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Berlakovich hält trotz schwacher Getreideernte an E10-Plan fest

10.08.2012 | 12:11 |   (DiePresse.com)

In Österreich fehlen heuer wegen der schlechten Ernte 700.000 Tonnen Getreide. Der Landwirtschaftsminister will mit dem Treibstoff E10 die Klimabilanz aufbessern.

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In Österreich und weltweit gibt es heuer eine Getreideknappheit, trotzdem will Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich den Pflanzenanteil am Sprit weiter erhöhen, kritisiert ARBÖ-Generalsekretärin Lydia Ninz. Heuer fehlen in Österreich 700.000 Tonnen Getreide, geht es nach Berlakovich dann soll im Herbst der in Deutschland heftig umstrittene Treibstoff E10 (Zehn Prozent Planzenanteil) eingeführt werden.

Der Autofahrerklub erinnerte am Freitag in einer Aussendung an Unterschriftenaktion "Tanke Mais um keinen Preis!" gegen die Einführung von E10 im Oktober diesen Jahres und "lädt alle Kritiker herzlich ein, die Unterschriftenaktion des ARBÖ zu unterstützen. Für E10 werden Getreide, Mais und Zuckerrüben verwendet.

Anfang August hatte AMA-Präsident Stefan Hautzinger darauf verwiesen, dass die E10 "nicht mit einer rein österreichischen Produktion umsetzbar" ist.

Berlakovich will mit E10 die schlechte Klimabilanz Österreichs aufbessern, zahlreiche Umweltschutzorganisationen kritisieren aber, dass der Ackertreibstoff alles andere als "bio" ist. In Deutschland ist E10 bisher gefloppt, unter anderem weil die Autofahrer Angst haben, dass der Motor ihres Autos durch den Planzensprit geschädigt wird.

(APA)

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38 Kommentare
 
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Gast: na so was !
10.08.2012 14:40
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Wen in der ÖVP interessieren die Staatsbürger oder deren Interessen?

Die Menschen in diesem Land sind offenbar den Funktionären dieser sich in betrügerischer Absicht "Volkspartei" nennenden Vereinigung vollständig egal, wie uns dieser Herr auch bei seinem seinerzeitigen Ausflippen beim Dienstflug gerne gezeigt hat, als er ohne Nachzudenken einfach eine Angestellte der Botschaft "feuern" wollte. Und dass in diesen Kreisen die Erzeuger von Biosprit ganz klar vor den Staatsbürgern und deren Interessen kommen, darüber brauchen wir nicht mehr nachzudenken, seit wir ein bißchen aus dem Innenleben der "Leistungsträger" dieser Vereinigung kennenlernen durften.
Es gilt natürlich auch für Minister Berlakovich, wie auch für Strasser, Grasserm Mensdorff-Pouilly, etc. die Unschuldsvermutung.

Gast: Wem nutzt E10
10.08.2012 14:38
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Steuererhöhung

Sehr interessant ist auch, dass die Erhöhung des Ethanolanteils eine versteckte Steuererhöhung ist. Benzin hat pro Liter einen höheren Energiegehalt wie Ethanol. Das bedeutet, dass ein Kraftstoff von 1 Liter der aus 0,9 Liter Benzin und 0,1 Liter Ethanol besteht, einen niedrigeren Energiegehalt hat wie 1 Liter reines Benzin.

Man kommt also mit einem Liter Kraftstoff weniger weit (=> erhöhter Verbrauch) obwohl man nach wie vor die gleichen Steuern pro Liter Kraftstoff zahlt.


Gast: Die Wahrheit macht frei
10.08.2012 14:32
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Österreich muß ja bei jeder Trottelei dabei sein....


Gast: Mr. Barley
10.08.2012 13:39
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is sonst noch jemanden aufgefallen,

dass in dem Artikel 2x PLANZE anstatt Pflanze geschrieben worden ist. Naja egal. Ich bin mitten drin im Getreideeinkauf, mir treibt es die Tränen in die Augen wo die Preise hinführen und unser Herr Berlakovich hält es für sinnvoller, unser Getreide für Sprit zu verschwenden, anstatt für Tierfutter oder Lebensmittel zu verwenden...

Wie sang gerade eben da Hubert v. Goisern im Radio so schön: Owa hoazn tan ma an Woazn und wonn ma long so weida hoazn brennt da Huad!

Haltet euch schön am Sattel fest:
Wir reiten auf der Hure des Bonzen-Kapitalismus Richtung Abgrund und wenn das überfressene Tier schlagartig vor dem Abgrund stoppt, dann wird es ganz schön viele abwerfen.
Schauts das ihr genug Papiergeld daheim zum Fressen habt, den Münzen verursachen Bauchkrämpfe!

Der Hölle kein Amen!

Antworten Gast: Der Hölle kein Amen
10.08.2012 20:25
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Re: is sonst noch jemanden aufgefallen,

Das Tier wird nicht stoppen, wir werden alle in den Abgrund fallen!

schwacher Berlakovich hält trotz Getreideernte ...

... an E10-Plan fest?

Was wo anders ein Flopp ist

will dieser Politiker bei uns einführen. Ist er nicht ein Musterbeispiel für eine Politik, die nur an die Profiteure (Großbauern, Raiffeisen etc.) denkt, aber dafür die Bürger zu etwas zwingt, was Unsinn ist. Statt sich Prüfberichte und Gutachten aus Deutschland zu besorgen, spült er viel Geld in die Kassen seiner politischen Freunde. Auch das ist korruptes Handeln auf Kosten der Autofahrer, aber das ist man ja schon gewöhnt in dieser Korruptions-Oase Österreich. Was hat die ÖVP nur für Dilettanten in hohen Positionen. So wird diese Partei eines Tages sich selbst suchen müssen, denn die dringend benötigten Wähler werden sich mit Grausen von ihr abwenden. Und am Ende wird es so sein, dass Rot/Grün an die Macht kommen wird und den Bürgern dieses Landes auch noch das letzte Geld zu Gunsten der EU-Südstaaten rauben wird.

Berlakovich

Und die Konsumenten richtig blechen. Ein richtiger ÖVPler halt. Die Leute sind ihm egal! E10 an sich ja sowieso eine Todsünde, ...

Bravo, Herr Berlakovich

- jetzt haben wir nix gscheites zu essen UND schlechten Benzin.

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Der verlogene Raiffeisen-Lobbyist


Wie wird durch E10 die "Klimabilanz" "aufgebessert" ??

Beim Anbau der für Äthanol notwendigen Zuckerrüben usw. wird jede Menge Energie verbraucht; nicht nur für die Maschinen , sondern auch für den Kunstdünger. Der Transport des Ausgangsmaterials zur Äthanolanlage verbraucht Energie und für die Herstellung des Äthanol wird nochmals Energie verbraucht.

Es stellt sich die Frage, ob in Summe bei der Herstellung des Äthanols nicht mehr Energie verbraucht wird, als dann dadurch im KFZ-Motor als Antriebsenergie wieder gewonnen werden kann.

Zusätzlich stellt sich die Frage nach der CO2-Bilanz des gesamten Herstellungsprozesse. Diese ist wahrscheinlich negativ. Wenn alle Schritte berücksichtigt werden, entsteht bei der Herstellung von Äthanol als Treibstoffzusatz aus den heimischen Vorprodukten mehr CO2, als durch den Äthanol-Zusatz zum Treibstoff eingespart werden kann.

Die einzigen Bilanzen, die aufgebessert werden, sind jene der Raiffeisen-Unternehmen, die das Äthanol erzeugen und die der Bauern, die die Grundstoffe dafür anbauen.

Wobei abschließend auch die Frage erlaubt sein soll, ob das von Menschen erzeugte CO2 überhaupt einen nennenswerten Einfluss auf das Klima der Erde hat. Wasserdampf und Wolken sind höchstwahrscheinlich wesentlich entscheidender.

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Re: Der verlogene Raiffeisen-Lobbyist

Die Klimabilanz ist laut Wikipedia eher neutral, die Energiebilanz leicht positiv.
Die Intensionen von Berlakovich sind aber zu leicht zu durchschauen.
Das Klientel "Bauer" wird doppelt gefördert.
Es werden durch die Förderungen Flächen für Bio-Ethanol verloren gehen. Kombiniert mit zurückgehenden Anbauflächen ergibt dies wiederum steigende Preise.
Echt bauernschlau.
Dadurch wird auch ein Anreiz geschaffen bis zum letzten cm an die Grenze anzubauen, was wiederum wichtige Flächen für das Ökosystem wären.
Gleichzeitig nehmen dadurch auch die Erosionen zu. Jedes Gewitter führt zu massiven Verschlammung der Gewässer.
Das Öko-Stromgesetz ist meines Wissens nun schon 160 Seiten lang - undurchschaubar für Normalsterbliche.

Die Überförderung ist leider einer der größten Schwarzpunkte unserer supertollen Regierung.
Hier wird Klientelpolik auf übelste Art auf Kosten der Steuerzahler gespielt.

Meines Erachtens sollten alle Förderungen bis auf Förderungen für Wissenschaft, Hochtechnologie und Breitensport/Gesundheit gestrichen werden.

Die Frechheit, die Bauern auch noch doppelt so hoch zu fördern als eigentlich EU-Recht wäre, setzt dem Ganzen den Deckel auf.
Auch daher ist für mich die ÖVP absolut unwählbar geworden.


Re: Der verlogene Raiffeisen-Lobbyist ...

So einfach darf das Wahlvolk das nicht erkennen, schließlich hat der Mann in der Politik den Auftrag zu erfüllen, für den er ja in diese Position gehoben worden ist!

Antworten Antworten Gast: bitte!
10.08.2012 14:07
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Re: Re: Der verlogene Raiffeisen-Lobbyist ...

Ethanol....

 
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