Wegen fehlender Eisbildung infolge der Klimaerwärmung gibt es US-Wissenschaftlern zufolge vor der Ostküste Kanadas regelmäßig Massensterben bei Robbenbabys. Ganze Generationen neugeborener Sattelrobben seien umgekommen, weil ihr normaler Lebensraum verschwunden sei, berichteten Forscher der Duke Universität im Online-Fachmagazin "Plos ONE" am Mittwoch. Demnach ging die Eisdecke im Aufzuchtgebiet der Robben seit dem Vorliegen von Satellitenbildern ab 1979 um sechs Prozent pro Jahrzehnt zurück.
"Die Art von Sterblichkeit, die wir in Ostkanada sehen, ist dramatisch", sagte Ko-Autor David Johnston vom Meeresforschungsbereich der Universität. "Ganze Jahrgänge können aus der Population in Jahren verschwinden, in denen des wenig Eis gibt. Im Wesentlichen sterben alle Robbenbabys."
Auch wenn es zwischendurch immer wieder Phasen mit ausreichender Eisbildung und einer Erholung der Robbenbestände gegeben habe, könne die Entwicklung auf Dauer die Überlebensfähigkeit der Art infrage stellen.
(APA)
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