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Hochqualifizierte nach Österreich? "Verrückt"

18.09.2012 | 18:07 |  MILENA BOROVSKA (Die Presse)

Laut einem Wiener Soziologen haben Österreichs Betriebe gar keinen Platz für gut ausgebildete Migranten.

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Wien. Bei Regierung und Wirtschaft sind gut ausgebildete Ausländer begehrt wie nie. Man kann jedoch auch anders argumentieren, wie zum Beispiel August Gächter, Soziologe am Wiener Zentrum für Soziale Innovation. Seine provokante These lautet: „Die österreichische Gesellschaft weiß gar nicht, was sie mit qualifizierten Einwanderern anfangen soll.“

Der Forscher glaubt, dass die Betroffenen an den wenig differenzierten Strukturen beim Zugang zum Arbeitsmarkt scheitern. „Wenn ich als Arzt oder Jurist nach Österreich komme und zum AMS gehe, werde ich in der Datenbank bestenfalls mit einem Pflichtschulabschluss eintragen. Die Betriebe werden sich hüten, mich einzustellen.“ Oder anders formuliert: Migranten werden durch systemische Benachteiligung in niedrig qualifizierte Berufe gedrängt.

„Inländer hingegen sind mit geringer Bildung zu mittleren Tätigkeiten gekommen. In keinem anderen EU-Land gibt es für qualifizierte Zuwanderer so wenige Aufstiegsmöglichkeiten.“ Laut Gächters Studie – die auf den Mikrozensus-Daten der Statistik Austria beruht – würden Einwanderer mit geringer Bildung mehr als 90 Prozent ihrer tatsächlichen Arbeitszeit in gering qualifizierten Tätigkeiten zubringen. Dagegen Nichtmigranten mit entsprechender Bildung nur 50 Prozent.

Josef Wallner von der Arbeiterkammer relativiert die Bedeutung von Hochqualifizierten für den österreichischen Arbeitsmarkt ebenfalls. Am besten kämen immer noch mittlere Qualifikationen an. „Wir durchlaufen derzeit einen Strukturwandel, bei dem höher qualifizierte Berufe an Bedeutung gewinnen. Andererseits steigt bei den sogenannten niedrig qualifizierten Berufen der Qualifikationsgrad. Früher hat man als Lagerarbeiter nur Pakete schleppen müssen. Heute muss man Waren abbuchen und einen Stapler fahren können.“

Ahmed Isiagow ist 1972 als hoch qualifizierte Arbeitskraft vor den Repressionen in Bulgarien nach Österreich geflüchtet. Damals stand er als Tagelöhner regelmäßig an bestimmten Plätzen und wartete darauf, für einen Auftrag abgeholt zu werden. Bei einem seiner Arbeitsausflüge wurde man auf ihn aufmerksam. „Ich habe in einer Gas-Wasser-Heizung-Firma angefangen. Dem Chef hat es gefallen, wie ich arbeite.“ Isiagow wurde auf dem Bau eingesetzt: In ganz Österreich stehen inzwischen mehr als 200 Schwimmbecken, die er errichtet hat. Auch am Wiener Allgemeinen Krankenhaus hat er mitgearbeitet. „Wir waren da fast nur Ausländer.“

 

Anteil am Wirtschaftswunder

Das war zurzeit des Wirtschaftswunders. Soziologe Gächter erinnert daran, dass Einwanderer, die damals überwiegend auf dem Bau und in der Industrie zum Einsatz kamen, maßgeblich zum österreichischen Wohlstand beigetragen haben. Allerdings herrschten damals auch ganz spezielle Rahmenbedingungen. Josef Wallner von der Arbeiterkammer: „Bei einer Arbeitslosenrate von unter drei Prozent und 100.000 emigrierten Österreichern gab es damals keine Reserven mehr unter den inländischen Berufstätigen.“ Heute zählt Österreich in Europa zu den produktivsten Ländern überhaupt. Möglich gewesen sei das nur durch die Hilfe von Zuwanderern.

Der Überhang von Migranten in niedrig qualifizierten Tätigkeiten hatte und hat jedoch noch einen weiteren Effekt. Nur so war es nämlich möglich, dass jeder zweite, wenig qualifizierte Österreicher eigentlich mittlere oder höhere Tätigkeiten verrichtet. Besonders stark vertreten sind Migranten in schlecht bezahlten und gesundheitlich problematischen Branchen.

Gächter kommt bei seinen Überlegungen zu dem Schluss, dass es für Migranten durchaus vernünftig sei, auch mit geringer Bildung nach Österreich zu kommen. „Hier haben diese Menschen eine höhere Beschäftigungswahrscheinlichkeit als in der Türkei oder in Serbien, können sich mit dem Einkommen hier mehr leisten.“ Für Höherqualifizierte sei es hingegen „verrückt, nach Österreich zu emigrieren“. Das Risiko des sozialen Abstiegs sei sehr groß.

 

Erfolg, aber bitte nicht zu viel

Die Kinder von Ahmed Isiagow hingegen haben es geschafft. Der heute 59-Jährige ist stolz auf seine Söhne. Der ältere ist inzwischen Automechaniker, der jüngere Buchhalter in einer großen Firma. Der Vater hingegen arbeitete jahrelang unter seinem Bildungsniveau, „damit es die Kinder besser haben“. Gächter glaubt, dass auf den Migranten der zweiten Generation schwerer Druck lastet. „Sie müssen in der Gesellschaft, in die ihre Eltern hineingekommen sind, etwas erreichen – aber auch nicht zu viel. Als Einwanderer sollte man eigentlich in einer niedrig qualifizierten Tätigkeit sein, und die Kinder dürfen dann in eine mittlere Position aufsteigen. Erst die Enkel können dann in eine höher qualifizierten Tätigkeit aufsteigen. Wer sich nicht an diese Reihenfolge hält, wird als anmaßend interpretiert und abgestraft.“

Auf einen Blick

Regierung und Arbeitsmarkt vermittelten bisher in der Öffentlichkeit stets das Bild, dass für gut qualifizierte Migranten ausreichend Stellen vorhanden wären. Eine Studie des Wiener Soziologen August Gächter kommt zu einem anderen Schluss. Er glaubt, dass für höher qualifizierte Zuwanderer der soziale Abstieg in Österreich programmiert sei. Der Arbeitsmarkt wüsste gar nicht, wo man diese Personen unterbringen sollte. Dass gut ausgebildete Ausländer hierzulande Arbeit suchen, sei schlichtweg „verrückt“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.09.2012)

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35 Kommentare
 
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die österreichische Gesellschaft

kann inzwischen auch nicht viel mit gut ausgebildeten und qualifizierten "Einheimischen" etwas anfangen - wie die Arbeitslosenzahlen belegen.
Das scheint aber für die Medien weniger interessant zu sein. Von Arbeitslosigkeit sind nicht nur schlecht Qualifizierte betroffen, sondern zunehmend AkademikerInnen (besonders junge Uni-AbsolventInnen - das Praktikumsunwesen ist eine Facette der tristen Arbeitsmarktlage) und FacharbeiterInnen über 40.

Außerdem: Österreich war schon vor der ersten Welle der Arbeitsmigration ein florierendes "Wirtschaftswunderland" - das war ja der Hauptgrund, warum Österreich als Zuwanderungsziel so attraktiv wurde. Wirtschaft und Industrie florierten und suchten (billigere) Arbeitskräfte. Nebenbei wollte die Wirtschaftslobby auch den damals starken Gewerkschaften eins "auswischen".
Zitat:
„Hier haben diese Menschen eine höhere Beschäftigungswahrscheinlichkeit als in der Türkei oder in Serbien"

Das ist wohl keine Kunst angesichts der sozialen Probleme in den genannten Ländern. Wiewohl auch MigrantInnen in Österreich stark von Arbeitslosigkeit betroffen sind.


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Ideologie-Schmarrn

Nachdem die gesamte staatlich finanzierte Sozialindustrie (inklusive deren pseudiwissenschaftlichen Theoretikern) von den "Migranten" ohne Ausbildung und Sprachkenntnissen lebt, wird sich kaum ein "hochqualifizierter" nach Österreich verirren. Das und die besonderen steuerlichen und proporzstaatlichen Vorteile verusachen eher den bereits sattsam bekannten Braindrain an Originalösterreichern.

Gast: Störrisch...
19.09.2012 17:30
2 0

Es gibt generell zu wenig Arbeitsplätze...

...weil durch Profitgier (der Aktionäre) und Geiz- ist-Geil-Wahn der Konsumenten fast alle großen Betriebe in Billig-lohn-länder abgewandert sind und es schlicht und ergreifend keine Kostenwahreit (Verunglückte, Erkrankte, Schäden an Natur d. Abbau von div. Rohstoffen) gibt.

Gast: Reflector
19.09.2012 13:56
3 0

Brain Drain

Vielleicht sollten sich die Bürokratenschnösel und Zwangsbeitragsfunktionäre einmal Gedanken machen wie man die bereits abgewanderten, gut ausgebildeten Österreicher wieder anziehen könnte.

Den A (auch D) verzeichnen eher einen Abfluss der wirklich Hochqualifizierten, besonders wenn es sich um MINT Qualifikationen handelt (ca. 120.000 Expats, davon ca. 36% Akademiker mit hohem Anteil an medizinisch-, technisch- naturwissenschaftlicher Ausbildung im Ausland).

Mit ein Grund dafür ist die generell perverse, politische Einstellung zu Leistung im Generellen und zur Spitzenleistungen im Speziellen, die in der hochgehaltenen Pflege der Neidgenossenschaft immer wieder ihren Ausdruck findet.

Überlagert kommen dann noch Höchstbesteuerung, Überbürokratisierung mit daraus resultierender Überregulierung sowie extreme Unternehmerfeindlichekeit hinzu.

Damit lohnt sich die Investition in Ausbildung kaum, da sich diese nachher nicht durch eine adequat höhere Kaufkraft rentiert.

In einem derartigen Umfeld ist es daher erstaunlich, dass überhaupt noch derart viel geleistet wird.

Aber die Tendenz geht derzeit sicherlich eher Richtung Abwanderung denn zum Zuzug von Spitzenkräften.

Gast: cieloduo
19.09.2012 13:28
0 0

was Österreich will und braucht

dem Verfasser stimme ich aus eigener Erfahrung zu. Obwohl nur aus der BRD stammend und Europabürger ehe Österreich zu EU stiess

Gast: aha
19.09.2012 13:19
4 1

Immer wieder

Immer wieder die gleiche Leier vom selbstlosen Migranten, der ab den 50er Jahren beinahe im Alleingang Österreich wirtschaftlich an die Spitze Europas gebracht hat. Dass die Migranten damals in "niedriger qualifizierten Tätigkeiten" arbeiteten liegt hauptsächlich daran, dass sie als Hilfarbeiter für die Industrie angeworben wurden. Gekommen sind jene freiwillig, weil sie sich einen Nutzen erhofften. Und wer kommt heute nach Österreich? Gut ausgebildete gehen (wenn sie nach Europa wollen) lieber nach Deutschland, da Dtl. (zurecht) als ein international führendes Technologieland gilt. Die skandinavischen Länder haben zwar hohe Steuern, aber wenigstens ein gutes Image. Was für ein Image hat Österr. in der Welt, wenn es überhaupt eines hat? Ich würde mir auch überlegen, ob ich als Spezialkraft in ein korruptes Hochsteuerland (mit riesigen Haftungen ggü. der EU)gehen würde, das mir mein hart verdientes Geld mit beiden Händen aus den Taschen zieht.

Gast: Melanchthon
19.09.2012 13:05
2 0

Warum kommen keine hochqualifizierten nach Österreich?

Im Film "Let's make money" gibt es eine kurze Sequenz, in welcher Mirko Kovac sich in einer indischen Fabrik nach den Löhnen erkundigt.

Antwort: Schweißer 200$; Ingenieur 2.000$

Der Schweißer würde bei seiner Ausbildung in Österreich eine viel höhrere Kaufkraft haben.

Der Ingenieur dagegen würde in Österreich nur geringfügig mehr verdienen als der Schweißer, wobei dieser Unterschied durch das progressive Steuersystem weiter reduziert werden würde. Er könnte, so wie auch österreichische Jungakademiker, nicht einmal seine Familie alleine ernähren.

Ich glaube, dass das auch ein gewichtiger Grund ist.

Gast: amsgottheit
19.09.2012 12:55
0 0

einfache erklärung...

warum sucht österr ewig qual fachkräfte
na weil durch ams und politik gerede
für inländer es zuwenig ist einen fachabschluß zu haben - inländer müssen zuerst nochmal durch das chance programm bzw bekommen gehirnwäsche-
danach hinter die zuwanderer reintegrieren
so gehts gut das ganze unterdrückungssystem
der cheffösterreicher/innen die nach fachkräfte aus den ausland lächzen...

Jede


woche will uns die Presse reindrücken wie sch.... wir Österreicher sind.

Antworten Gast: xxxx
19.09.2012 11:37
1 3

Re: Jede

Weils wahr isch!
I schwör!

Gast: Vogel Strauss
19.09.2012 10:40
0 0

Eigenartige Einstellung ...

Wie alles in Österreich sind auch die Meinungen zu diesem Thema dem Proporz und der politischen Korrektheit unterworfen ... die links der Mitte sind der Meinung, dass wir gar keine Hochqualifizierten brauchen, die rechts der Mitte meinen, dass es viel zu wenige hochqualifizierte Arbeitnehmer gibt. Das Leben ist einfach in Ö!

Gast: m1315
19.09.2012 09:51
5 1

Wer will nach AUT?

Nach Oesterreich wollen doch kaum Hochqualifizerte! Warum denn? Wer will schon in ein Land mit einer Sozi-Kultur, Korruption bis in die höchsten Regierungsspitzen (siehe U-Ausschuss, wo für SPOE und OEVP andere Regeln gelten)) , Uni's die irgendwo im Niemandsland quallifiziert sind und einer wenig innovativen Umgebung und keinen international tätigen Grossfirmen. AUT ist International zweitklassig. Es gibt signifikant bessere Standorte. Nach AUT kommen bestenfalls zweitklassige Leute.

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Wenigstens gibt es hier keine Todesstrafe

Is' ja schon gut, Sie Armer.
Lernen Sie lieber differenzieren!

Österreich ist natürlich nicht mehr, was es einmal war, aber es kann auch wieder anders werden, was zu hoffen ist.
Aus AUT kommen international tätige und erfolgreiche, erstklassige Manager, somit kann das Bildungssystem so schlecht nicht sein, in der Vergangenheit zumindest.
Ich hoffe, Sie leben nicht hier, denn negatives Gedankengut kann man hier nicht gebrauchen, in den USA wird derartig negatives Gedankengut abgelehnt. Das Glas ist nicht halbleer sondern halbvoll.

Außerdem gibt es Institute an der Uni Wien, die ziemlich gut sind. Rankings sollte man kritischer sehen.
Natürlich gibt es hier viel zu hohe Steuern und die Soziunkultur gehört abgeschafft. Außerdem kann wirklich fast jeder hier einwandern.

Ein guter Standort ist, wo Frieden herrscht und Stabilität, ist das etwa z.B. in China der Fall? China würde zur Zeit Japan am liebsten den Krieg erklären.

Antworten Gast: Vogel Strauss
19.09.2012 10:41
1 1

Re: Wer will nach AUT?

Vor allem die von den Roten langjährig indoktrinierte Einstellung zu Leistung hält natürlich viele Leistungsträger ab, hierher zu kommen ... dafür ist es gemütlich bei uns!

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Re: Wer will nach AUT?

genau richtig.

und auch nicht zu vergessen, weil siche einer der hauptgründe: hochsteuerland. wer geht schon wo hin, wenn ihm dann alles abgezogen wird?

Karrieren

„Inländer hingegen sind mit geringer Bildung zu mittleren Tätigkeiten gekommen"

Stimmt, so mancher Maturant und Studienabbrecher bringt es sogar zu höchsten Ämtern...

Gast: Währungsökonom
19.09.2012 09:30
5 0

Leistung für andere

Wer in Austria etwas leistet wird mehr und mehr zum Sklaven der EU und des Feudalsystems der Sozialisten. Wenn in Asien ein Nike TShirt oder ein Adidas Fussball nicht hochkorrekt produziert wird gibt es einen panösterreichischen Aufschrei von allen staatlich mitfinanzierten Organisationen (Greenpeace, Foodwatch, Attac...). Wenn aber einem Arbeiter sechs Lebensjahre gestohlen werden damit im Süden die Rente mit 55 beginnt, dann schweigen die Gerechtigkeitsfanatiker oder propagieren "Hurra Europa". Es ist eine Pflicht sich gegen diese Missbrauchsmoral zu wehren. Austria wird zunehmend eine Unterdrückungsdemokratie!

Liebe Presse:

Bitte hören Sie mit den Migrationspropaganda-Artikeln auf - diese sind eines Qualitätsblattes nicht würdig.

Einzelne "Erfolgsstories", so rührend sie auch sein mögen, können nämlich nicht über die zugrundeliegenden strukturellen Probleme hinwegtäuschen.

Re: Liebe Presse:

Die Herrschaften sollten mal den Integrationsbericht der Statistik Austria lesen.
Besonders die Kapitel zu Themen wie Arbeitsmarkt und Soziales

Antworten Gast: ZARA
19.09.2012 09:37
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Lieber El B.

Bitte, dann erzähl uns doch was"über die zugrundeliegenden strukturellen Probleme".
Aufgrund Ihres nicks gehen wir ja eh alle davon aus, dass Sie aus eigener kompetenter Erfahrung berichten werden.
Danke!

Re: Lieber El B.

Troll

Gast: nina blum
19.09.2012 08:36
0 1

In Österreich schafft man alles! So wie auch z.B. der Pfefferstreuer, der hat es auch geschafft.

Ein Wirtschaftswunderkind par excellence!

Gast: UKW
19.09.2012 08:30
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Was mache ich mit einem Dipl. Ing. der kein Wort Deutsch spricht und meine Kunden Beraten soll?

Was mache ich mit einem Arzt, der seinen Doktortitel irgnedwo in einem Entwicklungsland erworben hat und mit dem Umgang von modernen Medikamenten und Hygienevorschriften keine Ahnung hat?


Antworten Gast: Reflector
19.09.2012 13:30
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Re: Was mache ich mit einem Dipl. Ing. der kein Wort Deutsch spricht und meine Kunden Beraten soll?

Anmerkung zu 'kein Wort Deutsch' beim Dipl.-Ing.

Den akademischen Grad 'Dipl.-Ing.' für Techniker verleihen eigentlich nur deutsche und österreichische Hochschulen (In CZ und SK oftmals nur 'Ingenieur'). Da in A, D Technischen Hochschulen i. A. in Deutsch unterrichtet wird, sollte auch die Deutsche Sprache für einen Dipl.-Ing. kein allzu grosses Problem darstellen, abgesehen davon, dass, wie schon angeführt, die Lingua Franca ohnehin selbst für akademische Techniker heute Standardvoraussetzung ist.

Die D, A technischen Hochschulen wären gut beraten, wenn sie nicht die Bologna Anpassungen zum Master annehmen, denn wie man im Ausland leicht feststellen kann, sind die 'Dipl.-Ing.' Techniker ein Qualitätszeichen für 'Made in Germany' und werden schon alleine auf Grund dieses 'Qualitätsmerkmals' oftmals in technischen Gebieten gegenüber den Trägern der etwas nebulosen und inflationären Master Titel bevorzugt.

Re: Was mache ich mit einem Dipl. Ing. der kein Wort Deutsch spricht und meine Kunden Beraten soll?

Der arzt bekommt ohne nostrifikation keine zulassung. Und das mit dem "DI" hat "Gast: svv2000" ausreichend erklaert.

Antworten Gast: svv2000
19.09.2012 09:59
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Ein Dipl. Ing.

muss wohl vor allem die lingua franca der Technik sprechen, also und ausschliesslich Englisch. Bei Andritz, Siemens, VOEST usw. usf. gibt es mehr als genug Dipl.-Ing. die nur Englisch sprechen und tolle Arbeit leisten.

 
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