25.05.2012 21:18 | Meine Presse Merkliste 0

Der Kampf gegen die Windmühlen hat erst begonnen

30.05.2011 | 18:59 |  MATTHIAS AUER (Die Presse)

Deutschland nimmt seine AKW voreilig vom Netz. Nötige Ausbauprojekte müssen realisiert und Umweltschützer davor bewahrt werden, sich selbst ein Bein zu stellen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

 

Es war Ehrensache, dass Österreich nach dem deutschen Atomausstieg als einer der ersten Gratulanten vorstellig wurde. Seit Jahren gefällt sich das Land als Europas Einpeitscher gegen die Atomkraft – ganz egal, wie viele Fernseher hierzulande ohne Energie aus Atomkraftwerken schwarz blieben. Im Rest Europas stieß Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel mit ihrer Ankündigung, spätestens 2022 den letzten deutschen Meiler vom Netz nehmen zu wollen, auf weniger Gegenliebe. Die Atomländer Frankreich und Großbritannien geißelten die deutsche „Hysterie“.

Tatsächlich wirkt der Ausstieg überhastet. Die Warnungen der deutschen Netzbetreiber vor Stromausfällen in halb Europa wurden mit einem Schulterzucken weggewischt. Selbst Brüssel zeigte sich besorgt darüber, was der Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg für den deutschen Staatshaushalt bedeute. Hunderte „grüne“ Kraftwerke und tausende Kilometer Übertragungsleitungen müssen gebaut und vor allem finanziert werden.

Und dabei können noch nicht einmal die Umweltschützer ihren „Sieg über die Atomindustrie“ so richtig auskosten. Denn einerseits wird die geforderte Energiewende in Deutschland noch auf sich warten lassen. Bis ausreichend Windräder gebaut und Leitungen verlegt sind, um die Leistung der AKW zu kompensieren, müsste das Land mehr als einen kalten Winter überstehen. Stattdessen wird Deutschland vorerst wohl Milliarden in die Hand nehmen, um Gas- und Kohlekraftwerke zu bauen. Damit wird das Land künftig weit über 60 Prozent seines Stroms aus fossilen Energieträgern beziehen.

Eine Hiobsbotschaft für jeden Klimaschützer. Und das just an dem Tag, an dem die Internationale Energieagentur sie mit neuen Rekordwerten beim Ausstoß von Kohlendioxid für 2010 verschrecken musste.

Auch andere Wege, die Stromlücke kurzfristig zu schließen, sind wenig verlockend. Schon heute ersetzt Deutschland jene acht Kernkraftwerke, die bereits vom Netz genommen wurden, durch Importe aus den nuklearen Bollwerken Frankreich und Tschechien. Spätestens an diesem Punkt wird die Debatte für Österreich wirklich interessant. Denn auch die Alpenrepublik kommt schon seit zehn Jahren nicht mehr ohne Stromimporte von seinem größten Lieferanten Deutschland aus. An manchen Tagen könnte es damit künftig knapp werden, warnen deutsche Netzbetreiber.
Bald sollen all diese Probleme freilich ausgeräumt sein. Denn verkauft wird der Ausstieg aus der Atomkraft als Startschuss für eine grüne Energiewende, an der früher oder später ohnedies kein Weg vorbeigeführt hätte. Die Grünstromproduzenten dürfen sich zweifellos auf einen weiteren Geldregen freuen. Für alle anderen ist das allerdings noch kein Grund zum Jubeln. Denn auch Windräder, Staudämme und Flusskraftwerke teilen ein Problem mit den AKW: Sie müssen gebaut werden. Daran, dass das ohnedies nur geschieht, weil der Staat Milliarden in die Hand nimmt und die jungen, meist nicht marktfähigen Technologien finanziert, hat man sich in Europa gewöhnt.

Doch wenn die Bevölkerung schon bereit ist, diesen Preis für den raschen Umstieg auf eine saubere Energieversorgung zu zahlen, sollte dafür gesorgt sein, dass die Windräder, Staudämme und Flusskraftwerke auch gebaut werden dürfen. Doch genau hier laufen Umweltschützer Gefahr, sich selbst ein Bein zu stellen. Kaum haben sie die Atomkraft in Deutschland niedergerungen, geht für viele der Kampf gegen die Windmühlen erst so richtig los. In der Nordsee gilt es Vögel vor dem Anblick von Windrädern zu schützen, in den Flüssen müssen Fische bewahrt werden.

Wer dann noch Zeit findet, besetzt den eigenen Vorgarten und demonstriert gegen den Bau von Hochspannungsleitungen, ohne die der saubere Strom aus dem Norden und Süden den Weg zu den Verbrauchern leider nicht finden wird.

Deutschland begegnet dem Problem mit dem „Netzbeschleunigungsgesetz“, das Bezirkskaisern und Blockierern die Chance nehmen soll, nötige Ausbauprojekte ewig zu verschleppen. Es wäre schön, würde es auch diese Idee über die Grenze schaffen.

 

E-Mails an: matthias.auer@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.05.2011)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

31 Kommentare
 
1 2
2 0

Für jedes neue Windrad und für jede neue Fotozelle muss ein Öl/Kohle/Gaskraftwerk miterrichtet werden


"Dumm ist der, der Dummes tut"
Forrest Gumps Mutter, Nichtdeutsche

Antworten Gast: Otto F. Krammer
14.11.2011 12:49
0 0

Re: Für jedes neue Windrad und für jede neue Fotozelle muss ein Öl/Kohle/Gaskraftwerk miterrichtet werden

Aus China werden PV-Elemente bereits um
0,65 Dollar pro Watt angeboten.
Das wird weiterhin diese Techik bevorzugt
fördern.
Vor einem Jahr war es noch das Doppelte.
So wird sich für für jedes E-Fahrzeug bald
eine eigene Ladestelle verwirklichen lassen,
denn damit ist auch das Problem der SPeicherung gelöst.

0 0

Prinzipiell machbar, aber

es gehört bei der Errichtung gehörig geklotzt.
Im Jahr 2035 wird der Strombedarf in Europa (EU+Schweiz+Norwegen) 4500 TWh/a erreichen (A 100 TWh) und sogar auf 5000 TWh steigen. Das bei aller ausgereizter "Energieeffizienz". Oder wir sinken auf das Niveau eines Entwicklungslandes.
Die Windkraft kann aus klimatisch-physikalischen Gründen max. 1500 TWh (über 40.000 MW = 40 AKW!) beisteuern. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten ab heute täglich 2 Windkraftanlagen zu jeweils 5 MW errichtet werden und das 10 Jahre lang! Hier liegt eine echte Massenfertigung vor!
Übrigens: Die Wasserkraft ist in Europa weitgehend ausgebaut. Einzig Österreich, Schweden und Norwegen haben ein nennenwertes Ausbaupotenzial. Maximal sind aber nur 400 TWh erreichbar. Biomasse ist zu vergessen. Damit im Jahr 2035 Photovoltaik 10 % des Energiebedarfes erreicht, sind jährlich soviele Zellen zu erstellen, als bisher insgesamt installiert wurden! Diese müssten übrigens alle 30 Jahre erneuert werden.
Auf Österreich bezogen ist das noch verfügbare Wasserkraftpotenzial von 12 TWh/a ohne wenn und aber auszubauen. Einschließlich die Donau östlich von Wien, die 2 TWh beisteuert.
Genauso nötig sind entsprechende "Stromautobahnen" durch Europa, die ein Vielfaches der heutigen Transportkapazität haben müssen. Auch hier ist ohne wenn und aber mitder Errichtung zu beginnen.

periskop
31.05.2011 16:06
2 0

Die "grüne Energiewende" wird es nicht geben!

Windräder liefern Strom fast nur mit der Nennleistung. Teillast gibt es kaum, denn weht der Wind zu stark, wird das Rad plötzlich vom Netz genommen, weht er schwächer, so sinkt die Windleistung mit der dritten Potenz der Windgescwindigkeit dramatisch ab. Es kommt daher nur auf die Volllaststunden pro Jahr an. Nach der technischen Literatur sind das 1300, Baden-Württemberg sagt 1350 und der Deutsche Verband für Windenergie behauptet, man kommt im Schnitt auf 1680 Volllaststunden im Jahr. Das Jahr hat aber 8640 Stunden!
Wndstrom kommt also nur selten und das in unvorhersehbaren Stößen. Damit kann man kein Atomkraftwerk und auch kein anderes Kraftwerk ersetzen, die "grüne Energiewende" ist ein unerfüllbarer Traum!
Abgeschaltete Atomkraftwerke kann man nur durch Wärmekraftwerke, die CO2 ausstoßen oder durch Stromimporte ersetzen.
Die vielen Milliarden für Windräder und deren Netzanschluss sind sinnlos vergeudetes Geld!

Antworten Fackel
31.05.2011 17:22
0 2

Und es wird sie doch geben ...

Der entscheidende Punkt bei erneuerbaren Energien ist, dass sie nur im INTELLIGENTEN Mix sinnvoll sind (Wind UND Sonne UND Geothermie UND Biomasse UND Wasser UND Sparen). Aber vielleicht ist der Homo sapiens sapiens damit ja wirklich überfordert (... wenn ich so die Postings lese).

Antworten Antworten periskop
31.05.2011 18:38
1 0

Re: Und es wird sie doch geben ...

In ein öffentliches Stromnetz muss in jedem Augenblick genau so viel Strom eingespeist werden, als die Verbraucher gerade entnehmen. Mehr ist nicht möglich, weniger führt zum Netzzusammenbruch.
Wind und Sonne kümmern sich darum aber gar nicht, da hilft auch keine Intelligenz!

0 0

Re: Re: Und es wird sie doch geben ...

Deshalb muss ja auch ein Netzwerk geschaffen werden, das alle möglichen Produktionsschwankungen ausgleichen kann. Dann hilft auch die Intelligenz. Und ich traue es uns schon zu, hier Lösungen zu finden. Dazu gehören aber nicht nur intelligente Netze mit entsprechender Kapazität, sondern auch notwendige Speicher. Und gerade bei letzterem kann man noch viel machen - und das Erdgasnetz ist dabei ein möglicher. Man wird nur mit den Konversionsverlusten leben müssen.

periskop
31.05.2011 15:44
3 1

Vergesst die Windräder!

Windräder liefern nur zeitweise Strom und das mit Volllast, Teillast gibt es nur wenig, denn wird der Wind zu stark, muss das Windrad sofort vom Netz genommen werden, wird der Wind schwächer, sinkt die Windleistung mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit, also auch dramatisch ab. Es kommt also nur auf die Volllaststunden an, die ein solches Rad im ganzen Jahr liefert. Die technische Literatur nennt 1300 Vollaststunden im Jahr, Baden-Württemberg 1350, der Deutsche Verband für Windenergie sagt im Schnitt 1680 Volllaststunden. Das Jahr hat aber 8760 Stunden!
Windstrom gibt es also nur selten und das auch nur in unvorhersehbaren Stößen, bei Strom von der Sonne sind die Verhältnisse noch erheblich schlechter. Damit kann man kein Atomkrafterk und auch kein anderes Kraftwerk ersetzen, die Windräder sind praktisch unnütz!
Es gibt daher keine "Energiewende" mit Wind und Sonne, abgeschaltete Atomkraftwerke müssen durch solche, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden und CO2 ausstoßen, ersetzt werden.
Die Milliarden, die für den Bau von Windrädern und deren Netzanschluss ausgegeben werden, sind nutzlos vergeudetes Geld!

Fackel
31.05.2011 13:41
2 4

Leitartikelpolemik

Lieber Herr Auer, Ihr Kommentar ist nachgerade ein Schulbeispiel für ideologische Polemik. Dreimal schüren Sie die Ängste vor Stromausfällen, mit denen die Energiekonzerne seit Jahren gegen die Energiewende polemisieren (erster Absatz: schwarz bleibende Fernseher; dritter Absatz: kalte Winter überstehen; fünfter Absatz: an manchen Tagen könnte es knapp werden); dreimal schüren Sie die Ängste vor hohen Kosten und Subventionitis, mit denen die Energiekonzerne seit Jahren gegen die Energiewende polemisieren (zweiter Absatz: auch grüne Kraftwerke müssen finanziert werden; sechster Absatz: weiterer Geldsegen für Grünstromproduzenten, und: Milliarden in die Hand nehmen); so als hätten Atomkraftwerke nichts gekostet und würde die "Entsorgung" des Atommülls gratis sein. Und - von wegen "überhasteter Ausstieg": 2001 hat die deutsche Regierung erstmals den Atomaustieg beschlossen. Die Energiekonzerne hatten also 10 (in Worten: zehn) Jahre Zeit, die Netze auszubauen; sie haben ihre "Energie" und ihre Gewinne stattdessen lieber in die Lobbyarbeit gesteckt, um die Regierung vom Ausstieg aus dem Atomausstieg zu "überzeugen". Das ist die eigentlich skandalöse, völlig unproduktive Verschwendung von Geldern ...

Gast: özi
31.05.2011 12:23
1 0

andere freuen sich über die verrückten Europäer

In 20 Jahren werden sich weltweit die Atomkraftwerke auf 800 fast verdoppelt haben.

Das Problem liegt dabei an der Knappheit von Uran. Da aber hierzulande abgeschaltet wird, bleibt mehr für die Anderen.

Wenigstens dürfen die Armen in den Entwicklungsländern auch einmal gut leben und uns wird es mit Windrädern auch noch besser gehen als dem Ötzi.

Gast: Freiherr von Schletten
31.05.2011 09:35
1 1

Tragikomisch

Ich finde wirklich seit Jahren (nicht) lustig, wie das Thema Atomkraft & Energieverbrauch hierzulande öffentlich behandelt wird. Es deutet vom gewissen Gesellschaftszustand. Kasperltheater im Parlament, Regierungsklausuren, Schulterschluss aller Parteien von Kryptobraunen bis zu Grünen. Dabei wird 20% Strom importiert und statt dieser Heuchelei schnellen Schluss zu bereiten (Stromverteuerung, Nachfragedämpfung, wirkliches Stromkonsumumdenken), nimmt man lieber lächerliche Klauseln in die Auslandsstromlieferverträge auf, dass es kein Atomstrom sein darf, als man dies im Netz trennen könnte; es werden diese 20% kompliziert umkalkuliert, damit man auf 6% Atomstromkonsum kommt, etc. Und wo liegt in der Tat der Unterschied im Energiekonsumverhalten der hiesigen Bevölkerung zum Ausland? Wo sieht man ihn? Etwa im Öko-Standl von Fr. Sima am Christkindlmarkt, wo mit direkten Stromheizkörpern in die frische Luft geheizt wird? Oder Therme Oberlaa, wo während der Arbeitswoche alle Sprudelanlagen an sind, obwohl in einigen Becken kein Besucher badet? Oder etwa auf den Autobahnen, deren Verkehrssituation zum Highlight der Tagesnachrichten wird? Österreich hat nicht die CO2-Ausstosziele erfüllt, die dieses Land stark betreffen (Gletscherschmelzen, Tourismus). Man applaudiert NUR diesem Polittheater-das ist der wahre Unterschied. Abgesehen davon, dass mit Ausbau weiterer Brennkraftwerken (´grün´ löst beim dzt. Konsum kaum was) neben zusätzlichem CO2 die Abhängigkeit von Russland ansteigt.

Sebifredi
31.05.2011 09:06
5 1

Die Länder, die weitere Atomkraftwerke bauen, sind die wahren Gewinner!

Nachdem hier ja lauter Umweltfreunde leben, die in erster Linie ihre nähere Umwelt nicht zerstört durch Oberleitungen, Windkrafträder,gestaute Flüsse oder gar Kohlekraftwerke haben wollen,wird nach unendlichen Demonstrationen, Sitzstreiks.....wohl weiterhin Atomstrom eigekauft werden müssen! Irgenwie muss man doch sein umweltfreundliches Elektroauto zum Fahren bringen......

Antworten Gast: Otto F. Krammer
31.05.2011 09:59
1 1

Re: Die Länder, die weitere Atomkraftwerke bauen, sind die wahren Gewinner!

Ist unnötig auf korrumpierte Konsumenten
hinzuhacken!
Wissen Sie, dass der Umweltminister nur
Steckdosenstrom- Ladestationen fördert und dass solche mittels Solarelemente nicht gefördert werden, also, wie kann ein E-Mobilist sonstwoher seinen Strom beziehen,- er wird von unserm Umweltminister dazu gezwungen!
Zwei Kjion-PV-Module würden bereits die Grundlage für das Laden des neuen Vehikels bilden.

Antworten Antworten phaeton
31.05.2011 11:36
1 0

Eine wirklich gute Idee!!

Falls Sie die 270Wpeak-Module um €714,- das Stück meinen, kann man bei -in Österreich- ca. 800 Volllaststundenäquivalenten immerhin ca. 450kWh pro Jahr erzeugen!!!!!

Kostet beim Verbund ca. €80,-- oder entspricht dem Energiegehalt (Wirkungsgrad von Verbrennungsmotoren berücksichtigt) ca. 110 Liter Diesel.

1 0

Re: Eine wirklich gute Idee!!

800 Stunden mal 270 Watt
=
400 Stunden mal 540 Watt
=
216 Stunden ma 1000 Watt (1 kW)

Also Lieferung theoretisch 216 kWh

Jetzt müsste man nur noch wissen dass die PEAK-Angaben nur zu 33 bis 50% auch erreicht werden.

Somit liefert ihr Panel tatsächlich vielleicht etwas mehr als 100 kwh pro Jahr

1 kwh kostet beim Verbund inkl Steuern 7,3 ct, also insgesamt sicher weniger als 10 Euro

Sie müssen ihr Modul also nur 70 Jahre betreiben um die Investitionskosten rein zu bekommen.

Nicht umsonst muss ja das sinnlose PV-Zeug irrsinnig hohen Einspeisetarifen gefördert werden. Ein PV-Stromlieferant bekommt z. B. FÜNFMAL so hohe Vergütung als der Strom aus der Leitung kostet.

Antworten Antworten Antworten Antworten phaeton
31.05.2011 16:57
1 0

Re: Re: Eine wirklich gute Idee!!

Die 800 sind Volllaststundenäquivalente!!!!!

Damit 2Module x 0,27kW x 800 = 432kWh

Bei meinem EVU zahle ich ca. €0,17/kWh. --> 432kWh x 0,17 = €73,44 / a, habe ich auf €80,-- aufgerundet, um mich nicht von GrünInnen einer negativen Haltung bezichtigen zu lassen.

Die Module kosten ohne Montage und Ladeelektronik 2 x €714,-- = €1428,--. Rechnet man dafür nochmals €1000,-- (habe keine Lust zu googlen und die Sozialladeelektronik macht nur Probleme), bekommt man die Investition schon nach €2428,-- / 80 = ca. 30 Jahren zurück. Der Hersteller garantiert immerhin 25 Jahre für 80% der Leistung!

0 0

Re: Re: Re: Eine wirklich gute Idee!!

Und das ist gerechnet bei heutigen Energiepreisen. Da die aber höchstens eine Tendenz kennen - nach oben - wird sich die Anlage eher bedeutend schneller amortisieren.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Biersauer
14.11.2011 12:27
0 0

Re: Re: Re: Re: Eine wirklich gute Idee!!

Da nunmehr die Meldung durchgekommen ist dass allein in China mehr Windkraft installiert ist, als weltweite AKWs existieren, ist das nicht merh als SPaafunktion zu vertshen.
Was allerdings in EU dazu fehlt sind die nötigen Spitzenspeicher.
http://oekonews.at/index.php?mdoc_id=1064910

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten phaeton
14.11.2011 12:56
0 0

Hallo Fr./Hr. Biersauer!

Die Spitzenspeicher sind überhaupt kein Problem:
http://novo-argumente.com/images/uploads/Print/11_07_07_Guenter_Keil_-_13und2_Energiemaerchen.pdf

LG Phaeton

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Otto F. Krammer
01.06.2011 09:35
0 0

Re: Re: Re: Re: Eine wirklich gute Idee!!

PS.zu diesem Thema:
Da ich diese als Restposten (-50%) erworben habe und damit beschäftigt bin diese für einen Inselbetrieb einzusetzen, mit all den dazu zu entwickelnden Details, ist das Laden eine Nebensache und stört mich Ihre errechnete Kilowattstunde garnicht.
Was stört ist, dass ich für eine Förderung im E-Tankstellenprogramm eingereicht habe(ausgelobt 250€), aber
dann abgewunken wurde, weil ich für meine "Tankstelle" keinen Steckdosenstrom ~220V/16A verwende, weil diese Module liefern
direkt den Gleichstrom, max =42V/ 10A und wäre daher unsinnig, diesen Strom zuerst in Steckdosen-
Strom zu verwandeln.
Aber das ist eben österr. Politik, -die Förderung der EVUs mittels Steuergeld! mfg OFK.

0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Eine wirklich gute Idee!!

Was mir jetzt noch unklar ist: Zum Laden eines eVehikels brauch ich Steckdosenstrom, oder? Zumindest bieten die mir bekannten eVehikel keine andere Möglichkeit zur Ladung.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Otto F. Krammer
14.11.2011 12:30
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Eine wirklich gute Idee!!

Sie brauchen dazu nur ein geeignetes Ladegrät, welches den Solar-Gleichstrom von etwa
=12 V bis etwa =600V an die Autobatterie anpasst.
Die Chinesen bieten da eine große Breite an solchen Ladegeräten und Inverter an.

Gast: Ich bin hier zwar nur Gast,
31.05.2011 07:52
2 0

aber

Menschen verwenden Stromheizungen (!), Elektronikgeräte die die ganze Nacht durchlaufen, und ganz ganz viel Zeug das sie einfach nicht brauchen. Ich dreh mich mit dem Sessel im Kreis, und sehe mindestens 15 Geräte, die alle ohne Strom nutzlos wären. Die Frage, ob wir das brauchen, muss ich wohl nicht stellen...

Mir wurde schon vor vielen Jahren von Energiewirtschaftlern auf der Uni erklärt dass der unbändige, und ständig steigende Stromkonsum der Europäer bald nicht mehr gedeckt werden kann (was auch diverse Stromausfälle zeigten). Und es sei auch logisch, dass wir nur mit "Sparen" eine sichere, und ununterbrochene Energieversorgung garantieren könnten. Diese Tatsache nicht anzunehmen zeuge von unendlicher Ignoranz.

Wir müssen also haushalten lernen, denn auch Atomkraft ist zeitlich beschränkt.

Wir wissen schon seit Ewigkeiten dass es sich so entwickeln wird, und forschen deswegen nach Alternativen. Nicht weils für die Umwelt tödlich ist, und ganz Europa vernichten könnte. Damit können wir leben. Uns geht ganz einfach die Energie aus.

Es jetzt aber so darzustellen, als wäre der Ausstieg nicht schon eine fixe, lang geplante und unausweichliche Sache. Zu behaupten er käme unvorbereitet, zu schnell, und nur den grünen Energieherstellern zugute, ist ... naja, nicht korrekt. Wir müssen lernen zu sparen, anders gehts nicht. Dass uns das schwer fällt, haben Amerikas Kriege gezeigt...

Antworten Thiamazol
31.05.2011 08:09
1 1

Re: aber

Zur Wettbewerbsfähigkeit: Je früher wir umsteigen, umso besser gehts uns dann wenn den anderen Staaten der Strom ausgeht. Aufschieben hat noch nie was gebracht.

Gast: Otto F. Krammer
31.05.2011 04:55
2 2

Der Ausbau der AKWs in unsern Nachbarstaaten gefährdet uns alle.

Der Teufel von Cernobyl schläft nicht und der fehleranfällige Mensch ist letztendlich machtlos.
Anachronistisch wurde diese Technologie implementiert ohne an einen Ausstieg zu denken,
als wäre dies das Tor zur Ewigen Seeligkeit, als Weg ins Paradies.
Sogar die paranoiden Grünlinge haben diesen Weg, durch die Verhinderung von Wasser und Windkraftwerken, geebnet.
Die Demonstrationen in der Hainburger Au, als auch die Versuche, das DoKaWe Freudenau zu verhindern, waren das Substrat, auf welchen weitere Atomkraftwerke in unseren Nachbarstaaten gebaut wurden.
Die progressive Vermehrung der Art Mensch, ist Ursache für den Run auf viel mehr Strom,
das sollten alle bedenken und hier die Politik ansetzen.

citoyen
30.05.2011 20:39
7 0

Paranoia

Deutschland stolpert sehenden Auges in ein Chaos. Alternative Energieformen werden kommen, aber nicht in der von Merkel - unter Druck von links-grün und den Medien - zwangsverordneten Zeit.

Natürlich trotten wir brav hinterher. Wenn es erst einmal ein paar kalte Wohnungen im Winter gibt werden einige aufwachen.

Atomstrom: nein. Wasserkraft: nein. 380 kV Leitungen: nein.

Willkommen in der selbstgewählten Steinzeit..

 
1 2