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Verbot von Klonfleisch in der EU gescheitert

29.03.2011 | 15:26 |   (DiePresse.com)

Fleisch und Produkte von geklonten Tieren und ihren Nachkommen dürfen in der EU verkauft werden. Minister Berlakovich kritisiert die rechtliche Grauzone. Die EU beruhigt: Klonfleisch sei ungefährlich.

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Die drei Jahre dauernden Verhandlungen über ein generelles Klonfleischverbot in der EU sind endgültig gescheitert. Nach einer Marathonsitzung in der Nacht auf Dienstag konnten Vertreter von EU-Parlament, Rat und Kommission keinen Kompromiss erzielen. Damit bleiben Klonfleisch und die Produkte von Nachkommen geklonter Tiere weiterhin in der EU verkäuflich.

Eine neue Regelung würde Jahre in Anspruch nehmen: Die EU-Kommission kann zwar einen neuen Vorschlag ausarbeiten, doch angesichts der institutionellen Verfahren werde dies Jahre dauern und von Interessengruppen verzögert werden, kritisierte die ungarische Ratspräsidentschaft.

Berlakovich: "Wollen kein Klonfleisch"

"Wir wollen kein Klonfleisch auf Österreichs Tellern. Es ist völlig inakzeptabel, dass es für diesen Graubereich weiterhin keine europäische Regelung gibt", kritisierte der österreichische Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich (ÖVP) und forderte ein generelles Verbot von Klontechnologie. "Es ist nicht akzeptabel, dass es in der Nacht auf heute zu keiner Einigung gekommen ist", stimmte Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) ein.

Berlakovich forderte weiters den Aufbau eines Rückverfolgbarkeitssystems für Reproduktionsmaterial und lebende Nachkommen. "Es kann nicht sein, dass dieses Thema nun für zwei bis drei Jahre auf Eis liegt, nur weil sich EU-Parlament, Rat und EU-Kommission nicht einigen konnten", so der Landwirtschaftsminister. Wenn es Europa nicht schaffe, einen gesetzlichen Rahmen für alle neuartigen Lebensmitteltechnologien zu finden und sich auf die Novel-Food-Verordnung zu einigen, dann sei das ein klarer Rückschritt in der Lebensmittelpolitik.

"Ja, ich würde geklontes Rindfleisch essen"

Ganz anders die Meinung aus Brüssel: Der Verzehr von Fleisch, Eiern oder Käse von den Nachkommen geklonter Tiere sei ungefährlich, erklärte die EU-Kommission. Das hätten wissenschaftliche Untersuchungen eindeutig ergeben, sagte EU-Gesundheitskommissar John Dalli laut dpa am Dienstag in Brüssel: "Ja, ich würde geklontes Rindfleisch essen." Nach dem Scheitern der EU-Verhandlungen sei der Weg für Fleisch von Nachkommen geklonter Tiere nach Europa frei.

(APA)

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51 Kommentare
 
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Gast: Schiri
31.03.2011 23:44
0 0

EU-Parlament schießt Eigentor

Ja was sollen's den sonst machen, wenn's aus dem eigenen Strafraum nie raus kommen.

Man kann mit ihnen keine vernünftigen Gespräche mehr führen ...

... leider ist der Austritt die einzige Alternative.
Mit jedem Tag, den wir zuwarten, wirds teurer.

Gast: Wien
30.03.2011 17:37
0 0

Monsanto

Monsanto läßt grüßen. Dieses Thema wäre der Grund für eine Europäische Volksabstimmung.

Gast: dfash
30.03.2011 13:55
0 0

Elegante Methode

Es wäre unpopulär und wenig likrativ, gegen Beschränkungen bei "Klonfleisch" zu sein.
Also agiert man so patschert, daß man scheitern muß, dadurch hat man das gewünschte Ergebnis und wer anderer den schwarzen Peter.
Man lebt gut in Brüssel.

Pilatus
30.03.2011 11:17
0 0

Bei diesem

Politikerschrott in Brüssel war auch nichts anderes zu erwarten. Denen haben wir schon viel Mist zu verdanken und jetzt auch noch das.

Gast: Monsanto
30.03.2011 02:22
0 1

Monsanto

Wir als Monsanto-Konzern fordern mehr abnehmer unserer gen-produkte.
in zusammenarbeit mit Pioneer und anderen konzernen wollen wir resistente pflanzen in menschen verpflanzen.
somit wird auch der mensch resistent.
leider ist einer unserer lobbyisten jetzt nicht mehr verfügbar, aber als agrarexperten finden wir immer schwarze scha.. ähhh, parteien, welche uns dienlich sein werden können.

lieber konsument der agrarprodukte, wir wollen nur das beste von euch:
EUER GELD!

p.s.:

jeder, der schon berichte über monsanto und pioneer gesehen hat, über die verleihung des alternativen nobelpreises an die atomphysikerin in indien muss verstehen, dass das alles so nicht weitergehen kann.

Gast: lupus67
29.03.2011 23:24
0 0

mahlzeit

bei der ganzen klonerei geht es nur um die kohle.was gut oder schlecht am konen an sich ist, muss jeder für sich entscheiden. aber der sinn des ganzen ist es, patente auf lebewesen zu bekommen, und damit für jedes tier, das nach diesem patent gebaut ist abzukassieren. siehe österreichische obst und getreidesorten, die in österreich gar nicht mehr angebaut werden dürfen, ohne den großen konzernen ( meist japanischen) zu zahlen. bald wird jeder bauer befürchten müssen, dass irgendein heini eines konzernes blutproben zieht, und ihm beweist, dass sein konzern das monopol auf dieses tier hat und der bauer daher zahlen muss. versuche mal einer, masthühner oder truthühner selber zu züchten. die kükenproduktion ist sowieso schon in der hand von grossunternehmen. jetzt sind eben die anderen arten dran. das hat nichts damit zu tun, dass der bruder von schaf A genauso gut schmeckt wie B. es geht darum, dass jemand zusätzlich abkassieren will, weil er das patent für brüderchen B hat

Gast: Robert Pichler, 9500 Villach
29.03.2011 23:16
0 0

Diagnose: Klonfleisch

Also wenn ich von irgendwelchem Fleisch einer Erkrankung erliege, verklage ich die Vertreter des EU-Parlaments, den Rat und die Kommission, welche die Klonfleischverhandlungen geführt haben und zu keinem Schluss gekommen sind, auf Schadensersatz in Milliardenhöhe (in Euro)!!!

Antworten Gast: Grummelbart2
31.03.2011 15:46
0 0

Re: Diagnose: Klonfleisch

Bei einer Milliardenklage wird ganz schön was an Pauschalgebühr bei Gericht fällig - so einige Milliönchen... wenn sie sich das leisten können, bitte - unser Finanzminister wirds ihnen danken!

Antworten Gast: Glück
30.03.2011 02:12
0 0

Re: Diagnose: Klonfleisch

viel glück bei der klage!

und wenn ich durch die blaulichthältigen sparlampen depressiv werde und mich erhänge, dann werde ich auch die EU auf Milliarden verklagen.
bei meiner ehr'! ;)

Gast: Flitzpiepe
29.03.2011 21:26
0 0

So kommt es zum Werteverfall!

Wenn die Verantwortlichen sterben, natürlich oder ohne weiters schuldhaftes Zögern, dann wird in Gegenwart des sich versöhnlich milde über ihnen erhebenden Erdhaufens mein Tanzbein zu jucken beginnen.
Aber vermutlich muss ich doch nur dringend "Klein"

Dr. Buesam
29.03.2011 18:18
1 0

No,

da in Brüssel auch lauter Klone sitzen (Leberzellen, Galle, alles mögliche, nur kein Gehirn), verwundert das nicht weiter.

helfrich
29.03.2011 18:11
4 0

In diesen Lobbyistenburgen

sitzen ausgesuchte A____Löcher. Haben wahrscheinlich wieder die Rüssel in den Trog irgendwelcher Grosskonzerne stecken dürfen. Unfassbar, für was wir diese Idioten bezahlen müssen.

freeman
29.03.2011 17:31
4 2

Ich fordere eine Kennzeichnungspflicht

für durch die unmenschliche Methode der Auslesezucht veränderten Lebensmittel!

Am sichersten wäre sowieso eine Kennzeichnungspflicht für alle evolutionär veränderten Lebensmittel - schließlich will man als mündiger Konsument ja wissen, was man isst.


Cosinus62
29.03.2011 16:48
3 0

Diese KlonKommission..........


Gast: sohalt
29.03.2011 16:15
1 2

Alles!

Gentechnik, Plutonium und jetzt auch noch Klon-Fleisch - das hängt doch alles irgendwie zusammen. Ob da meine Jod-Tabletten noch was ausrichten können?

Gast: Marandana
29.03.2011 16:11
1 0

Klonfleisch passt genau in "unsere" Zeit !

das teilweise sozial verwöhnte u. in die irre geführte volk von theoretikern möchte gerne urban,modern mit labtop,flatscreen,auto(am besten mit hybridschmäh),überseeurlaub etc. leben, lebensmittel hätte man aber gerne von der unberühten alm wie zu omas zeiten wo der der gute bauer zwei liebe kühe hat,ein schweinderl u.die glücklichen pieperln zu ostern die eier selbst bemalen......hätte es auch weiter geben können(fast,denn das mit den pieperln ist übertrieben,wobei einige anstudierte hascherln es glauben könnten) ,wären die "einfachen" fleischer,landwirte weiterhin gut genug gewesen,waren sie aber nicht...."wer noch nie beim discounter war werfe den ersten biokartoffel"....der aufruf zum fleischverzicht der jetzt noch stärker erfolgen wird ist kein problem für die grossen player auf dem fleischmarkt,auf jeden wohlstandsvegetarier hier kommen kommen mind. drei fleischkonsumenten aus der aufstrebenden welt wie china,indien,russland u. umgebung......u. ob gewisse leute (hier)wirklich fleisch essen sollten....? denn kein tier sollte geschlachtet werden um subventioniert zum dumpingpreis als lockmittel im kühlregal zu enden um dann auch noch kaputtgeklopft, ver bzw. zer-kocht zu werden(für viele ist tofu wirklich die bessere lösung).....denn abgesehen von der moral ist es auch ein schlechtes geschäft für bauern u. fleischbranche.....

Ilka
29.03.2011 15:27
8 3

Ich will kein Fleisch von geklonten Tieren!

Es muss eine Kennzeichnungspflicht her!

Zb auch Gen-Mais - all diese Manipulationen haben unerträgliche Ausmaße erreicht!

Antworten freeman
29.03.2011 17:42
3 0

Und geklonte Pflanzen?

Sollte man die auch kennzeichnen?

Antworten Antworten Ilka
29.03.2011 17:48
1 0

Re: Und geklonte Pflanzen?

Ja - extra für die Grünen......

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Studie dazu

Vielleicht für den einen oder anderen interessant:

Risiken und Folgen der Einführung geklonter Nutztiere für Agrarwirtschaft und Lebensmittelerzeugung:

http://martin-haeusling.eu/attachments/069_Klonstudie_DE_lang_Layout_final_jun10.pdf

2 3

Und wieder ein Lehrbeispiel für Öko-Bobo-Irrationalität


Was ist denn ein Klon?

Ein Klon ist ein technisch produzierter eineiiger Zwilling eines Originales.

Wenn jetzt der Klon verboten werden soll, warum dann das baugleiche Original nicht verbieten?

Das "Argument": Aber wir wollen eben keine Atome und keine Gene und keine Chemie und keine Physik und keine Klone und so Sachen.

Öko-Esoterik gepaart mit Halbwissen und "das hab ich im Internet gelesen" ergibt die neugrüne Vollblödheit.

Antworten helfrich
29.03.2011 18:16
1 0

Re: Und wieder ein Lehrbeispiel für Öko-Bobo-Irrationalität

Ich bin kein "Grüner", aber die Vollblödheit, wie sie es treffend nennen, ist eher bei den Managern diverser Firmen zu diagnostizieren.

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Re: Re: Und wieder ein Lehrbeispiel für Öko-Bobo-Irrationalität

>>...Managern diverser Firmen...<<

"Vollblöd" sind die ganz und gar nicht. Die betreiben (im Verein mit Moxsanto, Pioxeer und co) die Verkonzernisierung der Landwirtschaft mit Riesenschritten. Bald wird kein Bauer mehr gegen sie bestehen können und sie werden auf Lebensmittel genau so ein Quasimonopol haben, wie jetzt auf die Energie. Wer die Blöden sind, wird sich dann herausstellen. Aber Hauptsache Geiz ist geil - yeah... ;-)

Antworten der__mann
29.03.2011 15:53
3 1

Re: Und wieder ein Lehrbeispiel für Öko-Bobo-Irrationalität

halbwissen haben nur sie.

wissen sie überhaupt, was ein eineiiger zwilling ist?

wo liegt der nutzen in einem eineigen zwilling?

wenn sie diese fragen ausreichend beantworten können, dürfen sie mit gebildeten menschen reden - vorher gehen sie besser zum wirten nebenan!

kasper!

Antworten Gast: ilike
29.03.2011 14:47
4 1

Re: Und wieder ein Lehrbeispiel für Öko-Bobo-Irrationalität

im ernst:
wow, ein einleuchtender kommentar, aber das klonen übernimmt eben nur der mensch und da kann es hie und da doch zu kleinen hoppalas kommen, die wiederum aus geldgier, wie zahlreiche beispiele aus der vergangenheit zeigten, vertuscht werden könnten.

und genau das, macht den einfach gestrickten konsumenten sorgen, denn die atomlobby - ein hnter den kulissen weltumspannenden milliarden-geschäft - preist ihre akw`s an, nur im falle eines supergaues verzichtet man dann doch aus geldgier auf entsprechende gegenmassnahmen. (beispiel tschernobyl - roboter, die den verstrahlten müll abtransportieren sollten, hielten den strahlen nicht stand etc etc (gestern gesehen im tv)

da graust einem halt !

 
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