islam

Das ist sehr nett von euch, uns ins Paradies mitnehmen zu wollen. Es ist aber nicht so, dass Europa eine religionsfreie Zone ist, die auf den Islam gewartet hat. Falls ihr es noch nicht bemerkt habt: hier gibt es seit langer, langer Zeit das Christentum. Viele von uns sind überzeugt, dass dieser Weg ins Paradies führt. Was also, wenn der Islam ein Irrweg ist?

Wer von uns "gewonnen" hat, werden wir erst wissen, wenn wir diese Erde verlassen haben.

Antworten Antworten Gast: bsss
02.11.2012 09:29
0 0

Re: Re: Islam

Da das Christentum auch in einem orientalischen Land entstanden ist, wäre es gar nicht so abwegig, wenn Sie, als nicht-orientalischer Christ, also als missionierter Christ, sich mal Gedanken über den Ursprung Ihrer Religion machen würden.
Noch einmal: Auch das Christentum ist nicht in Europa entstanden, warum wollen Sie das nicht wahrhaben?
Und sogar Jesus (a.s.) wollte "mit dem Schwert" kommen.
Also bitte, sehen Sie doch endlich ein, dass Ihre Art, Religion zu verstehen, eigentlich gar nichts mit Religion zu tun hat. Sie befolgen etwas, was ein römischer Kaiser zum Christentum ernannt hat, und nicht das ursprüngliche Christentum.
Hören Sie endlich auf, die Dinge zu verdrehen, nur um Ihre "abendländisch" europäische Mentalität, die nichts mit Christentum zu tun hat, in den Mittelpunkt der Dinge zu stellen. Das können Sie ja, aber dann stehen Sie auch dazu und stellen sich nicht ewig als vermeintlichen Verteidiger des Christentums dar.

Antworten Antworten Gast: noclue
28.06.2012 20:27
0 3

Re: Re: Islam

Im islam kommen alle ins paradies die an gott glauben, außerdem ist es strengstens bei uns verboten zu sagen der kommt ins paradies und der kommt in die hölle nur gott weiß wer wohin gehört! Es kommt auf dein herz an und darauf wer du wirklich im leben warst. Religion ist eigntlich auch etwas zwischen mensch und gott. Ich weiß auch nicht warum immer so mädchen interviewt werden die anscheinend keine ahnung von nix haben und nur mode und schminke im kopf haben -.- Außerdem sollte nicht jeder zweite artikel darüber sein das interessiert doch kein mensch hier vor allem wenn es so nichtsaussagende artikel sind wie dieser. Kein wunder dass wir da lächerlich erscheinen und uns keiner ernst nimmt ich kann die abneigung ganz ehrlich verstehen!!

Gast: justerix
27.06.2012 22:25
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Ein Kopftuch für jeden Stil

Wie das Kopftuch aussieht oder wie es gebunden ist, ist doch völlig egal; es ist und bleibt die "Flagge der Islamisten",wie Alice Schwarzer schon gesagt hat.

Gast: latika
27.06.2012 19:58
3 1

entweder...oder...

"kopftuch gangsta" LOL -.- also etwas versteh ich nicht ganz ich hab gedacht sinn des kopftuches ist es unauffällig zu sein bzw. halt nicht gerade alle aufmerksamkeitsanziehend zu sein aber die kopftuchfrauen tragen alle irgendwie ur die bunten kopftücher und ur die knalligen farben (von der schminke will ich gar nicht mal anfangen omg) da schaut man erst recht hin! Also entweder ich bin modisch und zieh mich richtig modisch an oder ich lass es und trage kopftuch aber die kombination von beidem finde ich passt irgendwie nicht. Meine meinung!

Gast: Kopfwärme
27.06.2012 16:15
0 1

Kopftuchtragen

Früher möglich und erlaubt für alle Frauen, praktisch zum Mitnehmen, wenn Kälte drohte oder der Wind unangenehm war oder einfach die Haare geschützt werden sollten, vor Staub und zuviel Sonne z. B. Man setzte es auf, wenn es notwendig war, ohne besondere Berücksichtigung des Aussehens.

Gast: unvermummt
27.06.2012 15:19
7 1

Islamisch gesehen ist es zwar eine religiöse Pflicht,

doch soll jede Frau selbst entscheiden, ob sie dieser Verpflichtung folgen will.

Für meine Begriffe ist das schon ein etwas eigenartiges Verständnis von Pflicht, wenn man selbst entscheiden kann, ob man einer Pflicht nachkommt oder nicht. Entweder ist etwas verpflichtend - dann hat man das zu machen -, oder eben nicht.

Kann man auch bezüglich Schulpflicht, Steuerpflicht etc. selber entscheiden, ob man dieser Verpflichtung nun nachkommen will oder nicht?

Ich habe eine 15-jährige Tochter, sie würde sich von mir nicht mal die Farbe ihres T-Shirts vorschreiben lassen. Da frage ich mich schon, wie manche muslimische Familien es schaffen, dass ihre Töchter sich "freiwillig" so verunstalten, denn schöner wird ein Mädchen durch ein Kopftuch höchst selten.

Antworten Gast: atheist33
28.06.2012 19:23
0 0

Re: Islamisch gesehen ist es zwar eine religiöse Pflicht,

für mich sind religionen ein politikum und völlig schwachsinnig und es ist mir unbegreiflich, dass jemand im jahr 2012 so einen schwachsinn überhaupt glauben kann - egal welche religion - und es heißt ja auch glauben - also weiß auch niemand was.....ehrlich gesagt finde ich auch, dass toleranz und offenheit seine grenzen haben muss - denn wie kommen mädchen mit 6 jahren dazu - bei 30 grad - mit kopftuch - und zwar regelrecht eingewickelt - jeans und darüber einem langen rock am spielplatz herumlaufen muss - das ist doch völlig verrückt !!!!! und das ist eine tatsache - frauen werden unterdrückt (nicht nur im islam - stimmt schon) - aber hier stehen sie noch dazu - und wir sind soo tolerant, dass das alles sein darf . super. ich glaube an das fliegende spaghettimonster :)))))))))))

Re: Islamisch gesehen ist es zwar eine religiöse Pflicht,

Kann ich Ihnen verraten. Ich habe ausführliche Gespräche mit einem
a)Bosnier und einem b) Ägypter geführt.
a): Die Tochter muss schon in der Volksschule die arab. Variante tragen, damit sie sich wie selbstverständlich daran gewöhnt und später keine Probleme macht, wenn sie es tragen muss. Eine anständige Muslima trage dies eben.
b): Die pubertierenden Töchter hatten vehement protestiert, daraufhin hat das Oberhaupt entschieden, dass alle Mädche, sobald sie in die 1. Klasse VS kommen, die Tücher tragen müssen.
Von Freiwilligkeit war niemals die Rede.

Antworten Antworten Gast: unvermummt
28.06.2012 17:46
3 1

Re: Re: Islamisch gesehen ist es zwar eine religiöse Pflicht,

Von Freiwilligkeit ist in den von IHNEN beschriebenen Fällen nicht die Rede. Im Artikel heißt es aber: „Dabei wollen sie nur als freie, selbstständige Menschen wahrgenommen werden, die tragen was sie wollen.“

Schwer vorstellbar, dass eine Frau JEDEN Tag ein Kopftuch tragen möchte, selbst bei 35° im Schatten. Es hängt mir zum Hals heraus, dass uns bei jeder nur möglichen Gelegenheit – auch in diesem Artikel! – reingedrückt werden soll, dass die Frauen das alle, alle freiwillig machen. Manchmal ist es einfacher, sich einzureden, dass man etwas gerne macht, wenn man es sowieso machen muss.
Eine anständige Muslima trägt eben ein Kopftuch, schreiben Sie. Das heißt im Umkehrschluss wohl, dass eine Frau (ob Muslima oder nicht), die kein Kopftuch trägt, nicht anständig ist, oder? Da ist es mit der Freiwilligkeit auch schon wieder vorbei.

Es wäre schön, wenn wenigstens die Medien dieses verlogene Märchen von der Freiwilligkeit nicht ständig verbreiten würden und zur Abwechslung mal jenen Mädchen Raum geben würden, die sich gegen diesen „freiwilligen“ Zwang auflehnen. Das bräuchte natürlich mehr Mut als solche Friede-Freude-Eierkuchen-Geschichten.

Re: Re: Re: Islamisch gesehen ist es zwar eine religiöse Pflicht,

So ist es. Unter diesem Blickwinkel werden auch unsere Frauen betrachtet.
ad Medien: Die sind noch nicht soweit. Noch nicht.

Gast: Im Prater!
27.06.2012 14:59
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Ein nettes Spielzeug zum Kitzeln der Nerven!

Hinweis dort, das tragen von Kopftüchern ist verboten, hat auch seinen Sinn immerhin geht es um die Sicherheit, was mich ärgerte, das das Personal dennoch keinen Grund sah dagegen einzuschreiten, keine Ahnung ob es Angst war wegen Religionsfeindlichkeit, oder schlicht Wurscht wird schon nix passiert, oder ganz einfach finanzielle Interessen, oder eine Anweisung vom Chef nichts zu sagen, die die Sicherheit unwesentlich erscheinen hat lassen?

Gerät und Stand nenne ich nicht, finde es ist Aufgabe des TÜVs, das sämtliche Betreiber auf die Einhaltung der Vorschrift angehalten werden auch durch anonyme Testpersonen, jetzt einem auf die Zehen zu steigen ist unfair!

Kopftuchtragende Frauen, ich gestehe ihnen durchaus ihren religiösen Glauben zu, nur wer A sagt sollte auch B sagen sonnst wird es provokativ, derartige Dinge wie Vergnügen verbietet ja meines Wissens diese Religion, keine Ahnung wie sich diese, Prater und Religion vereinbaren lassen?

Antworten Gast: Anti-Max-Mustermann
28.06.2012 11:43
0 2

Re: Ein nettes Spielzeug zum Kitzeln der Nerven!

Wenn Sie ernsthaft glauben, "diese Religion" verbietet Vergnügen, muss mit Ihren Informationsquellen einiges nicht stimmen.

Antworten Antworten Gast: Anti-Moritz-Musterfrau
28.06.2012 18:00
4 0

Re: Re: Ein nettes Spielzeug zum Kitzeln der Nerven!

Haben Sie Ihre Informationsquellen auchganz genau gelesen? Für Männer sind allerlei Vergnügungen gestattet, für Frauen schaut das aber schon ganz anders aus ...

Frauen sollen z.B. darauf achten, dass ihre Schuhe nicht laut klappern. Vor Vergnügen laut kreischen, verbietet sich folglich von selbst.

Manche Hardliner sind gar der Ansicht, dass die ideale muslimische Frau nur zwei Mal in ihrem Leben das Haus verlässt: einmal, wenn sie aus dem Haushalt ihres Vaters in den Haushalt ihres Mannes wechselt, und das zweite Mal, wenn sie auf den Friedhof übersiedelt.

ist Provokation

nichts sonst

es bleibt dabei

in Europa ist das Kopftuch eine (gewollte) Provokation

Das Kopftuch

Und die Presse ;D

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kann man nur empfehlen

meine Damen
so ist man nicht nur vor Extremtemperaturen geschützt, sondern auch vor den unzähligen Spannern mit Kameras ,auf öffentlichen Plätzen und inzwischen auch vor Fotofallen in unseren schönen Wäldern

Antworten Gast: Mumie89
27.06.2012 19:22
3 0

Re: kann man nur empfehlen

ich nehme die Empfehlung gerne an - vorausgesetzt die Herren der Schöpfung bedecken sich auch züchtig!

Oder leiden die unter den Extremtemperaturen nicht? Und unter den lüsternen Blicken der Frauen ...

ich kann mich beim Anblick von nackten Männerarmen oft kaum beherrschen - und erst nackerte Wadln ... ;)

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Und wieder ist es heiß

und die PRESSE bringt Artikel für's Sommerloch. Als ob dieses leidige Thema nicht schon oft genug behandelt wurde.

Schutz vor der Hitze

Unlängst saß mir in einer Ordination eine Frau gegenüber: alle Körperteile bis auf Gesicht und Hände bedeckt, das obligate Koptuch fest um den Kopf geschlungen. Der Schweiß rann ihr richtiggehend übers Gesicht. Sie tat mir einfach leid. Wenn man sich fest genug einredet, dass man sich damit vor der Hitze schützt, wird man es sicher so erleben. Die sie begleitende männl. Person bevorzugte allerdings ein kurzärmliges Hemd und kurze Hosen.

Antworten Gast: hitzeferien
27.06.2012 16:59
3 0

Re: Schutz vor der Hitze

da tut mir eher der arzt leid

Re: Re: Schutz vor der Hitze

Der auch. Aber die Frau tat mir wirklich leid, weil sie entsprechend ihrer Sozialisation nicht einmal die Wahl hat.

Gast: Kaiser B
26.06.2012 20:28
17 0

Unabhängig von Art und Stoff

Frage ich mich wie die Damen das im Sommer bei 35 Grad so eingehüllt freiwillig aushalten.

Antworten Gast: hijab
28.06.2012 00:19
0 3

Re: Unabhängig von Art und Stoff

warum versucht man alles zu verstehen.
Verstehen Sie wie die Uhr an ihrem Arm funktioniert??
Sie haben keine Ahnung.
Bevor Sie sich selber fragen gehen Sie zu einer Kopftuchträgerin und fragen Sie sie einfach.

Re: Re: Unabhängig von Art und Stoff

Äh - ja, ich verstehe, wie die Uhr an meinem Arm funktioniert ;).

Wissbegierige Menschen, die sich bilden und entwickeln wollen, die wollen eben versuchen, alles zu verstehen, weil man nur dadurch lernt.

Re: Unabhängig von Art und Stoff

Freiwillig?

Antworten Antworten Gast: hijab
28.06.2012 00:17
0 4

Re: Re: Unabhängig von Art und Stoff

schon irgendwann mal gefragt, ob das freiwillig ist oder nicht?
Einfach zu behaupten, dass diese Leute das aus Zwang tragen ist leicht..
Nächstes mal einfach hingehen und fragen.
Die Antworten werden sie verblüffen.

Antworten Gast: Hijabisfreedom
27.06.2012 09:05
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Re: Unabhängig von Art und Stoff

Vergleichen wir die 35 grad hier mit 40-50*C in Saudi-Arabien. Was machen die menschen dort - sowohl Männer als auch Frauen? Bedecken ! Würdet ihr durch die Wüste ohne Bedeckung gehen? Schwitzen oder nicht schwitzen ist eine Frage der Stoffwahl - wenn man synthetische Stoffe trägt, die nicht atmen, schwitzt man auch wenn man keine Vollkörperbedeckung trägt. Wählt man aber Leinen, Baumwolle, Satin, Rayon, Seide - Naturstoffe die atmen, ist es wirklich- aus eigener Erfahrung- abkühlend! Versucht ihr es einmal aus statt immer wieder anzugreifen und sich wundern. Und auch die Frauen die synthetik wählen und darunter schwitzen - haben das selbst gewählt und ihnen ist der Grund warum sie es tragen viel viel größer, wichtiger und realer als ein paar Schwitzperlen über das Gesicht. Wenn so viele Frauen halbnackt herumlaufen dürfen - und niemand fragt sich warum - wieso dürften nicht die frauen die sich bedecken wollen mit schwarzem Kleid in 40*C joggen gehen? Es ist eine Sache der Toleranz , man muss es nicht für richtig halten - wir halten auch "halbnackt herumlaufen" nicht für richtig- und dennoch fragen wir diese Frauen nicht: "Fühlst du dich nicht ausgesetzt wenn du halbnackt bist? Hast du keine Angst dass du nur als ein Objekt betrachtet wirst? Ist dir nicht unangenehm dass jedermann deine Kurven und deine Schönheit sieht? " Man muss es nicht verstehen können - man soll aber fähig sein Mitmenschen zu respektieren und zu lieben wie sie sind. Sonst stimmt etwas nicht...

Re: Re: Unabhängig von Art und Stoff

"Fühlst du dich nicht ausgesetzt wenn du halbnackt bist? Hast du keine Angst dass du nur als ein Objekt betrachtet wirst? Ist dir nicht unangenehm dass jedermann deine Kurven und deine Schönheit sieht? "

Die Frage erübrigt sich auch. Würden sich die Frauen so fühlen, würden sie nicht halbnackt herumlaufen ;). Die Frauen, die das tun, wollen ja angeschaut werden. Umsonst tun sie das ja nicht.

Re: Re: Unabhängig von Art und Stoff

In der Wüste bei einem Sandsturm beispielsweise, macht eine Kopfbedeckung und lange Kleidung auf jeden Fall Sinn.

In Österreich haben wir aber eher weniger Wüsten und es wird auch nicht so extrem heiß wie in der Wüste. Wozu also dann lange Kleidung und Kopftücher in Österreich in der warmen Jahreszeit? Notwendig ist das nicht!

Natürlich sollte jeder tragen dürfen, was er möchte. Das schließt sowohl Kopftücher ein, als auch halbnackt herumlaufende Menschen.

Ich würde mir allerdings wünschen, dass die Körperpflege ein wenig ernster genommen würde. Schweißgeruch, Achselhaare, die unterm Leiberl hervorblitzen und kurze Hosen mit dschungelartigem Haargewirr gehen einfach gar nicht.

Antworten Antworten Gast: oleanna
28.06.2012 00:16
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Re: Re: Unabhängig von Art und Stoff

unsere männer hier in europa sind offensichtlich nicht so notgeil, dass frauen gezwungen sind, ihre kurven und ihre schönheit zu verstecken, so wie das offensichtlich in muslimischen ländern nötig ist. und die zunehmend sichtbaren kopftücher und hijabs gehen mir und anderen österreichern zunehmend auf die nerven.das geschwafel von "modisch " etc ist ohnehin lächerlichst.

Antworten Antworten Antworten Gast: Anti-Max-Mustermann
28.06.2012 11:52
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Re: Re: Re: Unabhängig von Art und Stoff

Na klar, schauen Sie sich mal bei Gelegenheit eine Studie über die Häufigkeit von sexueller Belästigung und Vergewaltigungen bei uns an.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: weiter denken
01.07.2012 02:14
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diese Probleme gibts in islamischen Ländern auch

in Ägypten zum Beispiel ein massives Problem

http://diestandard.at/1319183379706/Aegypten-Sexuelle-Belaestigung-ist-alltaeglich

Re: Re: Re: Re: Unabhängig von Art und Stoff

Dazu müsste man aber auch die näheren Umstände mitanschauen und vor allem auch die Täterprofile.

Re: Re: Unabhängig von Art und Stoff

Bei uns wird auch weiblichen Zivilpersonen nicht vorgeschrieben, wie sie sich zu kleiden haben.
Wenn ich in ein fremdes Land einwandere, werde ich mir auch nicht die Unverschämtheit herausnehmen und die Kleidung der dortigen Bevölkerung kritisieren oder gar verurteilen.

Antworten Antworten Gast: Garst
27.06.2012 14:25
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Re: Re: Unabhängig von Art und Stoff

Zitat: "wir halten auch "halbnackt herumlaufen" nicht für richtig"

Sie sprechen nur für sich...

Antworten Gast: R.B.D
27.06.2012 09:05
2 15

Re: Unabhängig von Art und Stoff

Egal wie man es betrachten will oder wie lang man das noch diskuttieren will. Das Tragen von einem Kopftuch im Sommer ist weder angenehmer noch unangenehmer, als bei jedem anderen, die die Hitze ertragen muss.

 
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