Wiener Parkpickerl-Ausweitung gewinnt Umweltpreis

Die "Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik" sieht die Wiener Parkraumbewirtschaftung als wichtigen Impuls für den Klimaschutz im urbanen Raum.

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THEMENBILD: WIENER PARKPICKERL – APA/HELMUT FOHRINGER

Sie ist wohl einer der umstrittensten Maßnahmen der Wiener Verkehrspolitil - und nun auch preisgekrönt: die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung bzw. des "Parkpickerls". Dafür wurde die Stadt, konkret die Magistratsabteilung 18 (Stadtentwicklung und -planung), am Mittwoch in der Kategorie "Nachhaltige Kommune" mit dem Umweltpreis der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) bedacht.

Die Jury würdigte das städtische Vorgehen bei der Parkraumbewirtschaftung als wichtigen Impuls in Richtung nachhaltige Mobilität und Klimaschutz im urbanen Raum. Zudem sei es auch die effizienteste Klimaschutzmaßnahme des Jahres, hieß es. Die Reduktion der durch Parkplatzsuchende und Einpendler gefahrenen Kilometer schlage sich in der CO2-Bilanz mit einem Rückgang von rund 17.300 Tonnen pro Jahr nieder, wurde gelobt.

Weitere Ausweitung im Jänner

Anfang Oktober wurde in Teilen von Meidling, Penzing, Ottakring und Hernals sowie im gesamten Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus die flächendeckende Kurzparkzone eingeführt, für die Anrainer ein Parkpickerl als pauschalierte Ausnahme-Parkgenehmigung beantragen können. Ab Beginn 2013 wird in Penzing, Ottakring und Hernals nochmals ausgeweitet.

Die Ausweitung des Parkpickerls war von heftigen politischen Protesten der Oppositionsparteien ÖVP und FPÖ begleitet. Die beiden Parteien sammelten sogar Unterschriften für eine Volksbefragung, die Fragestellung wurde aber als verfassungsrechtlich für nicht zulässig befunden. Derzeit erarbeiten jedoch Experten Konzepte für ein neues Parkraumbewirtschaftungsmodell, über das die Wiener im Frühjahr 2013 abstimmen sollen.

(APA)

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