"Wenn wir Temelin abschalten, wird es in Wien dunkel"

19.02.2013 | 10:45 |   (DiePresse.com)

Der tschechische Industrieminister Martin Kuba kritisiert die österreichische Haltung zum tschechischen Atomkraftwerk.

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Der tschechische Industrie- und Handelsminister Martin Kuba hat Österreich wegen seines Widerstandes gegen das südböhmische Atomkraftwerk Temelin kritisiert. Auch Österreich importiere Strom aus Temelin, sagte er auf einem Wirtschaftsforum in Prag. "Falls Österreich uns Ratschläge zu Temelin erteilen will, dann schalten wir es einfach ab. Und ich kann garantieren, dass es in Wien dunkel wird", erklärte Kuba laut Medienberichten.

Den geplanten Ausbau Temelins verteidigte der Industrieminister als eine "Investition in unser Familien-Silber". "Falls die Tschechische Republik aus der Sicht der Energiesicherheit unabhängig sein will, ist die Atomenergie die einzige Alternative", betonte er.

Bis 2025 soll Temelin einen dritten und vierten Block erhalten. Dazu soll noch dieses Jahr mittels eines Auswahlverfahrens eine Errichtungsgesellschaft bestimmt und ein entsprechender Vertrag unterzeichnet werden. Das Prager Umweltministerium hat bereits im vergangenen Monat zugestimmt.

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76 Kommentare
 
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Temelin

Dunkel wird es bei uns ganz sicher nicht, wenn Temelin ausgeschaltet wird. Atomkraftwerke gehören einfach weg, die sind zu gefährlich. Ich erinnere mich gut, was uns vor Zwentendorf alles eingetrichtert wurde.

Die Überheblichkeit der Tschechen uns gegenüber ist bereits unerträglich

Unsere Nachbarn, die Tschechen, lassen nichts unversucht, um die Österreicher, die überzeugt davon sind, in ihrer Meinung zu bestärken, dass man den Stacheldraht, nicht wegräumen, sondern im Gegenteil um ein paar Meter höher hätte machen sollen. Sie empfinden das sogar als Hohn, wenn wir die Tschechen, um gut nachbarliche Beziehungen mit ihnen aufzubauen, auf unzähligen Tafeln mit der Aufschrift „Willkommen Nachbar“ begrüßen, während man solche Tafeln jenseits der Grenze vergeblich sucht.
Tatsächlich ist die offen zur Schau gestellte Überheblichkeit der Tschechen nur mehr schwer zu ertragen. Denn die tun ja so, als ob sie ein Glücksfall für Österreich wären. Geradezu froh sollten wir sein, dass bereits viele von ihnen uns ihre Arbeitskraft um gutes Geld leihen. Trotzdem sollten wir sein, wie sie es wollen, was sie aber machen, sollte uns eigentlich einen feuchten Staub angehen.
Der tschechische Industrie- u. Handelsminister hat diese Einstellung uns Österreichern gegenüber auf den Punkt gebracht, als er meinte: „Falls Österreich uns Ratschläge zu Temelin erteilen will, dann schalten wir es einfach ab. Und ich kann garantieren, dass es in Wien dunkel wird.“
Eine direkte Folge der Unterwürfigkeit ist das, mit der die österr. Bundesregierung den Tschechen begegnet. Schon Schüssel hat sich im „Melker Protokoll“ zu Temelin von ihnen übertölpeln lassen. Damals wunderte sich sogar der tschechische Ministerpräsident, dass sich Schüssel so leicht über den Tisch ziehen ließ.

Re: Die Überheblichkeit der Tschechen uns gegenüber ist bereits unerträglich

Ich habe Ihre Ansicht gelesen.
Ich muss leider sagen, dass sie
mit der einseitigen Meinung gegen
die Atomenergie und gegen die Tschechen, Slowaken und Ungarn verbreitet durch Kronen Zeitung und
durch andere Zeitungen die für Leute mit IQ unter 80 gedacht sind, angesteckt sind.
Jedes Mal wenn ein Kaffee im AKW Temelin umkippt, kann man in der Kronen Zeitung über "gefährlichen Vorfall" lesen.

Gott sei dank kann man in letzter Zeit Anzeichen einer Verbesserung der einseitigen Meinungen sehen.

Das ist gut so. Vielleicht werden Sie ja später erkennen, dass nicht alles, was aus dem Norden/Osten kommt, schlecht ist.

Re: Die Überheblichkeit der Tschechen uns gegenüber ist bereits unerträglich

Ich habe Ihre Ansicht gelesen.
Ich muss leider sagen, dass sie
mit der einseitigen Meinung gegen
die Atomenergie und gegen die Tschechen, Slowaken und Ungarn, verbreitet durch Kronen Zeitung und
durch andere Medien (die für Leute mit IQ unter 80 gedacht sind), angesteckt sind. Jedes Mal wenn ein Kaffee im AKW Temelin umkippt, kann man in der Kronen Zeitung über "gefährlichen Vorfall" lesen.

Gott sei dank kann man in letzter Zeit Anzeichen einer Verbesserung der einseitigen Meinungen sehen. Die Presse versucht auch irgendwie objektiv zu bleiben (obwohl gerade bei diem Artikel nur einen Satz zitiert wird...nicht Alles).

Das ist gut so. Vielleicht werden Sie ja später erkennen, dass nicht alles, was aus dem Norden/Osten kommt, schlecht ist.

und wer importiert da???

Im übrigen ist die Energieabhängigkeit Österreichs bes. hoch: über 60%. Schweden hat nur die Hälfte.

Tschechien und alle weiteren Ostblockländern

von dort ist noch nie was gutes gekommen.
vor 25 Jahren haben wir hier in Österreich dank dichter grenzen und Stacheldraht sicherer und besser gelebt

Wahrheit

tut bekanntlich weh.
Klartext sprechende Politiker werden auf der einen Seite gefordert,und wenn sie es dann- wider Erwarten-doch tun,auf der anderen Seite als Hetzer oder sonst etwas verdammt.

Wahre Worte aus Boehmen

And die Exil-Boehmen in der Regierung und bei den Grueninnen.

Re: Wahre Worte aus Boehmen

genau!

inkl. ORF! Schell abdrehen - dann ersparen wir uns die Mauer rund um Wien!


WWW Österreich at

Diese tschechische Unverschämtheit sollte eigentlich von unserer Regierung die gebührende Antwort erhalten; leider sitzen dort nur Waschlappen, Warmduscher und Weicheier...

Ach, wie ich solche Nachbarn liebe...


Re: Ach, wie ich solche Nachbarn liebe...

ich liebe auch Nachbarn die unsere Grenze blockieren, mit uns nie was absprechen....

Seit 1918

sind die Tschechen eines der präpotentesten Völker und beweisen das mit jeder ihrer frechen Aussagen.

In Wien ist es schon finster.


Und wenn wir die Grenzen dicht machen...

..können die Ost und Südostgfrieser wieder in ihren heruntergekommenen Kommunistenlöchern bleiben und dort vergammeln.
Und wir sind die ganzen Verbrecher, Bettler und Schnorrer los die auch unsere EU Gebühren auffressen.

Re: Und wenn wir die Grenzen dicht machen...

Die Grenzen dicht machen. Oh ja, natürlich. Selbstverständlich.

Kleiner Tip: werter Kreuzfahrer, kommen Sie vorher noch einen kleinen Sprung hier bei uns in Tschechien vorbei. Schauen Sie sich an, wie viele Fabriken hier ausgelastet laufen. Wie viele Firmen hier produzieren lassen. Und dann reden Sie noch einmal so über dieses Land. Klar, es sind hier nicht alle Fassaden hergerichtet. Aber wenn man in Wien alle frisch renovierten Fassaden abzieht, die mit Krediten finanziert worden sind, die man sich im Grunde nicht leisten kann, dann schaut der Vergleich schon anders aus.

Andere ehemalige Ost-Länder mögen anders beisammen sein. Aber wenn Tschechien und Österreich in den nächsten 20 Jahren jeweils genau so weitermachen wie in den vergangenen (die Tschechen bauen auf, die Österreicher leben auf Pump), dann schaue ich mir an, wer in 20 Jahren zu wem in Bedienung geht. Und wer bei wem schnorren geht.

Re: Re: Und wenn wir die Grenzen dicht machen...

Die Märchen habens uns schon vor 15 Jahren erzählt und dazu noch den Ederer Tausender versprochen.
Zum Teufel mit der EU samt ihrer Osterweiterung.
Ob Tschechei oder Slowenien - die Deutschsprachigen haben diese Länder bis zu ihrer Ermordung nach vorne gebracht - was ohne sie rauskommt sieht man jetzt ja deutlichst....hängen am Geld der Nettozahler wie Österreich und Deutschland...

Re: Re: Re: Und wenn wir die Grenzen dicht machen...

Das Traurige an Ihren Aussagen ist, dass Sie das alles vermutlich wirklich glauben. Vermutlich, ohne einmal wirklich hier gewesen zu sein, und das Land wirklich kennen gelernt zu haben.

Ausgestattet mit diesem fundierten Wissen wählen Sie weiter die Genies, die Österreich langsam aber sicher auf den Abgrund zusteuern, und fühlen sich den "Ostlern" weiter haushoch überlegen. Nur dass Sie halt irgendwann die Realität einholen wird. Leider. Ich bin auch eigentlich ein Österreicher, der halt sein ein paar Jahren hier arbeitet. Weswegen es mir weh tut, zu sehen, wie es mit meiner Heimat langsam bergab geht. Aber gut, was will man machen. Österreich ist es scheinbar zu lange zu gut gegangen, und es muss erst mal wieder aus seinem selbstverliebten Schlaf aufwachen.

Ein AKW an die Grenze zu stellen und damit zwar den Vorteil zu 100% selbst lukrieren, aber das Risiko zu 50% dem Nachbar aufzubürden, ist die Unverschämtheit.

Dass dies in der EU möglich ist und es hier keine Veto-Parteienstellung gibt, die abhängig vom Risiko und der Beeinträchtigung solches verhindern kann, zeigt was die EU wirklich NICHT ist, ein Friedensprojekt.

Re: Ein AKW an die Grenze zu stellen und damit zwar den Vorteil zu 100% selbst lukrieren, aber das Risiko zu 50% dem Nachbar aufzubürden, ist die Unverschämtheit.

Ich habe einen Traum...Ich würde gern 2 weitere AKWs in Tschechien und in der Slowakei so nah an der Grenze zu Österreich, wie es nur geht, sehen. Dann hätten Sie endlich einen wirklichen Grund auf ihren Nachbarn zu schimpfen. Zur Zeit sind Sie wahrscheinlich nur neidisch.

Re: Ein AKW an die Grenze zu stellen und damit zwar den Vorteil zu 100% selbst lukrieren, aber das Risiko zu 50% dem Nachbar aufzubürden, ist die Unverschämtheit.

Es hindert uns keiner dies auch zu machen.
Das Risiko für die eigene Bevölkerung wäre nicht höher, wenn nicht sogar niedriger, als die von den grenznahen Atomkraftwerken ausgeht.

So haben wir nur das Risiko, nicht aber den Vorteil.

Im Prinzip wäre ich aber die die Abschaltung aller Atomkraftwerke - nur das wird es nicht spielen - denke ich mal.

Unsere Politikerintelligenzbolzen

streben ja in Österreich in den nächsten Jahren ein Bevölkerungswachstum auf 10 Mio an. Braucht die Wirtschaft angeblich wegen Wachstum etc uswbla bla bla. Natürlich weiss kein Politiker mit welcher Energie das bewerkstelligt werden soll. Darum gehört eigentlich jeder Politiker der den Bevölkerungszuwachs vorrantreibt mit dem sogenannten Nassen Fetzen verjagen !

Wirtschaftswachstum, Migration, Atomsrtrom...

die Heilige Dreifaltikeit des Kapitalismus. Österreich kein AKW, dann baut man eben in Temelin oder im Kosovo der dort dankbaren Bevölkerung die Blöcke nach der Reihe hin. Enden wird das alles so, dass sich die sarrazischen Thesen erweitert um das Atomkapitel und das Schicksal des römischen Reiches erfüllen werden, die Bevölkerung wird es satt haben zahlreiche Atomruinen a la Tschenobil zu betreuen und für unverstrahlte Lebensmittel lebenlänglich zu schuften, Folge Absturz in Anarchie und Barbarei, irgenwo vollkommen logisch, in ca. 200 Jahren......

atomstrom wird in Österreich nicht verwendet


Re: atomstrom wird in Österreich nicht verwendet

das ist die öffentliche Haltung.......was tatsächlich passiert ist fraglich!

 
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