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Tirol: U-Haft über 65-jährigen Todesschützen verhängt

27.06.2012 | 17:00 |   (DiePresse.com)

Der 65-jährige Verdächtige soll einen Nebenbuhler vermutet haben. Mit einem Jagdgewehr wurde eine 30-Jährige in einem Lokal erschossen.

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Nach dem tödlichen Schuss auf eine 31-jährige Tirolerin im Ötztal in der Nacht auf Dienstag ist am Mittwoch die Untersuchungshaft über den Schützen verhängt worden. Der Haftbeschluss sei am Nachmittag ergangen, sagte der Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft, Thomas Willam. Schon zuvor war das Tatmotiv, Eifersucht, bekanntgeworden. Der 65-jährige Verdächtige soll einen Nebenbuhler vermutet haben, weshalb er mit einem Jagdgewehr in einem Lokal in Oetz der Frau in die Brust geschossen hatte, teilte Christoph Hundertpfund, stellvertretender Leiter des Tiroler Landeskriminalamtes, mit.

"Gestern Nachmittag wurde der Tatverdächtige in die Justizanstalt eingeliefert", fügte Willam hinzu. Inzwischen sei auch ein Ermittlungsverfahren wegen des dringenden Verdacht des Mordes eingeleitet worden. Der Ötztaler war zum Tatzeitpunkt alkoholisiert.

"Unser Verdacht hat sich bestätigt", meinte Hundertpfund, wonach die Kriminalisten bereits am Dienstag Eifersucht als Grund für die Bluttat vermuteten. Der Täter und das Opfer, beide aus dem Ötztal, dürften "vermutlich eine noch nicht näher definierte Beziehung" gehabt haben, hatte er zuvor gesagt. Nach einer mehrstündigen Vernehmung des 65-jährigen Beschuldigten am Nachmittag konnte die Frage nach dem Motiv geklärt werden.

Die Bluttat hatte sich am Montag gegen 23 Uhr ereignet. Zuvor dürfte es eine Auseinandersetzung zwischen der 31-jährigen Angestellten und dem Täter gegeben haben, er wurde nach dem Streit des Lokales verwiesen. Wenig später kam er mit einem Jagdgewehr bewaffnet zurück. Dabei schoss er der Frau in die Brust. Sie wurde schwer verletzt in die Innsbrucker Klinik eingewiesen, wo sie verstarb.

Der 65-Jährige wurde nach der Tat im Lokal von Anwesenden überwältigt und der Polizei übergeben. Bei seiner Festnahme zeigte er sich geständig. "Er räumte ein, dass er den Schuss auf die Frau aus seiner Waffe abgegeben hat", schilderte Hundertpfund. Der Mann war im Besitz einer gültigen Jagdkarte. Er war dadurch ermächtigt, eine Jagdwaffe zu führen, erklärte der Kriminalbeamte. Das Jagdgewehr, die spätere Tatwaffe, befand sich im Besitz des Verdächtigen.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: xxxx
28.06.2012 11:36
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