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Deutsche Regierung gegen Kaufprämien für Elektroautos

01.10.2012 | 07:53 |   (DiePresse.com)

Der Markt und der Wettbewerb seien die besten Treiber für Innovationen, sagt der Wirtschaftsminister. Auch ohne Kaufanreize werde Deutschland führend sein.

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Vor einem Spitzentreffen der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Vertretern der Wirtschaft zur Elektromobilität hat der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) staatliche Kaufanreize für Elektrofahrzeuge abgelehnt. "Markt und Wettbewerb sind die besten Treiber für Innovationen. Kaufprämien oder eine staatliche Förderung der Ladeinfrastruktur kommen deshalb nicht in Betracht", sagte er der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

Rösler zeigte sich überzeugt, dass Deutschland dank seiner Innovationsfähigkeit auch ohne finanzielle Kaufanreize bei der Elektromobilität eine führende Rolle spielen werde. "Das wird zwar ein technologischer Kraftakt, bei dem wir noch am Anfang stehen. Es gibt aber keinen Grund zum Wehklagen." Die deutsche Bundesregierung helfe weiter bei der Entwicklung der Elektroautos mit Forschungsgeldern und wolle Elektroautos steuerlich besserstellen. Geprüft werden soll laut Rösler, "inwieweit wir Elektrofahrzeugen Vorteile im Verkehrsrecht einräumen, etwa bei der Nutzung von Sonderspuren."

Eine Million Elektroautos bis 2020?

Auch sein Kabinettskollege, Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), lehnt solche staatlichen Anreize entschieden ab.Ramsauer sagte der "Bild"-Zeitung: "Mit mir wird es in Deutschland solche Kaufprämien nicht geben. Dort, wo man sie eingeführt hat - wie in den USA oder Frankreich - hat sie nichts gebracht." Er sieht stattdessen die Autoindustrie am Zug: "Das Produkt muss aus sich heraus überzeugen. Ein Elektroauto wird doch nicht gekauft, weil der Staat noch Geld hinterher wirft."

Hintergrund der Debatte ist, dass das gemeinsame Ziel von Industrie und Regierung, bis 2020 in Deutschland eine Million Elektroautos auf die Straße zu bringen, immer ehrgeiziger erscheint. Zum Jahresanfang waren in Deutschland bei 43 Millionen Pkw nur rund 4.500 Elektroautos zugelassen.

(APA/dpa)

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3 Kommentare
Gast: whoCares
01.10.2012 13:16
4 0

sollte nicht Europa "(Benzin) autofrei" werden?

. . . nope, da wird die riesige Industrie noch gefördert, anstatt eine Stadt mit der Infrastruktur für Elektrofahrzeuge einer Gemeinde auszustatten, damit Menschen und die Industrie den Fortschritt einmal testen könnten.
So sollte eine umfassende Planung der Öffis vorausgehen, damit jeder Bewohner jeden Punkt der Gemeinde auch erreichen kann.

Gast: HenningR
01.10.2012 10:48
1 0

Klar ist das ja wohl,

dnn gefördert wird nur das wo auch ein nutzen rausgezogen wird. An der Mineralölsteuer verdient man eben mehr. Ganz schlimm wäre es wenn die E-Fahrzeuge mit eigenen Solarpanels geladen würden. Dann wird es wohl bald noch eine qm - Steuer auf die Panels geben.

Gast: otto f.krammer
01.10.2012 08:52
1 0

Hätte die Politik nicht diese Fehler schon gemacht,..

wie diese Vefrschrottungsprämie für betriebsfähige Fahrzeuge und wäre damals dieses Geld für die Entwicklung der wichtigen Lithiumakkumulatoren ausgegeben worden, wären wir jetzt schom um viele Jahre voraus.
So aber müssen diese Akkubatterien aus Choina importiert werden, welche bereits vor 15 Jahren mit dieser Erfindung damit begonnen haben.
So aber kann jetzt garkein europäisches E-Fahrzeug in EUropagebaut werden, weil die Akkus ausländisch sind.
Sogar der Wissensstand hinkt in Europa gewaltig hinter dieser Entwicklung nach, wie ein Artikel in der Kronenzeitung beweist:
http://www.krone.at/Auto-Motorrad/Experten_sehen_reinen_E-Antrieb_schon_im_Rueckzug-Ladehemmung-Story-335811
Die Krone-Redakteure wissen garnicht was da schon wirklich los ist!