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Baut Tschechien grenznahe AKWs aus?

28.05.2012 | 14:09 |   (DiePresse.com)

Eine Expertengruppe empfiehlt der Regierung in Prag mehr Atomstrom zu produzieren. Die AKWs in Temelin und Dukovany könnten ausgebaut werden.

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Der Atomanteil an der Stromproduktion in Tschechien soll bis 2030 von bisher einem Drittel auf 50 Prozent steigen. Das ist der Kern des Berichts einer achtköpfigen Expertengruppe, wie die Tageszeitung "Hospodarske noviny" am Montag berichtete. Das Dokument dient als Grundlage für eine neues Energiekonzept Tschechiens in den kommenden Jahrzehnten dienen, das der Regierung in Prag bis August vorgelegt werden soll. Auch die Chefin der tschechischen Atombehörde, Dana Drabova, ist Mitglied der Expertengruppe.

Dem Zeitungsbericht zufolge schlagen die Experten vor, dass das südböhmische Atomkraftwerk Temelin und eventuell auch das südmährische Atomkraftwerk Dukovany ausgebaut werden. In Temelin, das 60 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt liegt, sollen zwei zusätzliche Blöcke entstehen, während im rund 30 Kilometer entfernten Dukovany ein fünfter Block gebaut werden soll.

Die Experten empfehlen in dem Bericht auch, dass die Regierung auf ihr "großzügige Unterstützung" für erneuerbare Energiequellen verzichtet, sobald deren Anteil an der Stromproduktion 15 Prozent erreicht hat.

Tschechische Atomgegner kritisierten den Bericht. Die Energieindustrie befinde sich im "Teufelskreis des Atoms und der Kohleförderung", sagte der Chef der ökologischen Bewegung "Calla", Edvard Sequens. "Dabei könnten neue Technologie und erneuerbare Quellen gemeinsam mit der Erhöhung der Energieeffizienz die heimische Wirtschaft auf neue Füße stellen, die Verschmutzung senken und uns aus der Abhängigkeit vom russischen Gas befreien", so Sequens.

(Ag.)

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26 Kommentare
 
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Die Tschechen werden von Deutschland zum Ausbau gezwungen!

Wenn Deutschland seine Atomkraftwerke abschaltet, kann es die fehlende Kapazität nicht durch eigene neue Gaskraftwerke ersetzen. Damit das europäische Stromnetz nicht deshalb zusammenbricht, müssen sich auch die Nachbarn am Kraftwerksneubau beteiligen, worüber sich z. B. Frankreichs Sarkozy geärgert hat, weil die Franzosen damit von den Deutschen gezwungen werden, neue Atomkraftwerke zu bauen. Für die Tschechei gilt natürlich dasselbe!

Anmerkung: Windräder liefern Strom so unregelmäßig, dass man nur auf drei Prozent der installierten Leistung sicher rechnen kann. So lange man den Windstrom nicht speichern und dann abgeben kann, wenn er gebraucht wird, sind die vielen Windräder für die Katz' und völlig unfähig, Atomkraftwerke zu ersetzen!

Re: Die Tschechen werden von Deutschland zum Ausbau gezwungen!

Strom kann man sehr wohl "speichern". Schon mal etwas von Pumpspeicherkraftwerken gehört?

Re: Re: Die Tschechen werden von Deutschland zum Ausbau gezwungen!

Pumpspeicherkraftweke sind wirklich die einzige wirtschaftlich sinnvolle Möglichkeit, Strom zu speichern.

Das Regelarbeitsvermögen aller österreichischen Pumpspeicherkraftwerke zusammen beträgt 2880 GWh/Jahr, das ist etwa 4 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs und reicht gerade um bei den größten Spitzenverbräuchen Hilfe zu leisten. Brauchen könnten wir viel mehr, allerdings stößt der weitere Bau von Pumpspeicherkraftwerken praktisch immer auf wütende Proteste, weshalb hier nicht viel mehr zu erwarten ist.

Bei dieser Kapazität, die nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, auch noch Windstrom zu speichern, ist völlig unrealistisch!

Re: Re: Re: Die Tschechen werden von Deutschland zum Ausbau gezwungen!

Erinnern Sie sich noch daran, wie die "üblichen Verdächtigen" vor zwei Monaten völlig aus dem Häuschen waren, als die TIWAG davon sprach, im Kaunertal ein Pumpspeicherkraftwerk zu errichten? Es war so wild, dass man jetzt nichts mehr davon hört.
Soviel zu den Ausbaumöglichkeiten der Pumpspeicherkapazität!

Bei einem Pumpspeicherkraftwerk bekommt man immerhin fast zwei Drittel des "gespeicherten" Stromes wieder zurück. dieser Strom kostet dann auch "nur" ca. doppelt so viel wie Strom aus normalen Kraftwerken.

Bei den auch oft genannten unterirdischen Luftdruckspeichern muss man froh sein, wenn man ein Viertel des gespeicherten Stromes wieder zurückgewinnen kann. Im Verhältnis zu den ungeheuren Kosten eines solchen Speichers ist das total sinnlos!

Den besten Wirkungsgrad zur Energiespeicherung von 90 bis 95 % haben Schwungräder. Ihr Energieinhalt ist aber im Vergleich zum Bedarf so gering, dass man ohne großen Fehler sagen kann: es ist nichts!

Eine brauchbare Möglichkeit, Windstrom zu speichern, ist weit und breit nicht in Sicht. Strom, von dem niemand vorhersagen kann, wann und wieviel davon kommt, ist weniger als wertlos, um ihn zu verkaufen, muss man an den Strombörsen noch dazuzahlen!

Niemand kann sich einen sinnvollen Einsatz von Windstrom vorstellen. Windräder werdern in Abwesenheit von Vernunft nur aus ideologischen Gründen aufgestellt!

Re: Re: Re: Re: Die Tschechen werden von Deutschland zum Ausbau gezwungen!

Wenn ich schon bei Windstrom bin:

Der Wind weht bekanntlich sehr ungleichmäßig. Wenn die Windgeschwindigkeit gerade nur mehr die Hälfte ist, hat der Wind nicht das halbe Leistungsvermögen, sondern nur mehr ein Achtel davon. Deshalb schwankt auch die gelieferte Stromstärke je nach Wind sehr stark.

Große Dampfkessel sind sehr träge, ihre Leistung zu verändern, dauert Stunden. Der Wind ist das nicht und kann jederzeit aussetzen. Wenn dann die Dampfkessel nicht augenblicklich einspringen, bricht das ganze Stromnetz zusammen.
Deshalb müssen die Dampfkessel der Kraftwerke ständig so befeuert werden, als ob der Wind gerade aussetzen würde. Es gibt daher keine Nachrichten über Brennstoffeinsparungen durch Windstrom.
Man hat in Deutschland die Stromerzeuger über die Brennstoffeinsparung durch Windstrom befragt. Die haben gesagt: Vielleicht ein Prozent?
Das ist praktisch nichts, die errechnete CO2-Ersparnis durch Windstrom gibt es nur auf dem Papier, in der Realität aber überhaupt nicht!

Die Windräder haben wirklich nur den einzigen Zweck, das Herz der Umweltbewegten höher schlagen zu lassen! Dafür werden Milliarden verschleudert!


Und?

Jedes Land kann auf seinem Hoheitsgebiet tun und lassen was es will. Nur weil die Ösis und Deutschen zu dumm sind, um zu verstehen welches immense Potential im Atom steckt, kann man anderen nicht aufzwingen wie sie ihre Energiepolitik zu gestalten haben.

Im Übrigen werden derzeit in Deutschland schon die ersten Unkenrufe bestätigt: Nämlich, dass der Energieausstieg dem deutschen Bürger sehr teuer kommen wird. Und dass man aller Voraussicht nach bald Atomstrom importieren muss. Wenn die letzte AKWs vom Stromnetz gehen. Da können sich die Links-Grünen-Klimaclowns noch soviel Windräder und Kollektoren in den Garten stellen. Aber 'ne sachliche Diskussion ist mit diesen Atom-Neurotikern nicht zu führen.

So und für alle Pappnasen dies überhaupt nicht checken: Ob ein AKW in Zwentendorf steht, oder an der Grenze zu Tschechien spielt bei einem Gau mal überhaupt keine Rolle.

Recht haben Sie, die Tschechen!

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Re: Und? "Ob ein AKW in Zwentendorf steht, oder an der Grenze zu Tschechien spielt bei einem Gau mal überhaupt keine Rolle."

Das ist wohl auch die beste Begründung, warum es keine rein tschechische Angelegenheit ist, da im Falle eines größeren Unfalls eben nicht nur tschechisches Hoheitsgebiet betroffen wäre.

Antworten Antworten Gast: Konservativer
29.05.2012 12:37
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Re: Re: Und? "Ob ein AKW in Zwentendorf steht, oder an der Grenze zu Tschechien spielt bei einem Gau mal überhaupt keine Rolle."

Solche Öko-Panik-Argumente ziehen nicht.

Bei einem Dammbruch und einer Überschwemmung könnte man diese Karte auch ziehen.

Bei einem Großbrand mit Funkenflug ebenfalls.

Bei einem Chemieunfall ebenfalls.

Wasserkraft verbieten?

Brennbare Stoffe verbieten?

Chemikalienindustrie verbieten?

Da sind Sie plötzlich nicht so heikel.

Was beweist: Anti-Atom ist eine Religion.

Antworten Antworten Antworten Gast: Auch Konservativ
29.05.2012 13:55
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Re: Re: Re: Bei einem Dammbruch und einer Überschwemmung könnte man diese Karte auch ziehen.

Das ist schon richtig, bloss sind die aufgezählten Unfälle im Vergleich zu einem, sagen wir mal, Ines 6 oder 7 Unfall (Gott behüte) sowohl regional als auch von der Belastungsdauer vergleichsweise beschränkt. Mir ist schon klar, dass wir in näherer Zukunft nicht ohne Kernenergie auskommen, bin aber der Meinung, dass wesentlich mehr Geld in die Erforschung bzw. Suche alternativer Energieformen (und Bremsung des Energiebedarfs) gesteckt werden sollte als in den Ausbau von Anlagen, bei denen das Entsorgungsproblem bis heute nicht mal ansatzweise gelöst ist (was aufgrund der Halbwertszeiten des anfallenden Mists wohl auch kaum möglich sein wird)

Danksagung

Das haben wir der tollen deutschen Strompolitik zu verdanken, die sich aufgrund von Polemik und Unwahrheiten der "grünen" Stromindustrie ausgeliefert hat.

Was dabei herauskommt, kann man in den deutschen Nachrichten erfahren:
- zur rechten Zeit zu wenig
- zu teuer
- keine Leitungen
- Umweltverschandelung und Verbetonierung
- Vogelsterben

Gast: iokukawa
29.05.2012 02:25
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gibts keinen virus

der jeden montag die akws herunterfahren lässt?

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Ausstieg aus EURATOM gefordert

Die EU-Austrittspartei Österreichs fordert den Ausstieg Österreichs aus dem EURATOM-Programm. Es ist nicht einzusehen, warum die österr Steuerzahler für Atomforschung zahlen sollen, wenn Österreich kein einziges Atomkraftwerk jemals in Betrieb genommen hat. Die 40 Millionen Euro jährlich könnte Österreich sinnvoller verwenden, zB um Armut zu bekämpfen.

R. Marschall, Parteiobmann
www.euaustrittspartei.at

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Re: Ausstieg aus EURATOM gefordert

EURATOM forscht aber auch daran, wie man die Atomkraft sicherer machen kann und vor allem generell auf dem Gebiet der Strahlungssicherheit. Davon profitieren auch wir Österreicher, denn auch wir haben Röntgenapparate, oder RFA-Analysegeräte.

Gast: LegendIn
28.05.2012 21:47
6 0

Gut so!

Irgendwie müssen ja die vielen unsinnigen Windräder in D und A angetrieben werden, wenn wieder mal Flaute herrscht.

Die zukünftigen "Stromscheichs" in Osteuropa/Frankreich werden gut leben von der Einfalt in ihren gutökologischen Hochpreis-Nachbarländern


Gast: Konservativer
28.05.2012 18:53
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Österreich hat sich hier nicht frech einzumischen!

Wenn die Tschechen ein Atomkraftwerk bauen wollen, so ist das deren Sache.

Deren Sache alleine.

Ich kann mich noch an die dreist-freche Anti-Atom Panik- und Lügenpropaganda erinnern, die damals gegen Temelin verbreitet wurde. Sogar die FPÖ war sich damals nicht zu schade, so tief zu sinken!

Na sicher bauen die aus

Wie soll D denn seinen Strombedarf decken?

Sofort Kontroleure

Vom Iran nach Tschechien abberufen !
Wer weis was die eigentlich noch Vorhaben ;D

Dieser Unfug hätte schnell ein Ende...

Vor wenigen Wochen hat sich unsere Bundesregierung mit atomstromfreien Netzen gebrüstet aber vergessen zu sagen, daß die Energieversorger ihre Pumpspeicher nächtens mit Atomstrom füllen.

Das bedeutet, dass der Strom den wir tagsüber verbrauchen in der vorigen nacht mit Atomstrom erzeugt wurde.

Unsere Politiker belügen euch und deswegen werden sie auch nichts gegen die neuen AKWs tun

Solange Tschechien Nettoempfänger ist würde ich als Nettozahler keinen einzigen Reaktor unterstützen.

...wenn wir Politiker mit Eiern hätten.

"...wenn wir Politiker mit Eiern hätten"

Dann hätte AT seine eigenen, selbst kontrollierten AKWs auf neuestem Standard.
Kein Kopfzerbrechen mehr über die Preise.
Immunität gegenüber den Launen der Idioten in Nahost und den Gangstern in RU.

Und das gegen geringe Nachteile....

Baut Tschechien grenznahe AKWs aus?


ich hoffe sehr!

Uns außerdem wäre es interessant, wieviel Zustimmung die Kernenergiegegner in einer Abstimmung aller Österreicher/Deutschen tatsächlich erhalten würden?

Wäre einen Vor-Test in der Presse wert.

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Re: Baut Tschechien grenznahe AKWs aus?

Leider ist es so, dass die Schulen seit Jahren von GrünInnen durchsetzt sind, der ORF sich zu einem Ökotalibansender entwickelt hat u. viele Medien, besonders der Standard zu einem Greenpisser-Blattl mutiert sind.
In der Politik haben sich die Grünen Kasperl, obwohl zahlenmäßig gerade mal an der Wahrnehmbarkeitsschwelle, zum Zünglein an der Waage gemausert u. so mit der korrupten Bauernpartei u. den dämlichen Roten weite Teile unserer letzten naturnahen Landschaften mit Windkraftwerken verwüstet.
Die Subventionskassierer bestimmen derzeit die Richtung im Land. Siehe das korrupt-kriminelle Ökostromgesetz u. seinen Verwalter Mitterlehner.
Über einen Ausgang einer Abstimmung wäre ich mir da nicht so sicher.

Re: Re: Baut Tschechien grenznahe AKWs aus?

Als Alternative

könnte ja endlich Österreich

das umweltfreundliche ÖKO-Wasser-Kraftwerk in der Hainburger Au bauen,

damit die Grüninnen in ihren E-Autos nicht auf Atomstrom angewiesen sind?

Aubesetzungen wird es dabei sicher nicht mehr geben,

denn die heutige Jugend sitzt lieber vor dem PC als für grausliche Gelsen-Tümpel und Auhirsche zu demonstrieren.

Re: @faber


wie wahr!

Dann bekämen

die Grüninnen endlich billigen Strom für ihre Luxus-Elektro-Autos

nicht weit weg von ihren Zweit-Wohnsitzen im

Wald-bzw.Weinviertel!

Gast: DerPresse
28.05.2012 14:58
8 0

Recht haben die Tschechen

Woher soll denn der Strom für die E-Bikes, E-Autos kommen?

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Re: Recht haben die Tschechen

Na, aus der Steckdose, dass weiss doch jeder Politiker....

 
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