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Chancengleichheit: „Diversity“-Preis für Beatrice Achaleke

15.09.2009 | 18:20 |  DUYGU ÖZKAN (Die Presse)

Afroösterreicherin wird für Engagement für schwarze Frauen ausgezeichnet.

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Sie ist eine Kämpferin für die Rechte schwarzer Frauen in Österreich und Europa: Beatrice Achaleke. Die 39-jährige „schwarze Österreicherin aus Kamerun“ (Selbstbezeichnung) bekommt morgen, Donnerstag, den „Global Diversity Innovation Award“ in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington verliehen.

„Eine unheimliche Wertschätzung“, freut sich Achaleke, „und das gibt mir die Kraft weiterzumachen.“ Der Brief mit der Bekanntgabe ihrer Nominierung kam für Achaleke unverhofft. „Dieses Jahr war unheimlich schwer für unsere Organisation.“

 

Fremde schwarze Frauen?

Achaleke ist Obfrau des Vereins AFRA (International Center for Black Women's Perspectives) mit Sitz in Wien. Sie gründete den Verein im Jahr 2006 zur „Sichtbarmachung der Anliegen von Migrantinnen und insbesondere schwarzer Frauen“. Die Sichtbarkeit von Frauen mit schwarzer Hautfarbe ist ein anderes Thema, das Achaleke beschäftigt: „Schwarze Frauen haben einen Migrationsvordergrund. Sie sind schwarz. Egal ob sie in Österreich geboren wurden oder nicht.“ Ihr geht es darum, diese Frauen aus ihrer Opferrolle zu holen und sich gegen Klischees zu wehren. „Ich will sie ermutigen, selbstbewusster aufzutreten. Dynamisch und kompetent zu sein und intelligent zu handeln.“

Im Rahmen ihrer Tätigkeit als AFRA-Obfrau organisierte Achaleke im Jahr 2007 – dem europäischen Jahr der Chancengleichheit – den ersten europaweiten Kongress schwarzer Frauen in Wien. Ziel: Schwarze Frauen in Europa zu vernetzen und den Dialog zu pflegen, denn, so Achaleke, „wir können Europa bewegen“. Vergangenes Jahr gründete sie die europaweite Organisation „Black European Women's Council“ (BEWC) – „mein Beitrag zur Anerkennung der Diversität in Österreich und Europa. Denn Diversität stellt eine Chance dar, kein Hindernis.“

Der „Global Diversity“-Preis wird im Rahmen des „World Diversity Leadership“-Jahrestreffens verliehen, organisiert vom gleichnamigen Thinktank, der Auszeichnungen für den positiven Umgang mit Diversität im Alltag vergibt. Bekannte Preisträger sind der frühere tschechoslowakische Präsident Vaclav Havel und EU-Kommissar Vladimir Spidla. Auch Beatrice Achaleke wird den Preis in Ehren halten. Und ihren Kampf für Chancengleichheit weiterführen – auch ihrer beiden kleinen Kinder wegen. „Sie sollen in Österreich, in Europa ein gleichberechtigtes Leben führen können.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.09.2009)

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1 Kommentare
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Schön!

Da kann sie Oma endlich einmal etwas Erfreuliches nach Hause schreiben.

"Wusstest du aber auch, dass Washington anders ist als Wien? Natürlich ist Washington anders, Oma!...
Übrigens, wusstest du, dass in Washington Menschen gegessen werden? Und sie schreiben das sogar in die Speisekarten. Stell Dir vor: "Wiener". Seltsam nicht Oma?
Aber ich habe keine Angst Oma! Mich werden sie nicht essen!"