Riesiges Ozonloch über der Arktis beunruhigt Forscher

Das Ozonloch sei binnen zwei Wochen über Osteuropa bis in die Mongolei hinweggezogen. Menschen wurden hohen Strahlungen von ultraviolettem Licht ausgesetzt.

Riesiges Ozonloch ueber Arktis
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Riesiges Ozonloch ueber Arktis
(c) EPA (NASA/JPL-Caltech / HANDOUT)

Ein riesiges Ozonloch über der Arktis beunruhigt Wissenschafter weltweit. Erstmals sei die Ozonschicht so weit zurückgegangen, dass von einem Ozonloch am Nordpol gesprochen werden könne, heißt es in einer am Sonntag im britischen Wissenschaftsmagazin "Nature" veröffentlichten Studie.

Das Loch von der fünffachen Größe Deutschlands habe sich aufgrund ungewöhnlicher Kälte am Nordpol gebildet und sei binnen zwei Wochen über Osteuropa, Russland und die Mongolei hinweggezogen. Dabei seien Menschen bisweilen hohen Strahlungen von ultraviolettem Licht ausgesetzt gewesen.

Ein Ozonloch über der nördlichen Polkappe könnte so wie im Süden der Erdkugel auch in der nördlichen Erdhälfte Gefahren für Pflanzen und Tiere bedeuten. Das Ozon absorbiert in der Stratosphäre das ultraviolette Licht. Der Mangel an Ozon, der durch freigesetzte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), aber vor allem durch extreme Kälte hervorgerufen wird, setzt alle Lebewesen auf der Erde verstärkt dem ultravioletten Licht aus und führt beim Menschen zu Hautkrebs.

Insgesamt ist der Rückgang der Ozonschicht über dem Südpol größer als in der Arktis, weil dort die Temperaturen sehr viel niedriger sind.

 

(Ag.)

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