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Nächster Anlauf zu neuem Klimavertrag

29.08.2012 | 11:26 |   (DiePresse.com)

In Bangkok will die UN-Klimakonferenz wichtige Details klären, um den nächsten Klimagipfel Ende des Jahre in Doha zum Erfolg zu bringen.

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Ein neuer Klimaschutzvertrag soll diese und nächste Woche in Bangkok Gestalt annehmen. Regierungsvertreter aus mehreren Dutzend Ländern wollen bei der einwöchigen UN-Klimakonferenz Verhandlungstexte für den Klimagipfel Ende des Jahres in Doha (Katar) vorbereiten. Es geht beispielsweise darum, gemeinsame Definitionen für Emissionsprognosen zu finden oder zu klären, wie genau Regenwaldnationen für den Schutz von Wäldern bezahlt werden sollen.

"Konkrete Ziele zur Verbesserung des Klimaschutzes sind in Bangkok nicht zu erwarten", sagte der Teamleiter für Internationale Klimapolitik bei der Organisation Germanwatch, Sven Harmeling. "Die Klärung der Detailfragen sind aber wichtige Puzzlesteine, ohne die man bei dem Ministertreffen in Doha nicht weiterkommt." Österreich ist in Bangkok durch eine Delegation des Umweltministeriums vertreten.

Die inhaltliche Basis der Verhandlungen bilden die Ergebnisse der Klimakonferenz von Durban im vergangenen Dezember. Dem dort vereinbarten Zeitplan zufolge soll bis zum Jahr 2015 ein neues internationales Klimaschutzabkommen verhandelt sein und im Jahr 2020 in Kraft treten. EU und andere Industriestaaten haben im Gegenzug ihre grundsätzliche Zusage zu einer zweiten Verpflichtungsperiode unter dem Kyoto-Protokoll erteilt. Offen sind aber noch die Länge dieser Periode und der jeweilige Umfang der nationalen Verpflichtungen.

Doha ist die nächste Hoffnung

In Doha soll eine neue Phase des Kyoto-Protokolls verabschiedet werden. Die erste Periode, in der sich Industrieländer verpflichteten, die Treibhausgase um fünf Prozent unter das Niveau von 1990 zu reduzieren, läuft Ende 2012 aus. Bei Kyoto II geht es um neue Ziele zur weiteren Reduzierung von klimaschädlichem CO2. Die größten Klimasünder USA und China sind aber beim Kyoto-Prozess nicht dabei.

Die Umweltstiftung WWF forderte die Verhandler deshalb auf, auch Grundlagen für einen für alle Länder verbindlichen Weltklimavertrag zu schaffen, der 2015 verabschiedet werden soll. "Die Teilnehmer müssen sich einigen, dass die Emissionen so früh wie möglich ihren Höhepunkt erreichen, idealerweise 2015, und dann sinken", heißt es in einem Positionspapier. Sonst sei es unmöglich, die Erwärmung wie versprochen unter zwei Grad über dem Niveau vor der Industrialisierung zu halten.

(APA/dpa)

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