Dayli: Für Sonntagsöffnung

Der Betriebsrat der Handelskette Dayli trat wegen einer Anzeige der GPA gegen die Sonntagsöffnung aus der Gewerkschaft aus.

Wien.Die Anzeige der Gewerkschaft GPA gegen die Handelskette Dayli (vormals Schlecker) wegen der Sonntagsöffnung von zwei Filialen schlägt hohe Wellen bei der Belegschaft. Aus Protest ist der gesamte Dayli-Betriebsrat aus der Gewerkschaft ausgetreten. Kein Mitarbeiter sei zur Sonntagsarbeit gezwungen worden, hieß es.

„Wir sind heilfroh, dass wir übernommen wurden“, sagte Betriebsratsvorsitzende Eszter Udvardy. Gewerkschaftsführer Karl Proyer erklärte, er wolle das Thema nicht in der Öffentlichkeit abhandeln. Der Betrieb eines Bistros am Sonntag soll in den Dayli-Filialen erlaubt sein, nicht aber der Verkauf von Drogerieartikeln. Die Gewerkschaft werde weitere Maßnahmen ergreifen. Investor Rudolf Haberleitner betreibt in Österreich rund 900 ehemalige Schlecker-Filialen mit 2850 Mitarbeitern unter der Marke Dayli. Im November ist der Glücksspielkonzern Novomatic als Investor eingestiegen.

Expansionspläne verzögert.Haberleitners Pläne, mit Dayli in Deutschland zu expandieren, verzögern sich. Ursprünglich sollten in vier Wochen die ersten Testmärkte in Süddeutschland eröffnet werden. Wegen schleppender Verhandlungen soll der Start jetzt nicht vor Ostern erfolgen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.02.2013)

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