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Eine Erde ist dem Menschen zu wenig

14.05.2012 | 18:18 |  MARTIN KUGLER (Die Presse)

Unser ökologischer Fußabdruck übersteigt die Kapazität der Erde um 50 Prozent. Einen steigenden Druck gibt es auch auf die Wasserressourcen der Erde. Ein neuer Bericht des WWF bezeichnet die Lage als "dramatisch".

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Der Mensch nutzt die Erde über Gebühr: Wir leben so, als hätten wir eineinhalb Erden zur Verfügung. Zu diesem Schluss kommt der Bericht „Living Planet Report 2012“, den die Umweltorganisation WWF Montagnacht veröffentlicht hat – und zwar in einer PR-trächtigen Art und Weise: Die neuesten Daten wurden von einem niederländischen Forscher bekannt gegeben, der derzeit auf der Internationalen Raumstation ISS in 380 Kilometer Höhe arbeitet.

In Zahlen: Jeder Mensch benötigt im Schnitt 2,7 Hektar Fläche, um sich mit Ressourcen zu versorgen und Abfälle loszuwerden („ökologischer Fußabdruck“). Weltweit stehen pro Person aber nur 1,8 Hektar zu Verfügung („Biokapazität“). Diese Zahlen beinhalten alle erneuerbaren Leistungen der Umwelt – also von der Lebensmittelproduktion über den Holzverbrauch bis hin zu den Fischgründen und dem bebauten Land. Der Verbrauch von fossilen Brennstoffen fließt nicht direkt ein, sehr wohl wird aber der CO2-Ausstoß berücksichtigt – und zwar als Fläche, die die Natur brauchte, um so viel CO2 zu binden, dass die Konzentration des Treibhausgases in der Luft nicht steigt.

Der Fußabdruck wächst

Der ökologische Fußabdruck ist in den verschiedenen Teilen der Welt sehr unterschiedlich: In Entwicklungsländern liegt er bei 1,14 Hektar pro Kopf – dieser Wert ist in den vergangenen fünf Jahrzehnten praktisch gleich geblieben, allerdings hat sich die Zahl der Menschen mehr als verfünffacht. Bewohner der Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien würden pro Person 1,92 Hektar brauchen, dieser Wert hat sich wegen des steigenden Lebensstandards zuletzt um 60 Prozent erhöht. Und in den Industrieländern liegt der Pro-Kopf-Fußabdruck bei 5,6 Hektar. Eine Zahl, die seit 40 Jahren konstant ist. In derselben Zeit ist die weltweite Biokapazität pro Kopf um 45 Prozent gesunken.

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Österreich liegt mit einem Fußabdruck von 5,3 Hektar pro Kopf unter den 149 untersuchten Ländern an 17. Stelle. Spitzenreiter sind reiche arabische Länder, Dänemark und die USA (7,1 Hektar). Vorsichtigen Schätzungen des WWF zufolge wird die Menschheit im Jahr 2020 bereits zwei Erden benötigen, 2050 fast drei.

Einen steigenden Druck gibt es auch auf die Wasserressourcen der Erde. Der WWF hat erstmals die monatlichen Wasserbilanzen in den großen Flusseinzugsgebieten untersucht und kam zu dem Ergebnis, dass 2,7 Milliarden Menschen zumindest einen Monat im Jahr unter Wassermangel leiden. 900 Millionen Menschen haben kein sauberes Trinkwasser.

Großen Raum im neuen WWF-Bericht nimmt die Biodiversität ein: Bei den 2688 untersuchten Tierarten beträgt der Rückgang der Artenvielfalt seit 1970 rund 30 Prozent. In tropischen Regionen ist die Biodiversität um durchschnittlich 60 Prozent gesunken, in tropischen Flüssen sogar um fast drei Viertel. Anders ist das in den nördlichen Industrieländern, also auch in Österreich: Hier hat sich die Artenvielfalt um 30 Prozent erhöht, weil Natur- und Umweltschutz zu besseren Lebensbedingungen für selten gewordene Arten geführt haben – man denke etwa an die Rückkehr von Bären, Wölfen oder Bibern – und wegen der Einschleppung von invasiven Arten aus anderen Weltgegenden.

Der Schluss des WWF aus dem Zahlenkonvolut ist nicht nur negativ: Zwar sei die Lage dramatisch, aber es sei dennoch möglich, dass im Jahr 2050 neun Milliarden Menschen genügend Nahrung, Energie und Wasser hätten, ohne die Tragfähigkeit der Erde über Gebühr zu strapazieren. Nötig dafür seien eine Erhöhung der Effizienz und Änderungen der Lebensweise. „Natur muss endlich einen Preis haben“, so der WWF.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.05.2012)

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164 Kommentare
 
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Gast: Das kann man aber
21.08.2012 16:31
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auch nicht ändern, wie der Umstand beweist, den ich an anderer Stelle habe erleben müssen, als ich die Marsmission und die Waffenindustrie

massiv verurteilt habe, zugunsten der Forschung in und dem Bau von Entsalzungsanlagen, dafür aber nur Minus empfangen habe, weil die durchschnittlichen Blogger nichts mehr im Kopf haben außer vermutlich Wasser. Anders kann ich's mir nämlich nicht erklären. Irgendwo muss bei solchem Handeln ja schließlich Überfluss herrschen.

Gast: Otto F.Krammer
21.05.2012 08:18
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Die drei Totsünden der Menschheit:

Übervölkerung, Religion, AKWs.

Das ist ein alter Hut!

Vor 200 Jahren war Malthus der Erste, der mit dem Alarm, dass die Erde so viele Menschen nicht tragen kann, berühmt geworden ist. Seither gab es unzählige Nachahmer, eingetroffen ist die vorhergesagte Katastrophe aber nie!

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Überbevölkerung

Wer braucht 9 Milliarden Menschen?

Gast: Blogzilla
15.05.2012 18:06
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Pakt mit dem Panda

Der WWF ist äußerst kritisch zu betrachten!

Der Pakt mit dem Panda zeigt die Korruption bei diesem Verein. Die oberen paar % machen Pseudo-Umweltschutz, Hauptsache die Kasse stimmt.

http://franchiseeverybody.blogspot.com/2011/07/der-pakt-mit-dem-panda.html

Gast: kein Gast
15.05.2012 16:49
1 1

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Diese Klimaexperten hab auch behauptet, die FCKW-Gase würden noch 70 Jahre die Ozonschicht durchlöchern und dennoch wird das Ozonloch kleiner.

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vielleicht ist ja Geburtenkontrolle bald ein Thema?!?!?

zb Österreich

Gast: Topaet
15.05.2012 14:23
3 6

Schon lange ...

nichts mehr gehört von den lin.ken Klima.sch.wind.lerInnen...
Die nächst Eiszeit kommt, ob wir wollen oder nicht, seriöse Wissenschaftler, keine auf die das mittlerweile zum Schi.mpf.wort verkommene "ExpertInnen" zutrifft, können die lin.ke Angst- und Betroffenheits-Industrie nicht bestätigen, welche nicht mal das Wetter für 3 tage vorhersagen können, aber sich anmaßen mit der Kristallkugel 50 oder 100 Jahre in die Zukunft zu schauen...
Sollte die Welt vielleicht wieder "normal", vernünftig, konservativ werden??

Antworten Gast: Der Steuerzahler
15.05.2012 16:03
1 1

Re: Schon lange ...

Lesen bildet.

(ausserdem hängt Ihre '.'-Taste)

Gast: Chief Kasimiru
15.05.2012 14:19
0 1

Eine Erde ist dem Menschen zu wenig

Das liegt im Bereich des Möglichen, doch bekannterweise ist der WWF nicht unbedingt eine vertrauenswürdige Quelle.

Was zahlt der WWF

eigentlich für seine lächerlichen Werbe-Einschaltungen?

Die Weiß-Störche sind schon längst Kulturfolger geworden und brüten hpts. auf Schornsteinen der Menschen

und nur mehr selten im Auwald,wie z.B. an der March.

Sollte eigentlich dem WWF bekannt sein oder nicht?

Ein Bio-Öko-Wasserkraftwerk dort wäre super und Schornsteine zum Brüten gibt es in Marchegg auch genug.

Antworten Gast: yoshi1
15.05.2012 14:31
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Re: Was zahlt der WWF

Was für eine Themenverfehlung.

Auch ich glaube der WWF ihre Zahlen nicht. Ich glaube jedoch, dass die Ressourcen, welche uns zur Verfügung stehen, endlich sind.

Ganz im Gegensatz zu Ihrer Dekadenz.

Antworten Gast: IC
15.05.2012 14:10
0 0

Der WWF ist dazu

da, um der natürlichen Selektion in der Natur einen menschlichen Nischenbildungsanstrich zu verpassen.

Antworten Gast: emmanuelo
15.05.2012 13:48
1 0

Re: Was zahlt der WWF

das wichtigste in diesem forum (egal um welches thema es sich handelt)

WAS KOST' UNS DES?

und

WER ZAHLT DES?

anstatt

WAS BRING UNS DAS?
oder
WIE KANN MAN DAS OPTIMIEREN?
...aber das scheint wohl niemanden zu interessieren, der das wort steuergeld immer in einem satz mit "mein" verwenden muss

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Re: Was zahlt der WWF

Hinter-mir-die-Sintflut-Kriegsbefürworter

so ein Quatsch

keines der Argumente stimmt, wer glaubt den solche Quatsch.

Klar wir achten weltweit nicht auf die Natur, aber was diese Heinis in die Öffentlichkeit bringen entsprich nur dem
Maya Kalender der ja zu 100% zutrifft.

Der WWF ist eher WMF

Re: so ein Quatsch

Biber stauen Dämme auf und bauen Burgen,

Termiten bauen riesige Pagoden in der Savanne etc.

Aber der Mensch darf die Umwelt nicht zu seinem Nutzen verändern.

Das ist grüne Ideologie!

Aber von Ökologie und Biologie haben eben diese religiösen Grünsekten leider keine Ahnung.

Antworten Antworten Gast: Der Steuerzahler
15.05.2012 16:04
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Re: Re: so ein Quatsch

Und weil solche Schwammerl wählen dürfen ...

Antworten Antworten Gast: Karolus II
15.05.2012 14:01
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Re: Re: so ein Quatsch

Hauptsache Dummheit gedeiht.

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Re: so ein Quatsch

Vogel-Strauß-Taktik


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Die Erde wird den Menschen überstehen,

so viel ist klar.

Aber wie wird der Mensch die kommenden Jahrhunderte erleben?

Das größte Problem ist die Überbevölkerung, die die Natur nur selbst erledigen kann. Der Mensch wird immer versuchen sich in so großer Zahl wie nur irgendwie möglich zu reproduzieren. SO ist das von der Natur vorgesehen.

Dass der Mensch nicht nachhaltig wirtschaftet hat mit dem Geldsystem zu tun, dass ein Leben auf Pump ermöglicht und damit unvermeidbar zu Ressourcenverschwendung führt.


Re: Die Erde wird den Menschen überstehen,

Das größte Problem für die Menschen

wird die kommende Eiszeit mit der Rückkehr der Gletscher,

Mister Jason;

denn wir leben nur

in einer Zwischeneiszeit!

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Re: Re: Die Erde wird den Menschen überstehen,

Naja, aber das wird eher Jahrtausende oder Mio. Jahre betreffen.

Solche Zeiträume interessieren usn aber relativ wenig, denn in dieser Zeit könnte die Erde von einem Asteroiden auch ausradiert werden. Und irgendwann verwandelt sich die Sonne in eine Supernova, dann ist alles vorbei.

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Re: Re: Re: Die Erde wird den Menschen überstehen,

Falsch. Zwischenwarmzeiten dauern meist nur 10.000 Jahre. Die aktuelle dauert mit ca. 12.000 Jahren ohnehin schon ungewöhnlich lange.

Re: Re: Re: Die Erde wird den Menschen überstehen,

Eiszeiten kommen sehr schnell,Mister Jason!

Die Eem-Warmzeit wurde z.B. durch einen Temperatursturz von global minus 5 Grad C in 20 Jahren beendet!

Zuerst Klimageschichte lernen und dann erst wieder posten,Grünschnabel!

Klima-Erwärmungen dauern hingegen wirklich leider tausende Jahre,bis sinnlose Gletscher abschmelzen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: yoshi1
15.05.2012 14:28
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Vorgehensweise des Ar v Fishhof

1. Onlinezeitungen auf Umweltartikel checken.

2. Die publizierende Organsiation diskreditieren und schwarz beschmieren.

3. Sodann Grüne (bzw jene, welche er/sie dazu zählt, insobesondere Alle mit Ausnahme von bekennenden Republikanern) über teils irrelevante und themenverfehlende Öko-Geschichte belehren. (Was interessiert mich hier Klimageschichte, es geht darum, dass unser Planet uns demnächst nicht mehr genügend Ressourcen für unseren Lebenswandel zur Verfügung stellen kann!)

4. Auf keinen Fall auf das eigentliche Problem eingehen, sondern lieber Andere ankreiden (siehe schon 2. und 3.).

(5. Hypothese: Gehaltscheck von Shell einstreichen.)

 
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