25.05.2012 21:03 | Meine Presse Merkliste 0

Energiesparlampen: Pröll und Cap hamstern Glühbirnen

03.09.2009 | 12:16 |   (DiePresse.com)

Nicht nur viele Bürger, auch hochrangige Politiker kaufen 100-Watt-Glühbirnen auf Vorrat. Cap und Pröll gestehen eine gewisse Nostalgie ein. Seit September sollen Glühbirnen nicht mehr verkauft werden.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Seit Anfang der Woche verschwinden sukzessive die alten Glühbirnen aus den Geschäften, stärkeren Einzug halten die Energiesparlampen. Laut Handel hamstern die Österreicher jetzt alte Birnen. Auch ÖVP-Vizekanzler Finanzminister Josef Pröll und SPÖ-Klubobmann Josef Cap haben am Donnerstag bei einer EU-Debatte beim Forum Alpbach zugegeben, sich eingedeckt zu haben. Beim Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Markus Beyrer, daheim war das die Ehefrau.

Cap brachte eine lange Podiums-Debatte über Schwierigkeiten, EU-Entscheidungen den Bürgern zu vermitteln, mit seiner Wortmeldung zum Glühlampenstreit auf den Punkt: In den kleinen erlebbaren Alltagsdingen definiere sich das Verhältnis zur EU.

Sehnsucht nach "wärmeren Licht"

"Ich muss jetzt einmal leben lernen mit der neuen Lampe", sagte Cap. "Ich habe mich aber auch vor kurzem dabei ertappt, dass ich größere Mengen alter Lampen gekauft habe. Die haben einfach ein wärmeres Licht." Er warte jetzt auf technischen Fortschritt. Wenn auch die neuen Lampen ein wärmeres Licht geben, "dann bin ich voll dabei".

VP-Vizekanzler Pröll: "Bei mir haut es bei dieser Frage die Sicherungen durch." Er erinnerte an seine Zeit als Umweltminister. Regierungsmitglieder seien damals als die "größten Klimaschweinchen der Nation" beschimpft worden, weil man nicht wie anderswo Verbote aussprach, nicht mit den alten Glühlampen aufräumte und die neue Technik einziehen ließ. Ein paar Jahre später stelle man nun um, spare CO2, da drehe sich die Diskussion. Aber er sei kein Fetischist, so Pröll, auch er habe noch alte Glühbirnen gekauft. Gewisse Reminiszenzen könne man sich bewahren.

Mit Europa habe dies nichts zu tun, sagte Pröll, der die Umstellung auf die Energiesparlampen als "grundvernünftig" verteidigte, wenngleich die Technologie vielleicht noch nicht völlig ausgereift sei. Auch der Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Beyrer, betonte, dass an der neuen Technologie kein Weg vorbei führe.

 

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

5 Kommentare
Gast: Energiespar Lampen
18.11.2010 13:24
0 0

Humbug?

Es ist ja, wie mit vielen anderen Dingen auch. Man sieht, dass es weniger verbraucht und ist von dieser "Wirtschaftlichkeit" sofort begeistert. Die Nachteile beachtet man erstmal nicht. Das ist mit den Batterie-betriebenen Autos genau dasselbe. Toll, weniger CO2-Ausstoß, doch was ist mit der Entsorgung? Huch, die scheint in etwa genauso schädigend für die Umwelt zu sein - alles in allem. Wiederholt sich das nun mit den Energiesparlampen? Sieht fast so aus, wenn man liest, dass ihre Herstellung stark umweltbelastend ist und obendrein viel schlechter für die Augen und Gesundheit. Dadurch entsteht (wenn man jetzt ganz pingelig sein möchte) wieder eine Kette von Kosten (für Arztbesuche der Betroffenen etc)...es ist ein Teufelskreis und man bekommt immer mehr das Gefühl, egal, was wir machen, essen, benutzen, konsumieren..es bleibt letztlich doch dasselbe Maß an Schädigung, egal, ob an der Umwelt oder an uns!

Meine Quellen sind übrigens:

http://www.wahrheitssuche.org/energiesparlampen.html

http://www.lampen.de/energiespar-lampen.html

und natürlich auch

http://de.wikipedia.org/wiki/Energiesparende_Leuchtmittel

Gast: Gerd
31.01.2010 14:16
0 0

Wie man die guten findet

Ich habe mich bei der Umstellung auf Energiesparlampen erst einmal sehr geärgert. Denn ich habe Exemplare erhalten die sehr langsam starteten und auch kein schönes Licht machten.
Mittlerweile habe ich extra warmweiße ESL von Osram, die den normalen Glühlampen in nichts nachstehen. Mehr Informationen worauf ich beim Kauf von Energiesparlampen achten sollte haben ich auf den folgenden beiden Seiten gefunden:
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Energiesparlampe" >
und hier:
<a href="http://www.dieenergiesparlampe.de">

Seitdem ist mir etwas klarer worauf ich achten muss wenn ich in den Baumarkt gehe um Energiesparlampen zu kaufen

Gast: Heiko
09.12.2009 14:39
0 0

Es gibt gute Alternativen

Das Licht von Energiesparlampen gefällt mir auch nicht wirklich. LED's finde ich ganz gut, es gibt mittlerweile sehr schöne Leuchten, die mit LED's betrieben werden können (http://www.lampen-experte.de). Lustig finde ich das Euro-Condom von Ingo Maurer. Damit lässt sich das Licht klarer Glühbirnen dämpfen. Auf so etwas muss man erstmal kommen.

Gast: Carsten
05.09.2009 12:14
0 0

Wo gibts noch 100W Glühbirnen???

Nach langem Suchen haben wir für unser Haus noch Vorrat schaffen können bei www.lampenwelt.de - die hatten noch genügend Glühbirnen. Es ist schon schade dass man für die matte Glühbirne in manch einer Designerlampe keinen vernünftigen ERsatz mehr bekomt

Gast: lichtblickl
04.09.2009 09:38
0 0

glühlampe

Es ist besonders sinnvoll, auf eine neue Technologie die "noch nicht völlig ausgereift" ist, dass "kein Weg daran vorbeiführe" sind wohl auch nur Phrasen....
Ob die hohen Anschaffungskosten durch die Ersparnis im Betrieb jemals hereingeholt werden, hat noch keiner vorgerechnet! Dass die Politiker, die (in welchem Auftrag auch immer) diese Regelungen erzwungen haben, selbst ("aus Reminiszenzgründen") Glühbirnen hamstern, ist ein Armutszeugnis sondergleichen! Wenn nicht einmal die jetzigen Rücklaufquoten von Leuchtstoffröhren stimmen, können wir uns auf neue Umweltbelastungen durch sorglos weggeworfene "Energiesparlampen" freuen!Leider haben auch die Grünen in dieser Sache mitgemacht!