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Tschernobyl-Reaktor: Baubeginn für neuen Sarkophag

26.04.2012 | 14:48 |   (DiePresse.com)

26. Jahrestag des Reaktorunfalls in Tschernobyl. Die neue Schutzhülle kostet etwa eineinhalb Milliarden Euro, sie soll bis 2015 fertiggestellt werden.

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Die Ukraine hat mit dem Bau eines neuen Schutzmantels um den Katastrophen-Reaktor von Tschernobyl begonnen. Am 26. Jahrestag des Reaktorunfalls leitete Staatschef Viktor Janukowitsch am Donnerstag mit einem symbolischen Knopfdruck offiziell die Bauarbeiten ein. Die neue Schutzhülle soll bis 2015 fertiggestellt werden und wird schätzungsweise eineinhalb Milliarden Euro kosten.

Janukowitsch dankte am Reaktor im Anwesenheit von Bauarbeitern sowie den Botschaftern Chinas und Japans den Geberländern, die bei der Finanzierung des Großprojektes helfen. Bisher flossen aus dem Ausland rund 550 Millionen Euro in einen entsprechenden Fonds, den Rest steuert die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung bei.

Größte bewegliche Halle der Welt

Der nach dem Unglück am 26. April 1986 zur Eindämmung der radioaktiven Strahlung errichtete Beton-Sarkophag über dem zerstörten Reaktor war über die Jahre brüchig geworden. Der Auftrag der Regierung zum Bau einer neuen Schutzhülle ging 2007 an das französische Konsortium Novarka. Das auf Gebäudehüllen spezialisierte rheinland-pfälzische Unternehmen Kalzip aus Koblenz ist am Bau der Stahlhülle direkt beteiligt. "Mit 109 Metern Höhe, 260 Metern Breite und 150 Metern Länge ist es die größte bewegliche Halle der Welt", sagte Joachim Wolke von Kalzip.

(Ag.)

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6 Kommentare

Es gibt namhafte Experten

die den neuen Überzug so sinnvoll halten, wie wenn Mann, nachdem die Frau schwanger ist, immer ein Präservativ nimmt!
Das sollte auch mal gesagt werden, aber die Bauwirtschaft hat ihre eigenen Gesetze.

Übrigens fordern immer mehr Experten ausreichende Haftplichtversicherungen für Atomkarftwerke, da die Versicherungssummen so hoch wären, wäre diese Technologie nicht mehr wirtschaftlich.#
Nur wenn wir die Köpfe unversichert hinhalten, können diese Monster weiterarbeiten und unsere Existenz gefährden.
Übrigens warnt Hr. Kromb davor, wenn z. B. mitten in Europa ein Reaktor in die Luft geht, dass wir halt mit Strahlenschutzbekleidung Waldspaziergäng machen werden...

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Re: Es gibt namhafte Experten

Na ja, ich hoffe doch, daß die Hülle wenigstens ein bißchen was bringt. Lange halten wird sie sowieso nicht, denn durch die Strahlung wird wahrscheinlich Metall ebenfalls mürbe.

Wie ist das eigentlich mit dem Untergrund, haben die unter dem Reaktor ebenfalls abgedichtet, oder bekommen wir das Zeug irgend wann über das Grundwasser franko ins Haus geliefert?

Das mit den Kosten ist leider allzu wahr. Da werden quasi Hypotheken aufgenommen, die die Nachwelt wegen des Atommülls über tausende Jahre belastet.

Gast: Hans Gans
26.04.2012 19:12
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"Die neue Schutzhülle kostet etwa eineinhalb Milliarden Euro"

Die neue Schutzhülle kostet wohl eher eineinhalb Millionen. Und der Rest versickert wieder in irgendwelchen dunklen Kanälen.

Tschernobyl - Der Millionensarg DOKU:

http://www.youtube.com/watch?v=DauydArajAo

Gast: werwarswie
26.04.2012 16:59
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Unnötig

Milliarden sind versickert, das Kernkraftwerk selber ist nahezu ungefährlich, denn die Stäbe sind beim Unfall zu 95% zerstört worden.

Antworten Gast: wasduauch
26.04.2012 18:18
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Re: Unnötig

Ja, die Wahrheit schmerzt eben.

ich hoffe..

...Russland zahlt auch mit, schließlich habens die ja vergurkt, und genug Kohle verdienens ohnehin am Gasexport, auch durch Kunden wie die Ukraine.

Wäre auch eine nette Geste...