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Mit "Genmais" gefütterte Ratten sterben früher

19.09.2012 | 16:39 |   (DiePresse.com)

Der Versuch französischer Forscher sorgt für eine Debatte um die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen in der EU. Ratten, die nur gentechnisch verändertem Mais zu essen bekamen, erkrankten häufiger an Krebs.

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Eine Untersuchung über die Folgen von gentechnisch verändertem Mais auf Ratten hat eine Diskussion über die Zulassung von Genpflanzen in der EU ausgelöst. Einer am Mittwoch veröffentlichten Studie französischer Forscher zufolge sterben mit Genmais gefütterte Ratten jünger und erkranken deutlich häufiger an Krebs als Tiere, die herkömmliche Nahrung erhalten. Die EU-Kommission kündigte an, Konsequenzen zu prüfen.

Der Verfasser der in der Fachzeitschrift "Food and Chemical Toxicology" veröffentlichten Studie, Gilles-Eric Seralini von der Universität Caen, nannte seine Forschungsergebnisse "alarmierend". Die Arbeitsgruppe des Experten für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in Nahrungsmitteln beobachteten 200 Ratten über einen Zeitraum von zwei Jahren.

Eine Gruppe von Nagern wurde mit unbehandeltem Genmais der Sorte NK603 gefüttert. Der Mais des US-Agrar-Riesen Monsanto ist in der EU nicht zum Anbau, jedoch zur Verwendung in Tierfutter und Lebensmitteln zugelassen. Eine zweite Tiergruppe erhielt NK603-Mais, der zuvor mit dem Pestizid Roundup behandelt wurde. Eine dritte Gruppe erhielt herkömmlichen Mais, der ebenfalls mit Roundup besprüht wurde.

Das Ergebnis der Studie: Die mit Genmais gefütterten Ratten starben deutlich früher. 17 Monate nach Beginn der Untersuchung seien von den mit Genmais gefütterten Ratten fünfmal mehr Tiere tot gewesen als in der Vergleichsgruppe. Die meisten Weibchen erkrankten der Studie zufolge an Brustkrebs, die Männchen häufig an Haut- oder Nierentumoren.

EU testet nur bis zu drei Monat

"Diese Ergebnisse beweisen, dass Gentechnik-Pflanzen toxisch sein können", warnte die Gentechnik-Expertin Mute Schimpf von der Umweltorganisation Friends of the Earth Europe. Die EU-Kommission müsse angesichts der "alarmierenden Gesundheitsgefahr" die Kriterien für die Risikobewertung von Genpflanzen erneuern.

Während die französischen Forscher nun die langfristigen Folgen von Genmais untersuchten, werden gentechnisch veränderte Pflanzen bisher in der Regel lediglich über einen Zeitraum von bis zu drei Monaten auf ihre gesundheitlichen Auswirkungen getestet, wie ein Sprecher der EU-Kommission sagte. Die Brüsseler Institution beauftragte nun die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) damit, die Ergebnisse der neuen Studie zu prüfen. Wenn diese neue wissenschaftliche Erkenntnisse erbringe, werde die EU-Kommission Konsequenzen ziehen, sagte der Sprecher.

Gen-Mais und -Kartoffel zugelassen

Die liberale französische Europaabgeordnete Corine Lepage forderte die Kommission auf, in einem ersten Schritt die Zulassung der in der Untersuchung eingesetzten Maissorte NK603 auszusetzen. Zudem müssten die Auswirkungen anderer erlaubter Genpflanzen ebenfalls in Untersuchungen über einen Zeitraum von zwei Jahren geprüft werden.

In der Europäischen Union sind der Genmais MON810 von Monsanto und die Kartoffel Amflora des deutschen Unternehmens BASF für den Anbau zugelassen. Weitere Genpflanzen sind zur Verarbeitung in Futter- und Lebensmitteln erlaubt.

Der französische Grünen-EU-Abgeordnete Jose Bove rief die EU-Kommission auf, die Zulassungen von MON810 und Amflora aufzuheben und den Import von gentechnisch verändertem Mais und Soja zu stoppen. "Diese Studie zeigt endlich, dass der ganze Prozess für die Bewertung von GVO dringend überprüft werden muss", erklärte Bové.

(APA)

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36 Kommentare
 
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Gast: nuckythompson
20.09.2012 14:04
1 0

Hier wird die Studie ordentlich zerpflückt:

http://www.newscientist.com/article/dn22287-study-linking-gm-crops-and-cancer-questioned.html

Was soll man schon erwarten, wenn Molekularbiologen Toxikologie betreiben?

Antworten Gast: hesek7
20.09.2012 15:25
0 0

Re: Hier wird die Studie ordentlich zerpflückt:

was glauben Sie, wer Interesse daran hat, die Studie zu zerpflücken? Dreimal dürfen Sie raten.

Antworten Antworten Gast: nuckythompson
20.09.2012 18:56
0 0

Re: Re: Hier wird die Studie ordentlich zerpflückt:

Stimmt, "Statistik" ist ja schließlich eine PR-Strategie die von der Gentechmafia erfunden wurde, um ehrliche Wissenschaftler zu diskreditieren.

Gast: nina blum
20.09.2012 12:36
1 0

Ich mag keinen Genmais. Den bekommen meine Anterl nicht!

Meine Anterl bekommen Semmerl und Brot!
Und wenn Mais, dann den Biomais!
Meine Anterl sollen nämlichnoch lange vor meiner Terrasse im Biotop herumquaken.
Die sind so lieb, wenn sie so dahinwatscheln.
Herzig!

Endlich

Endlich dürfte auch in den EU-Gremien die Vernunft wieder einziehen.....

Was ich immer sage

keine Tierversuche...nehmt Grüne.

Gast: Hesek 7
20.09.2012 10:51
4 0

Stop Gentechnik und sofortiges Verbot von gentechn. veränderten Futtermitteln notwendig!

Es gibt kaum unabhängige STudien zu den Auswirkungen von Gentechnik. Es gibt praktisch fast ausschließlich von den Gentechnikfirmen finanzierte Studien!

Arpad Pusztai (ein unabhängiger Forscher) hat Versuche mit Mäusen gemacht und herausgefunden, dass mit gentechnisch veränderten Kartoffeln gefütterte Mäuse Organschäden bekamen. Er wurde daraufhin nach 35 Jahren von der Uni hinausgeschmissen und er wurde praktisch ruiniert! Hier der Trailer zum Film "Gekaufte Wahrheit":
http://www.youtube.com/watch?v=GAsyssy4XR0

http://film.fluter.de/de/411/kino/9228/


Gast: Gen Mensch :))
20.09.2012 08:58
2 0

Was ist bitte Gen - Mais (dieser Ausdruck ist FALSCH)

Hat ein gewöhnlicher Mais dann keine Gene !? Besitzt ein normaler Mais wie wir in kennen dann anscheinend keine DNA und kein Erbmaterial.... die Presse sollte lernen richtige Ausdrücke zu verwenden und statt Gen-Mais Gentechnisch veränderter Mais schreiben..... wäre besser, sonst kennt sich ja keiner aus mit diesen falschen Begriffen..... ;)

0 0

-> "EU testet nur bis zu drei Monat"

von wegen richtige Ausdrücke.

Gast: Oesterreicher1
20.09.2012 08:12
1 0

Reproduzierbarkeit

Wenn der Ersteller der Studie selbst das als Beweis bezeichnet, ist das wiederum ein Beweis für das Ignorieren der wissenschaftlichen Standards. Eine Studie ist ein guter Anfang, muss jedoch - auch von anderen - reproduzierbar sein. Erst danach kann von einem Beweis gesprochen werden.

lasst´s bloß den Hopfen und die Reben in Ruh

damit ich mich g´sund in den Tod saufen kann...

Gast: Hans Berger
20.09.2012 00:59
1 1

Der Studienautor Gilles-Eric Seralini wird von Greenpeace bezahlt

Laut Wikipedia, ohnehin links-öko-lastig, ist Gilles-Eric Seralini in der Vergangenheit durch nicht nachvollziehbare Studienergebnisse und durch seine Arbeit für Greenpeace aufgefallen.

Ein Schelm der schlimmes dabei denkt!

Das erinnert an die "Handystrahlen-Studie", welche ebenfalls gefälscht wurde.

Antworten Gast: Balta
20.09.2012 09:10
1 0

Re: Der Studienautor Gilles-Eric Seralini wird von Greenpeace bezahlt

Lieber im Zweifelsfall ein bisserl links-öko-lastig als tot.

Wer hat diese Studie

in Auftrag gegeben und bezahlt?Greenpeace?

Jede bezahlte Studie bringt das erwünschte Ergebnis mit etwas Ratten-Gift zusätzlich in einer bestimmten Versuchsreihe.

Glaube keiner Studie,die man nicht selbst manipuliert hat!

Re: Wer hat diese Studie

nur ka Panik
wir schaffen´s schon, daß´ma uns selbst ausrotten.....

Re: Re: Wer hat diese Studie

Man kann auch gezielt verschimmelten Gen-Mais nehmen und die Ratten sterben auch früher aber durch die Mykotoxine und nicht durch die neuen Gene.

Außerdem gibt es bei Laborratten enge Inzuchtlinien,wobei fast jede 2 Ratte Krebsgeschwüre im Unterhautgewebe aufweist,unabhängig von der Fütterung usw.

Das GANZE ist wieder nur ein lächerliches Anti-Gentechnik-Kaspale-Theater der Grünen und ihrer diversen Sekten.

1 0

Re: Re: Re: Wer hat diese Studie

Na denn fressens halt ihre Gentechnisch veränderten Round-Up Planzen.

Können sie wenigstens Versuchskaninchen spielen und es trifft keine unschuldigen Kaninchen.

Gast: pferdeschwanz
20.09.2012 00:57
3 0

3 monate

in dieser zeit werden die "langzeitfolgen" von gentechnisch veränderten lebensmittel an tieren getestet - und dann als unbedenklich der lebensmittel-industrie zur verwertung freigegeben.
jedes jahr erkranken ca. 38.000 österreicher an krebs, 19.500 sterben jährlich an den folgen der behandlung - (http://www.statistik.at/web_de/statistiken/gesundheit/krebserkrankungen/)
und es gibt kein umdenken weder in der bevölkerung noch in der politik -
das stimmt nachdenklich!!

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doch seltsam

wie wenige studien es auf diesem gebiet gibt. Fruehere arbeiten des autors wurden weltweit von staatlichen behehoerden aufgrund methodik und mangelnfem theoretischen unterbau abgelehnt. Entsprechende veterinaeraetztliche statistiken muesste es massenweise geben... wielange sind zb schweine in der mast, sterben die auch fuenfmal so haeufig und vor allem, was ist der biochemische unterschied fuer den fleischkonsumenten- mal sehen.

Re: doch seltsam

warum wohl hat die Lebensmittelindustrie im Jahr 2000 ca. € 1 Milliarde für´s Lobbying in der EU "gespendet"
weil alles paletti is?
lol

Gast: iona
19.09.2012 21:58
5 1

von den mit Genmais gefütterten Ratten fünfmal mehr Tiere tot gewesen als in der Vergleichsgruppe


fünfmal mehr Tiere tot

da sind die mit round up getöteten gar nicht mitgerechnet.

wenn das stimmt gehört die ganze EU kommission ins gefängnis. die sind eine gefahr für alle europäer.

Gast: Monsanto-Kritiker
19.09.2012 21:46
1 0

Hier Bilder zu diesem Artikel:

http://www.naturalnews.com/037249_GMO_study_cancer_tumors_organ_damage.html

Vielen Dank für die Veröffentlichung an den Zensor der Presse.

Danke :)

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War ja voraussehbar!!

Das sind alles Verbrecher!!!

Schade...

... habe 3-4 verschiedene Artikel (inkl. Bilder) und Link zu einem Video gepostet...

Wurde alles zensuriert.

Schade um "Die <freie> Presse"

Bitte nicht zensurieren, wenn das Thema überlebenswichtig ist.
Auch wenn ich praktisch nur Informationen übernommen habe.

PS: Die Monsanto-Aktie ist heute gestiegen :(

Danke :)

http://www.naturalnews.com/037249_GMO_study_cancer_tumors_organ_damage.html

Gast: Balta
19.09.2012 21:30
1 0

Überhebliche "Wissenschafter"

Die ganze Angelegenheit mit diesem hilflosen Herumgepfusche an unverstandenen Mechanismen ist ein Paradebeipiel für die Geilheit wirtschaftsnaher "Forscher". Dieses "Spiel" sollte - wenn überhaupt - von seriösen Grundlagenforschern ohne wirtschaftliche Verwertungsgedanken und dafür mit hohem ethischen Anspruch verfolgt werden...Vielleicht kommt dann in einigen Jahrzehnten/Jahrhunderten etwas Intelligentes heraus...oder eben auch nicht

Gast: Zensuritis
19.09.2012 21:23
4 0

Presse-Zensor

Grüezi aus der Schweiz,
eben sind drei Kommentare gelöscht worden --- die alle Monsanto und den Genmais schärfstens aufs Korn nehmen...
Schade.... um "Die freie Presse"

 
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