UETD gegen FPÖ: Krieg per Aussendung

04.10.2011 | 18:22 |  CLARA AKINYOSOYE (Die Presse)

Die Union Europäisch-Türkischer Demokraten lieferte sich ein Wortgefecht mit FPÖ-Generalsekretär Vilimsky über seine Angriffe gegen Türken, Araber und Schwarze. Sie verlangte eine Entschuldigung des Politikers.

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Wien. „Es sind auch vor allem kulturferne Nationen aus dem islamischen Raum: Türken, Araber, Schwarzafrikaner.“ Er wolle nicht, dass noch mehr „Kulturfernes ins Land hereinschwappt“. Diese Aussagen von FP-Generalsekretär Harald Vilimsky in einem „Presse“-Interview vom 21.September stoßen vor allem in der türkischen Community auf massive Ablehnung. Am aktivsten trat die UETD Austria (Union of European Turkish Democrats), eine NGO mit europaweiten Niederlassungen, auf.

Sie verlangte per Aussendung eine Entschuldigung des FPÖ-Politikers. Die Aussagen Vilimskys seien Ausdruck populistischer Hetze und würden Türken, Araber und Schwarze diskriminieren, sowie eine Bedrohung durch Migranten suggerieren.

Vilimsky reagierte zwar auf die Vorwürfe, allerdings nicht mit einer Entschuldigung. Im Gegenteil: In einer Aussendung schoss der FPÖ-Generalsekretär scharf auf die UETD und brachte deren Vizepräsidenten Sami Akpinar ins Spiel, der kürzlich zivilrechtlich – nicht rechtskräftig – verurteilt wurde. Er soll eine Kurdin verleumdet haben, einer terroristischen Organisation anzugehören.

 

„Handlangerin Ankaras“

Vilimsky sprach weiters vom „Blöken des Wolfs im Schafspelz“ und von der UETD als einer „Handlangerin Ankaras“, für die es in Österreich „wahrlich keinen Bedarf“ gebe.

Die UETD konterte ihrerseits mit dem Verweis auf eine lange Liste rechtskräftig verurteilter FPÖ-Politiker – und wiederholte ihre Forderung nach einer Entschuldigung. Sprecher Ercan Karaduman: „Vilimskys nationalistisches Blöken gefährdet jeglichen Dialog und schadet dem Integrationsprozess in Österreich.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.10.2011)

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32 Kommentare
 
12
Gast: v. Faltin
07.10.2011 13:39
3 2

Union Europäisch-Türkischer Demokraten

Die Bezeichnung des Vereins ist schon ein Witz.
1. Das Turk-Volk ist kein europäisches Volk.
2. Die Türken sind keine Demokratie nach europäischem Muster oder verstehe ich die brutale Kurdenbehandlung da falsch.
3. Der Islam erfüllt den Tatbestand der Volksverhetzung, da er andere Glaubensrichtungen als zweitklassig ansieht.
Von der Behandlung Abtrünniger ganz zu schweigen.
Die Türkei bringt das kulturelle und geistige Mittelalter nach Europa, das haben wir aber bereits hinter uns. Frauenrechte? Ha, Ha!

Gast: Osterturk
05.10.2011 22:50
2 1

Geile Überschrift!

UETD gegen FPÖ!! 80% der österreicher ist gegen die FPÖ!! Echt gut diese UETD, wer auch sie immer sie seien mögen!! Da könnten die anderen Partein, was daran abschauen! Wenn es um die Stimmen der Migranten geht ist die SPÖ oder die Grünen sind an der Spitze, wenn man ihre Rechte vertretn soll, hört man diesen zwei Parteien nichts!! Gut wäre so eine Migrantenparte, vielleich ist die UETD ein Vorläufer, wäre geil!

Antworten Gast: I tram
06.10.2011 10:11
2 0

Welche Rechte werden "MigrantInnen" denn nicht gewährt?

Das Wahlrecht auf Bundesebene bekommen sie, sobald sie eingebürgert sind. Darum muss man sich halt bemühen, wenn einem was dran gelegen ist, in Österreichs Politik mitreden zu wollen. Das ist auch gut so!

Erhalten MigrantInnen keine Sozialleistungen? Sind sie vom Gesundheitssystem ausgeschlossen?

Was meinen sie mit "Rechte vertreten"?
Warum betrachten sich (nicht mehr) MigrantInnen endlich selbst mal als ÖsterreicherInnen? Vor allem wenn sie hier schon Jahre oder Jahrzehnte leben?
Vielleicht wäre das der elementarste Schritt in Richtung Integration, die eigentlich eine Bringschuld ist?
Außerdem sind "MigrantInnen" keine homogene Gruppe!
MigrantInnen sind Christen, Muslime, Buddhisten, Hindus, Atheisten etc.

75% der Bevölkerung sind gegen die FPÖ, aber deswegen noch lange nicht automatisch FÜR die UETD.

Gast: schlÄchter
05.10.2011 13:49
8 1

sg UETD-vertreter, sg herr akpinar!

bitte lesen sie diesen in der presse dankenswerterweise-auf seriösen quellen beruhenden - beitrag:
http://diepresse.com/home/politik/eu/609154/Tuerken-in-Oesterreich_Zahlen-und-Fakten

und dann machen sie sich erntshaft gedanken, warum viele österreicher sehrwohl türkische mitbürger völlig berechtigt kritisch sehen.

mit stolz und beleidigtsein werden sie die gräben nur vertiefen.
mfg
s.


Antworten Gast: Wienertürke
05.10.2011 22:45
0 1

Re: sg UETD-vertreter, sg herr akpinar!

Wo lesen sie, dass die UETD oder Herr Akpinar beleidigt sind! Die haben zurecht den Herrn Wilimsky auf eine zivilisierte Herangehensweise von Problemen aufgerufen und ihn dabei nicht beleidigt oder ihm gar was unterstellt, was er nicht getan hat! Es ist die UETD, die sehr viel dazu beiträgt, dass genau die zahle, die sie zu recht ernstnehmen, besser werden, den es geht um Österreich! es geht nicht um ethniespezifische Themen oder Problem. Gehen sie auf die Homepage der UETD dann werden sie sehen, dass die sehr viel mit wenig Mitteln machen. Bildung, Integration, Wirtschaft,....

Antworten Antworten Gast: RealistischBetrachtet
06.10.2011 11:13
3 1

Re: Re: sg UETD-vertreter, sg herr akpinar!

Die UETD will etwas gutes Beitragen?

Ganz einfach:

Sie könnte sich z.B. von seinen rechtsradikalen Türken trennen, die Kurden, in der Türkei, als autonom gleichberechtigt anerkennen und den Völkermord an den Armenien nicht länger leugnen.

Dann könnte langsam eine ehrliche Zusammenarbeit beginnen.

Gast: Nambir
05.10.2011 13:00
2 6

Endlich tritt eine Migranten NGO gegen die Rassisten

der FPÖ auf und wehrt sich! Das kann so nicht weitergehen! Dieser stupide Rassismus muss aufhören! Wenn dann NGO s wie die UETD, die in Österreich aktiv sind, ihre Meinung kundtun sollte man diese leute nicht gleich mit Vorurteilen abqualifizieren. Ich habe mir deren Homepage angesehn, die gehören zu Österreich und machen Projekte für Österreich. Offensichtlich alles Österreicher aus der zweiten Generation, die es satt haben, dass man über sie spricht und entscheidet aber sie nicht einbezieht wenn es um sie geht! Dann kommt die FPÖ her und startet eine Schlammschlacht und zieht über die UETD und deren Funktionäre her, einfach billig und lächerlich!In der breiten Öffentlichkeit ist großer Bedarf für solche Institutionen! Organisationen wie die UETD werden in der Zukunft noch wichtiger werden! Was die Finanzierung der UETD betrifft ist es auch eine lächerliche Behaupung, dass sie aus der Türkei finanziert werden, offensichtlich haben die nicht mal finanzielle Resourcen!

Antworten Gast: RealistischBetrachtet
05.10.2011 14:26
3 1

Allso ich finde das sich die UETD sehr wohl für sein Verhalten rechtfertigen muss!

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110929_OTS0176/vilimsky-uetd-bloeken-ist-jenes-des-wolfes-im-schafspelz

Denn der türkische Rassismus ist auch nicht besser als der österreichische...

Antworten Antworten Gast: Willim-sik
05.10.2011 22:40
0 1

Re: Allso ich finde das sich die UETD sehr wohl für sein Verhalten rechtfertigen muss!

was für ein intelegenter Kommentar, könnte ja fast vom Wilimsky sein!! Da scheint einer das Thema nicht zu verstehen!! Genau deswegen fordert die UETD zum zweiten Mal die Entschuldigung!! Was da Möchtegernmigrantenverter von sich geben ist nicht ernst zunehmen. Genau diese Schmutzkampagne nimmt der Wilimsks auf und "blöckt" gegen serieuse Leute!

Antworten Antworten Antworten Gast: Kurdistan
06.10.2011 15:09
1 0

Re: Re: Allso ich finde das sich die UETD sehr wohl für sein Verhalten rechtfertigen muss!

Gegen seriöse Leute? Wen meinen Sie denn da???

Antworten Antworten Antworten Gast: RealistischBetrachtet
06.10.2011 10:57
3 1

Re: Re: Allso ich finde das sich die UETD sehr wohl für sein Verhalten rechtfertigen muss!

Fakt:

"Es geriere sich hier
eine Organisation als gutmenschlich, deren Vizepräsident Sami Akpinar
selbst am 25. August gerichtlich verurteilt wurde, weil er eine ihm
nicht genehme Kurdin als Trainerin bei WKO-Seminaren verhindern
wollte, indem er sie als "Mitglied in einer terroristischen
Vereinigung" verleumdete."

Und was unterscheidet bitte einen türkischen von einem österreichischen Rassisten?

"Was da Möchtegernmigrantenverter von sich geben ist nicht ernst zunehmen"

???

ich nehem es ernst...

Völkermord leugnen und noch einen schleichend begehen darf nicht verharmlost werden.

Wir

Hr. Vilimsky hat absolut recht.

Und es schert eigentlich niemand, wenn so eine(wahrscheinlich) von der Türkei finanzierte NGO irgendetwas verlangt.

Es gibt bereits zu viel andere "Kultur" von Potentialen die das potentielle nie überschreiten werden, in diesem Land.

Damit sind explizit Migranten mit islamischem Hintergrund gemeint, denn die Probleme treten auch nur fast ausschließlich mit dieser Gruppe auf.

Gast: deer
05.10.2011 12:17
1 6

was macht UN-Rassismus behörde in Wien-Willmisikim:

Wenn amokläufer von Oslo die Rassisten aus Österreich lobt und sagt dass er von denen viel gelernt hat.Die Rassisten sind International agierende Bande mit Hauptsitz in Wien.

Antworten Gast: RealistischBetrachtet
05.10.2011 13:07
6 1

Der feine Unterschied

In Österreich habe ich noch nichts von Amokläufern oder bewaffneten Konflikten mitbekommen...

Aber die Türkischen Soldaten laufen gegen ihre eigenen Mitbürger (Kurden) und in anderen Ländern (Irak) Amok, ohne das es auch nur irgendjemanden interessiert.

Aber Hauptsache mit dem Finger auf andere zeigen...

Und nochmal, ich bin kein FPÖ Wähler!

Gast: wowecht
05.10.2011 11:09
6 1

nadanke

die mundel und ihre politkvertreter wollen also
nur mehr türken und araber und afrikaner im
land gut das wird solange gehen bis die eigenen kinder revoltieren aber das wird dann gar nicht lustig.

bürgerkrieg kommt immer näher danke spö övp grün


Gast: RealistischBetrachtet
05.10.2011 11:02
5 2

Würde niemals die FPÖ wählen!

aber in diesem Fall hat er recht.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110929_OTS0176/vilimsky-uetd-bloeken-ist-jenes-des-wolfes-im-schafspelz

Natürlich muss sich jedes Land hinsichtlich Nationalismus und religiösen Fanatismus hinterfragen.

Nur ist die Türkei da wirklich etwas hinten nach.

Und wenn diese dann auch noch Tipps geben will, kann man diese einfach nicht ernst nehmen.

Im Wesentlichen ist es ja so, dass

viele österreichische Politiker mit einem waschechten Österreicher ohnehin nichts mehr anfangen können!

Typisch....

Es ist immer wieder das gleiche. Einige "saubere" Politiker dürfen sich alles erlauben. Aber wehe jemand wehrt sich. Der echte "Österreicher" Vilimsky dessen Name auch sehr österreischisch klingt sollte mal seine eigene Familiengeschichte anschauen. Die Leute glauben wirklich durch solche Aussagen, dass sie besser sein müssen als andere. Jeder aber jeder in Österreich sollte man sich vor dem Spiegel stellen und sich selbst fragen, was macht er richtig und was macht er falsch. Aber dafür samma jo berühmt oder :D
Was schlecht ist wird abgelehnt was gut ist beansprucht. Siehe Hitler und Beethoven :D....

Antworten Gast: Typ
05.10.2011 11:55
4 1

Re: Typisch....

Wann hätten wir Hitler für uns beansprucht bitte?

0 2

Re: Re: Typisch....

Können´s nicht lesen,
oder ist Ihnen der Unterschied zwischen ABGELEHNT und BEANSPRUCHT nicht geläufig?

Gast: nina blum
05.10.2011 09:46
1 8

Mich wundert ja, dass der Villimsky schon so gut Deutsch kann

Er ist, bis auf die Zugehörigkeit zur Flaschenparteiösterreichs, eigentlich gut uin die österreichische Gesellschaft integriert.
Wenn er dann noch mit ehrlicher Arbeit Geld verdienen würde.......

Gast: nahdran
05.10.2011 07:49
22 1

Integrationsprozess

Unsere lieben bunten Mitbürger vergessen halt zu gern darauf dass der Integrationsprozess keine Einbahn ist. Wenn jemand in Österreich leben will, muss er sich halt uns anpassen, nicht wir unseren Gästen.

Warum sollte er sich entschuldigen ?

Er hat doch nur gesagt was SACHE ist.

Gast: total crash
05.10.2011 07:30
16 2

"Es ist das Recht eines Staates

beziehungsweise einer jeden Gesellschaft,selbst zu entscheiden,wen sie in ihr Staasgebiet beziehungsweise in ihre Gesellschaft aufnehmen wollen."
Thilo Sarrazin

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Inländerfeindlichkeit

Es wäre schon einmal schön, wenn sich diese Inländerfeindlichkeit aufhören würde. Die Migranten werden von der Mehrheit der Politiker sowieso privilegiert behandelt.

Das kann doch kein Problem sein, wenn ein Politiker eines Landes sich für die Inländer einsetzt und den Kulturraum erhalten will. Es ist ja eh nur einer von sehr wenigen.

Diesen NGOs fehlt allen jegliche demokratische Legitimation. Die werden nach Belieben so als "Volksmeinung" instrumentalisiert wie Meinungsumfragen.

Gast: Kibietz
04.10.2011 23:35
4 26

Wer ist Vilimsky?

Putzt der die WCs?

 
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