25.05.2012 21:18 | Meine Presse Merkliste 0

Abschied von Atomkraft wird lang und teuer

30.05.2011 | 18:59 |  von Matthias Auer und Helmar Dumbs (Die Presse)

Deutschland und die Schweiz wollen nach Fukushima auf Kernenergie verzichten. Doch aus welchen Quellen soll Europas Energiehunger künftig gestillt werden? Was können Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie leisten?

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Wien. Auf einmal ging es Schlag auf Schlag. 25.Mai: Die Schweiz beschließt, den letzten ihrer fünf Atomreaktoren bis 2034 vom Netz zu nehmen. 30.Mai: Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel tritt vor die Presse und verkündet: „Wir wollen bis 2022 vollständig auf Kernenergie verzichten.“

Die Atomkatastrophe im fernen Fukushima – nach einem Erdbeben und einem folgenden Tsunami kam es dort im März zur Kernschmelze in drei Reaktoren – hat damit erste konkrete Auswirkungen auf die Energiepolitik in Europa. Weitere Länder könnten folgen: In Belgien wurde der Atomausstieg schon 2003 beschlossen, der Beginn ist 2015 vorgesehen. Spanien will zumindest keine neuen AKW bauen. Und Italiens Premier Silvio Berlusconi hat plötzlich Angst vor dem Volkswillen bekommen: Noch vor Kurzem plante er den Wiedereinstieg in die Atomkraft, nach Fukushima ist aber ein großer Teil der Italiener dagegen. Die geplante Volksabstimmung würde Berlusconi also verlieren.

Schlagartig gewinnt mit diesen Entscheidungen eine Frage an Brisanz: Welche alternativen Energieträger können in Zukunft einen Teil von Europas 143 Kernkraftwerken ersetzen? Und vor allem: Wie schnell kann das geschehen?

 

Zunächst mehr Gaskraftwerke

Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel hat ihre Antwort bereits gegeben: Bis 2030 sollen in der Nord- und Ostsee um geschätzte 75 Milliarden Euro hunderte Windkraftanlagen mit einer Leistung von 25 Gigawatt entstehen. Um die Leistung eines AKW-Reaktorblocks zu ersetzen, braucht es derzeit rund 300Windräder. Bis heute hat Deutschland aber erst zwei kleinere Testanlagen im Meer stehen.

Vorerst wird man also wohl nicht um den Bau zusätzlicher Gaskraftwerke herumkommen. Das erhöht freilich die Abhängigkeit von russischem Erdgas und stellt die Klimaschutzziele der EU infrage. Erst am Montag meldete die Internationale Energieagentur (IEA), dass der weltweite Kohlendioxidausstoß 2010 so rasch gestiegen ist wie nie zuvor. Im Vorjahr wurden demnach 30,6 Gigatonnen CO2 emittiert, 1,6Gigatonnen mehr als 2009.

Damit also auch das Klima den Atomausstieg in weiten Teilen Europas verkraften kann, müssen die stillgelegten AKW auf dem Kontinent am ehesten durch erneuerbare Energieträger ersetzt werden.

 

Windboom im Norden

Europa hofft für die Zukunft der Energieversorgung vor allem auf kräftigen Rückenwind aus dem Norden: Derzeit liefert Windenergie gerade einmal fünf Prozent des europäischen Stroms. Bis 2030 soll es ein Drittel sein, fordert die EU-Kommission, bis 2050 sogar die Hälfte. Vor allem vor den Küsten Großbritanniens, Dänemarks und Deutschlands ist das Potenzial groß. Windenergie kostet derzeit je nach Standort sechs bis neun Cent pro kWh. Auf hoher See sind die Kosten mit zehn bis 16 Cent höher.

 

Wasserkraft ist günstig

Gewaltiges Potenzial hat auch die Wasserkraft, vor allem, wenn etwa Frankreich den Ausstieg aus der Atomkraft beschließen würde. Denn die natürlichen Gegebenheiten dort sind dank der vielen Gebirge und Wasserläufe geradezu ideal. Die Technik gilt zudem als ausgereift und im Gegensatz zu den meisten anderen alternativen Energieträgern als günstig genug, um mit Gas- und Kohlekraftwerken konkurrieren zu können.

Sonnenenergie wird seit Jahren vor allem im Süden Europas eine große Zukunft vorausgesagt. Doch obwohl die Preise für Solarenergie schneller fallen als die jeder anderen alternativen Energiequelle, zählt Solarenergie heute immer noch zu den teuersten Varianten, Strom zu erzeugen.

Der Einsatz von Biogas kann regional sinnvoll sein, das Potenzial von Wellen- und Strömungsenergie kann heute nur schwer abgeschätzt werden.

Auf mittlere Sicht, da sind sich die meisten Forscher einig, ist es möglich, nicht nur die Kernenergie, sondern auch fossile Energieträger durch erneuerbare zu ersetzen.

Den europäischen Netzbetreibern bereitet das jedoch heftige Sorgen: In Deutschland warnten die vier Branchengrößen bereits vor Wochen davor, dass ein zu rasches Abschalten der AKW zu Stromausfällen führen könne. Europas Netze seien nicht auf die erwarteten Mengen an Alternativenergie ausgelegt, die eben nicht gleichmäßig angeliefert kommt, sondern nur dann, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht. Wichtig ist daher auch der Ausbau der Übertragungsnetze und die Entwicklung von Stromspeichern.

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Energie sparen

Die einfachste Variante, Atomkraftwerke zu ersetzen, ist freilich, weniger Energie zu verbrauchen. Die EU wünscht sich etwa, den Energieverbrauch in Europa bis ins Jahr 2020 um ein Fünftel zu reduzieren. Derzeit sieht es nicht so aus, als würde der Wunsch in Erfüllung gehen. Nach heutigem Stand würde die EU 2020 nur bei neun Prozent weniger Energieverbrauch landen.

Kritiker monieren, dass am Ende ein ganz anderes Szenario stehen könnte – und Länder, die nun vollmundig aussteigen, künftig eben Atomstrom importieren. Denn andere denken gar nicht daran, die Kernenergie aufzugeben, allen voran AKW-Großmacht Frankreich. Tschechien und die Slowakei planen den Ausbau ihrer AKW, Russland will bis 2030 überhaupt 26 neue Reaktoren bauen. So rasch schlägt der Atomenergie in Europa also nicht die letzte Stunde.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.05.2011)

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172 Kommentare
 
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Was haben Atommafia, Grünstromlobby und Finanzspekulation gemeinsam!

Sie sind die Profiteure des CO²-Schmähs !!!!

Sie alle sind auch gewöhnt, regelmäßig ober bei Fehlspekulationen vom Steuerzahler aus der Klemme gezogen zu werden und die Umweltaktivisten und anderen Klimaschützer machen ihnen noch dazu gratis die Räuberleiter.....

Die Überschrift ist schon reiner Quatsch!

Atomenergie ist weitaus die teuerste!! Da müssen natürlich auch die Folgekosten von Tschernobyl und Fukushima sowie die Abwrack- und Endlagerkosten eingerechnet werden!!!!!!

Und wieviel % der Weltenergieproduktion macht die Atomenergie aus??? Diese paar %erln sind leicht zu ersetzen!!!!!

Gast: und was ist eigentlich mit einer
31.05.2011 16:01
0 0

Alternative?

ich finde auf den ersten Blick hört sich das Konzept der bloombox gut an http://de.wikipedia.org/wiki/Bloom_Energy - vielleicht ist "jedem Haushalt seine Bloom-Box" ja eine bessere Idee als große Kraftwerke zu bauen?

1 9

Re: Speicherkraftwerk

Sagen sie einfach WO und morgen hocken 1000 Öko-Grün-Sandler dort und ketten sich an den "Freund Felsen". Und die KRONE, das Fäk- äh Zentralorgan der österreichischen Dummheit fährt eine wilde Kampagne bis dann nach stundenlangem heldenhaften Widerstand der Politik am nächsten Tag Kanzler Faymann verkündet, man werde nicht gegen die Bürger blabla...

Antworten Gast: Strom
31.05.2011 18:24
1 0

Re: Re: Speicherkraftwerk

Denen will ich ja das Wasser abgraben mit meiner Forderung das an der Planung eine starke Umweltgruppe dabei ist die die "Rechte" der Natur vertritt.

Als Gegenzug zu diesem Angebot könnte ich mir vorstellen das es dafür keine zeitaufreibenden Bewilligungsverfahren und Einspruchsfristen gibt.

Auch werden die Aktivsten damit sehr unglaubwürdig,

Mir ist die Umwelt sehr wohl wichtig, nur wenn ein Verfahren dann verwischt wird und über Jahrzehnte dauern, nicht die extrem hohen notwendige Leistungsfähigkeit bringen ist ein derartiges Projekt für die Katze, und geholfen ist auch niemanden.

Deutschland braucht nicht irgendwann in 20 Jahre eine Lösung sondern verdammt schnell, das sind wir nicht nur den Deutschen schuldig sondern uns selbst, verstrahlten Alpen nach einem Unglücksfall sind auf jeden Fall schlimmer alles 100e Speicherkraftwerke, und diese Handlungsweise fällt auch jenen auf den Kopf die sich so vehement dagegen wehren!

0 0

Wie wahr!

In deutschland wurd das sehr gut dokumentiert:

http://www.die-dagegen-partei.de/

Gast: Strom
31.05.2011 13:10
0 0

Speicherkraftwerk

Österreich könnte mit diesem Ausstieg so richtig schön profitieren.

Alternative Energie steht selten zur Verfügung wenn man sie braucht, dafür aber wenn man diese gerade nicht braucht.

Die Lösung, Speichern der Energie das ist zwar auch nicht gerade Wirtschaftlich, aber bitte, wenn der Strom billig ist, Speicher füllen, wenn er teuer ist diese leeren, nennt sich Speicherkraftwerk.

Ein paar Wunderschöne dieser Dinger haben wir ja, wie Kaprun, ein paar mehr noch, und der Geldregen fließt so richtig dick.

Dafür bräuchte es Menschen die jetzt sehr schnell Köpfe mit Nägel machen, ein Zusammensetzten der Fachkräfte von Politkern und Naturschützern auf einem runden Tisch deren Zimmer erst verlassen werden darf wenn ein Lösung auf dem Tisch liegt.

Mit Nein sagen kommen wir nicht weiter, und verlieren zusätzlich noch verdammt viel Geld.

Klar wird Deutschland nach alternativen suchen, unser Vorteil ist, solange diese dort nicht erheblich billiger sind, sind wir im Geschäft, und unsere Erfahrungen damit sind auch nicht gerade ohne!

P.S.: Des geht aber nur staatlich außerdem finde ich sollten die Gewinne daraus auch wieder der Allgemeinheit zugute kommen.

Re: Speicherkraftwerk Tappenkarsee

Der Tappenkarsee ist schon so wie er ist ein natürlicher Speichersee, bis zu 80 m tief.Eine kleine Staumauer würde sein Fassungsvermögen verdoppeln. Eine fast senkrechte und damit relativ kurze Druckleitung wäre durch das Gelände vorgegeben.......alles in allem eine ideale und sehr preisgünstige Lösung!

Aber die "Naturschützer" machen ein Theater!!!!!

Übrigens: Wer kann mir erklären, warum der Tappenkarsee so viel schöner und für die Natur wertvoller sein soll, als z.B. der Silvretta-Stausee????

Der von mir darüber befragte "Naturschutzbeauftragte" des Alpenvereins verweigerte mir beleidigt jede Antwort.

Antworten mhaberler
31.05.2011 16:09
1 6

mit diesem Ausstieg so richtig schön profitieren

zum Beispiel die Alpen zubetonieren, das wär doch so richtig schön

gehts noch?

Antworten Antworten Gast: Strom
31.05.2011 17:59
6 0

Immer nur dagegen sein ist keine Lösung!

1. Hab ich ziemlich deutlich den Umweltschutz nicht herausgenommen.

2. Die Bemühungen Deutschlands zum Atomausstieg sollten auch aktiv belohnt und gefördert werden, immer nur dagegen sein, geht nicht!

3. Speicherkraftwerke können am Ende der Laufzeit ohne Probleme Rückgebaut werden, und mir sind 100e Speicherkraftwerke in den Alpen noch immer Sympathischer als über mehrere 1000 Jahre unbewohnbare Alpen durch einen Unglücksfall.

4. Es sollte auch ein Anreiz für weitere Nachbarländer sein, zu zeigen wir lassen sie mit ihren Problemen nicht im Stich.

5. Finanzielle Gewinne die der Allgemeinheit zugute kommen finde ich durchaus legitim mehr Probleme hätte ich würden die Gewinne daraus im Aktienhandel und Spekulation landen, die Alpen gehören ja auch uns allen!

DerMike
31.05.2011 13:08
5 0

Abschied von Atomkraft wird lang und teuer

Auch so kann man Preiserhöhungen argumentieren...

BAntworter
31.05.2011 12:10
0 0

Es gibt keine Alternative

Der Energieverbrauch, den wir haben, ist Teil einer aberwitzigen Lebensweise, die alles umbringt. Auch alle "Alternativenergien" sind lächerliche Fehlkalkulationen, und das wird sich auch bald herausstellen, wenn man wirklich dafür weitere Milliarden rausschmeißt.

Wir willen es nur noch nicht zur Kenntnis nehmen. Es gibt kein "Atom oder Wind/Solar", es gibt nur ein "weder noch".

Gast: Freund der Sonne
31.05.2011 12:00
2 0

Die Jugend will keinen Atomdreck

Es sind eigentlich die konservativen Regierungen die auf Atom setzen.
Der nächste Gau ist in Frankreich oder in Amerika.

Antworten Gerald
31.05.2011 12:33
2 1

Re: Die Jugend will keinen Atomdreck

Playstation fideln, TV glotzen, Internet surfen und Handyfonieren will die Jugend aber schon?

Aber eh kein Problem, der Strom kommt schließlich aus der Steckdose und zahlen tun es ohnehin die Eltern...

Gast: Omamamamam
31.05.2011 11:36
0 0

Willkommen im Club.

Die Schweiz steigt gerade aus, Italien ist schon ausgestiegen, Litauen ist auch ausgestiegen, Österreich, Irland, Norwegen, Island, Portugal, Griechenland, Luxembourg, Lettland, Estland, Dänemark und Polen haben nie AKWs gebaut. Und sich Milliarden erspart ...

0 8

Österreich, Irland, Island, Portugal, Griechenland, Polen...

.
Man könnte meinen die Pleitekandidaten haben am falschen Ende gespart...

Diese Länder betreiben AKWs oder planen/bauen gerade:

3.1 Südafrika
4.1 Armenien
4.2 China
4.3 Indien
4.4 Iran
4.5 Japan
4.6 Kasachstan
4.7 Pakistan
4.8 Südkorea
4.9 Taiwan
5.1 Belgien
5.2 Bulgarien
5.3 Deutschland
5.4 Finnland
5.5 Frankreich
5.6 Italien
5.7 Litauen
5.8 Niederlande
5.9 Rumänien
5.10 Russland
5.11 Schweden
5.12 Schweiz
5.13 Slowakei
5.14 Slowenien
5.15 Spanien
5.16 Tschechien
5.17 Ukraine
5.18 Ungarn
5.19 Vereinigtes Königreich
6.1 Kanada
6.2 Mexiko
6.3 USA
7.1 Argentinien
7.2 Brasilien

Re: Schweiz, Deutschland,Italien,Österreich, Irland, Island, Portugal, Griechenland, Polen...

Ihre Liste ist schon nicht mehr aktuell und wenn man sie bereinigt, bleiben fast nur mehr Länder übrig, denen man durchaus unterstellen kann, daß sie sich die Option auf die Atombombe offenhalten wollen, oder überhupt schon eine haben!!!!!

galli leo
31.05.2011 09:57
5 0

zu beginn des letzten jahrhunderts

waren autos auch nicht konkurrenzfähig zu pferdekutschen!

da allerdings die pferdekutschen-branche nicht so hoch subventioniert und so stark geschützt wurde wie heute die atomindustrie, konnte das auto sich im lauf der zeit durchsetzen.
die nachfrage, der durch massenproduktion sinkende preis und der technische fortschritt machten es möglich, dass wir heute nicht mehr standardmäßig mit 1 ps durch die gegend zuckeln.

genau so wird es auch mit der alternativen energie, welche form auch immer, sein:
sobald die marktverzerrende förderung von alten, überholten konzepten ein ende hat, sobald die produktion in großer menge stattfindet, werden 1. die preise stark sinken und 2. durch innovation (die sich dann endlich auszahlt) eine wesentlich höhere effizienz erzielbar sein.

1 8

Re: zu beginn des letzten jahrhunderts

Sie verwechseln da was:

Windmühlen gibts schon ewig, und es muss einen Grund gehabt haben warum diese vor Jahrzehnten, lange vor den ersten AKWs, abgerissen wurden. Weil sie eben unwirtschaftlich sind.

Und nichts wird unsinniger und höher gefördert als die Photovoltaik! Seit Jahrzehnten! Und was kommt dabei raus? 9% Wirkungsgrad. Und die Sonne strahlt eben nur eine begrenzte Menge Energie pro Quadratmeter ein, da kann man Purzelbäume schlagen und Diagramme zeichnen wie man will, die Physik lässt sich nicht aushebeln.

Und so scheint heute eher die Photovoltaik eine unsinnige Pferdekutsche zu sein, die man mit allen Mitteln irgendwie am leben erhalten will. Obwohl nur die großindustrielle Stromproduktion mit Hamstern in Hamsterrädern unsinniger wäre als PV.

Antworten Antworten iedo
31.05.2011 17:10
2 0

Re: Re: zu beginn des letzten jahrhunderts

Da du das ja öfters postest: Du scheinst der Meinung zu sein, das hoher Wirkungsgrad mit "besserer" Energieform gleichzusetzen ist; das ist aber Schwachsinn - ein hoher Wirkungsgrad ist erstrebenswert, da die Wirtschaftlichkeit erhöht wird, aber das wars (AKWs haben übrigens auch keinen sonderlich hohen effektiven Wirkungsgrad).

Ein theoretisches Materie/Antimaterie Kraftwerk, würde zB auch bei einem Wirkungsgrad von nur 1% alles was wir jetzt haben trotzdem locker in den Schatten stellen!

PS: Das Märchen vom "Sozialschmarotzer" Photovoltaik lese ich auch nicht zum ersten Mal, stimmt aber auch nicht - gefördert wird WEIL eben so zukunftsträchtig (und weil für Privatnutzer im Augenblick noch teuer)

Hirschmugl
31.05.2011 09:20
2 0

Frankreich hat eine Chance :

Gezeitenkraftwerke. Ob die Atlantik-Wellen sich an Felsen brechen oder in Turbinen verändert die Umwelt nicht.

Antworten Gast: alteranivenergie
31.05.2011 15:55
1 0

Re: Frankreich hat eine Chance :

Es gibt auch andere alternative Technologien zur Energie-Erzeugung, zum Teil halt noch total in den Kinderschuhen: beispielsweise: Osmosekraftwerke oder Wellenkraftwerke

Antworten Gast: B52
31.05.2011 10:36
0 1

Die Franzosen bauen zurzeit aber

ein AKW direkt an den klippen. Die gehen halt lieber auf Nummer unsicher!

Antworten Gerald
31.05.2011 09:56
1 1

Re: Frankreich hat eine Chance :

Gezeitenkraftwerke sind eine interessante Technologie, aber von der Stromproduktionsmenge her eher vernachlässigbar. Erstens kann man sie nicht überall bauen, da muss die Geologie passen und zweitens liefert die derzeit größte Anlage (Rance in Frankreich) gerade einmal eine Leistung von 240 MW. Zum Vergleich ein moderner Reaktor in Frankreich (Bauzeit Ende der 90er) liefert ca. 1.500 MW. Man bräuchte also sieben solcher Gezeitenkraftwerke um nur EINEN Kernreaktor zu ersetzen!

Antworten Antworten Gast: Petitplan
31.05.2011 11:28
1 0

Frankreich hat 29 AKW

und 5000 Kilometer Küste. Da sollte also Platz genug sein, um rund 210 gezeitenKWs zu errichten...

Antworten Antworten Antworten Gerald
31.05.2011 12:21
1 1

Re: Frankreich hat 29 AKW

Das funktioniert aber auch nur unter der Annahme, dass die Küste flächendeckend mit Betondämmen zugepflastert wird. In der Realität stehen dann dieselben Grünbewegte die den Ausstieg aus der Kernkraft verlangen dann dort wieder bei Protesten in der ersten Reihe, weil da irgendein Lebensraum von irgendeinem Tier zerstört wird.

Außerdem sollten Sie nochmal genau mein Posting lesen. Ich sprach von Reaktoren, nicht von AKW. Frankreich hat 29 AKW mit 59 Reaktoren. Sieben Gezeitenkraftwerke der Größe von Rance können gerade einmal einen modernen Reaktor ersetzen.

 
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