Prag will verstärkt auf Atomstrom setzen

08.11.2012 | 22:07 |   (DiePresse.com)

Der Atomstromanteil soll von derzeit 30 Prozent auf bis zu 55 Prozent gesteigert werden. Dazu ist der Ausbau von Akws wie Temelin und Dukovany geplant.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Die tschechische Regierung will den Atomstromanteil bis etwa 2040 von derzeit 30 Prozent auf bis zu 55 Prozent steigern. Der rechtsgerichtete Regierungschef Petr Necas sagte Reportern am Donnerstag in Prag, im Gegenzug solle der Anteil der Kohle an der Stromgewinnunng beträchtlich verringert werden. In diesem Zusammenhang sei auch der Bau zweier neuer Reaktoren im Atomkraftwerk Temelin geplant. Im Akw Dukovany sollen demnach vier Reaktoren nachgerüstet und ein fünfter neu gebaut werden.

Temelin liegt nur rund 60 Kilometer von der tschechisch-österreichischen Grenze entfernt. Österreich, das der Atomenergie 1978 abschwor, sieht in der Anlage ein Sicherheitsrisiko. Auch deutsche Atomkraft-Gegner kritisieren das Projekt. In den vergangenen Jahren gab es in Temelin immer wieder Pannen. Auch das Atomkraftwerk Dukovany gilt als unsicher. Die beiden Akws werden vom tschechischen Energieriesen CEZ betrieben, der zu zwei Dritteln staatlich ist.

(APA/AFP)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

15 Kommentare

wahlfreiheit

super!!!
sehr schön zu hören dass sich noch wer traut vernünftige lösungen der energiefrage zu treffen anstatt ineffiziente löseunegn mit horrenden mitteln zu unterstützen die auf ewig ohne staatliche förderung sich nie rentieren werden

bei uns fehlt das recht des verbrauchers dezidiert von seinem versorgen atomstrom zu verlangen. immer ist von selbstbestimung und wahlfreiheit zu hören aber in diesem bereich werden wir bevormundet.
ich will atomstzrom und würde ihne auch gerne kaufen.
aber sowas darf man ja fast nicht sagen in diesem land

Das lustige ist...

die ganzen GrünInnen können jetzt wieder Kopf stehen und mit den Füßen wachteln. Es wird einfach nix nützen.

Habs ja vergessen. Für die GrünInnen kommt der Strom ja aus der Steckdose.

Wenn der Staat die Steuern senken würde ...

... könnte sich vielleicht so mancher eine eigene Photovoltarikanlage aufs Dach schrauben, oder man nimmt sich einen "günstigen Kredit" auf, aber wie gleicht der Staat dann die Einnahmensverluste aus??
Ein elendiger "Rattenschwanz"

Auf jeden Fall muss man bei der Kernenergie keine Mittel aus dem Steuertopf nachschiessen ..

.. Das Thema hatten wir doch erdt bei Wien Energie.

Entweder wir senken den Vernbauch, oder wir stellen noch ein paar grausige Windräder in die Landschaft bzw. produzieren diese schönen Photovoltarikanlagen.
Ist echt gut für die Natur, zwar wächst darunter kein Gras mehr und die Vögel haben irrsinnige Freude mit den Probellern, aber janu, was tut man nicht alles für die Umwelt.

Re: Auf jeden Fall muss man bei der Kernenergie keine Mittel aus dem Steuertopf nachschiessen ..

Mittlerweile weiß das jetzt schon fast jeder!
Atomstrom wäre ohne Subventionen nicht rentabel, also was soll der Schwachsinn was sie da schreiben.

Aber wenn sie so ein Problem mit Nachhaltigkeit haben, dann kann ich meine alten Autobatterien bei Ihnen auf Grundstück schmeißen!

Re: Re: Auf jeden Fall muss man bei der Kernenergie keine Mittel aus dem Steuertopf nachschiessen ..

"Atomstrom wäre ohne Subventionen nicht rentabel, also was soll der Schwachsinn was sie da schreiben."

Die Subvention für Ökostrom beträgt in D ein Dreifaches des A-Stroms, zusätzlich wird sich der Preis bereits diesen Winter um 25% erhöhen.

Ausserdem kommt AT ohne Zukauf von A-Strom im Winter gar nicht über die Runden.

Haben Sie Ihre Zahlen aus den Gebetbüchern der Glawutschnig oder Vaseline?


Re: Re: Auf jeden Fall muss man bei der Kernenergie keine Mittel aus dem Steuertopf nachschiessen ..

Autobatterie aufs Grundstück ist also ihr Gegenargument. Ist das jetzt die offizielle Sektenposition zu diesem Thema oder ihre eigene Meinung?

Diesen religiös anmutenden PV- und Windkraftwahn haben wir hoffentlich bald überwunden und können Atomkraft durch sinnvolle Energieerzeugungskonzepte ersetzen. Bis dahin heißts Atome spalten oder fossile Energieträger verheizen - ich bevorzuge ersteres!

Die können wenigstens in 10 Jahren ihre Stromrechnung noch zahlen


vernuenftig

ein land ohne kernenergie hysterie, na wenigstens ein paar realistisch denkene gibts dann doch noch.

Re: vernuenftig

Kernenergie ist der Sargnagel für die Zukunft!

Re: Re: vernuenftig

Spiel weiter an Dir selber rum

Vernuenftig...

Wenigstens gibt es noch ein paar Laender in Europa, in denen noch vernuenftig gehandelt wird und zur Sicherstellung der Energieversorgung KERNkraftwerkskapazitaeten ausgebaut werden.

Damit koennen zwar nicht die Uranemissionen der Laender, in denen Kohlekraftwerke die stillgelegten Nuklearkraftwerke ersetzen, kompensiert werden. Aber immerhin wird damit der CO2-Ausstoss massiv verringert.


Re: Vernuenftig...

Ja und der Atommüll und die Kontaminierung der Umgebung gibt dann den nachfolgenden Generationen hunderte von Jahren eine schöne Beschäftigung auf!

Vernunft sieht anders aus, auf die Politik kann man sich nicht verlassen, daher sparsam mit Energie umgehen und Vorbildwirkung haben!

Re: Vernuenftig...

also entweder verstehe ich die Ironie hier nicht ganz oder…

Re: Re: Vernuenftig...

Ich glaube der (unmündige) Bürger weiß da selber nicht wirklich was er da zusammenschreibt, ist ja wirklich traurig!

Wetter

  • Aktuelle Werte von
    12:00
    Wien
    21°
    Steiermark
    19°
    Oberösterreich
    19°
    Tirol
    24°
    Salzburg
    26°
    Burgenland
    21°
    Kärnten
    19°
    Vorarlberg
    19°
    Niederösterreich
    24°

Jetzt Panorama-Newsletter abonnieren

Der tägliche Überblick mit den wichtigsten Meldungen zu den Themen Chronik, Wien und Umwelt. Kostenlos.

Newsletter bestellen

Code schwer lesbar? » Neu laden

AnmeldenAnmelden