Australien hebt ab 1. Juli eine CO2-Steuer ein. Betroffen sind rund 350 Unternehmen, die als größte Emittenten gelten. Diese müssen eine feste Abgabe von 23 australischen Dollar (18,60 Euro) pro Tonne CO2 zahlen.
Die Steuer ist in Australien heftig umstritten. Während die Regierung von Premierministerin Julia Gillard die Abgabe als "entscheidend für die Zukunft Australiens" preist, befürchtet die konservative Opposition eine Erhöhung der Lebenshaltungskosten als Folge der Steuer, da Unternehmen die Kosten auf Kunden abwälzen würden. Die Opposition kündigte an, die Steuer im Fall ihrer Wahl umgehend abzuschaffen.
In Sydney protestierten am Sonntag tausende Menschen gegen die Steuer. Gillard hat vor allem deshalb Ärger auf sich gezogen, weil sie vor ihrer Wahl noch erklärt hatte, eine Regierung unter ihrer Führung werde keine derartige Steuer einführen.
Australien gehört zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Ausstoß an möglicherweise klimaschädlichen Emissionen. Ab 2015 soll die CO2-Steuer durch ein Emissionshandelssystem ersetzt werden. Die Europäische Union und Neuseeland verfügen bereits über ein solches System.
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