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WHO: Dieselabgase so giftig wie Asbest und Arsen

13.06.2012 | 15:39 |   (DiePresse.com)

Die Weltgesundheitsorganisation stuft die Abgase des Treibstoffs nicht mehr nur als "potenziell krebserregend" ein, sondern sieht Beweise für einen "eindeutigen Zusammenhang" mit der Krankheit.

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Das Einatmen von Dieselabgasen ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation gefährlicher als bisher angenommen. Die WHO stuft die Abgase des Treibstoffs nun nicht mehr nur als potenziell krebserregend ein, sondern sieht Belege für einen eindeutigen Zusammenhang mit der Krankheit. Damit gruppiert die Organisation Dieselabgase wie Asbest, Arsen und Senfgas ein.

Eine Expertengruppe habe Belege gefunden, dass sie eine Ursache von Lungenkrebs seien und es zudem eine Verbindung zu Blasenkrebs gebe, teilte die zuständige WHO-Abteilung am Dienstag mit. Die WHO gruppierte Diesel nach Beratungen unabhängiger Experten als gefährlicher ein. Zuvor wurden jüngste wissenschaftliche Forschungen ausgewertet.

Die Einschätzung von Benzin-Abgasen veränderte die WHO dagegen nicht. Diese werden weiter mit "wahrscheinlich krebserregend" bewertet.

Dieselbetriebene Fahrzeuge sind bei Privatleuten vor allem in Westeuropa beliebt. In Ländern außerhalb Europas und Indiens werden vor allem Lkw mit dem Treibstoff betankt.

"Gewisser Auftrag an die Politik"

"Ich gehe davon aus, dass der Handlungsbedarf steigt", lautet nun die Prognose von Otto Burghuber, Vorstand der Internen Lungenabteilung am Wiener Otto Wagner Spital. Burghuber unterstreicht aber, dass Tabakkonsum nach wie vor das größte Risiko für Lungenkrebs mit sich bringe.

Burghuber sieht in der Neueinstufung trotzdem einen "gewissen Auftrag an die Politik". "Asbest ist ein guter Vergleich", so der Experte. Auch wenn Asbest im Unterschied zu den Dieselabgasen zu einem Mesotheliom führt, einer Form von Lungenkrebs, die das Brustfell befällt, ist der Zeitablauf bis zum Ausbrechen der Erkrankung ähnlich. "Bei Asbest treten die Schäden nach etwa 20 bis 30 Jahren auf, auch bei Diesel ist von einem ähnlichen Zeitablauf auszugehen."

"Passivrauchen weitaus dramatischer"

Eine große Verbesserung bezüglich der Gesundheitsgefährdung durch die Abgase, habe sich jedenfalls bereits durch die Partikelfilter ergeben. Daher sei die Situation in Entwicklungsländern nun weitaus schlechter. "Ich bin überzeugt, dass die Autoindustrie die Technologie bei Dieselfahrzeugen verbessern wird", sieht Burghuber mögliche positive Auswirkungen in der Neueinstufung der Abgase. Und eines sollte man nicht vergessen: "Die Situation durch das Passivrauchen ist weitaus dramatischer für den Menschen."

Der Lungenfachmann gibt in diesem Zusammenhang auch zu bedenken, dass die WHO-Vorgaben bezüglich Tabakrauch nicht in allen EU-Ländern gleich konsequent umgesetzt wurden. Inwieweit die jetzige WHO-Studie politische Folgen zeitigen wird, darüber könne man derzeit nur mutmaßen.

ÖAMTC unterstreicht Wichtigkeit der Wartung

Bezüglich der Schädlichkeit der Dieselabgase wies ÖAMTC-Techniker Fritz Eppel auf die Wichtigkeit der Wartung hin. "Derzeit gibt es sehr viele Dieselschwerfahrzeuge. Dieselfilter sind teuer, die Wartung kostet viel Geld, daher wird sie oft so lange wie möglich hinausgezögert." Aber nicht nur bei Maschinen und Lkw, auch bei Autos sei die Instandhaltung wichtig. "Man sieht immer wieder Diesel-Pkw, vor allem ältere Modelle, die rauchend durch die Gegend fahren." Grundsätzlich seien die Abgasgrenzwerte sehr niedrig angesetzt, "auch um die Industrie anzutreiben".

Diesel gewinnt man wie Benzin aus Erdöl. Wenn man dieses raffiniert, kommen Produkte unterschiedlicher Natur heraus. Etwa nach Teer kommt irgendwann Diesel, dann - etwas leichter und flüssiger - Benzin, erklärte der Techniker. Aus einem Liter Erdöl erhält man stets die selbe Menge der Produkte - man kann also nicht nach Wunsch mehr Diesel und weniger Benzin (oder umgekehrt) aus einem Liter raffinieren.

(Ag.)

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256 Kommentare
 
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und es musste wirklich 2012 werden,

bis man da drauf kommt?

6 8

Re: und es musste wirklich 2012 werden,

In Österreich ist der Diesel sogar steuerbegünstigt!

VIELEN DANK an die Grünen, die gegen diesen Schwachsinn nichts unternehmen.


Re: Re: und es musste wirklich 2012 werden,

was haben die grünen mit umwelt oder politik zu tun? deren hauptaufgabe ist die versammlung zu lichterketten.

0 2

Re: Re: und es musste wirklich 2012 werden,

was können die grünen da schon unternehmen, schauen sie sich mal näher an, wer ständig gegen die umweltzonen kämpft.

Gast: OECD CEO
13.06.2012 12:54
3 2

Die Doku "Abgefackelt" zeigt,

wie Konzerne bei der Ölförderung Ressourcen verschwenden. Verheerende Folge: Ein jährlicher CO2-Ausstoß von rund 500 Millionen Autos.

Ahja. Braucht die Industrie wieder mal eine Absatzsteigerung ...

... bei Benzinmotoren? In zwei Jahren erzählt man uns dann, daß alles ganz anders ist. Wie immer.

Antworten Gast: netter gast
13.06.2012 14:08
3 0

Re: Ahja. Braucht die Industrie wieder mal eine Absatzsteigerung ...

Wirtschaftskrieg .
Die USA setzen bei Autos auf Benzin ,
Europa auf Diesel .

Und wer bei UNO, WHO ...
das Sagen hat ist bekannt

auch seit langem ist die Schädlichkeit der Dieselabgase bekannt ,
aber die Gleichstellung mit
Arsen oder Senfgas
schaut sehr nach politischem Interesse aus

5 1

Re: Ahja. Braucht die Industrie wieder mal eine Absatzsteigerung ...

Wahrscheinlich eher Werbemaßnahme für Elektromotoren, der größte Schmäh seit den Energiesparlampen..

Gast: eine million milliarden
13.06.2012 12:50
3 6

Pickerl

...schon längst müssten die Autos, gleich den Tabakwaren, als schädlich und möglicherweise tödlich gekennzeichnet sein!

Gast: Sandraxy
13.06.2012 12:21
4 14

Was

soll man als "nicht-Autofahrer" dazu jetzt noch sagen,ich kann mich nur bei den "lieben" Autofahren fürs Gift bedanken,danke dafür dass ihr unsere Gesundheit und die unseres Planeten zerstört! Wer in Wien wohnt und nicht aus seine Feinstaubschleuder verzichten kann sollte sich einfach nur schämen!

Antworten Gast: Marcus Antonius
13.06.2012 14:35
3 0

Re: Was

Man sollte am besten nichts sagen - ab ins Winkerl und sich schämen! Mich nerven eher hecktische Fussgänger und Radfahrer die ein ROT bei einer Ampel nicht akzeptieren wollen.

Antworten Antworten Gast: netter gast
13.06.2012 15:14
0 3

Re: Re: Was

So ist das mit den Nerven .
Wenn man in Wien als Radfahrer nicht ständig auf der Hut ist ,
hat man kaum einen Tag Überlebenschance .
Ständig werden Verkehrsregeln zum Nachteil von Radfahrern nicht beachtet .
Wenn aber ein Radfahrer einem Autofahrer den Weg nimmt ,
bekommt man regelmäßig die explosive gerechte Empörung der Autofahrer zu hören .

Hätten Radfahrer das gleiche Empörungspotential wie Autofahrer ,
wären sie in ununterbrochener Empörung .

Dabei ist beim Autofahrer vielleicht der Lack , beim Radfahrer aber das Leben gefährdet .

Antworten Gast: Cougar83
13.06.2012 13:16
5 1

Re: Was

Gern geschehen. Bin zwar überzeugter Nicht-Diesel-Fahrer, gebe aber trotzdem mein Bestes.

Re: Was

Sie werden es doch nicht wagen, des Wieners heiligstes Gut so unverfroren zu verunglimpfen. Das Recht aufs eigene Auto kommt gleich nach dem Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit!

Re: Was

Es ist wie mit allem im Leben: wenn Sie ganz, ganz fest daran glauben, dass Diesel Sie umbringt, dann wird er es auch tun. Aber in Wirklichkeit sollte man sich fragen, ob man nicht einfach nur das bekommen hat, was man eh wollte?

Re: Was

Am besten, Sie sagen gar nichts, dann können Sie sich auch nicht mit solchem Unsinn wie in ihrem Posting als intellektuell herausgefordert outen.

Antworten Antworten Gast: AuskennerIn
13.06.2012 13:01
3 0

Re: Re: Was

Verstehe, ein Diesel-Pkw-Fahrer?!

Re: Re: Re: Was

Benziner.

6 2

Re: Was

und was ist mit Ölheizung , Schiffdiesel etc.Die Partikel werden sehr weit verteilt.

3 1

Re: Re: Was

Die boomenden Holzöfen, stoßen jede Menge Feinstaub, CO, etc. aus.

Das ist das nächste kommende Luftverschmutzungsthema.
Haupsache CO2 neutral. Was die Lungenfachärzte dazu meinen ist egal.

1 1

Re: Re: Was

na ja, durch die häuserschluchten bewegen sich kaum schiffe. die autos emmitieren die abgase in bodennähe, also eben genau dort, wo sich viele menschen aufhalten. mit intakten sinnen entgeht dir auch nicht diese "reizende" luft.

Gast: Prohphet
13.06.2012 12:02
15 1

neue Steuer im Anmarsch

hmmm ich wage mich einmal als Prophet.
Da in Ö die Dieselfahrzeuge stark verbreitet sind, werden unsere ach so geschätzten Politiker diese Studie als Vorwand heranziehen um neue Steuern auf Dieselfahrzeuge zu erheben. Natürlich NUR im Nahmen der Gesundheit - denn dagegen kann das blöde Stimmvieh nichts sagen - ist ja alles nur in Ihrem Sinne. (sic!) Das zusätzliche Geld wird dann vermutlich fürs Stopfen der Budgetlöcher oder Bankenrettungen herangezogen. Punkte mehr Gesundheit natürlich weit entfernt!!!! Mal schauen ob sich meine Prophezeiung erfüllt - Als Dieselfahrer (und somit laut WHO beinahe Massenmörder) hoffe ich das nicht :-/

3 0

Re: neue Steuer im Anmarsch

Da können Sie d'rauf Gift (= Dieselabgas) nehmen.

Aber egal, eine zumindest gleiche Steuer auf Diesel wie auf Benzin (energieihnaltlich betrachtet) ist schon lange fällig.
Jetzt gibt es eben nur ein Argument mehr, dass eigentlich schon viele (Entscheidungsträger) kannten.

Giftiges NOx und krebserregender Feinstaub, der vor allem aus den Dieselmotoren kommt, ist ja bereits seit den 1980er Jahren bekannt. Damals führte man beim Benziner den KAT ein.
Der Diesel durfte in Österreich leider noch sehr viel länger seine Abgase ungereinigt ausstoßen. Bei älteren Autos bis heute!


Antworten Gast: Sandraxy
13.06.2012 12:24
1 13

Re: neue Steuer im Anmarsch

Das hoffe ich ,ich möchte mich nicht von Ihnen vergiften lassen,ich habe das Recht,auch als Wienerin ,spazieren zu gehen ohne mich vergiften zu lassen!

Antworten Antworten Gast: Cougar83
13.06.2012 13:22
5 0

Re: Re: neue Steuer im Anmarsch

Dann bitte auch konsequent bleiben. Sie konsumieren ja sicher nur Produkte, die im Umkreis von 5 Kilometern hergestellt worden sind, oder?

Heizen im Winter gibts dann auch nicht mehr, denn wie kommen wir dazu ihre Abgase einzuatmen nur damit sie es schön warm haben im Winter.

Re: Re: neue Steuer im Anmarsch

Hier wird Ihnen geholfen: http://tinyurl.com/csvsc5q

Wir dürfen uns versichert fühlen, es wird bald gegenteilige Gutachten geben.

Es wird nicht lange dauern und von der Petrochemie, den Autoherstellern usw. werden beauftragte Experten Dieselabgase als unbedenklich einstufen. Es wird sich selbstverständlich alles nur als harmlos herausstellen - so wie sich auch Handies und deren Strahlen als gesundheitlich unbedenklich erwiesen haben. Energiesparlampen detto.
Gentechnik genauso (Monsanto dankt).
Wie ist das in Politik und Wirtschaft?
Wer profitiert, wer zahlt und worin besteht die Lüge. Also, warten wir auf die Experten, die sich bald zu Wort melden werden.

Re: Wir dürfen uns versichert fühlen, es wird bald gegenteilige Gutachten geben.

in dem artikel fehlt die aussage der who das mit einem dieselpartikelfilter das krebsrisiko nicht steigt!!!

Wir dürfen uns versichert fühlen, es wird bald gegenteilige Gutachten geben.

Es wird nicht lange dauern und von der Petrochemie, den Autoherstellern usw. werden beauftragte Experten Dieselabgase als unbedenklich einstufen. Es wird sich selbstverständlich alles nur als harmlos herausstellen - so wie sich auch Handies und deren Strahlen als gesundheitlich unbedenklich erwiesen haben. Energiesparlampen detto.
Gentechnik genauso (Monsanto dankt).
Wie ist das in Politik und Wirtschaft?
Wer profitiert, wer zahlt und worin besteht die Lüge. Also, warten wir auf die Experten, die sich bald zu Wort melden werden.

Gast: xyz ist nett
13.06.2012 11:42
0 0

grazer

dann freut euch ihr lieben grazer mit eurem feinstaub ;-)

Gast: LegendIn
13.06.2012 11:39
14 3

Dieselabgase wie Arsen und Senfgas?

Die DamenInnen Studienautor mögen mal einen persönlichen Vergleichstest durch Selbstkonsumation durchführen.

Reihenfolge-Tipp: zuerst Dieselabgase, dann Arsen und zuletzt Senfgas, ansonst wäre der Versuchsablauf kaum erfolgreich.

***

Lächerlichkeit, dein Name ist WHO!

 
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