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USA: Der zweifelhafte Kampf gegen die Spritschlucker

29.08.2012 | 08:15 |   (DiePresse.com)

Neuwagen dürfen ab dem Jahr 2025 nur noch 4,3 Liter Sprit pro 100 Kilometer verbrauchen. Ausgerechnet für Trucks und Geländewagen gibt es Ausnahmen.

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Amerikanische Neuwagen dürfen ab dem Jahr 2025 nur noch halb so viel Sprit verbrauchen wie heute. US-Präsident Barack Obama zurrte am Dienstag ein Regelwerk fest, nach dem Autos mit durchschnittlich 4,3 Litern pro 100 Kilometer auskommen müssen. Im vergangenen Jahr hatte der Verbrauch auf den US-Highways nach Angaben des Verkehrsministeriums bei 8,6 Litern gelegen. Für Spritschlucker wie Geländewagen gibt es allerdings Ausnahmen.

"Diese Standards für den Treibstoffverbrauch sind der wichtigste Schritt, den wir jemals unternommen haben, um unabhängig vom ausländischen Öl zu werden", sagte Obama am Dienstag laut einer in Washington verbreiteten Mitteilung. Die Pläne ernteten Lob, allerdings auch Kritik. Denn ausgerechnet für die spritschluckenden Pick-up-Trucks und Geländewagen gibt es großzügige Ausnahmen.

"Bürden sind nicht gleichmäßig verteilt"

Während der Verbrauch von Pkw von Jahr zu Jahr um fünf Prozent sinken soll, sind es bei den schweren, geländegängigen Fahrzeugen zunächst im Schnitt lediglich 3,5 Prozent. Anders könnten die Hersteller die typischen Eigenschaften von Pick-up-Trucks und Geländewagen nicht erhalten, begründete der Gesetzgeber die Ausnahme: eine hohe Zuladung und Anhängelast.

Zu den Kritikern dieser Regelung gehören die deutschen Autobauer Daimler und Volkswagen. "Die Bürden sind nicht gleichmäßig in der Branche verteilt worden", erklärte VW in einer Stellungnahme. Beide Hersteller verkaufen zum überwiegenden Teil Pkw. Dagegen gehören bei den US-Platzhirschen General Motors, Ford und Chrysler die massigen Spritschlucker zu den Verkaufsschlagern.

Fast so viele "Light Trucks" wie Pkw

Nach Daten des Marktforschers Autodata sind in den ersten sieben Monaten des Jahres beinahe so viele sogenannte Light Trucks in den Vereinigten Staaten verkauft worden wie Pkw: 4,0 Millionen zu 4,4 Millionen. Diese dürfen im Jahr 2025 noch 5,4 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen, bei Pkw sind es 3,8 Liter. Dabei handelt es sich um Durchschnittswerte, die von einzelnen Modellen deutlich übertroffen werden können.

Obama hatte seinen Plan bereits im Juli vergangenen Jahres vorgestellt, unterstützt von 13 Autofirmen, darunter auch BMW. Man nehme die Herausforderung an, hatte der bayerische Hersteller erklärt. Nun sind die neuen Standards in Kraft.

Vorgaben sollen Geldbeutel der Bürger schonen

Die Verbrauchsvorgaben sollen neben dem Umweltgedanken auch den Geldbeutel der Bürger schonen: Die Konsumenten würden durch die größere Effizienz ihrer Wagen insgesamt rund 1,7 Billionen Dollar (1,4 Bill. Euro) Spritkosten sparen, rechnete das Weiße Haus vor. Der Ausstoß klimaschädliche Treibhausgase solle um sechs Milliarden Tonnen sinken.

(APA/dpa)

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17 Kommentare

Natürlich ist ein Pickup/SUV die vernünftigere Wahl.

Bei einem potentiellen Zusammenstoß im von schweren SUVs (und Konsorten) durchsetzten US-amerikanischen Verkehrsgewühl sitzt man selbst natürlich auch lieber in einem großen und schweren US-Gefährt als in einem europäischen oder asiatischen "Klein-Wagen" ...

"protect your family"

Antworten Gast: Alternativer Grüner mit Mild-Hybrid-Antrieb
29.08.2012 22:48
0 1

Re: Natürlich ist ein Pickup/SUV die vernünftigere Wahl.

Wohl noch nie etwas vom Mercedes
der Baureihe 221 gehört?

Gast: Gast - Heinrich
29.08.2012 15:41
0 4

Verbrauch Anno 1936-38

Schon in den 30er Jahren gab es Dieselautomobile mit 3,5 l Verbrauch je 100 km

z.B. Mercedes 260 D
Citroen Rosalie 10 CV Diesel,...

Abgesehen von den damals geringen Motorleistungen -

Wo ist da der Fortschritt??

Freundschaft Genossen
Heinrich

Gast: Radio ÖVP
29.08.2012 14:13
1 1

Warum kostet der Liter Sprit in Louisiana nur 77 Cent?


Antworten Gast: 7645
29.08.2012 16:11
1 0

Re: Warum kostet der Liter Sprit in Louisiana nur 77 Cent?

Warum kostet er in Venezuela 0,01 Euro?

Antworten Antworten Gast: Tschetnik
29.08.2012 16:46
1 0

Re: Re: Warum kostet der Liter Sprit in Louisiana nur 77 Cent?

Warum kostet er in Österreich 1.80 Euro?

Antworten Antworten Antworten Gast: MCU
30.08.2012 09:10
0 0

Re: Re: Re: Warum kostet der Liter Sprit in Louisiana nur 77 Cent?

Weil der österr. Staat - wie alle anderen europäischen Staaten - den Hals nicht vollkriegt! Mehr als die Hälfte vom Spritpreis geht ja als Steuer (=Abzocke) in das Staatsbudget.

1 0

2025?

Ein Schritt in die richtige Richtung. Für den Europäischen Standard meiner Meinung nach immer noch zu viel wenn man bedenkt das man einen 140ps Golf schon mit 4l auf 100km bewegen kann. Bei entsprechender Fahrweise natürlich
:) Das Problem ist die übertrieben hohe Leistung mancher Pkw. In einer doku bezeichnete ein Ami einen 220ps Pkw als normal. Wenn ich daran denke dass viele Österreicher wahrscheinlich mit 90 bis 170 ps sehr zufrieden sind (je nach Gewicht des Wagens natürlich) kommt mir das etwas übertrieben vor. Ein familientaugliches Auto mit geschätzten 1,3 Tonnen Gewicht braucht nunmal keinen über 200ps starken V6 Motor. Vielleicht sind die Preise in den USA einfach zu niedrig... Ich weiß es nicht. Kann mir gut vorstellen dass man sich einfach einen stärkeren Motor nimmt wenn sich dieser preislich nicht deutlich vom schwächeren absetzt. Zudem sind die spritpreise verglichen mit Österreich oder anderen europäischen Staaten ein Witz.

Antworten Gast: 2 cents...
29.08.2012 14:20
0 1

Re: 2025?

So kann man das nicht sehen.
Die "PS" der Motoren werden in den USA anderes angegeben (SAE) als hier in Europa (DIN).
Bei uns wird die Leistung gemessen/angegeben, die der Motor an das Getriebe abgibt (inkl. aller sonstigen Verbraucher wie Lichtmaschine oder Auspuffanlage). In den USA wird jedoch direkt am Motor gemessen. Meistens auch mit optimierten Gemischen bzw. Tricks in der Berechnung.
Dadurch kann es leicht passieren, dass ein 70PS Golf (EU) in den USA mit 150PS angegeben werden würde.

Somit kann man leider die Aussage eines Amerikaners in Bezug auf die Leistung deren PKW nicht auf Europa umlegen.

just my 2 cents...

Gast: otto f.krammer
29.08.2012 09:23
1 1

Zukünftig wird der Treibstoffverbrauch an Sonnenkilowattstunden gemessen werden!

Da schneiden alle Biomassekraftstoffe sehr schlecht ab, denn über die Photosynthese gibts nur einen sehr schwachen Wirkungsgrad.

Gast: schwarzseher
29.08.2012 08:48
2 3

trucks

pick- up trucks u. geländewagen werden in den usa hauptsächlich zum arbeiten und ziehen von schweren trailer verwendet. etwas höherer verbrauch ist logisch.

0 1

Re: trucks

Ich war erst letztes Jahr in den USA. Dort habe ich einige Leute kennen gelernt,die diese Riesen spritfresser besitzen und Sie nicht für die gedachten Einsatzmöglichkeiten verwenden. Lediglich einer von ihnen nutzte seinen pick up Truck wofür dieser eigentlich konzipiert wurde. In Canada verhält es sich nach meinem Eindruck leider ähnlich.

Antworten Gast: jessasna11
29.08.2012 11:06
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Re: trucks

Nein.
Einfach rüberfahren und ansehen.
In 90% der Trucks wird in ihrer ganzen Lebensspanne nicht mehr als der übergwichtige Fahrer transportiert. Und als Zugmaschinen kommen noch weniger zum einsatz.

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Re: Re: trucks

Vollkommen richtig. Der Fuhrpark der ländlichen Amerikaner besteht zu 2/3 aus Pickups und großen SUVs, natürlich mit Benzinmotoren, denn Diesel wird in den USA nur für LKWs verwendet.
Das restliche Drittel sind normale Limousinen bzw. Kombis und die stellen auch schon die Untergrenze dar. Denn das ganze Kleinwagensegment fehlt vollständig, das findet man höchstens in den Großstädten.

Antworten Gast: 5674
29.08.2012 11:02
0 0

Re: trucks

Sind Sie dumm oder einfach nur uninformiert?

Antworten Antworten Gast: schwarzseher
29.08.2012 12:15
2 0

Re: Re: trucks

danke. aufgrund der geringen besteuerung von kraftstoff in den usa vollkommen verständlich das kaufverhalten der menschen. ein v8 fahrer mit genuß und guten gewissen.

1 1

Re: trucks

"Nach Daten des Marktforschers Autodata sind in den ersten sieben Monaten des Jahres beinahe so viele sogenannte Light Trucks in den Vereinigten Staaten verkauft worden wie Pkw: 4,0 Millionen zu 4,4 Millionen." ich wusste gar nicht, dass es in den USA Millionen von Trailer gibt...aber Scherz beiseite betrachtet man die Zulassungszahlen, ist das eine schwache Ausrede. Zumal die amerikanische Mama ihre Kinder natürlich im spritsaufenden SUV in die Schule bringt. Nicht umsonst rührt da die Tatsache her, das der Amerikaner durchschnittlich mehr als doppelt so viel Energie verbraucht wie ein Europäer...