Abgeschossener Bär "M13": Problembär oder nicht?

20.02.2013 | 12:03 |   (DiePresse.com)

Der Bär wurde in der Schweiz abgeschossen. Er hatte seine Scheu vor den Menschen verloren. Greenpeace kritisiert den Abschuss.

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Der Braunbär M13 ist gestern, Dienstag, im Schweizer Kanton Graubünden abgeschossen worden. Die Tötung wurde laut den Behörden "unausweichlich". Das Tier habe vergangenen Herbst und nach dem Winterschlaf seine Nahrung immer wieder in Siedlungen gesucht. Er sei Menschen am Tag gefolgt und habe trotz wiederholter Vergrämungsaktionen keine Scheu mehr gezeigt, teilten die Behörden des Bundes und des Kantons Graubünden am Mittwoch mit.

M13 wurde dadurch zum Sicherheitsrisiko. Das "Konzept Bär Schweiz" sieht in diesem Fall den Abschuss vor. Das erlegte Raubtier war im Oktober 2011 und danach im Juni 2012 mit einem Sender versehen worden.

Greenpeace: "M13 war kein Problembär"

Kritik am Abschuss kam am Mittwoch von der Umweltschutzorganisation WWF Österreich: „Der Abschuss erfolgte eindeutig zu früh - viel besser hätte man die Vergrämungsmaßnahmen intensiviert und fortgeführt“, erklärt WWF-Bärenexperte Christian Pichler. „M13 war im Gegensatz zu JJ3 sicher kein Problembär. Dass er jetzt sterben musste, hat vor allem mit der schlechten Akzeptanz von Bären im Schweizer Puschlavtal zu tun - und diese ist wiederum eine Folge mangelhafter Information der Bevölkerung.“

Somit sind in Graubünden innerhalb von fünf Jahren zwei aus Italien eingewanderte Braunbären erlegt worden. Das gleiche Schicksal ereilte Mitte April 2008 den ebenfalls aus Oberitalien eingewanderten Bären JJ3. Das Tier hatte den Winterschlaf in Graubünden verbracht und nach dem Erwachen zu oft Nahrung in bewohnten Gebieten gesucht.

Bär war auch in Österreich unterwegs

M13 war im vergangenen Jahr auch in Tirol unterwegs gewesen. Anfang April 2012 war M13 in Nauders am Reschenpass gesichtet worden, einige Wochen später hatte er in Pfund (Bezirk Landeck) Bienenstöcke geplündert und ein Bienenhaus zerstört. Der mit einem Peilsender ausgestattete M13 war zuvor in Südtirol unterwegs.

Der Bär hatte die Polizei im April indirekt zu einer Leiche geführt: Auch der Suche nach M13 entdeckten die Beamten in Spiss im Bezirk Landeck einen durch Gewalt ums Leben gekommenen 40-jährigen Südtiroler. Wegen Mordes müssen sich seit Dienstag dessen Witwe und ihr mutmaßlicher Geliebter in Ravensburg vor Gericht verantworten.

(APA/sda)

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53 Kommentare
 
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Bären raus aus Österreich!!!!


brrr

brrru

Re: brrr

rot weil ich mit leide?

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Gemäß greenpeace müsste deer Bär erst einen Menschen beißen oder niederkrallen,

ehe diese Grüntypen in ihm vielleicht einen Prüblembären sehen würden.

Greenpeace

Greenpeace hat auf der Schweizer website zudem veröffentlicht, dass der Urgroßvater des Todesschützen mit Joseph Goeb:bels 1936 gemeinsam am Berner Sonnwendstein war.

Ein echter Skandal also.

Re: Greenpeace

Skandalös ist das nicht. Zwei Männer alleine auf einem Berg hat es schon immer gegeben.

2 0

Re: Re: Greenpeace

Brokeback Mountain ist überall... ;)

5 0

Wäre interessant zu erfahren, um was für "Vergrämungsmaßnahmen" es sich handelt.

Bei wenn Eisbären - und die sind doch um einiges gefährlicher - in menschlichen Siedlungen auf Futtersuche gehen werden sie eingefangen, eingesperrt und einige Wochen ausgehungert. Zusätzlich gibt es noch Stromschläge damit der Bär lernt, dass eine Siedlung Off-Limits ist und es dort nichts für sie gibt als Hunger und Schmerzen.
Die allermeisten halten sich danach von Menschen fern, nur ganz wenige müssen als Wiederholungstäter abgeschossen werden.

Re: Wäre interessant zu erfahren, um was für "Vergrämungsmaßnahmen" es sich handelt.

Und wer soll die Bären bei uns einfangen - und womit??

7 0

roblembär, Problemwolf und Problembundeskanzler.


Re: roblembär, Problemwolf und Problembundeskanzler.

da hat jemand glück, daß in österreich nicht so schnell geschossen wird

Re: roblembär, Problemwolf und Problembundeskanzler.

ist der Roblembär artverwandt mit dem Bäten? ;-)

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Re: Re: roblembär, Problemwolf und Problembundeskanzler.

aufgelegt! Tippfehler, was solls. iPhone, iPad und schnell zwischendurch, was solls.

Re: Re: Re: roblembär, Problemwolf und Problembundeskanzler.

Bingo. :-)

Es wäre Bär und Mensch viel mehr geholfen

wenn man das ganze Geld das hier für den Traum einiger Städter ausgegeben wird in ein echtes Artenschutzprogramm für Bären in Sibirien oder sonst wo, wo Platz ist verwenden würde.

Bei uns ist das Leben weder für die Menschen noch für die Bären angenehem wenn sie immer Angst voreinander haben müssen.

Bären haben in Wäldern nichts verloren!


Re: Bären haben in Wäldern nichts verloren!

Wo finde ich dann meine Erdbären, Himbären und Heidelbären?

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Re: Bären haben in Wäldern nichts verloren!

Ich hab' ja hier mit einigen dummen Kommentaren gerechnet, aber Ihr Beitrag schlägt alle anderen um Welten.

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Re: Bären haben in Wäldern nichts verloren!

Menschen haben in der Luft und im Wasser nichts verloren und schon gar nicht im Wald.

WWF und Co

allen WWF Mitarbeiter, die sich hier wieder einmal
wichtig machen und allen Städtern, die hierhin Tränen ausbrechen wünsche ich ein überraschendes Zusammentreffen mit Bäten in der freien Natur. Vielleicht ändert das den Zugang! aber keine Sorge, ich schieße keine Bären, falls da anhand vermutet, auch wenn ich eingeladen werde.

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Re: WWF und Co

Ihre Angst vor Bären ist unbegründet. Wahrscheinlich werden Sie nie einem begegnen.


Re: Re: WWF und Co

doch begegnen hoffentlich schon nur schießen nicht, wie ich schon sagte.

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Re: Re: WWF und Co

Der User Monte Christo hat keine Angst vor Bären! Können Sie nicht lesen? Er hat Angst vor "Bäten", was immer das auch sein soll, es muss jedenfalls etwas schreckliches sein.

Re: Re: Re: WWF und Co

aufgelegt! Tippfehler, was solls. iPhone, iPad und schnell zwischendurch, was solls.

Re: Re: Re: WWF und Co

Ich bin einmal in freier Natur einem Bäten begegnet. Meinem ärgsten Feind wünsche ich diesen Schrecken nicht, ja nicht einmal einem verpartnerten Grünen.

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Re: Re: Re: Re: WWF und Co

Was ich mich die ganze Zeit frage, ist, ob der User Monte Christo schon mal jemandem einen Bäten aufgebunden hat?

Na ja, jedenfalls bin ich froh, dass Sie Ihre schreckliche Begegnung mit dem Bäten schadlos überstanden haben.

 
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