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2011 als Jahr des extremen Wetters

12.07.2012 | 11:08 |   (DiePresse.com)

Extreme Wetterphänomene prägten das Jahr 2011. Die Antarktis erlebte ihren wärmsten Tag, Dürre und Hitzewellen kommen heutzutage häufiger vor.

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Dürren, Überschwemmungen und Hitzewellen machten 2011 zum "Jahr der Extreme". Dies geht aus einer internationalen Klima-Studie hervor. "2011 wird in Erinnerung bleiben als ein Jahr der extremen Wetterphänomene in den USA wie im Rest der Welt", erklärt Kathryn Sullivan, Vizechefin der US-Behörde für Wetter- und Meeresforschung (NOAA). Der Studie zufolge kann kein Zusammenhang zwischen Klimawandel und extremen Wetterbedingungen bewiesen werden. Doch die Wahrscheinlichkeit für außergewöhnliche Phänomene erhöht sich mit dem Anstieg der Temperaturen.

In erster Linie führen die Experten das Wetter auf das Klimaphänomen "La Niña" zurück. Extreme Wetterphänomene, wie etwa die Hitzewelle in Texas oder Dürreperioden in Ostafrikasind, seien heutzutage 20 Mal wahrscheinlicher als noch vor 50 Jahren.

La Niña
La Niña ist ein Wetterphänomen, bei dem im Pazifik auf Höhe des Äquators ungewöhnlich niedrige Temperaturen herrschen. Es war 2011 unter anderem mitverantwortlich für eine ungewöhnlich heftige Tropensturm-Saison im Nordatlantik. Außerdem verursachte das Phänomen im vergangenen Jahr Rekord-Regenfälle in Australien, die zu katastrophalen Überschwemmungen führten. La Niña kommt alle vier bis fünf Jahre vor und dauert ein bis zwei Jahre an.

Laut der Klima-Studie konnten Klimaveränderungen 2011 und in den Jahren davor besonders stark in der Arktis verzeichnet werden. So schrumpfte das Packeis im Sommer 2011 auf die zweitkleinste jemals gemessene Größe. In der Antarktis gab es im selben Jahr den wärmsten Tag überhaupt mit nur minus 12 Grad.

Die Studienautoren beschreiben den Klimawandel anhand von 43 Indikatoren, wie etwa die Konzentration von Treibhausgasen, den Salzwassergehalt in den Ozeanen und die Schneedecken. Die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre ist weiterhin angestiegen.

(APA)

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