25.05.2012 20:02 | Meine Presse Merkliste 0

„Wer Muttersprache spricht, lernt leicht Deutsch“

19.02.2008 | 18:10 |  AYSUN BAYIZITLIOGLU (Die Presse)

Vor allem Migranten aus der Türkei stecken im Dilemma: Sollen sie auf den Rat vieler Lehrer hören und ihre Kinder erst einmal Deutsch lernen lassen? Experten widersprechen: „Lernt Türkisch!“

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

WIEN. Sevgi Sertkaya ist verunsichert. Die Lehrerin ihrer siebenjährigen Tochter hat empfohlen, sie solle mit ihrem Kind zu Hause nur Deutsch reden, damit es die Sprache schneller erlerne. Sertkaya ist vor fast zehn Jahren aus der Türkei nach Wien gekommen, ihr Deutsch ist noch immer schlecht. Sie muss als Putzfrau um drei Uhr morgens aufstehen und kommt am Nachmittag müde nach Hause. Ihr Mann Mustafa, ein Bauarbeiter, hat auch kaum Zeit, sich um die Deutschkenntnisse der Siebenjährigen und ihrer älteren Schwester zu kümmern.

Aber wann könnte sie überhaupt ihr Deutsch verbessern? Wie soll sie es ihrem Kind beibringen? Sollte es nicht auch die Muttersprache beherrschen?

Mit diesen Fragen ist Sevgi Sertkaya nicht allein. Laut Statistik Austria hatte ein Fünftel der Pflichtschüler in Österreich im Schuljahr 2005/06 eine andere Muttersprache als Deutsch, in Wien fast die Hälfte. Für die türkische Community in Österreich ist die diesbezügliche Situation besonders prekär: Anders als bei anderen Migranten gibt es keine türkische Privatschule. Das österreichische Schulsystem erwartet, dass alle Kinder, auch binationale und Migrantenkinder, Deutsch beherrschen. Erzieherinnen in Kindergärten fühlen sich überfordert, Deutsch als Fremdsprache zu vermitteln. Dafür sind sie auch nicht ausgebildet.

Meist spielen sie den Ball an die Eltern zurück: „Sprecht Deutsch!“ Viele türkische Eltern können dies mehr schlecht als recht. Eingeschränkter Wortschatz und falscher Einsatz grammatikalischer Regeln werden vom Kind übernommen. Und es ist sehr schwer, solche Fehler wieder auszubügeln.


Zwei Drittel mehrsprachig

Mehr als 70 Prozent der Weltbevölkerung verwenden laut Unesco täglich mehr als eine Sprache. Doch in Westeuropa ist mehrsprachige Erziehung nicht verbreitet. Die meisten Österreicher sind gegen bilinguale Schulen mit Türkisch oder Serbokroatisch als zweiter Sprache. Auch viele türkische Eltern sind dagegen, weil sie befürchten, dass ihre Kinder dann schlechter und langsamer Deutsch lernen. Deshalb lehnen sie auch den Besuch von separaten türkischen Sprachkursen ab. Derartige Befürchtungen teilt Sprachwissenschaftler Hannes Scheutz, Assistenz-Professor an der Uni Salzburg, nicht.

Im Gegenteil: „Nur wer seine Muttersprache beherrscht, kann leicht und schnell Deutsch lernen.“ Das meint auch Heidrun Augendopler. Sie unterrichtet an einer Volksschule überwiegend Kinder, die nicht Deutsch als Muttersprache haben, und sagt: „Die Muttersprache ist wichtig, um Fremdsprachen zu lernen – besonders bei einer so schwierigen Sprache wie Deutsch.“

Die Lehrinhalte werden den Kindern zwar teilweise auch in ihrer Muttersprache vermittelt. Aber: Es gibt viel zu wenige Lehrerinnen mit dieser Zusatzqualifikation und nicht mehr als zwei bis drei Wochenstunden. Für die türkische Sprache sind es in Österreich 315Lehrkräfte, 125 von ihnen in Wien – hier pendeln sie zwischen 73 Volks-, 19 Haupt- und 5 Sonderschulen, sowie einem Islamischen Gymnasium und einem Polytechnikum.

Experten sind sich einig: Mehrsprachigkeit ist auf keinen Fall ein Nachteil. Sie fördere Lernfähigkeit und schulische Leistungen der Kinder. „Mehrsprachigkeit ist also eine Chance für alle Kinder, nicht nur Migrantenkinder“, meint Sprachexperte Scheutz. Sein Credo: „Lernt Türkisch!“

Die wenigen Eltern, die sich für zweisprachige Erziehung entscheiden, tun dies, weil sie für ihr Kind bessere Berufsaussichten erhoffen; und weil sie glauben, dass die Kinder ihre Wurzeln so besser begreifen. Andernfalls führte dies zu einer Distanz zur eigenen kulturellen und sprachlichen Herkunft und in der Folge oft zu Identitätskrisen.

Hatice Deveci hat diese leidvolle Erfahrung gemacht. Sie und ihr Mann haben zu Hause mit ihrer Tochter, heute 18 Jahre alt, fast nur Deutsch gesprochen, wie es die Lehrer empfohlen haben – trotz mangelnder Kenntnisse. Deveci: „Damals glaubten wir, dass sie schlechter Deutsch lernen würde, wenn wir mit ihr Türkisch reden.“

Und weiter: „Heute kann sie kaum Türkisch. Sie kennt ihre kulturellen Wurzeln und die Traditionen meiner Familie nicht. Als richtige Österreicherin fühlt sie sich auch nicht. In der Pubertät hat dies zu Konflikten geführt. Bei meinem achtjährigen Sohn machen wir den Fehler nicht. Wir sprechen zu Hause auch Türkisch, am Wochenende besucht mein Sohn einen Türkischkurs. Er spricht Deutsch und Türkisch sehr gut und kennt die Kultur der Türkei und Österreichs.“

Serpil Bucan und ihr österreichischer Mann Peter Bucan wollten, dass ihre Söhne – 11 und 16 Jahre alt – gleichermaßen Türkisch und Deutsch lernen. „Da ich sehr gut Deutsch kann, haben wir zu Hause Türkisch vernachlässigt“, erzählt Serpil. Deshalb beherrscht der 16-Jährige kaum Türkisch. Der Elfjährige lernt es. Seine Mutter sagt heute: „Wenn ich damals die Informationen gehabt hätte, hätte ich mich anders verhalten.“

SERVICE

Der 20. Februar ist internationaler Tag der Muttersprache. Experten sind sich einig: Migranten lernen Deutsch am schnellsten, wenn sie die Muttersprache beherrschen.
Türkischkurse
bieten etwa AKM (Antonsplatz 28, 1100 Wien, 01/2089663, www.ataturk.at) sowie ATIS (Simmeringer Hauptstraße 24 , 1110 Wien, 0699/10428259 www.atis-austria.com) an.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.02.2008)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

126 Kommentare
 
1 2 3 4
Gast: Mutter mit Herz und Verstand
22.12.2009 12:21
0 0

Putzfrau / Reinigungskraft / Haushälterin

und noch ganz kurz zu der armen Putzfrau die von der Autorin genannt wurde. Wer bestellt den nur diese arme Reinigungskraft um drei Uhr morgens zum Putzen?

Na ja, dass sind dann die die das Geld haben und selber ihren Dreck nicht bewältigen können!

Hauptsache unser Kind hat schulische Probleme, ich selber kann kann Deutsch aber ich habe eine PUTZFRAU!

Gast: Mutter mit Herz und Verstand
22.12.2009 12:18
0 1

Muttersprache kann und darf man nicht verbieten


Als eine Türkin möchte ich hinzufügen, es gibt verschiedene Türken, die einen sind die Gastarbeiterfamilien, wo die dritte Generation noch immer nicht weiß wo sie hingehört, weil die Eltern in der Erziehung Massen von Fehlern gemacht haben. Entweder sind die Eltern selbst ungebildet und haben keine Pflichtschule absolviert, oder sie haben halt eine Schulbildung und versuchen Karriere in ihrem Leben zu machen und haben sogar daheim Schwierigkeiten bei der Erziehung, bei dem eigenen Kind. Also für mich sind alle gleich ob ohne Schulbildung oder mit Karrieresprung. Mutter zu sein ist eine schwierige Sache. Kann nicht jeder Bewältigen. Ich bewundere Frauen die alles unter einem Hut bringen können, sauber und aufopfernd gegenüber der Familie sind. Diese Kinder die aus solchen Elternteilen erzogen werden, schreien und schimpfen nicht auf den Straßen.( Oder Schulprobleme Folgen mit Rauswurf ) Die meisten Kinder werden einfach nur vernachlässigt. Ohne Liebe ohne Zärtlichkeit wird ein Kind immer ein zurückgebliebenes unerzogenes Kind bleiben. Egal wie viel oder wie wenig sie verdienen. Und diese Kinder sind weder noch für das eigene Land noch für Österreich ein Gewinn. Also meiner Meinung nach! Ausländer die schon im Ausland leben, Kopftuch Schleier runter!!!!!!! Das eigene Leben unter Griff bekommen!!! Weg mit Gehirnwäsche!!! Weg um den Streit Frauen können genauso Karriere machen wie Männer! Natürlich können Sie das, aber zuerst lernen wie man Mutter wird! Wie man Ehefrau wird! Wenn man das alles tapfer schaffen kann. Dann ab mit dem Karrieresprung! Denn erst dann, habt ihr euch das verdient!

Gast: Mutter mit Herz und Verstand
22.12.2009 12:17
0 0

Mutterrolle in der Erziehung

Menschen die eine Sprache in Wort und Schrift beherrschen, lernen natürlich die zweite Sprache schneller. Natürlich ist es auch wichtig, welche Muttersprache sie können!!!!!. Jemand der in seiner Muttersprache keine Artikel hat, wird sich da sehr schwer tun. Ich beobachte Menschen aus verschiedenen Ländern die in zwei drei Monaten das Deutsch perfekt lernen. Sie haben zwar in der Aussprache Probleme, aber schriftlich sind Sie einmalig.

Gast: ichmachmirgedanken
23.04.2008 07:06
0 0

Mutter sprach eh

Aus dem Beispiel im Bericht ist ersichtlich, wie wenig diese Mutter mit ihrem Kind sprechen kann, spricht- weder in der eigenen Sprache, noch in der nötigen Fremdsprache, um neue und eigene, sprich außerfamiliäre Kontakte knüpfen zu können.

Mütter transportieren mit dem Sprechen von ganz früh einen Denkprozess. Mütter die Abbrüche in ihr Leben inszenieren mit Migration, transportieren damit viel Unsicherheit mit.Wenn das verlassen der Heimat nie aufgearbeitet wurde, lernen die Mütter nie die Fremdsprache wirklich und ihre Kinder nur schlecht.

Das niedrige Niveau in der Muttersprache von klein an hat auch anderswo Folgen. Und die tragen die österreichischen Steuerzahler mit anderen HIlfsfunktionen mit.
Recht auf Muttersprache? Und die Pflichten, die mit jedem recht einhergehen???

Gast: ff
27.02.2008 02:00
0 0

Muttersprache ist Menschenrecht

Es sollte wohl selbstverständlich sein, dass jeder Mensch das Recht und die Möglichkeit haben muss, die Sprache(n) seiner Eltern gründlich in Wort und Schrift zu erlernen. Wer keine eigene kulturelle Identität hat kann sich auch in anderen kulturellen Kontexten nicht zurechtfinden. Ob dies allein schon ausreicht, um auch bessere Deutschkenntnisse zu erlangen, muss allerdings stark angezweifelt werden. Kinder, deren Eltern verschiedene Muttersprachen sprechen haben es meist leicht, beide Sprachen zu erlernen. Sie wechseln spielerisch zwischen beiden Idiomen und beziehen sich zunächst vorwiegend auf den jeweiligen Elternteil in dessen Muttersprache. Wenn aber beide Elternteile aus einem Migrations-Kontext kommen und auch zu Hause mit dem Kind kaum deutsch sprechen, so wird dies natürlich Nachteile im Erwerb der deutschen Sprache bewirken. Daher wäre in diesen Fällen eine stärkere und frühzeitige Förderung in Deutsch als Fremdsprache besonders wichtig.

0 0

Die Migrantenkinder sind "auch" die Zukunft dieses Landes

Es erhebt sich nun die Frage: wollen wir diese Kinder gewinnen?

Denn es ist ein Faktum, dass Kinder nur mit Bildung etwas für die Zukunft versprechen können; weil die Bildung, Forschung für bessere Lebensqualitaeten sorgen.

Ein Kind zu gewinnen oder besser gesagt ein Mensch zu gewinnen beginnt, indem man dem Mensch den nötigen Raum gibt, seine Identitaet zu erleben.

Die Muttersprache der Migrantenkinder( sei es türkisch, kroatisch oder englisch!...usw.) ist in diesem Sinne ein selbstverstaendliches, natürliches Instrument ihre Identitaet auszuleben bzw. auszudrücken.

Antworten Gast: MH
25.02.2008 15:11
0 0

Re: Die Migrantenkinder sind

Es fragt sich, wofür wollen wir Migrantenkinder "gewinnen", welche Identität soll ihre Zukunft sein, eine türkische oder eine österreichische ?

Tatsache ist, dass türkische Migranten ihre Muttersprache und ihre Gebräuche doch ohnehin ausreichend "ausleben" (was ja zu den auch hier geäußerten Ablehnungen führt). Problematisch ist die Verweigerung, Deutsch als Umgangssprache zu verwenden. Das würde sich auch nicht ändern -sondern im Gegenteil verstärken- wenn Migrantenkinder zuerst Türkisch gelehrt wird.

Übrigens: Wer jemals in einer "mehrsprachigen" Runde beisammen war der weiß auch, dass es als höchst unhöflich gilt, eine Sprache zu verwenden die von seinem Gastgeber nicht beherrscht wird (...Straßenbahn).

0 0

Die Muttersprache ist wichtigste

Es ist aber auch wichtig, andere Sprachen richtig lernen zu wollen. Lebte ich im Ausland, wäre mein erster Weg der in eine Sprachschule. Wie kann man ein Land, eine Kultur kennen lernen, ohne die Sprache zu beherrschen? Das bedeutet aber nicht, seine Wurzeln und die Muttersprache aufzugeben. Mehrsprachig aufzuwachsen bedeutet die Möglchkeit, Verständnis für andere Kulturen zu entwickeln und kulturelle Missverständnisse im Keim zu ersticken. Ich denke, die Vorurteile vieler Menschen beruhen auf Nichtwissen oder nicht-wissen-wollen. Gegenseitige Toleranz, Verständis und vor allem Neugier auf das "Andere" sollten bei allen Kindern gefördert werden. Dabei helfen Sprachen enorm, je mehr desto besser.

0 0

Eine Sprache ein Mensch

Die Kinder,die ihre Muttersprache gut beherrschen, können ,nach Meinungen der Experten, eine Fremdsprache bzw eine zweite Sprache viel leichter lernen. Abgesehen davon ist jeder Mensch ,der mehrsprachig wächst , aus Sicht der österreichischen Gesellschaft ein großer Gewinn. Die Anerkennung dieser Tatsache in der Bevölkerung wird mit dem Spruch "Eine Sprache ein Mensch" zum Ausdruck gebracht. Deshalb finde ich die Förderung bilingualer Schulen für Migrantenkinder sehr wichtig. In Zeiten der Globalisierung rückt dieser Aspekt immer mehr in den Vordergrund. Warum findet in der österreichischen Bevölkerung Englisch oder Französisch Akzeptanz und nicht zB Serbisch, Kroatisch, Arabisch oder Türkisch ? Die enorme Bereicherung unserer Gesellschaft durch diese mehrsprachig wachsende, gut ausgebildete Kinder sollte uns allen bewußt sein.

Gast: fasle
24.02.2008 17:23
0 0

wenn die Eltern selbst kaum Deutsch sprechen

müssen sie mmn. ihre Kinder umso mehr für die Schule motivieren,
die Eltern, aber auch ihre österreichischen Mitmenschen müssen ihnen vermitteln, dass sie nicht in einem fremden Land leben, und das Deutsch keine Fremdsprache ist, sondern eine weitere Muttersprache

0 0

von Wien

Ich sehe öfter die Deutsche und Österreiche in anderen Länder, beruflich, oder zum reisen, oder wegen einen anderen Grund leben sie dort schon lange Zeit.
Leider, wir sehen es kaum,, das die Deutschen eine andere Sprache lernen. Oder nur die wichtigste ein paar Wörter, was sie brauchen, das genug für sie.
Zum Beispiel; in Mallorca, in der Türkei...
Die Deutschen wollen sich nicht auf die andere Sprache bemühen. Sondern müssen die andere Länder Deutsche Sprache lernen, nur nicht die Amerikaner, Engländer, oder vielleicht Französe. Weil sie stärke Länder sind. Die Deutschen sind glücklich, wenn die anderen Deutsch lernen und reden. Dann ist es einfach für die Deutschen, die sich überall gut verständigen können. Schön für die anderen, schade für den Deutschen, finde ich.
Außerdem wollen die Deutsche was, das die Deutsche Sprache zweite nationale Sprache in der Europa ist, genau wie Englisch.

Gast: tre cool
24.02.2008 10:10
0 0

ich bin 14 jahre alt und ein gutes Beispiel

Als ich klein war, hat meine Famillie mit mir nur Türkish, obwohl beide sehr gut Deutsch können. Daher kann ich sehr gut Türkisch lesen und schreiben. Jeztz kann ich Türkisch, Deutsch un Englisch perfect. Ich besuche auch deswegen eine englisch-deutsch Bilinguale Klasse in einem öffentlichem Realgymnasium.

Daher verstehe ich nicht, warum einige Leute (die negative Kommentar schreiben) gegen Muttersprache (besser gesagt gegen Türkische Muttersprache) sind. Das geht doch nur mit Muttersprache besser! Und ich bin Stolz darauf, dass ich die drei Sprache kann.

Bin ich gutes Beispiel? Oder?

Antworten Gast: kotek
16.04.2008 18:11
0 0

Übereinstimmung, was den Inhalt betrifft,

aber perfekte Deutschkenntnisse lassen sich aus Ihrem Text nicht ableiten.
Arbeiten Sie daran.

Ares DC
24.02.2008 03:47
0 0

Muttersprache - Vaterland

Meine beiden Kinder haben eine Muttersprache von Ihrer Mutter und jene vom Vater. Gleichzeitig damit aufgewaschen (nicht gelernt) Englisch kam dann auch irgendwie dazu im Kindergarten. Pflichtkindergarten ab 4 Lebensjahr wäre mE die Lösung, da sitzt die Spache bis zum Schuleintritt

Ares DC
24.02.2008 03:47
0 0

Muttersprache - Vaterland

Meine beiden Kinder haben eine Muttersprache von Ihrer Mutter und jene vom Vater. Gleichzeitig damit aufgewaschen (nicht gelernt) Englisch kam dann auch irgendwie dazu im Kindergarten. Pflichtkindergarten ab 4 Lebensjahr wäre mE die Lösung, da sitzt die Spache bis zum Schuleintritt

Gast: selami
24.02.2008 02:09
0 0

Muttersprache

Wer Muttersprache spricht,lernt leicht Deutsch.Akzeptirere es! Die Muttersprache wichtig für die Kinder.

0 0

Integration, Herstellung eines Ganzen

Ich finde die eingeschränkte Betrachtungsweise einiger Kommentatoren wirklich schade. Es gibt einige die meinen, dass man sich nicht integrieren könne wenn man die eigene Muttersprache der deutschen Sprache vorziehen würde. Mehr noch behauptet Haudegen, dass dies der Integration schaden, ja sogar diese unmöglich machen würde. Hier kann ich jedoch nicht folgen, da meiner Auffassung nach, sich das Thema Integration erübrigen würde, wenn alle von vornherein Deutsch sprechen würden. Man solle die Umgebung näher betrachten, um festzustellen wie wenige Ausländer sich integrieren? Ich möchte wissen wer tatsächlich in der Lage ist zu bestätigen, dass die, die sich tatsächlich integriert haben, sich aus der Masse heraus scheiden lassen. So ist es meistens so, dass die Zahl der integrierten Bürger untergeht, während die Zahl der "nicht integrierten" Einwanderer hervorgehoben wird. Diese werden dann als eine hervorstechende Mehrheit verallgemeinert und bilden eine Bezugsposition neuer Vorurteile.

Gast: kuelker
23.02.2008 23:45
0 0

Muttersprache Türkisc

Dies Muttersprache, ob diese Türksich, oder Deutsch, Spanis Franzözisch ist, ist sehr wichtig. Solange der seine Muttersprache nicht kann, wird dieser Mensch in seinem ganzen Leben so leben, dass er in seinem Umfeld nicht ernstgeonommen wird.


0 0

Muttersprache bildet eine Brücke

Ergebnisse der PISA Studie beweist, wie wichtig Mutttersprache ist, eine zweite Sprache zu lernen.

Ich möchte die LeserInnen an PISA-Studie erinnern:

Die neue Pisa-Ergebnisse zeigt: Jeder dritte heimische Schüler gehört zur lernschwachen Risikogruppe.
Migranten und Kinder weniger gebildeten Familien schneiden schlecht ab,
Berichtet Andrea Heigl
Der Standard Mittwoch, 5. Dezember 2007

Die Pisa-Studie liefert noch ein weiteres Argument: Einmal mehr zeigt dieser internationale Vergleich auf, dass es einen starken Einfluss des Elternhauses auf die Leistung gibt.
Eine weitere erschreckende Schlussfolgerung, zu der Pisa-Studie wie auch der Volksschul-Lesetest kommt: Das österreichische Schulsystem „benachteiligt jugendliche mit Migrationshintergrund sehr stark“ meint die OECD
Im Vergleich zu anderen Staaten mit einem hohen Zuwandereranteil schafft Österreich die Förderung von Migrantenkinder

Gast: Kuelker
23.02.2008 18:20
0 0

Interessanter Beitrag

Es ist ja interessant, durch so einen Beitrag, welce Meinungen in der österreichischen Geselschaft erwecken kann. Wenn der Artikel nicht über die Muttersprache Türkisch, sondern Englisch geschrieben worden wäre, ob die fast die rasistische Gedanken hier zum Ausdruck gebracht werden sollte.

Gast: Tezer de Groot
23.02.2008 15:36
0 0

Muttersprache ist wichtig

Ich bin, als Mutter von zwei Kinder, von der Meinung dass Muttersprache ist einen 'must' when man andere Sprachen lernen moechte. Ein franzoesicher Pedagog hatte uns versichert dass ohne Muttersprache geht es nicht oder nur mit Problemen. Die Muttersprache gibt den Kindern auch eine Selbstvertraun die wichtig zum lernen auch in anderen Bereichen ist.

Gast: Gurlek
23.02.2008 10:52
0 0

Wer Muttersprache spricht,lernt leicht Deutsch

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Kleinkinder bis zu sechs Jahren sowohl die Muttersprache als auch Fremdsprachen sehr leicht erwerben, wenn die mit einem gut berabeiteten Sprachförderungsprogramm konfrontiert werden. Das Aufwachsen zur Mehrsprachigkeit wird in diesem Fall kein Risiko, ganz im Gegenteil eine Chance.

Denn die Mehrsprachigkeit ist nicht nur Erlernen einer Fremdsprache, sondern auch die Einführung in fremde Kulturen, das Verstehen des Anderen und die Eineignung derToleranz. Globalisierung ist die Tatsache unserer Zeit.
Die Menschen, die ihre Muttersprache gut können, andere Sprachen erlernen und sich mit Menschen anderer Welten gut verstehen, haben sicher anderen Menschen gegenüber einen wesentlichen Vorteil.

0 0

Re: Wer Muttersprache spricht,lernt leicht Deutsch

Dem stimme ich voll zu. Mehrsprachigkeit fördert ganz sicher das Verständis für andere Kulturen und sollte in jedem Fall gefördert werden. Dazu sollte zunächst die Muttersprache, welche auch immer es ist, gut gesprochen werden.

Ich selbst spreche nicht türkisch, habe aber viele türkische Arbeitskollegen, von denen ich sehr viel über ihre Kultur lerne. Ich bin neugierig und frage nach, genau wir meine türkischen oder Arbeitskollegen anderer Nationen mich fragen, wenn etwas unklar ist. Dadurch kommen Missverständnisse erst gar nicht auf. Sehr oft ist Nichtwissen über andere Kulturen der Auslöser für Agressionen. Mit dem Erlernen von Fremdsprachen erhält man auch ganz selbstverständlich Verständnis für die jeweilige Kultur, ohne seine eigene aufgeben zu müssen.

Gast: Leserin
22.02.2008 16:40
0 0

Es geht!

Als meine Kinder 3 Jahre alt waren, habe ich sie in den Kindergarten gebracht. Die ersten drei Jahre habe ich mit Ihnen, mit der Empfehlung von Pädagogen, ausschließlich türkisch gesprochen. Durch den Kindergarten und deutsche Fernsehsendungen haben sie gemeinsam mit deutschsprachigen Freunden die Sprache gelernt. Natürlich hat diese zwei-sprachige Erziehung auch Schwierigkeiten mit sich gebracht, aber heute sprechen meine Kinder beide Sprachen fließend und akzentfrei.

Antworten Gast: e.e.
24.02.2008 10:39
0 0

Re: Es geht!

Wenn man's richtig macht funktioniert es. Vor allem wenn das Umfeld passt. Nur was wäre gewesen, wenn es im Kindergarten viele Kinder mit der Muttersprache ihres Kindes gegeben hätte. Hätte ihr Kind ebenfalls so gut Deutsch gelernt?

Gast: ST
22.02.2008 15:51
0 0

Deutschkurs

Die Nachhilfe in eigener Sprache ist eine sehr nützliche Sache.Es solte jeder der an eienr anderen Sprache interessiert ist , die eigene sprache sehr gut beherrschen.
Warum diser Artikel , die Gemüter erhitzt ist mir unverständlich.

 
1 2 3 4