Wiener Parkpickerl-Ausweitung gewinnt Umweltpreis

05.12.2012 | 20:01 |   (DiePresse.com)

Die "Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik" sieht die Wiener Parkraumbewirtschaftung als wichtigen Impuls für den Klimaschutz im urbanen Raum.

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Sie ist wohl einer der umstrittensten Maßnahmen der Wiener Verkehrspolitil - und nun auch preisgekrönt: die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung bzw. des "Parkpickerls". Dafür wurde die Stadt, konkret die Magistratsabteilung 18 (Stadtentwicklung und -planung), am Mittwoch in der Kategorie "Nachhaltige Kommune" mit dem Umweltpreis der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) bedacht.

Die Jury würdigte das städtische Vorgehen bei der Parkraumbewirtschaftung als wichtigen Impuls in Richtung nachhaltige Mobilität und Klimaschutz im urbanen Raum. Zudem sei es auch die effizienteste Klimaschutzmaßnahme des Jahres, hieß es. Die Reduktion der durch Parkplatzsuchende und Einpendler gefahrenen Kilometer schlage sich in der CO2-Bilanz mit einem Rückgang von rund 17.300 Tonnen pro Jahr nieder, wurde gelobt.

Weitere Ausweitung im Jänner

Anfang Oktober wurde in Teilen von Meidling, Penzing, Ottakring und Hernals sowie im gesamten Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus die flächendeckende Kurzparkzone eingeführt, für die Anrainer ein Parkpickerl als pauschalierte Ausnahme-Parkgenehmigung beantragen können. Ab Beginn 2013 wird in Penzing, Ottakring und Hernals nochmals ausgeweitet.

Die Ausweitung des Parkpickerls war von heftigen politischen Protesten der Oppositionsparteien ÖVP und FPÖ begleitet. Die beiden Parteien sammelten sogar Unterschriften für eine Volksbefragung, die Fragestellung wurde aber als verfassungsrechtlich für nicht zulässig befunden. Derzeit erarbeiten jedoch Experten Konzepte für ein neues Parkraumbewirtschaftungsmodell, über das die Wiener im Frühjahr 2013 abstimmen sollen.

(APA)

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61 Kommentare
 
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Na GOTT SEI DANK....

...kommt das Parkpickerl nicht nur den Grünen sonder auch unserer armen und geschändeten Umwelt zu gute!

Ich könnte kotzen!!!

Gutachtenproblematik

Wäre es nicht vernünftiger die Parkpickerlinkassogelder für den Garagenbau einzusetzen,als diese für immer mehr kostenintensive Gutachten zu verschwenden??
Als Rechtfertigung oder " eventuelle Gewissensberuhigung " der Verantwortlichen dieser undemokratischen Pickerlmisere werden auch hundert in Auftrag gegebene sündteure Gutachten (Eigenlobhudelei) nicht dienen können!

Selbstbeweihräucherung

Tatsache ist,dass in dieser " ÖGUT " auch die gemeindeeigene MA 48 durch Frau DI Ulrike VOLK vertreten ist!
Ein Schelm der hier an Selbstbeweihräucherung denkt.

auch in der Kronenzeitung gab es am letzten Samstag zwei bezahlte "Wiener" Jubelseiten,

die Stadt Wien lobt sich anscheinend gerne selber und wir sollen das alles möglichst glauben!

Auch zu Sowjetzeiten hat man sich die Preise selbst verliehen!

Lösungen mussten ja nicht geboten werden und der Umweltgedanke endet offenbar auch rechtzeitig vor jenen Bezirken, wo die Parkplatzsuchenen Einwohner nun noch mehr Treibstoff hinausblasen müssen, wegen den Stadtdilettanten.

Re: Auch zu Sowjetzeiten hat man sich die Preise selbst verliehen!

deshalb: Parkpickerl für ganz Wien. Park&Ride Anlagen am Stadtrand! Jede weitere Ausdehung der Pickerlbezirke ist Schwachsinn!

Reicht die Parteienförderung

nicht mehr aus?, gründet man deshalb laufend neue Vereine?. Politik und alles drumherum wird immer würdeloser!.

Zuerst werden die Wiener abgezockt,

dann verhöhnt,
zum Dank wählen sie diese Typen freiwillig wieder.
Wien verdient nichts anderes!

Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik

Wer ist das schon wieder?
Reciht uns nicht der VCÖ?

Wer finanziert solche "Gesellschaften"?

Re: Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik

...haben Sie einen Spiegel? In diesem sehen Sie zumindest einen, der solche Vereine "freiwillig" direkt oder über 100 Irrwege finanziert....

3

TATSACHEN

Da werden sich aber der Wiener ÖVP-Chef Juracka und seine Freunde vom ÖAMTC so wie der Wiener FPÖ-Boss Gudenus in einen gewissen Körperteil beissen und alle möglichen und unmöglichen Ausreden bereit haben, da nicht sein kann was nicht sein darf. ;-)

Re: TATSACHEN

was lernen wir daraus : Verkehrskonzept etc. sind dem Jurazka und Gesellen schnurzpiepegal.

wirklich relevant?

in etwa genauso relevant als würde der öamtc dem verkehrsministerium einen preis dafür verleihen, dass nordautobahn die verkehrssicherheit im nordosten österreichs erhöht hat.


Re: wirklich relevant?

Yep!

Allerdings mit dem Unterschied, dass die A5 tatsächlich zur Verkehrssicherheit beigetragen hat, wohingegen das Parkpickerl dem Klima absolut nichts nützt.

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... die Linken haben eben viele Freunde,

als nächster wird der VCÖ einen Preis erfinden! Lauter Freunderlwirtschaft! - wird auf verschlungenen Wegen von unserem Steuergelder subventioniert - man braucht nur in den Medien lesen, dann weis man wie dies funktioniert...
Liebe Politiker! Mittlerweile ist das Fußvolk gar nicht mehr so dumm wie Ihr alle glaubt!

Re: ... die Linken haben eben viele Freunde,

Besuchen Sie mal die Webseite, auf denen der Vorstand der ÖGUT vorgestellt wird. Da von "Linken" zu sprechen, finde ich etwas gewagt. Außer, Sie finden, dass die Wirtschaftskammer, die Industriellenvereinigung, das Wirtschaftsministerium und das Landwirtschaftsmininsterium von Linken unterwandert sind.

die Linken?

Schauen Sie mal auf die Webseite, wo der Vorstand der ÖGUT vorgestellt wird: http://www.oegut.at/de/portrait/vorstand.php

Da von "Linken" zu sprechen, finde ich etwas gewagt. Außer Sie finden, die Wirtschaftskammer, die Industriellenvereinigung, das Wirtschaftsministerium und das Landwirtschaftsministerium seien linke Hochburgen.

Re: die Linken?

Linke sind das nicht, aber Ökos.

Hier finden sich die üblichen Verdächtigen wie Greenpeace, GLobal2000 und andere NGOs. Dann hängen halt noch ein paar Banken und Ministerien drinnen, die ein grünes Mäntelchen benötigen und als Geldgeber auftreten.

Verhöhnung pur

Parkraumordnung für Anrainer, ja. Aber warum das statt 0 nunmehr 120,- Euro pro Jahr kosten muss? Das ist das skandalöse an der ganzen Aktion. Reine Abzocke.

Re: Verhöhnung pur

Wer € 120,-/Jahr (10 €/ Monat) nicht zahlen kann, sollte sein Auto schleunigst abmelden! (Er kann sich den Betrieb desselben nämlich nicht leisten!)

Re: Re: Verhöhnung pur


Es geht nicht um die 120 Euro. Kaum verlassen Sie Ihren Bezirk,werden Sie zum "Pendler" und dürfen 2 Euro pro Stunde zahlen !
Das ist die wahre Abzocke !!

wie jeder weiss, fährt der jurazka nur mit dem Radl.


Jetzt werden die abgezockten Bürger auch noch verhöhnt !!


Sinnvoll

Was glaubt Ihr, wie gut es für die Umwelt erst wäre, wenn man die Menschen abschaffen würde.

kein parkpickerl für ganz wien

und keine gratisdienstautos für den häupl und diese vassi an seiner langen leine.

Wiener Parkpickerl-Ausweitung gewinnt Umweltpreis

Na so ein Zufall!
Das Ganze ist sicher nicht politisch motiviert.

 
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