Drei australische Aktivisten haben in der Nacht auf Sonntag einen japanischen Walfänger geentert und werden nun an Bord festgehalten. "Es ist wahrscheinlich, dass die drei Australier nach Japan zurückgebracht werden", sagte die australische Generalstaatsanwältin Nicola Roxon. Dort müssen sie sich voraussichtlich nach dem japanischen Recht verantworten.
Die Aktivisten der Gruppe Forest Rescue waren in der Nacht auf Sonntag von zwei Booten einer befreundeten Tierschutzgruppe zum japanischen Walfänger "Shonan Maru 2" gebracht worden. Sie kletterten über die Reling, vorbei an Stacheldraht und enterten das Schiff, meldeten die befreundeten Tierschützer von Sea Shepherd im Netz. Die Aktivisten seien zwischen 27 und 47 Jahren alt. Geoffrey Tuxworth, Simon Peterffy and Glen Pendlebury werden als Gefangene gehalten und haben einen Hungerstreik begonnen, kritisiert Sea Shepherd. Sie könnten mehrere Monate an Bord des Schiffes sein, weil die Walfangsaison gerade erst begonnen hatte, sagte ein Sprecher der japanischen Behörden. Sie würden aber gut behandelt und seien bei guter Gesundheit.
Das japanische Schiff hatte sich 25 Kilometer vor der australischen Küste in internationalen Gewässern aufgehalten, um die "Steve Irwin" der Sea Shepherd zu beschatten, so die Umweltschützer. Das Schiff der militanten Aktivisten verfolgt japanische Walfänger, die unter internationalem Protest jedes Jahr hunderte Wale fangen. Es musste aber seine Mission unterbrechen, um ein anderes Schiff der Umweltschützer, die "Brigitte Bardot", nach einem Schaden in den Hafen zu begleiten.
In der Walfangsaison 2009/2010 war der neuseeländische Aktivist der Sea Shepherd, Peter Bethune, auf ein Walfangschiff geklettert. Er wurde nach Japan gebracht und verbrachte dort fünf Monate hinter Gittern.
(Ag.)
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