Wie viel Fläche ist nötig, damit wir unseren Lebensstandard dauerhaft ermöglichen? - das zeigt der ökologische Fußabdruck, der sowohl Anbauflächen für Lebensmittel, Rohstoff-Verbrauch oder auch den verbrauchten Mülllager-Platz miteinberechnet. Er wird in Hektar pro Person angegeben. Der WWF veröffentlichte in seinem Living Planet Report 2012 aktuelle Zahlen des Global Footprint Networks, das den ökologischen Fußabdruck jährlich berechnet.
Als zweite Kennzahl steht dem Fußabdruck die Biokapazität gegenüber. Sie beschreibt die biologisch aktive Fläche, die notwendig ist, um all das zu produzieren, was der Mensch verbraucht. Aber auch die Fähigkeit dieser Fläche, Abfälle aufzunehmen, ist in der Biokapazität mitberechnet.
Das bedeutet: Weltweit hat jeder Mensch im Durchschnitt einen ökologischen Fußabdruck von 2,7 Hektar. Das ist also jene Fläche, die jeder Erdenbürger durchschnittlich benötigen würde, um all die Ressourcen, die er verbraucht, wieder zu erzeugen. Im Verhältnis dazu wird die Biokapazität der Erde mit 1,78 pro Jahr und Person beziffert. Die Welt bietet also weniger aktive Flächen, die Ressourcen erzeugen und Abfälle aufnehmen können, als seine Bewohner verbrauchen. Anhand dieser Zahlen kommt der WWF-Bericht zu dem Schluss, dass die Menschheit bereits eine halbe zusätzliche Erde benötigen würde, um ihren Ressourcen-Bedarf längerfristig decken zu können. Auch eine Trendumkehr scheint nicht in Sicht.
Rechts neben der Karte sind jene Länder mit dem größten ökologischen Fußabdruck weltweit aufgelistet (rot auf der Karte markiert). Unter der Karte stehen jene Länder weltweit, die den kleinsten ökologischen Fußabdruck aufweisen können (auf der Karte grün markiert).