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Das Scheitern der Weltregierung

22.06.2012 | 18:34 |  MARTIN KUGLER UND JAKOB ZIRM (Die Presse)

UN-Konferenz.Globale Gipfeltreffen bringen zunehmend nur noch Hotelumsätze für die Veranstalterländer – aber keine konkreten Ergebnisse.

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Wien. Bei kaum einer globalen Konferenz war das Scheitern so offensichtlich wie beim am Freitag zu Ende gegangenen UN-Nachhaltigkeitsgipfel in Rio de Janeiro: Schon bevor das Treffen am Mittwoch begann, wurde von den Gastgebern ein Schlussdokument veröffentlicht, das auch nicht mehr verändert werden sollte. Damit wollte Brasilien verhindern, dass der Gipfel überhaupt ohne unterschriebene Abschlusserklärung zu Ende geht – wie dies etwa bei der Weltklimakonferenz in Kopenhagen im Jahr 2009 geschehen ist. Dadurch war aber auch klar, dass sämtliche offenen Fragen auch diesmal nicht konkretisiert werden würden.

Mit Rio wird die Liste gescheiterter globaler Konferenzen der vergangenen Jahre somit um einen Eintrag erweitert. Zuvor waren schon die Klimakonferenzen Durban, Cancun und Kopenhagen ohne nennenswerte Ergebnisse zu Ende gegangen. Dabei kehrte das „UN-Tourismusbüro“ gerade mit Rio an jenen Ort zurück, an dem vor 20 Jahren der Reigen jährlicher globaler Konferenzen hoffnungsfroh eingeläutet wurde. Der Gipfel von Rio im Jahr 1992 gilt als die Geburtsstunde globaler Bemühungen zu mehr Umwelt- und Klimaschutz.

Kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde die Welt von einer Aufbruchsstimmung erfasst. Die starren Feindbilder der ehemals bipolaren Welt gab es plötzlich nicht mehr, es konnte etwas Gemeinsames entstehen. In Rio und fünf Jahre später im japanischen Kyoto wurden etwa erstmals verbindliche Vereinbarungen zur CO2-Einsparung festgeschrieben. Das Bewusstsein einer Weltgemeinschaft hielt aber nicht lange an, schon bald gewannen die Interessen der einzelnen Staaten wieder Oberwasser – und am Ende blieb praktisch nur Europa im Kyoto-Protokoll, das nächstes Jahr ausläuft, übrig.

 

Selbstbewusste Schwellenländer

Das Scheitern des Kyoto-Prozesses zeigt eine wesentliche Änderung zu damals: Bis vor einem Jahrzehnt bestimmten die großen und mächtigen Staaten der westlichen Hemisphäre, wo es langgeht – und alle anderen schlossen sich mit mehr oder weniger großem Murren und nach dem Verteilen von Zuckerln an. Heute ist das anders: Selbstbewusst wie nie zuvor pochen auch Schwellen- und Entwicklungsländer auf ihre Interessen. Seit sich die 20 größten von ihnen 2003 zur „Gruppe der 20“ zusammengeschlossen haben, bläst den Industrienationen ein immer stärkerer Wind ins Gesicht. Der noch verschärft wird, weil die Schwellenländer derzeit rasante Zuwächse in allen Bereichen vermelden können – während die Industrienationen unter wirtschaftlicher Schwäche leiden.

Die Schwellenländer lehnen – durchaus nachvollziehbar – alle Verpflichtungen ab, die ihren Aufholprozess verlangsamen würden. Die Industrieländer sind jedoch ebenfalls immer weniger bereit, allein alle Wettbewerbsnachteile etwa durch den Klimaschutz auf sich zu nehmen. Besonders krass ist das bei Klima- und Umweltverhandlungen, bei denen das Thema Energie im Zentrum steht. Denn diese ist nun einmal der wichtigste Treiber für die Entwicklung.

Der Widerstand der aufstrebenden Länder gegen die Dominanz der Industriestaaten bleibt klarerweise nicht auf Umweltthemen beschränkt. Auch die Konferenzen der Welthandelsorganisation WTO gehen seit Jahren ergebnislos zu Ende, weil sich die beiden Blöcke unversöhnlich gegenüberstehen. Die Industrienationen fordern einen Abbau von Handelsbeschränkungen. Die Schwellenländer wollen diesen aber nur gewähren, wenn der Westen zuvor seine Agrarsubventionen reduziert – was wiederum am innenpolitischen Widerstand in den USA oder der EU scheitert.

Bei den großen UN-Konferenzen ist grundsätzlich Einstimmigkeit bei allen Beschlüssen vorgesehen, jedes einzelne Mitglied kann durch ein Veto blockieren. Daher verstärkt sich seit einigen Jahren bei vielen Experten und Beobachtern die Meinung, dass UN-Konferenzen nicht das richtige Vehikel sind, um etwas voranzubringen.

 

G20 gewinnen an Bedeutung

Das ist mit ein Grund dafür, dass in den vergangenen Jahren die G20 – ein informeller Zusammenschluss der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer – an Bedeutung gewannen. In dieser Runde sollen seit Ausbruch der Krise vor allem neue Regeln für den internationalen Finanzmarkt definiert werden. Zuletzt stand jedoch meist nur die Schuldenkrise Europas auf der Tagesordnung. Und statt konkreter Beschlüsse setzte es Kritik am europäischen Krisenmanagement und das „Verbitten von Belehrungen“ als verärgerte Reaktion.

Eine „Weltregierung“, die sich viele Menschen als ein übergeordnetes Gremium zur Lösung von globalen Ungleichgewichten, Wirtschaftskrisen oder Umweltproblemen erträumen, scheint unter diesen Rahmenbedingungen nicht möglich. Alle Versuche in dieser Richtung sind bisher gescheitert.

4 von 90

Umweltzielen wurden seit 1992 geschafft: Schutz der Ozon-schicht, bleifreies Benzin, verbesserte Wasserversorgung und weniger Wasserverschmutzung. Kaum Fortschritte gab es bei 24 Umweltzielen, und Verschlechterungen verbucht die UNEP bei acht Zielen.

50 %

aller Feuchtgebiete der Welt ver-
schwanden im Lauf des 20. Jahrhunderts. In manchen Regionen gingen sogar 95 Prozent verloren.

Auf 8,1

ist der pH-Wert des Meerwassers (von zuvor 8,2) gesunken. Ursache ist, dass sich große Mengen des steigenden CO2-Gehalts der Luft im Wasser auflösen. Je saurer das Wasser ist, umso mehr Korallen verschwinden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.06.2012)

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32 Kommentare
 
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Weltregierung = Orwellscher Alptraum!

Die globalen Probleme sind Mangel an Wohlstand, an Fortschritt und technischer Entwicklung, und an Freiheit. Diese Dinge möchte die Weltbevölkerung gerne. Und dazu braucht man keine Weltregierung, die die Menschen zu Dingen zwingt. Dazu braucht man Basisdemokratie vor Ort, dazu braucht man Wettbewerb unter kleinen Staaten und Gemeinden mit verschiedenen Lösungsansätzen und Bedingungen, damit die Leute wegziehen können, wenn ihnen ein Lösungsansatz nicht gefällt. Eine gleichmacherische Weltregierung, vor deren Regeln keiner mehr fliehen kann, ist der Alptraum der Menschheit.

Jede Regierung und jedes Staatwesen hat die Tendenz, immer größer zu werden, immer neue Behörden zu schaffen und die eigenen Kompetenzen immer weiter auszudehnen. Einzig der Wettbewerb unter den Staaten gebietet dem Einhalt, weil nämlich die Bürger fliehen, wenn die Bedingungen zu schlecht werden (so sie keine Mauer aufhält). Bei einer Weltregierung wäre dies aber nicht so, sie würde sich immer weiter aufblähen und zwangsläufig totalitär werden, und keiner könnte mehr fliehen.

Ich möchte auf jeden Fall nicht, dass mir eine Weltregierung auf der anderen Seite des Erdballs vorschreibt, wie ich zu Leben habe, und mir Dinge verbietet, nur weil gleichgeschaltete "Wissenschaftler" herausgefunden haben, dass diese Dinge angeblich die Umwelt schädigen.

Gast: fugazi
24.06.2012 04:29
0 0

...

das wort weltregierung sagt alles..


Es gibt keinen gangbaren Weg zum nachhaltigen Wirtschaften!

Die Vorstellungen der Delegierten bei solchen Aufläufen sind im günstigsten Fall weltfremd, meistens aber grotesk absurd!

Das geht so weit, dass man Afrikanern, die fast schon am Verhungern sind, Sonnenenergieanlagen hinstellt, mit denen man, wenn die Sonne scheint, kochen kann, die aber sonst völlig nutzlos herumstehen und nach kurzer Zeit unbrauchbar werden, weil sich niemand die Wartungskosten leisten kann. Dabei kosten solche Anlagen Unsummen, mit denen man die damit beglückte Familie jahrelang vor Hunger bewahren könnte!

In den vergangenen Jahrhunderten hat es immer wieder Propheten gegeben, die ein schreckliches Ende der Menschheit wegen Erschöpfung der Ressourcen vorhergesagt haben, eingertroffen ist es aber nie!

Antworten Gast: EFF EFF
24.06.2012 10:21
0 1

Re: Es gibt keinen gangbaren Weg zum nachhaltigen Wirtschaften!

So teuer sind die schwarzen Blechschüsseln nicht und halten tun die auch ziemlich lange.

Gast: gast xy
23.06.2012 13:48
1 1

step by step

vielleicht ist der gipfel gescheitert, aber immerhin sind die menschen schon mal so weit, dass man sich zusammensetzt und redet und über die probleme gedanken macht. früher hat man sich gleich den schädel eingeschlagen...

Gast: Markus Trullus
23.06.2012 09:32
7 2

Gescheitert

Weltregierung: Gescheitert
EU Regierung: Gescheitert
Nationale Regierungen: Gescheitert
Landesregierungen: Gescheitert
Gemeinderäte: Gescheitert
Vereinsstrukturen: Gescheitert
Familien: Gescheitert
Gescheitert wegen Egoismus, keinerlei Tugenden, Dumm- und Blödheit, Gier, Hass, Zank, Überheblichkeit,.....

Antworten Gast: rainer S.
24.06.2012 21:30
1 0

Re: Gescheitert

Je näher die Entscheidungen lokal sind, desto besser. Es gibt sehr wohl funktionierende Familien, Gemeinden, Landesregierungen, mittelständische Unternehmen. Zermürbt werden die Städte durch Auflagen des Bundes, die kaum Handlungsspielräume lassen. Eine Welt oder Europaregierung ist keinesfalls wünschenswert-wohin als Bürger noch fliehen, wenn Despoten diese übernehmen oder gigantisch fehlmanagen. Wettbewerb der Nationen ist sinnvoll..wir sehen doch, wohin die Umverteileritis führt. Bürgerfreiheit heißt auch die Freiheit der Wahl zwischen verschiedenen Nationen. Ein Europa der Vaterländer mit partielelr Zusammenarbeit ja...ein EU Zentralkommunismus nein! Grade Österreich weiß doch, wie damals Brüssel die FPÖ anprangerte-Demokratie Fehlanzeige. Und davon wollen sie mehr?

Antworten Gast: Sebastio
23.06.2012 13:48
1 0

Re: Gescheitert

sieht ziemlich so aus als würden sie recht haben mit ihrer einschätzung! nur hätte ich andersrum aufzuzählen begonnen,denn wer ist schon wirklich bereit auf irgendetwas zu verzichten in unseren breitengraden(sozialstaaten),aber permanent wird mit dem finger auf andere gezeigt u. aus der ferne "hinterm warmen ofen" wird für den regenwald u. die wale gekämpft !! ... möchte ich mir gerne ansehen wer hier aller kämpfen würde wenn es ums eingemachte,sprich ums tägliche überleben geht wie in süd/latein- amerika,china,indien usw. !! mein fazit: die teilweise schon blödgefressenen wohlfahrtsstaatler werden die welt sicher nicht retten, auch nicht die b u. c schauspieler die den gutmenschen heraushängen lassen u. sich mit eisbären u. robbenbabys ablichten lassen aber gleichzeitig tausende meilen per flugzeug(kerosin) zurücklegen um eine schwachsinns serie oder einen dumpfgummi- film zu drehen !! die teilweise anstudierten UN- hascherln haben bzw. hatten wohl keine ahnung was sich wirklich abspielt u. abspielen wird wenn die schwellenländer auf reichhaltige nahrung,autos,tv,handys,reisen etc. etc. zugang haben bzw. schon haben,aber wer soll ihnen verdenken dass man auch am sogenannten wohlstand teilhaben will,wer --- "wir" hier in westeuropa ??!!

Antworten Gast: Kummts ma mit kane Ausreden mehr
23.06.2012 10:54
0 0

Re: Gescheitert

Tja, so sind wir nun mal und unsere Politiker die wir uns gewählt haben. Ergo dessen kann es auch keine Enttäuschung geben. Da wir nicht sagen können das hätten wir alles nicht auch schon vorher gewusst. Nur wollten wir es nicht wissen, weil wir Ignoranten und Wegschauer sind.

17 0

Kompetenz

Die großen NGO´s haben das Vertrauen das ursprünglich in sie gesetzt wurde, vollständig verloren, da es offensichtlich ist, dass ihre Interessen nicht die Interessen der Menschheit mehr sind.

Re: Kompetenz

Wenn diese NGOs das von deren Finanzierern in sie gesetzte Vertrauen nicht erfüllen würden, würde ihnen der Geldhahn ganz schnell zugedreht. Da sie aber ihre Funktion, nämlich die politischen Entscheidungsträger in eine bestimmte Richtung zu drängen und diese Richtung als Mehrheitsmeinung zu verkaufen, gut erfüllen, zahlen Rockefeller & co auch weiter für sie. Da die Interessen der Menschheit, nämlich Freiheit und Wohlstand, ziemlich konträr zu den Interessen der NGOs, nämlich Nachhaltigkeit, Suffizienz, globale Gerechtigkeit etc. (übersetzt: Wohlstandsreduzierung, Freiheitsbeschneidung, globale Umverteilung) sind, wundert es nicht, dass es noch denkende Menschen gibt, die sich ihren Zielen widersetzen, auch unter den politischen Entscheidungsträgern.

Gast: Fprester
23.06.2012 07:49
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Wunsch Weltregierung?

Zitat: "Eine „Weltregierung“, die sich viele Menschen als ein übergeordnetes Gremium zur Lösung von globalen Ungleichgewichten, Wirtschaftskrisen oder Umweltproblemen erträumen, scheint unter diesen Rahmenbedingungen nicht möglich. Alle Versuche in dieser Richtung sind bisher gescheitert."

Wünschen sich wirkliche viele Menschen eine Weltregierung oder wird hier nur Stimmung dafür gemacht? Schritt für Schritt geht es weiter. Derzeit kommt von allen Seiten wie gleichgeschaltet die Forderung nach den Vereinigten Staaten von Europa. Der nächste Schritt wird dann die Forderung nach einer Weltregierung (Vereinigte Staaten der Welt) mit dem total überwachten "Bürger" sein.

Maurer hatte schon recht. Wer noch alle Taschen im Schrank hat, lehnt diese Entwicklung ab.

Re: Wunsch Weltregierung?

so is es und nicht anders! ;) hab mir das selbe beim lesen des artikels gedacht

Nicht Verstand dominiert den Menschen ...

... sondern Gier und Macht. Interessen und Lobbyismus.
Also werden wir keine lernende Menschheit. Schade, manche haben sich das nicht verdient.
Zwar schrieben wir die Menschenrechte auf Tafeln (siehe UNO-homepage), wie die Gesetze in der Bibel. Bloß wer hält sich daran, wenn das Geld lockt?
Wir werden sogar die Moral abschaffen, damit wir mit den Genen der Menschen Geld verdienen können. Wir haben den Planeten bereits jetzt irreversibel verändert und werden dadurch selbst geschädigt. Medizin und Wiederaufbau werden die Wachstumsbranchen.
Nach dem Bürgerkriegszeitalter wird es vielleicht besser werden. Vielleicht schaffen wir es doch noch vorher. Das wäre schön. http://www.WWSEEP.com - positive Ziele für alle Menschen. Von selbst kommt das leider nicht.

Re: Nicht Verstand dominiert den Menschen ...

Mich erstaunt es immer wieder, welche Hybris aus den Menschen spricht, die glauben ganze Planeten irreversibel verändern zu können. Wir sind winzige Säugetiere, die an der Oberfläche der Erde herumkrabbeln, und sind den Naturgewalten ausgeliefert. Zu glauben die Naturgewalten seien uns ausgeliefert sehe ich als schlichten Größenwahn. Die Wissenschaft sieht das übrigends ähnlich, sonst hätten z.B. wohl kaum 74 Nobelpreisträger den Heidelberger Appell unterzeichnet.

Scheitern? Die Bilderberger haben einen Erfolg nach dem anderen!

Totalüberwachung - erledigt! Nächster Schritt: Ein Europäischer Staatenbund: So gut wie erledigt.

So sehe ich das auch,

.. wenn ich daran denke, dass Europa von den Chinesen gemeinsam mit den USA aufgefordert wurde, die Finanzen in Ordnung zu bringen.
Die Demokratiebewegung in der EU "Strichwort: Direktwahl des EU Präsidenten" verbunden mit der Fiskalunion sorgt dafür, dass die meisten Menschen in diesen 3 Machtblöcken leben, die dann voraussichtlich die Politik der Welt bestimmen werden.
Wenn es gelingt, Russland einzubinden (Putin verhindert das - so betrachtet ist er ein echter Patriot), ist es für den Rest der Welt gelaufen.
Neue Idee: Man könnte ja den Russen Europa zum Geschenk für eine Weltregierung machen. Das hat die USA mit großen Teilen Europas schon einmal gemacht und die Kommunisten in Brüssel hätten vielleicht garnicht so viel dagegen.

Gast: radius
22.06.2012 21:55
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Wir danken Gott, dass dieses Bemühen scheitert.


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As you like it.

Die Menschen möchten Lebensqualität. Die kostet eben. Die Frage ist nur, welchen Preis zu zahlen wir dafür bereit sind.

Teuer wird es auf jeden Fall.

Die übergangene Warnung

Man musste tatsächlich bis 2012 warten, um in einer durchschnittlichen bis guten bürgerlichen Zeitung mit gewisser Reichweite einen Artikel mit dieser Überschrift zu lesen.

Das ist erfreulich, einerseits weil damit ein zentrales innerweltliches Symbol nahezu eschatologischer Dimension ("Weltregierung") im Selbstverständnis moderner Entscheidungsträger kritisch beurteilt wird, andererseits weil ein Eingeständnis, nämlich dass die westliche Welt NICHT ihre eigenen Utopien qua liberalen Wirtschafts- und Gesellschaftskonzepten verwirklichen kann, ausgesprochen ist.

Dass die westliche Welt aber nach den Katastrophen des 20. Jh. nur weiter auf derartigen Utopismus setzen konnte, spiegelt das Versagen der modernen Sozialwissenschaften bzw. die Sozialdominanz defizitärer Ordnungskonzepte für die menschliche Gesellschaft wider.

Traurig und unheimlich

Das Ignorieren der Umwelt und die falschen weil kurzsichtigen Ziele der tonangebenden Führer in Politik und Wirtschaft wird in einer Katastrophe enden. Schade, denn ich denke, dass die Mehrheit der Menschen eigentlich vernünftig und genügsam ist. Können sie die getriebenen "Raubtiere", die sich die Welt "untertan" machen, noch zur Einsicht bekehren? Ich frage mich, welche Katastrophen noch geschehen müssen, welche Klimaschwankungen und Krankheiten, bevor die Völker sich im Sinne einer gesünderen Zukunft verständigen.

Re: Traurig und unheimlich

Leider richtig. Und nur, weil uns die Konkurrenz dazu treibt nicht aus den Wirtschaftskrisen zu lernen, sondern wir noch mehr beschleunigen. Sonst verdient ja der andere das viele Geld. Und genau diese Gier wird wieder mal zerstören. Und dann werden wir aufwachen. Dann werden wir lernen. Vorher leider nicht. Das hat uns die Geschichte mehrfach gezeigt. Wir haben seit Jahrhunderten keine Minute ohne Krieg auf dem Planeten geschafft. Weil einer glaubte er kann gewinnen.

Jedoch werden sich die Menschen nicht mehr alles gefallen lassen und der Führung Ziele vorgeben. Wir brauchen ein neues Paradigma. Macht und Gegenmacht balanciert.

Dann wird die Politik wieder den Menschen dienen. So wie es ein sollte.
http://www.WWSEEP.com

Re: Traurig und unheimlich

Sie meinen also,

vor den Menschen

hat es keine Klima-Schwankungen und Natur-Katastrofen gegeben?

In welcher Welt leben Sie?

Re: Re: Traurig und unheimlich

Auf Ihre Meldung nur ein ernst gemeinter Witz:

Ein Planet sagt zum anderen: "Du schaust aber schlecht aus, geh doch mal zum Arzt!". Sagt der andere "da war ich schon". "Und, was hat er denn gesagt?" "Er sagte, ich habe Menschen". Sagt der eine: "Das hatte ich auch, aber das vergeht!"

Re: Re: Re: Traurig und unheimlich

Dieser Greenpeace-Witz ist schon 30 Jahre alt!

Habe einen BESSEREN!

Fortschrittliche Aliens landen auf der Erde.

Sie fragen die Menschen,warum dieser Planet noch immer so rückständig ist?

Die Antwort der Menschen:

Wir Haben Greenpeace,Global 2000 und den WWF

und die wollen eben,

dass die Menschen zurückkehren, in Einklang mit der Natur, in die Urwälder und leben sollen auf Bäumen,wie die Affen.

Re: Re: Re: Re: Traurig und unheimlich

Na, wenn der besser sein soll...

Sie übertreiben jedenfalls. Reisen Sie mal nach China und schauen Sie sich die Umweltzerstörung und die gesundheitlichen Schäden und das Leiden zahlloser Menschen an. Wenn noch mehr Handys, Computer, Autos, ungesunde Nahrung etc. wichtiger sind als gute Luft und gutes Wasser, na dann gute Nacht!

 
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