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EU: Lobbying-Schlacht um Klimaziele

21.01.2008 | 18:30 |  WOLFGANG BÖHM UND REGINA PÖLL (Die Presse)

Österreich wird als reiches Land von den Vorgaben aus Brüssel hauptbetroffen sein. Industrie und EU-Regierungen warnen vor massiven Job- und Wettbewerbsverlusten.

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WIEN/BRÜSSEL. In Belgien gingen am Montag tausende Stahlarbeiter auf die Straße. Sie kämpften für ein absurdes Ziel: mehr Umweltverschmutzung. Der Druck der Straße ist nur eine Variante, mit der in Brüssel zurzeit das Feilschen um die künftige Lastenverteilung in der europäischen Klimapolitik betrieben wird. Lobbyisten und Regierungsvertreter sprechen vor, versuchen noch in letzter Minute die EU-Kommission zu manipulieren. Denn die oberste EU-Verwaltungsbehörde wird am Mittwoch konkrete Pläne vorlegen, wie jedes Land, jeder Industriezweig die ehrgeizigen Klimaziele der Gemeinschaft in die Tat umsetzen muss.

Es geht um viel: Insgesamt sollen in zwölf Jahren vier Milliarden Tonnen CO2 weniger in die Umwelt geblasen werden. Der Ausstoß von Treibhausgasen soll bis 2020 um 20 Prozent reduziert werden. Das geht nur mit engen Fesseln für Industrie, Verkehr und jeden Einzelnen.

Österreich, eines der reicheren Länder in der EU, wird eine Hauptlast bei der Senkung der Treibhausgase leisten müssen. Dem Vernehmen nach könnte es zu einer Reduzierung von insgesamt bis zu 30 Prozent verpflichtet werden. Einen Großteil müsste die heimische Industrie beitragen, den Rest würden Verkehr, Haushalt etc. beisteuern.


„Druck war noch nie so groß“

„Noch nie hat es ein so heftiges Lobbying, noch nie so viel Druck auf uns gegeben“, heißt es unter EU-Vertretern in Brüssel. Täglich treffen Briefe und Petitionen ein. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy intervenierte, ebenso der deutsche Umweltminister Sigmar Gabriel und Belgiens Ministerpräsident Guy Verhofstadt. Auch in Österreich wird vor massiven Jobverlusten in der Industrie gewarnt, sollte die Kommission wie geplant die Verteilung von Gratis-CO2-Zertifikaten, die zum Ausstoß einer bestimmten CO-Menge berechtigen, einstellen. Das Brüsseler Ziel ist es, mit einer generellen Versteigerung aller Zertifikate die bisher magere Umweltbilanz des Emissionshandels zu verbessern.


Furcht vor Wettbewerbsnachteil

Für die Industrienationen Mitteleuropas – wie Deutschland und Österreich – würde das einen zusätzlichen Wettbewerbsnachteil bedeuten. Denn gleichzeitig sollen sie mehr als ärmere Länder im Osten zum Klimaschutz beitragen. Ein Teil des Anteils an den ehrgeizigen Zielen soll nach der jeweiligen Wirtschaftsleistung berechnet werden.

Die EU-Kommission hat allerdings bereits zugesagt, dass es im Gegenzug einen Ausgleich für den energieintensiven Wirtschaftssektor – wie die Aluminium-, Stahl- oder Zementindustrie – geben soll. Diese Unternehmen sollen erst langfristig in die vollständige Versteigerung der Zertifikate einbezogen werden. Alternativ wird nach wie vor auch ein Schutz vor externem Wettbewerb überlegt. Sarkozy und einige Gewerkschaften hatten einen Klimastrafzoll für Drittländer gefordert, die weniger als die EU zum Klimaschutz beitragen.

Der Verteilungskampf ist aber nicht nur bei Verschmutzungsrechten entbrannt. Die Kommission muss nämlich auch das Ziel für erneuerbare Energie (plus 20Prozent bis 2020) auf die Mitgliedstaaten verteilen. Wie die Austria Presseagentur berichtet, soll Österreich seinen Anteil an Wasser-, Wind-, Sonnen- und Biomasse-Energie von derzeit 24 auf 35 Prozent erhöhen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.01.2008)

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52 Kommentare
 
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Und der EU Wahnsinn geht weiter...

Erst einmal einen herzlichen Dank an die Presse für diesen Artikel. Er führt einmal mehr einen berauscht taumelnden Haufen von Eurokraten der schlimmsten Sorte vor.
Hier ist nun sogar schon von Schlacht die Rede.
Diese EU ist wahrhaft eine Schlacht, nämlich gegen jeden gesunden Menschenverstand.
Wenn es diese EU in tausend Fetzen zerreisst und es kann nicht mehr lange dauern, dann knallen in Europa mehr Sektkorken und Knallkörper wie zur Jahrtausendwende.
...und es wäre jetzt höchste Zeit, diesen religiösen CO2 Treibhausklimaschwachsinn als den größten Betrug der letzten Jahrzehntezu entlarven. Wann bricht endlich eine Gazette aus der Meinungsdiktatur aus?

Antworten Gast: IC
23.01.2008 13:40
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Re: Und der EU Wahnsinn geht weiter...

oh ein Naturwissenschaftler?

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Re: oh ein Naturwissenschaftler?

oh, ein CO2 Zertifikate Händler?

summa summarum

die industrien wandern in das ökologische und ökomische voteilhafte osteuropäische gebiet ab

dadurch wird
die arbeit wird weniger

und nebenbei wird
das leben in ö wird teurer

der klimawandel findet trotzdem statt, da die verschmutzung gleich bleibt resp. höher wird

macht das irgendwie sinn?


Re: summa summarum/@BvC

Wir können immerhin unsere letzten Züge angeblich in einer sauberen Umwelt tun - oder doch nicht?

vx
22.01.2008 12:53
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Böses, böses CO2

Und als nächstes bauen wir wieder Atomkraftwerke in Österreich, weil sie 'CO2-neutral' sind.

'Insgesamt sollen in zwölf Jahren 4.000.000.000 Tonnen CO2 weniger in die Umwelt geblasen werden.'
Während:
Die Natur pro Jahr etwa 550.000.000.000 Tonnen CO2 freisetzt, also in 12 Jahren etwa 6.600.000.000.000. Das sind daher 0,1 % davon.
Wird das reichen, um uns alle vor dem Feuertod zu bewahren? :)

[http://de.wikipedia.org/wiki/CO2]

Statt sich selbst etwas zu mäßigen, kauft man sich durch den CO2-Ablaßhandel frei, wie früher in der Kirche. Eigentlich ein schlechter Witz.

Antworten Gast: IC
22.01.2008 13:48
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Re: Böses, böses CO2

Beim vom Menschen emittierten CO2 handelt es sich aber um einen Nettozufluss!!

Antworten Antworten vx
22.01.2008 14:38
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Re: Re: Böses, böses CO2

Warum? Ist das Meer schon an CO2 gesättigt?

Antworten Antworten Antworten Gast: IC
22.01.2008 15:27
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Re: Re: Re: Böses, böses CO2

Ich verstehe Ihre Frage nicht! Ungefähr die Hälfte der emittierten Spurengasse bleiben in der Atmosphäre und die andere Hälfte wird vom Meer aufgenommen.

Antworten Antworten Antworten Antworten vx
22.01.2008 16:13
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Re: Böses, böses CO2

Und wenn das Meer noch nicht an CO2 gesättigt ist, dann wird es noch mehr aufnehmen. Das nennt man dann ein Gleichgewicht.

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Re: Re: Böses, böses CO2

Was wollen¿s denn mit einem "green comical" über chemisches Gleichgewicht diskutieren?

Die kennen sich beim religiösen Quäken von Regenbogen-Kriegern in Onkel Tom¿s Hütte besser aus.

Noah von der Arche am Berg der Freude

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: IC
22.01.2008 16:36
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Re: Re: Böses, böses CO2

Was passiert, wenn es gesättigt ist?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gerald
22.01.2008 17:45
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Re: Re: Re: Böses, böses CO2

Dann herrscht ein chemisches Gleichgewicht und es kann kein weiteres CO2 mehr aufnehmen. Wenn Sie sich das Löslichkeitsprodukt von CO2 in Wasser anschauen, dann sind wir aber noch weit davon entfernt. Allerdings führt das Lösen von CO2 in Wasser zu einem leichten Absauern des pH-Wertes.

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23.01.2008 08:08
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Re: Re: Re: Re: Böses, böses CO2

Wenn das Meer dann kein CO2 mehr aufnehmen kann, wo bleibt dann das emittierte CO2 vom Menschen?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gerald
23.01.2008 09:42
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Re: Re: Re: Re: Re: Böses, böses CO2

Lesen'S meinen zweiten Satz nochmal. Wir sind noch weit, weit davon entfernt, dass das Meer kein CO2 mehr aufnehmen könnte.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: IC
23.01.2008 09:58
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Böses, böses CO2

Wie schätzen Sie das ein? Wie weit ist weit?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gerald
23.01.2008 20:38
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Böses, böses CO2

"Weit" heißt, dass man prinzipiell alles CO2 aus allen fossilen Brennstoffen drinnen lösen könnte, ohne auch nur annähernd den Sättigungspunkt zu erreichen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: IC
24.01.2008 14:16
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Böses, böses CO2

Wer hat Ihnen dieses Märchen eingeredet?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten vx
24.01.2008 17:28
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Re: Böses, böses CO2

Widerlegen Sie es.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: IC
25.01.2008 11:58
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Re: Re: Böses, böses CO2

Hierzu sollten sie einen Ozeologen fragen und nicht diese möchtegern Wissenschaftler allen voran unser Noah.

Hierfür könnte ich Ihnen jemanden vorschlagen.

Dr. Hoffmann ist Meteorologe, er ist seriös.

Erreichbar: http://primaklima.blogg.de/

Ich bin auch kein Klimahysteriker aber Quellen unseres Noah wie junk.sciense sind doch wirklich nicht informativ, oder doch? Auch die CO2-"Thesen" unseres Herrn "Dr." Gernot Stöckl sind nachweislich falsch.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten vx
25.01.2008 12:42
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Re: Re: Re: Böses, böses CO2

Es liegt an Ihnen sich über die Löslichkeit von CO2 in Wasser zu erkundigen, nicht an den anderen.
Informieren Sie sich, berechnen Sie es, beschäftigen Sie sich damit, was auch immer.
Und dann widerlegen Sie es oder Sie akzeptieren es.
Sie sollten die Beweislast nicht immer auf andere schieben, so leicht ist es dann auch wieder nicht :).

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: IC
25.01.2008 14:00
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Re: Re: Re: Re: Böses, böses CO2

Haben¿s Sie¿s berechnet? An welchem Institut arbeiten Sie? Und wie berchnen Sie diese Ergebnisse? Wo haben Sie studiert? Haben Sie Kompetenz oder gehören Sie zu jenen übergscheiden Möchtegern-Forschern a la Aaron Fishhof?


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25.01.2008 15:35
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Re: Böses, böses CO2

Im Gegensatz zu Ihnen habe ich vermutlich die Kompetenz mich dazu zu äußern. Und daß ich die naturwissenschaftlichen Grundlagen dazu beherrsche beweisen Diplom- und Doktorarbeit.
Ich würde einmal mit der Löslichkeit von CO2 in Wasser beginnen, sagen wir bei 10 °C und dem Volumen der die Erde bedeckenden Wassermassen. Die ganzen Strömungs und Durchmischungsprozesse lassen wir dabei mal außer Acht.
Warum bezeichnen Sie etwas als Märchen von dem Sie offensichtlich keine Ahnung haben?

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25.01.2008 16:10
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Re: Re: Böses, böses CO2

Ich glaube nicht, dass Sie Ihren Dr. in Meteorologie oder Ozeologie gemacht haben! Physikalisches Grundwissen reicht dazu nicht aus. Aber bitte ich möchte Sie gerne testen, folgendes leichtes Beispiel:

Möchte man mit Lindzens Klimasensitivität (0,225 K/(W/qm) bei einer Erhöhung der Kohlendioxid-Konzentration um 9 ppm eine Temperaturreaktion von 0,034°C erreichen, so muss die Ausgangskonzentration bei wieviel ppm Kohlendioxid-Konzentration liegen? Bitte bald posten!

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28.01.2008 12:09
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Re: Re: Re: Böses, böses CO2

Ungefähr 310 ppm.

Welche Qualifikation weisen Sie auf? Und ich ersuche Sie diesmal diese Frage auch zu beantworten.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: IC
28.01.2008 14:03
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Re: Re: Re: Re: Böses, böses CO2

Das hat ja ziemlich lange gedauert! Um es genau zu sagen sind es 315 ppm. Das bestätigt, dass Sie keine 100%ige meteorologische Ausbildung haben!

 
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