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Club of Rome präsentiert neuen Wachstumsreport

07.05.2012 | 13:03 |   (DiePresse.com)

Die "globale Vorhersage" befasst sich mit der Frage, ob die Menschen auf einen umweltfreundlicheren Pfad umschwenken können, bevor es zu spät ist.

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Der Club of Rome präsentierte 40 Jahre nach dem Bericht "Die Grenzen des Wachstums" am Montag seinen neuen Ausblick auf die kommenden vier Jahrzehnte. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Menschheit auf einen umweltfreundlicheren Pfad umschwenken kann, bevor es zu spät ist. Der Bericht "2052: A Global Forecast for the Next Forty Years" (2052: Eine globale Vorhersage für die nächsten 40 Jahre) wurde in Rotterdam vorgestellt.

Die Studie beleuchtet, wie stark die Bevölkerung noch ansteigen wird. Weitere Fragen sind, ob die Erde die zunehmende Bevölkerung versorgen kann sowie welche Nationen aufsteigen und welche zu den Verlierern zählen werden.

Die Thesen der Studie

Die Studie kommt im Vorfeld des UN-Gipfels für Nachhaltigkeit Rio+20 heraus und soll laut der Nachrichtenagentur dpa folgende Thesen behinhalten:

  • Die Weltbevölkerung wird kurz nach 2040 bei 8,1 Milliarden Menschen ihren Höchststand erreichen und dann zurückgehen.
  • Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird langsamer als erwartet steigen. Um das Jahr 2050 wird das weltweite BIP 2,2 Mal größer sein als heute.
  • Der Produktivitätszuwachs wird geringer ausfallen als in der Vergangenheit, weil viele Volkswirtschaften ihr Entwicklungspotenzial ausgeschöpft haben und weil soziale Verteilungskämpfe und extreme Wetterbedingungen zunehmen werden.
  • Das Ausbleiben von engagierten und konsequenten Reaktionen der Menschheit in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts wird die Welt in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts auf einen gefährlichen Pfad der sich selbst verstärkenden globalen Erwärmung bringen.
  • Verlieren wird überraschenderweise die aktuelle globale Elite, besonders die USA (...). China wird der Gewinner sein. ... Alle - und besonders die Armen - leben in einer zunehmend chaotischen und klimageschädigten Welt.

In den neuen Report flossen neben Statistiken auch Beiträge dutzender renommierter Wirtschafts- und Zukunftsforscher sowie Naturwissenschaftler ein.

100 Persönlichkeiten aus mehr als 30 Ländern

Der Hauptautor Jorgen Randers (66) ist Professor an der Norwegian Business School in Oslo. Anfang der 1970er Jahre arbeitete Randers bereits in dem Forscherteam am Massachusetts Institute of Technology mit, das die "Die Grenzen des Wachstum" verfasst hat.

Der "Club of Rome" setzt sich aus rund 100 Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft aus mehr als 30 Ländern zusammen. Ziel der gemeinnützigen Organisation ist es, das Bewusstsein für die komplexen Probleme der Erde zu schaffen und mögliche Lösungen zu fördern.

Mit ihren Projekten und Veröffentlichungen versucht sie, Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft etwa auf die zunehmende Armut in den Entwicklungsländern, das rasante Bevölkerungswachstum und die globalen Umweltprobleme aufmerksam zu machen.

40 Jahre "Die Grenzen des Wachstums"

Der Club wurde 1968 auf Initiative des italienischen Industriellen Aurelio Peccei (1908-1984) und des schottischen Wissenschaftlers Alexander King (1909-2007) in Rom gegründet.

Aufsehen erregte er 1972 mit dem Bericht "Die Grenzen des Wachstums". Das Werk rief die Knappheit der Rohstoffe ins Bewusstsein und löste eine weltweite Debatte aus. Der Club warnte davor, dass die absoluten Wachstumsgrenzen der Erde in den nächsten 100 Jahren erreicht werden könnten.

Der Forscherverbund hatte zwar einige Rohstoffvorräte der Erde unterschätzt. Doch auch 40 Jahre nach der Veröffentlichung scheinen viele Kernthesen weiterhin gültig zu sein.

(Ag.)

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16 Kommentare

Weltbevölkerung 2040

Wie soll denn das gehen? Von 2000 bis 2011 stieg die Weltbevölkerung von 6 auf 7 Mrd. Jezt soll sie in 29 Jahren nur mehr um 1,1 Mrd. (also die gleich Anzahl) steigen (vorher 11 Jahre, noch dazu mit meher "Ausgangsmenschen"? Da müsste aber ein radikales Umdenken stattfinden. Sonst, wenns in etwa so weitergeht, wären eher 10 oder 11 Mrd. Menschen zu erwarten. Und das packt die Erde dann nicht mehr.

Gast: An seinen Vorfahren kann man nichts ändern, aber man kann mitbestimmen, was aus den Nachkommen wird!
08.05.2012 01:03
0 0

wenn man sich das so 3-4mal durchliesst.....laaaangsaaam

...dann hat man irgendwie das Gefühl, bei dieser C.o.R-Organistation handelt es sich um ein Tochterunternehmen der Bilderberger, weil vieles wird von denen zu den C.o.R.-Befürchtungen hingesteuert.....
....."sowie welche Nationen aufsteigen und welche zu den Verlierern zählen werden"......da ist man doch schon fest am hinarbeiten und anbauen!

....

würden wir aufhören kriege zu führen und stattdessen eine gemeinsame lösung suchen!

uns geht´s gold

und das dem nicht so ist werden manche ewig Fortschrittsgläubigen wohl erst checken ,wenn sie zur Waffe greifen müssen um an Rohstoffe zu kommen
da sind die heutigen Kriege darum noch eher kleine Vorboten
erstmal kratzen wir noch den Ölschiefer an,bohren mit Hilfe von Chemikalien in vermutete Gasblasen zwischen dem Grundwasser
tja ,der verwöhnte Wohlstandsbürger braucht viel Schrott für sein Lebensglück ,dafür opfert er notfalls auch seine Gesundheit
nach mir die Sinntflut

Gast: burro
07.05.2012 18:23
0 0

Very GOOD ,diese VIP`s ,was sie uns zu SAGEN haben???.


Gast: Bank12
07.05.2012 18:01
0 0

Übervölkerung

wichtigstes Ziel für Österreich ist das Bevölkerungswachstum in den Griff zu bekommen! Das exorbitante Wachstum in Österreich besonders in Wien verteuert das Leben und vernichtet die Lebensqualität. Nachhaltig haben in Wien nur 1,5 Mio Platz.

Wenn das genauso nicht eintrifft, wie im ersten Bericht ...

... brauchen wir uns wenigstens keine Sorgen zu machen.
Nur zur Erinnerung: Vor 11 Jahren ist lt. diesem Bericht das Erdöl ausgegangen.

Buchempfehlung zur menschengemachten Klimalüge: "Die kalte Sonne". Sehr fachlich, aber wenn man sich durchgekämpft hat, ist es erhellend.

Die Prophezeiungen

dieser Weltuntegangs-Gruftis haben sich nicht erfüllt,
aber sie versuchen es wieder.

Vom Bevölkerungswachstum bis zu den Energie-Reserven.

Japan wird z.B. in 50 Jahren nicht 120 Millionen Einwohner haben,sondern nur mehr 90 Millionen,vor einigen Tagen in einer deutschen Doku zu sehen.

Fossile Biomasse

als Erdöl,Erdgas,Schiefergas und Methanhydrat aus dem Meer

kann die Menschheit noch hunderte Jahre mit genügend Energie versorgen usw.

Und durch die Globale Klima-Abkühlung(Klima-Wandel!)

wird es vermutlich überlebenswichtig für die Menschheit werden,

durch mehr CO2-Produktion

eine neue grausliche Eiszeit zu verhindern.

Antworten Gast: yamo
07.05.2012 14:52
1 0

Ihre Prophezeihungen dagegen

sind 100 % glaubwürdig und werden ganz sicher eintreffen. Weil es Ihre sind.

Re: Ihre Prophezeihungen dagegen

Meine Prophezeiungen sind natuwissenschaftlich fundiert

und kommen nicht

aus grünreligiösen Quellen diverser Sekten,wie z.B.Greenpeace oder Global 2000!

Ibrigens ein aktueller Buch-Tip:

"Die kalte Sonne"

Warum die Klima-Katastrophe nicht stattfindet

Fritz Vahrenholt

Sebastian Lüning

Hoffmann und Campe-Verlag

Re: Re: Ihre Prophezeihungen dagegen

Ergänzung!

Fernseher,Computer und Handy sind bei der Geburtenregelung erfolgreicher als die Pille,denn dann gib es weniger Kinder in Entwicklungs-bzw Schwellenländern.

Man sieht das ja auch in hochindustrialisierten Ländern,

wo die Geburtenrate massiv rückläufig ist.

In dieser Doku wurden auch viele japanische Frauen befragt und sie wollen lieber beruflichen Erfolg und ein schönes Leben

und nicht viele Kinder,

wie es früher in Japan üblich war.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Sackgasse
07.05.2012 19:21
0 0

Re: Re: Re: Ihre Prophezeihungen dagegen

Na wenn ihre Prophezeiungen naturwissenschaftlich fundiert sind, dann brauchen wir uns ja alle keine Sorgen mehr machen.

Danke dass wir Sie haben. Was täten wir nur ohne Sie.

Übrigens: Greenpeace und Global 2000 begnügt sich auch nicht mit Kaffeesudlesen!

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Absolute Wachstumsgrenzen ???


Die Wirtschaftsleistung kann auch in einer materiell begrenzten Welt unendlich gesteigert werden. Dazu ist es notwenig, dass die Geldwerteinheit pro erzeugter bzw. verbrauchter Resourceneinheit immer weiter steigt.

Und das ist möglich. Wenn nämlich der Geldwert eines Erzeugnisses oder Dienstleistung immer mehr durch Know-How bestimmt wird.
1kg Sand vom Meeresstrand kostet weniger als 1 Cent. 1 kg Silizium Einkristall schon mehrere hundert Euro. 1 kg Microcontroller oder andere Chips einige tausend Euro.
1kg Computerspiele kostet bereits unendlich viel, weil das Produkt unabhängig von einer materiellen Basis geworden ist; das Internet macht es möglich.

Und diese Entkoppelung des Geldwertes eines Produktes vom materiellen Gehalt desselben ist für eine sehr große Anzahl von Produkten denkbar; eventuell sogar für alle.

Es gibt also keine absoluten Wachstumsgrenzen. Zumindest nicht für die Wirtschaftsleistung, die immer in Geldeinheiten gemessen wurde und wird.

Re: Absolute Wachstumsgrenzen ???

Das berühmte Buch "Die Grenzen des Wachstums" hat sich auch niemals - obwohl dieser Irrtum weit verbreitet ist - mit dem Wirtschaftswachstum sondern ausschließlich mit dem Materialverbrauch befasst.

Nachsatz: Die gestellten Prognosen waren so gut wie alle falsch.
Wenn das neue Buch ein vergleichbarer Unsinn ist, kann man es gleich vergessen!

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Re: Re: Absolute Wachstumsgrenzen ???


Im "Weltmodell", für das damals einige Szenarien berechnet wurden, scheint jedoch jedesmal die "Industrieproduktion pro Kopf" bzw die "industrielle Gesamtproduktion pro Kopf" auf.

Als Maßstab diente der Dollarwert pro Kopf und Jahr.

Re: Re: Re: Absolute Wachstumsgrenzen ???

Am Bruttoinlandsprodukt (BIP), an dessen Veränderung das Wirtschaftswachstum gemessen wird, hat die Industrieproduktion aber nur einen Anteil, welcher in den letzten Jahren ständig zurückgegangen ist.