Laos beginnt mit Staudamm-Bau - Nachbarländer dagegen

Für viele Umweltschützer ein schwerer Schlag. Denn der Damm könnte katastrophale Folgen für die Bewohner entlang des Mekongs haben.

Die Baustelle ist einsatzbereit: Der Bau des Staudamms in Laos soll noch diese Woche beginnen.
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Die Baustelle ist einsatzbereit: Der Bau des Staudamms in Laos soll noch diese Woche beginnen.
Die Baustelle ist einsatzbereit: Der Bau des Staudamms in Laos soll noch diese Woche beginnen. – (c) EPA (STR)

Trotz Bedenken der Nachbarländer wegen der Folgen für die Umwelt soll in Laos diese Woche der Bau eines milliardenteuren Staudamms am Mekong beginnen. Nach zweijähriger Vorbereitung werde es am Mittwoch eine Zeremonie zur Grundsteinlegung geben, danach könnten die Arbeiten beginnen, sagte Vize-Energieminister Viraphonh Viravong am Montag der Nachrichtenagentur Agence France Press (AFP). Wegen Sorgen über mögliche Umweltfolgen des Projekts waren die Arbeiten 18 Monate lang ausgesetzt worden.

Die Vorarbeiten zu dem rund 800 Meter langen Damm rund 150 Kilometer Luftlinie nordwestlich von Vientiane laufen seit Monaten. Hunderte Dorfbewohner wurden schon umgesiedelt.

Streit zwischen Mekong-Anrainerstaaten

Das umgerechnet rund 2,3 Milliarden Euro teure Projekt in Xayaburi, das von dem thailändischen Unternehmen "CH Karnchang" umgesetzt werden soll, hatte für Streit zwischen den Mekong-Anrainerstaaten Laos, Vietnam, Kambodscha und Thailand gesorgt. Der Mekong hat für die Länder eine zentrale Bedeutung bei der Bewässerung und für den Fischfang. Laut Viraphonh wurden mittlerweile Änderungen an den Bauplänen vorgenommen, um den Bedenken der Nachbarländer Rechnung zu tragen. Wenn diese ihre Kritik trotzdem aufrechterhielten, ändere das aber nichts an dem Plan, den Bau bis Ende 2019 zu vollenden, sagte der Vize-Minister.

Das Wasserkraftwerk von Xayaburi soll 1260 Megawatt Strom erzeugen. Das kommunistische Laos, eines der unterentwickeltsten Länder der Welt, hofft, dass es durch den Bau zur "Batterie Südostasiens" wird. Den erzeugten Strom will es seinen reicheren Nachbarn zum Kauf anbieten. Umweltschützer sagen katastrophale Folgen für die rund 60 Millionen Anwohner des Mekong voraus.

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(c) EPA/THE NETWORK OF THAI PEOPLE HANDOUT

(APA/AFP)

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