Klimawandel: Das ignorierte Problem

30.11.2012 | 18:30 |  MARTIN KUGLER (Die Presse)

Die Ambitionen der Weltpolitik stehen in krassem Widerspruch zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Folgen des Klimawandels sind beobachtbar, und sie sind stärker als bisher erwartet.

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Doha/Wien. Zur Halbzeit der laufenden UN-Klimakonferenz in Doha stehen die Verhandlungen dort, wo sie sich seit Jahren befinden: Es herrscht absoluter Stillstand. Die Interessen der Staaten liegen unverändert weit auseinander: Schwellenländer wie Indien oder Brasilien beschuldigen die Industriestaaten, ihre Anstrengungen nicht zu verstärken. Diese wehren sich und rufen die anderen Länder auf mitzuziehen. Außer der EU will sich niemand auf verpflichtende CO2-Reduktionsziele einlassen – aus Angst, das Wirtschaftswachstum zu gefährden. Dazu kommt, dass die boomende Erschließung von Schiefergas und -öl den Zeitdruck bei der Suche nach alternativen Energieträgern nimmt.

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Dieser Stillstand der globalen Klimapolitik steht in krassem Widerspruch zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die rund um die Konferenz veröffentlicht wurden. Diese sprechen eine klare Sprache: Die Folgen des Klimawandels sind beobachtbar, und sie sind stärker als bisher erwartet.

Der Ausstoß von Treibhausgasen steigt weiter – im Vorjahr um drei Prozent. Die CO2-Konzentration liegt aktuell bei 390,9ppm (Milligramm pro Kilogramm Luft) – vor Beginn der industriellen Revolution waren es 280ppm. Gestiegen sind auch die Mengen anderer Klimagase: Die Lachgaskonzentration ist um ein Fünftel höher, die von Methan hat sich sogar mehr als verdoppelt.

 

Eis schmilzt, Meere steigen

Wegen des Treibhauseffekts – die Wärmeabstrahlung von der Erde in den Weltraum wird durch die Klimagase abgeblockt – hat sich die Welt seither um 0,8 Grad erwärmt. Der Meeresspiegel ist – regional unterschiedlich – um 17 bis 22 Zentimeter gestiegen. Der weitere Anstieg hat sich zuletzt auf 3,2 Millimeter pro Jahr fast verdoppelt.

Mit ein Grund dafür ist, dass nun, wie berichtet, ein alter Streit unter Klimaforschern entschieden scheint: Die Gletscher auf Grönland und der Antarktis verlieren über das Jahr gesehen an Masse. Die Erwärmung führt auch zu einer Verschiebung der Vegetationszonen. So wurde etwa gezeigt, dass die Baumgrenze im Ural um 100 Meter angestiegen ist.

Übereinstimmend sprechen die Studien davon, dass Zahl und Dauer von Dürreperioden in den letzten Jahrzehnten stärker gestiegen sind, als gemäß den Prognosen zu erwarten war. Gleiches gilt für die Übersäuerung des Meerwassers (durch das gelöste CO2).

Seit dem letzten Bericht des UN-Weltklimarates IPCC sind nun schon fünf Jahre vergangen – die nächste Ausgabe ist für die Jahre 2013 und 2014 angekündigt. Seither hat sich das Wissen in vielen Bereichen stark erweitert. So weiß man heute, dass der Meeresspiegel nicht gleichmäßig steigt, sondern dass die Steigerung in den Tropen stärker ausfällt als in höheren Breitengraden.

Auch die Prognosemodelle haben Fortschritte gemacht, sie ermöglichen genauere Aussagen, auch über regionale Veränderungen. Die Erwärmung wird demnach in allen Teilen der Erde weitergehen – ohne zusätzliche CO2-senkende Maßnahmen kann in den Augen der meisten Klimaforscher die Erwärmung nicht bei zwei Grad begrenzt werden. Die Zahl der Hitzetage wird steigen, jene von Frosttagen sinken.

Trockener wird es laut den Modellen in Südeuropa, Afrika und großen Teilen Nordamerikas, feuchter wird die Witterung hingegen in Nordeuropa, Sibirien und in Monsungebieten. Das hat Auswirkungen auf die Wasserführung von Flüssen und auf die landwirtschaftlichen Erträge. Sehr unsicher sind die Vorhersagen hingegen für Stürme und Hurrikans.

 

Stagnation auf hohem Niveau

Allerdings gibt es in der Klimaforschung noch eine Reihe von Wissenslücken. Und diese werden von den Wissenschaftlern nicht verschwiegen: Unklar ist etwa die Rolle von Wolken – je nach Höhe und Zusammensetzung können sie einen wärmenden oder kühlenden Effekt haben. Auch der Einfluss anderer Faktoren auf das Klima, etwa der Sonne oder von Meeresströmungen, ist umstritten. Und weiterhin ist nicht restlos geklärt, warum die Erwärmung in den letzten zehn Jahren Pause gemacht hat – freilich auf sehr hohem Niveau: 13der wärmsten Jahre seit Beginn exakter Messungen (Mitte des 19.Jahrhunderts) wurden in den vergangenen 15 Jahren verzeichnet.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.12.2012)

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189 Kommentare
 
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Wir brauchen endlich eine Bildungsreform!

Eine Bildungsreform, die SchülerInnen zu kritikfähigen Menschen mit Bewusstsein für deren Mitmenschen und die Umwelt erzieht ist dringend notwendig.

Denn die meisten haben nicht nur das Gefühl für die Umwelt und Natur verloren, sondern auch das Verantowrtungsbewusssein für unsere Kinder und Enkelkinder.

http://www.amazon.de/Ich-habe-es-nicht-gewusst/dp/3711000215/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1354541880&sr=8-3
Ein empfehlenswertes Buch

Wenn ich den Schweinsbraten in die Röhre schiebe, dann wird es auch unglaublich warm!

Aber nur so wird der gute Schweinsbraten und den brauche ich für die Jause unter Woche.
Würde es auf der Erde wärmer, dann brauch ich weniger Hitze geben und das hilft dann dem Klima,oder?
Wie beim Heizen, da bedeutet ja Klimaerwärmung auch weniger CO2 und damit Abkühlung.
Als Beweis schaut mal aus dem Fenster!
Alle heizen und es wird kälter!
Kapiert jeder Depp nur nicht die Klimaapostel.

wie schön wäre die Welt ohne solch (Klima)Apostel

doch, und wie viel billiger könnten viele Bevölkerungen dieses Planeten dadurch leben, gäbe es keine erfundenen Zertifikate an denen wiederrum nur wenige bestens verdienen ?!

aber auch wenn das ein Schwindel ist

man sollte trotzdem die Erde nicht unnötig verschmutzen und Trinkwasser vergiften und so Zeugs gelll...

ned das dann jetz jeder nur mehr sagt ehwurscht und der Sondermüll kommt in den Restmüll usw..

Wir müssen uns nicht unbedingt sofort ausrotten, oder unser genmaterial so beschädigen dasma in 200 Jahren noch bescheuerter sind als heute :)

Und man nimmt sich auch nicht mehr als man braucht.
Und kaufts euch ned dauernd neue Autos, Gwand, Möbel und lauter so klumpat...
des verursacht alles Dreck, und fördert sinnlose Wirtschaftszweige und verhindert sinnvolle Wirtschaftszweige wie die galaktische Föderation.

Erderwärmung geringer als gedacht - FOCUS Bericht

Ich finde es schade dass immer wieder nur eine Seite der (meistens linken) "Klimaforschung" berichtet werden. Journalismus sollte mehr als populistische Berichterstattung sein. Gut dass es doch noch einige mutige Journalisten gibt die es sich was trauen..... :

Erderwärmung geringer als gedacht – Neue Munition für Klimaskeptiker
...
Neue Daten zum Weltklima: Erderwärmung geringer als gedacht – Neue Munition für Klimaskeptiker - weiter lesen auf FOCUS Online:

http://www.focus.de/wissen/klima/klimaprognosen/tid-28250/keine-erderwaermung-seit-16-jahren-neue-munition-fuer-klimaskeptiker_aid_867048.html

Pünktlich zur Weltklimakonferenz veröffentlichen Forscher Warnungen vor dem Klima-Gau. Einige von ihnen haben mit ihren neuen Daten unfreiwillig die sogenannten Skeptiker mit Argumenten versorgt.
Klimaskeptiker behaupteten: Heimlich, still und leise habe der britische Wetterdienst „Met Office“ neue Klimadaten ins Internet gestellt – ohne die bei solchen Anlässen üblichen Ankündigungen und Fanfaren. Die Heimlichtuerei, da sind die Kritiker sicher, habe einen Grund: Die Messwerte würden zeigen, dass sich die Erde seit fast 16 Jahren nicht mehr erwärmt. Dies sei „die wirklich unbequeme Wahrheit über die globale Erwärmung“, schrieb der Journalist David Rose in der britischen „Mail on Sunday“. Seit Anfang 1997 bis August 2012 sei kein Anstieg in der globalen Durchschnittstemperatur erkennbar.

Weiterlesen:
http://www.focus.de/wissen/klima/klimaprognosen/tid-28250/keine-erderwaermu

Re: Erderwärmung geringer als gedacht - FOCUS Bericht

die Umwelt folgen haben nichts mit links und rechts zu tun. das unser dekadenter Lebensstil nicht nachhaltig ist weis jeder. das wir Menschen den Planeten nicht morgen dadurch langfristig unbewohnbar machen ist auch logisch. aber als Ausrede zu sagen "soo schlimm ist der Klimawandel jetzt nicht, also mach ich mehr kaput" ist in meinen Augen höchst verwerflich und indiskutabel!

Noch was

Jemand der meint das Klima, also die NATUR beeinflussen zu können, sollte zum Arzt gehen. Er leidet nämlich unter Größenwahn! Für die Naturgewalten ist der Mensch bedeutungslos. Wir können vielleicht einen Bach vergiften aber selbst das ist der Natur egal.
Den Menschen soll lediglich ein Schuldkomplex aufoktroyiert werden um sie besser beherrschen zu können. Jedes Machtsystem funktioniert so, etwa Religionen.

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Re: Noch was

Was ist mit nuklearem Winter? Würde es den auch in Wirklichkeit gar nicht geben? Das wäre eine ganz massive Beeinflussung des Klimas.

Aber man muss es gar nicht so extrem treiben. Wir blasen seit hunderten Jahren massiv Treibhasugase in die Atmosphäre und gleichzeitig tun wir unser bestes die Carbon Sinks (Walsfläche) zu reduzieren.

Natürlich kann das einen Unterschied machen, und man sieht das auch in der Atmosphäre: 40% Anstieg in CO2 Konzentration seit Beginn der industriellen Revolution. So ein hohes CO2 Niveau haben wir davor 2 Millionen Jahre nicht mehr gehabt.

Von da ist es nur mehr ein kleiner Schritt, ein bissl Physik die wir schon seit Ende des 19. Jahrhunderts haben, um zu zeigen dass so eine Veränderung zu Erwärmung führen wird.

Re: Re: Noch was

1. Der nukleare Winter ist genauso eine Behauptung.
2. 40 % Anstieg klingt toll aber was ist eigentlich die Basis? Für Denkschwache: der CO2 Gehalt der Atmosphäre ist sehr gering und unbedingt notwendig daß es auf unserer Erde überhaupt Leben gibt.
Mit dem Klima hat das überhaupt nichts zu tun.

Re: So ein hohes CO2 Niveau haben wir davor 2 Millionen Jahre nicht mehr gehabt.

und was war bevor Algen Sauerstoff zu produzieren begannen weil die Atmosphäre ansonst keinen Sauerstoff besass und Leben wie wir es heute kennen, gar nicht möglich war ?!


Re: Re: Noch was

Sie sollten mit der Verbreitung von Greuelmärchen aufhören und lieber nachlesen, was die Wissenschaftler des Weltklimarates geschrieben haben!

Den "nuklearen Winter" würde es vielleicht geben, wenn eine sehr große Zahl von Atombomben innerhalb kurzer Zeit explodieren würde. Dann wäre sowieso alles kaputt und es wäre gar niemand mehr da, der feststellen könnte, ob es nachher noch einen nuklearen Winter gibt oder nicht!

Die CO2-Konzentration hat in den letzten 650.000 Jahren (650 kyr) stark geschwankt. Ähnliche Werte wie heute gab es vor 110, 240, 330 und 410 kyr. Dazwischen ist die CO2-Konzentration immer stark abgesunken. Es sieht aber so aus, als ob die Erwärmung Ursache der Konzentration wäre und nicht umgekehrt. Wenn es wärmer wird, setzen die Ozeane Unmengen von CO2 frei, was die CO2-Zunahme in der Atmosphäre erklären könnte.


Re: Re: Re: Noch was

Konzentrationen wie heute hat es schon 2 Mio. Jahre nicht mehr gegeben: http://news.nationalgeographic.com.au/news/2009/06/090618-co2-highest-carbon-dioxide.html

Und hören Sie mir bitte auf mit dem AR4, sie beweisen doch Post nach Post dass Sie nicht die geringste Ahnung haben was da drin steht.

Selber denken - gesunden Menschenverstand zeigen

"Noch ein Buch, das dringend zur Pflichtlektüre erklärt werden müsste: Was zu bezweifeln war - Die Lüge von der objektiven Wissenschaft. Die Medien und das Internet überfluten uns jeden Tag mit aus dem Zusammenhang gerissenen Detailstudien. Diese Informationsvermüllung ist quasi eine Gehirnwäsche. Sie hat nichts mit Wissen oder ganz und gar Weisheit zu tun. In existenziellen Grundfragen, etwa wie wir uns gesundhalten können, sind wir - wenn wir unserer inneren Stimme vertrauen - auf einem besseren Weg, als wenn wir all den Ge-sundheits"experten" folgen, die sich mit unserer Gläubigkeit eine goldene Nase verdienen. Ob Arten- oder Waldsterben, Klimakatastrophe, Vogel- und Schweinegrippe oder böses Cholesterin - leuchtet man dahinter, erweisen sich diese Katastrophenszenarien als überzogen und schmelzen dahin wie Schnee in der Sonne."

Lesenwert:

http://derstandard.at/1277338802100/Kreativitaet-Selber-denken---gesunden-Menschenverstand-zeigen

Selber denken - ein Vorbild können Herr Zirm und Herr Kugler hier finden:

http://www.diekaltesonne.de/?p=6871


Cui bono?

Um den "wissenschaftlichen Erkenntnissen", von denen Die Presse hier schreibt, zu glauben, müßte man darauf vertrauen können, daß positive und negative Nachrichten mit gleicher Wahrscheinlichkeit veröffentlicht werden. Tatsächlich haben alle Beteiligten nur zu gewinnen, wenn sie die Entwicklung des Weltklimas in den schwärzesten Farben malen.
Vor 30 Jahren dürfte Klimaforschung als Wissenschaft eine ähnliche Bedeutung wie Byzanistik gehabt haben, ohne Klimakatastrophe würde sie auch bald wieder auf diesem Niveau ankommen. Zu welchen Ergebnissen werden die Wissenschaftler kommen?
Für Politiker ist die Klimarettung ein idealer Anlaß, im Interesse der ganzen Menscheheit das zu tun, was sie eh am liebsten machen: Regulieren, besteuern, fördern, verbieten - kurz: Macht ausüben. Und bei den Journalisten wissen wir alle, only bad news is good news. Von Umweltschutzorganisationen und subventionsabhängigen Solarzellenbauern schweige ich.
Da also alle Beteiligten ein starkes und gleichgerichtetes Interesse daran haben, daß der Zustand unseres Klimas so katastrophal wie nur möglich ist, sehe ich wenig Anlaß, den Meldungen der Medien zu glauben, selbst wenn sie mit "wissenschaftlichen" Studien untermauert sind.

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Re: Cui bono?

Geh was reden's denn da für einen Stuss?

Wissen's wann das IPCC gegründet worden ist? In 1988, also vor bald 25 Jahren. Und warum? Weil Ihre "Byzantinistik" auch damals schon ganz genau wusste dass anthropogener Klimawandel stattfindet.

Wenn man ein bissl weiter zurückgeht fängt alles mit Tyndall oder auch Arrhenius an. Letzterer hat uns schon 1906 gesagt dass eine Verdoppelung von CO2 zu 2 Grad inklusive Feedbacks Erwärmung führen würde.

Also warum glauben Sie dass Sie im 21. Jahrhundert ein Recht darauf haben anthropogenen Klimawandel anzuzweifeln?

Alfie behauptet von sich selbs, sein Geld von der Universität zu beziehen !

Wahrscheinlich unterrichtet er dort an der Theologischen Fakultät Dogmatik mit Spezialgebiet Inquisition!

"Warum glauben Sie, daß Sie ein Recht darauf haben, den anthropogenen Klimawandel anzuzweifeln?"

Eine feine Diskussionskultur hat dieser noble Mensch!

Aber wer im Argumentationsnotstand ist, wird eben leicht aggressiv !!


Re: Re: Cui bono?

Arrhenius hatte eine Vermutung zu einer Zeit, als das Wissen der Menschen noch beschränkter war als heute. Gläubige hat es aber immer gegeben und solche haben den Weltklimarat (IPCC) gegründet. In der Hoffnung, dass ein Beweis gefunden würde, haben sie eine große Zahl von Wissenschaftlern in aller Welt damit beauftragt, "den vom Menschen gemachten Klimawandel zu untersuchen und Vermeidungsstrategien vorzuschlagen".

Diese Ergebnisse wurden im letzten Bericht des IPCC in den ca. 850 Seiten des Teiles "The Physical Science Basis" veröffentlicht. Vermeidungsstratgien kommen dort nicht vor, die Wissenschaftler sind ja der Meinung, dass der Mensch nichts mit dem Klimawandel zu tun hat. Nun wird dieser Bericht, der das Gegenteil eines Beweises gebracht hat, ignoriert und so getan, als ob die Wissenschaftler diese Vermutung bestätigt hätten. Die Propagandamaschine für die Schuld des Menschen am Klimawandel läuft jetzt sogar verstärkt weiter!

Der in Europa herrschende Glaube an den anthropogenen Klimawandel ist nur erklärbar, weil offensichtlich niemand gelesen hat, was die Wissenschaftler geschrieben haben und alle der Propaganda blauäugig aufsitzen!

Re: Re: Re: Cui bono?

Geh reden's doch net so einen Unsinn. Das IPCC sollte keinen Beweis für AGW finden, der war doch damals schon längst erbracht.

Und wie kommen Sie überhaupt darauf dass Wissenschafter im AR4 der Meinung sind dass der Mensch nix mit dem Klimawandel zu tun hat? Hab ich diese Zeilen hier nur geträumt?

"There is very high confidence that the net effect of human activities since 1750 has been one of warming.

Most of the observed increase in global average temperatures since the mid-20th century is very likely due to the observed increase in anthropogenic GHG concentrations. It is likely that there has been significant anthropogenic warming over the past 50 years averaged over each continent (except Antarctica)."


Re: Re: Re: Re: Cui bono?

Und warum wurde dort gleich 10-mal darauf hingewiesen, dass man aus Zeiträumen unter 50 Jahren keine Schlüsse ziehen kann?
Weil es gar nicht um 50 Jahre geht, sondern nur darum, dass die Computermodelle zur Berechnung des Klimas für die Zeit von 1970 bis2005 nur richtige Ergebnisse liefern, wenn man einen Einfluss der anthropogenen Emissionen mitberücksichtigt!
Das sind nur 36 Jahre und die Computermodelle würden mit allem, was sich genau so entwickelt hat wie die Emissionen, auch richtige Ergebnisse liefern. Das ist nicht die Spur eines Beweises sondern so etwas wie ein Gefälligkeitsgutachten, das durch den Hinweis auf mindestens 50 Jahre im gleichen Atemzug entwertet wurde!

Re: Re: Cui bono?

Wafthrudnir hat, wie jeder andere Erdenbürger auch, jedes Recht der Welt, anzuzweifeln was er will und das auch kund zu tun. Aber ich weiß schon, autoritäre Religionen haben das nicht so gerne... ;-)

Re: Cui bono?

Besser kann man`s gar nicht formulieren

Merke: Erwärmung = Klimawandel, keine Temperaturänderung = Klimawandelpause, Abkühlung = Klimawandelvorbereitung auf nächste Erwärmung! Und IMMER ist es "Fünf vor Zwölf"!

Die Erde wird seit 16 Jahren nicht wärmer, was in KEINEM IPCC-Modell denkbar war:

http://www.focus.de/wissen/klima/klimaprognosen/tid-28250/keine-erderwaermung-seit-16-jahren-neue-munition-fuer-klimaskeptiker_aid_867048.html

Und plötzlich sehen die unfehlbaren Klimaforscher das in "Sondereffekten" begründet, die Sonne sei schwach usw.

Frage: warum war beim vorherigen Temperaturanstieg die Sonne nicht beteiligt? Ihr Lum und pen, xin und del!

****
Zitat:
Es gibt keine bessere Methode, Menschen für einen „Retter“ zu gewinnen, als eine äußere Bedrohung. Wenn, wie bei der „Klimakatastrophe“ die Bedrohung gar global ist, ließe sich die ganze Menschheit vereinigen. Dabei ist es sehr praktisch, dass zumindest zu Lebzeiten ihrer Propheten die Wahrheit einer Katastrophe nicht überprüft werden kann.

Wenn also eine Ideologie das Potential hat, eine Weltregierung einzurichten, dann ist es diese. Und es ist eine Erfahrung unserer Geschichte, dass jede politische Religion einen totalitären Staat anstrebt. Ein Kennzeichen der Ökopolitiker ist schon heute ihre Reglementierungswut: „Ihr müsst dieses tun und jenes lassen!“ Alles wird bis ins kleinste Detail vorgeschrieben – speziell wie wir zu denken haben. Und alles wird gerechtfertigt durch die Wahnidee: „Wir müssen doch die Welt retten!“

http://www.gemeindenetzwerk.org/?p=7552

"Stagnation auf hohem Niveau" .. *hüstel*

Auf diesem hohen Niveau fehlt etwa ein kleines Detail, über welches wir vielleicht doch lieber bescheid wissen sollten: warum das Klima auch vor der Industrialisierung steten und erheblichen Schwankungen unterlegen war.

Sofern wir diese (unbekannten) Ursachen nicht ausschließen können, ist alles andre Fischen im Trüben. Sich vor dem Hintergrund selbst auf die Schultern zu klopfen ist zumindest sehr selbstbewusst.

Ein weiteres Problem: die behauptete Anstieg des Meeresspiegels von 3,2mm pro Jahr. Das wäre ja fast ein ganzer Meter, über die nächsten 300 Jahre, also eigentlich nicht gar so spektakulär. Vor allem nicht im Vergleich zu den 120 Meter die der Meeresspiegel über die letzten 15.000 Jahre zugelegt hat.

Das eigentliche Problem ist aber die Frage woher das Wasser dafür kommen soll. Selbst wenn an den Polkappen die behaupteten 344 Mrd Tonnen Eis pro Jahr verloren gehen sollten, brächte das nur 0,95 mm pro Jahr. Woher soll der Rest kommen?

Da kann nur mehr die "thermische Ausdehnung" des Meeres helfen. Die ist aber an sich sehr unergiebig. Zu den genannten 120 Metern seit der letzten Eiszeit, trug diese nicht mal einen Meter bei.

Wieso sie plötzlich so viel ausgeprägter sein sollte, wird das Geheimnis der Klimaforscher bleiben. Das Meer hätte sich weit überproportional erwärmen müssen, was aber gerade langfristig unmöglich ist. Somit droht auch von daher keine Gefahr..

Re: "Stagnation auf hohem Niveau" .. *hüstel*

Ja glauben Sie denn wir wissen nicht woher die natürlichen Klimaschwankungen kommen? Die Gründe dafür zu untersuchen ist doch das 1 mal 1 der Wissenschaft, nur von diesen Events haben wir überhaupt gelernt dass die momentane Erwärmung anthropogen ist.

Auch damals waren es schon die selben Faktoren wie heute: die Sonnenaktivität, Vulkanität, auf langen Zeitskalen natürlich die Erpräzession, usw. Wenn man all diese Faktoren heute betrachtet sieht man schnell dass sich ohne anthropogenes CO2 und andere GHGs der Klimawandel nicht erklären lasst.

Was den Meeresanstieg betrifft: na dann lesen Sie doch mal den IPCC Bericht, oder eine von den Rahmstorf Publkationen. Die rechnen dort nämlich die verschiednen Beiträge aus. Und bedenken Sie bitte: die 3 mm pro Jahr sind vielleicht wirlklich nicht so schlimm, aber das echte Problem kommt daher dass die jett schon über sogar den worst-case Szenarien der Klimawissenschaft liegen. Nachdem in den meisten Szenarien der Meeresanstieg beschleunigt sind das wirklich schlechte News.

Re: Re: "Stagnation auf hohem Niveau" .. *hüstel*

Vom kleinen 1x1 hält unser Universitätslehrer Alfie nämlich rein gar nichts !!

Re: Re: Re: "Stagnation auf hohem Niveau" .. *hüstel*

Na Stöckl, haben's jetzt gar nix mehr zu sagen? Kein unsinniges Kauderwelsch mehr dass Ihr Nichtwissen zum Thema Klima dokumentiert?

 
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