Es gebe aber noch keinen Zeitplan dafür, wann die neuen Standards greifen und klassische Glühbirnen vom Markt genommen werden müssen, erklärte EU-Kommissionssprecher Ferran Taradellas Espuny.
Plan A: "ehrgeizig"
In Beratungen mit Experten der 27 EU-Mitgliedstaaten legte die Kommission zwei mögliche Szenarien vor: Die als "ehrgeizig" betitelte Variante sieht vor, dass schon ein Jahr nach der Entscheidung alle Glühlampen mit einer Leistung über 40 Watt durch Energiesparlampen ersetzt werden müssten, zwei Jahre später auch die 40-Watt-Birnen. Fünf Jahre nach Einführung der neuen Standards müssten auch alle konventionellen Halogenlampen ersetzt werden.
Plan B: Von Industrie gewünscht
Das zweite Szenario wurde dem Papier zufolge von der Industrie vorgeschlagen und sieht einen langsameren Umstieg über insgesamt neun Jahre vor.
Die Überlegungen der Kommission folgen einem Beschluss des EU-Gipfels vom Frühjahr 2007, der die Einführung strengerer Standards für eine energieeffiziente Beleuchtungstechnik forderte. Nach Angaben der Kommission könnten EU-weit jährlich 45 Mrd. Kilowattstunden Strom gespart werden, wenn alle Haushalte mit Energiesparlampen ausgestattet würden. Dies entspräche dem Stromverbrauch von rund zehn Mio. Haushalten.
Gegenwärtig sind nach Kommissionsangaben in den europäischen Haushalten noch rund 3,7 Mrd. herkömmliche Glühbirnen und nur eine halbe Milliarde Energiesparlampen installiert.
(Ag.)

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