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Polizei übernimmt "Taser" in Regelbetrieb

26.06.2012 | 12:00 |   (DiePresse.com)

Seit 2006 wurden die Elektroschocker getestet. Eine Studie bescheinigte den neuen Dienstwaffen, dass sie für niemanden gesundheitsgefährdend seien.

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Bereits seit 2006 werden "Taser" von vier Sondereinheiten der Polizei getestet. Nun werden die etwa 1500 Euro teuren Geräte am 1. Juli in den Regelbetrieb übernommen. Eine Studie bescheinigte den neuen Dienstwaffen, dass sie für niemanden gefährlich seien - hundertprozentige Garantien gebe es dafür aber nicht. Verwendet dürfen die "Taser" aber weiterhin nur von den vier Sondereinheiten.

Norbert Leitgeb von der TU Graz, der Kardiologe Gregor Wollenek und der Vorsitzende des Menschenrechtsbeirats, Gerhart Wielinger, attestierten dem "Taser X26" die Einsatzfähigkeit im Regelbetrieb. 127 Mal wurden sie im Probebetrieb eingesetzt. Dabei gab es einen Schwerverletzten - weil die Person anschließend mit dem Kopf auf einen Stein gestürzt war.

Bis auf 7,6 Meter Entfernung funktioniert ein Taser, allerdings nur dann, wenn beide Pfeilelektroden treffen. Genau das sei, so Oberst Hermann Zwanzinger vom Referat für Sondereinsatzangelegenheiten, aber das Problem. Denn sobald die Situation "dynamisch" sei und nicht "statisch", sei es für den Beamten schwierig, überhaupt einen Treffer zu landen.

Ist man deutlich zu nah dran wie die optimale Einsatzdistanz von einem Meter, so fügt man der Person lediglich Schmerzen zu, was im Ernstfall dazu führen könne, dass der- oder diejenige noch aggressiver wird, so Zwanzinger. In 75 von 127 Fällen taten die Stromstöße sofort ihre Wirkung, 19 Mal war ein weiterer Impuls notwendig und in 17 Fällen war der Taser wirkungslos.

Gesundheitsgefährdend sei der Taser für niemanden, Träger von Herzschrittmachern müssten keine Funktionsstörungen fürchten, auch für eine Schwangere und deren Ungeborenes bestehe keine Bedrohung. Selbst für Menschen, die ein hohes Risiko für Herzkammerflimmern oder Atemstillstand haben, sei die Gefahr "sehr gering". Zur Gänze ausschließen könne man tödliche Folgen eines Taser-Einsatzes allerdings nicht, so Zwanzinger. Die Stromstärke eines Tasers sei hundertmal schwächer als jene von Netzstrom.

200 Geräte stehen der Polizei derzeit zur Verfügung - 79 davon in den Polizeianhaltezentren, 63 bei der Bekämpfung von Straßenkriminalität, 32 bei der Cobra und 26 bei der Wega. Fehlleistungen bzw. Missbrauch ziehe dienstrechtliche Konsequenzen nach sich, betonte Menschenrechtsbeiratsvorsitzender Wielinger.

(APA)

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50 Kommentare
 
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Gast: anselmo
27.06.2012 12:51
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non lethal weapons

Es wurde in diesem Beitrag schon erwähnt, ein Schwerverletzter durch Sturz. Gerade in den USA wo der Einsatz von Taser eine Standardmaßnah-me der Polizei eine Standardmaßnahme darstellt, ist eine hohe Zahl von tödlichen Unfällen doku-mentiert. Dort wird der Taser schon angewendet,
wenn jemand der Aufforderung der Polizei nicht nachkommt. Wenn überhaupt, stellt der Taser nur
eine wirksame Maßnahme in einer Notwehr-situation dar. Hoffentlich greift dieser Trend nicht
auf Europa über.

Gast: hannking
27.06.2012 09:56
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der polit. Unterdrückungsapparat rüstet auf

Dazu passt die Erhöhung der Parteienförderung gut ins Bild. Willkomen in der Donau-DDR

Auch ein Blumentopf ...

... auf den Kopf kann ungesund sein! Einfache Regel: Sich nicht mit der Polizei anlegen, Finger weg von Drogen, anstatt sich um 3 Uhr Früh im Prater oder auf der Rinne herumtreiben lieber daheim bei der Familie bleiben, dann gibts auch keine Elektroshocks!

nach den USA

nimmt auch in Österreich der Polizeistaat immer konkretere Formen an!Kommen bei uns auch bald Re-Ecucation Camps???

Re: nach den USA

Ich kann Ihren Gedankengang absolut nicht nachvollziehen. Was hat eine Waffenart mit dem Begriff "Polizeistaat", der das Überwachungs- und Spitzelwesen definiert, überein? Wirkung und Folge sind im Zulassungsverfahren sehr wohl bedacht worden und das ist auch meine Meinung dazu. Auch jedes Medikament kann unerwünschte Nebenwirkungen haben, aber es ist in einem zu vernachlässigenden Bereich angesiedelt. Letztlich ist der Waffengebrauch sowohl bei der Zulässigkeit als auch bei der Handhabung streng geregelt, dh. es darf nicht jemand aus Lust und Laune "gestromt" werden. Mir ist nicht bekannt, wo und in welchem Umfeld Sie sozialisiert wurden, aber offensichtlich liegt eine hochgradige Störung vor.

Re: nach den USA

@Global Observer: Jetzt machen sie sich lächerlich. Die Polizei bei uns ist auf Schmusekurs und nichts anderes ! Deeskalation ist das Zauberwort bei denen. Nicht zu vergleichen mit den USA! Des weiteren halte ich den Taser für sinnvoll. Natürlich könnte er tötlich sein, aber wenn jemand mit einer Waffe vor den Polizisten steht, ist der Einsatz des Tasers sicher weniger tötlich als deren Dienstwaffe!

Re: Re: nach den USA

finden Sie auch Drohnen gut die der Norbi bald anschaffen wird?

Wer hat die Studie durchgeführt?

Mensdorff-Pouilly, Hochegger oder Meischberger?

Oder ist man nach einer 15minütigen telefonischen Beratung mit Vranitzky (für eine läppische Million) zu dem Ergebnis gekommen, dass die Taser unschädlich sind?

Gast: RatzFAtzBAtz
26.06.2012 23:47
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Wenn's so ungefährlich sind..

.. warum sterben dann in den USA ca. 300 Personen pro Jahr durch den EInsatz eines Taser!?

Re: Wenn's so ungefährlich sind..

Die Zahlen können nicht 1:1 umgelegt werden, sondern stehen im Kontext mit der wesentlich exzessiveren Auslegung der Zulässigkeit des Waffengebrauchs sowie der nicht einheitlichen Bauart dieser Waffe in den USA. Nach dem ho. geltenden Waffengebrauchsgesetz muß jene Waffe verwendet werden, die am wenigsten gefährlich und nach der jeweiligen Lage noch geeignet ist. Erweist sich der Pfefferspray also als wirkungslos oder scheint dieser nicht geeignet, ist bisher die Schußwaffe zum Einsatz gekommen. Daß diese ein größeres Risikopotential für den Betroffenen hat, als ein Taser, wird wohl niemand bezweifeln.

Re: Wenn's so ungefährlich sind..

500 Tote - seit 2001...
bei den Fakten bleiben

Gast: Gustl 2
26.06.2012 21:50
0 3

Und wann werden die versprochenen Schmetterlingsnetze ausgeteilt?


Re: Und wann werden die versprochenen Schmetterlingsnetze ausgeteilt?

Sobald Spiderman Innenminister wird!

Gast: Hoss's Steak and Sea House
26.06.2012 21:13
3 3

Eine Studie bescheinigte den neuen Dienstwaffen, dass sie für niemanden gesundheitsgefährdend seien???.....

.....Ja, es oll ja sogar Menschen geben die auf so etwas stehen!?....da werden so manche bitten und betteln, BITTE NOCH EINMAL!
be.es: ich wäre für den Einsatz von Lassos, sind Zielsicher und fördern die Konzentraton!

Für niemand gesundheitsgefährdend?

Welcher hirnlose Lobbyist behauptet das?

Ein Herzkranker Mensch, der unverschuldet in eine gefährliche Lage schlittert, der stirbt am Gebrauch dieser Geräte, so viel steht fest.

Die Polizei ist in den letzten Jahren viel zu bequem geworden, die soll sich am Kampfsport ertüchtigen und sich besser psychologisch weiterbilden, dann kann sie im Ernstfall schneller agieren, zumal das "schnellere" (*****) "Täterprofil" beim geschulten Auge schon ein Gewinn sein könnte.
Hier will nur die Lobby ihr Geld verdienen!!!

Antworten Gast: Grummelbart2
27.06.2012 11:54
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Re: Für niemand gesundheitsgefährdend?

Ah ja, Kampfsport... ihnen ist schon klar, dass das mit der Hollywood-Darstellung nicht stimmt?

Darüber hinaus gibt es Situationen, in denen ein waffenloses Vorgehen nicht ratsam ist - gerade bei mit Messern bewaffneten Kontrahenten ist der Einsatz von Waffen gerechtfertigt und notwendig, um die Polizisten nicht in eine entsprechende Lage zu bringen. Sie glauben ja hoffentlich nicht den Quatsch, dass "mit einer Kampfsportausbildung" Messer kein Problem sind - fragen sie mal einen Kampfsportexperten, was der im falle eines Messers macht.

Gerade die Polizei muss eine Vielfalt von verschiedenen Mitteln zu haben, um angemessen auf eine Bedrophung reagieren zu können. Wenn die einzige Wahl der Faustkampf oder die Dienstpistole ist, kann nur was schiefgehen.

Insofern ist die Einführung der Taser zu begrüßen, ebenso wie die Verwendung von Pfefferspray.

PS: der Einsatz von Tasern utnerliegt ebenfalls dem Waffengebrauchsgesetz, ist somit gesetzlich geregelt.

Re: Re: Für niemand gesundheitsgefährdend?

Es wäre besser und sinnvoller, wenn die Politik einmal bessere Rahmenbedingungen für die Gesellschaft sorgt und Gerechtigkeit für alle herstellt, es kann nicht sein, daß unsere ehrenwerten (sofern man sie als solche noch bezeichnen kann!) Politherrrschaften nur an Quantität (abzocken) interessiert sind, aber von Qualität (Arbeit FÜR das Land und die Bevölkerung!) nichts wissen wollen, dieses "SIGNAL" ergeht an die straffällig gewordenen Staatsvertreter, die immer noch frei herumlaufen, genau das ist der Grund der Aversion, die bei manchem Staatsbürger zutage tritt, wenn man solche "Sauereien" mit Ohnmacht mitansehen muss, wie sich eine gierige, abgehobene Politikerkaste schamlos am Volk bereichert.

Würde "Gerechtigkeit" herrschen , hätten wir weniger Probleme mit Problem - Politikern!

Man soll die Politik selbst vor solchen widerlichen Figuren schützen!

Re: Für niemand gesundheitsgefährdend?

Erst einmal den Schaum vom Mund abwischen und nachdenken! Eine Waffe darf de jure nur gegen jemanden angewendet werden, von dem eine definierte Gefahr ausgeht und wenn je nach vorliegender Lage und Art der Waffe möglichst eine Gefahr für andere als die betroffene Person vermieden wird. Durch die Kabelbindung der Elektroden ist ein verirrter Treffer praktisch auszuschließen. Es wäre ratsam, das reale Leben nicht mit filmischen Inszenierungen zu vermengen!

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Re: Für niemand gesundheitsgefährdend?

Nein, das stimmt nicht. Davon stirbt man nicht. Sogar Leute mit Herzschrittmacher haben damit keine Probleme. Das stimmt logischerweise nicht bei allen aber Risiken gibts immer. Die Polizei muss leider aber auch immer brutaler vorgehen weil sie meist nicht ernstgenommen wird...

Re: Re: Für niemand gesundheitsgefährdend?

"nicht ernstgenommen wird" ... da ist es.

Schnauzen regelmässig Leute an, und wenn jemand dem Polizisten erwidert, dass er das Gesetz nicht gut genug und die Situation verkenne, dann fühlt dieser sich auf den Schlips getreten.

Dann heisst es gleich: "Haben Sie einen Ausweis dabei?" Und wenn der noch weitermatschgert, gibt's dann halt den Taser, denn das fehlt noch, dass jemand einem Polizisten widerspricht ...

Re: Re: Re: Für niemand gesundheitsgefährdend?

Ich hoffe, das glauben Sie nicht wirklich. Ansonsten wäre eine Kontaktaufnahme mit www.promente-wien.at empfehlenswert.

Re: Für niemand gesundheitsgefährdend?

Beweise für Ihre These??
Ein Herzkranker stirbt wahrscheinlich an den Folgen der Aufregung, aber nicht aufgrund des Gerätes....

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Re: Re: Für niemand gesundheitsgefährdend?

Klar, 50kV und 5A sind ja auch völlig unbedenklich...

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Re: Re: Re: Für niemand gesundheitsgefährdend?

Nein man stirbt bei 50mA aber der Taser hat höchstens 15mA.

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Re: Re: Re: Re: Für niemand gesundheitsgefährdend?

Herstellerangabe: 3,3A, gemessen wurden aber 5A

Re: Re: Für niemand gesundheitsgefährdend?

Beweise für die These?

Die hat man aus einschlägigen Medien entfernt, damit die Lobby leichteres Spiel mit ihrer Weltfremdheit hat!

 
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