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Zehn Prozent weniger Todesopfer im Straßenverkehr

01.07.2012 | 10:55 |   (DiePresse.com)

Neuerlicher Rückgang bei der Zahl der Verkehrstoten. Das erste Halbjahr 2012 weist das absolut niedrigste Zwischenergebnis seit Bestehen der amtlichen Statistik auf.

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221 Menschen sind laut vorläufigen Zahlen im ersten Halbjahr 2012 bei Verkehrsunfällen auf Österreichs Straßen getötet worden. Das bedeutet einen Rückgang bei den Todesopfern um rund zehn Prozent und ist das absolut niedrigste Zwischenergebnis seit Bestehen der amtlichen Statistik, sagte Otmar Bruckner vom Verkehrsdienst im Innenministerium. In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Zahl der Toten im Halbjahresvergleich halbiert.

Deutliche Rückgänge zeichnen sich vorläufig in den Bundesländern Niederösterreich und Oberösterreich ab. Mehr Todesopfer gab es in Kärnten und Salzburg zu beklagen. Mehr als die Hälfte der Getöteten sind Pkw-Lenker oder Insassen, gefolgt von Fußgängern, Motorradfahrern und Radfahrern. Besonders gefährdet sind Jugendliche (15 bis 26 Jahre) und ältere Verkehrsteilnehmer (über 60 Jahre).

Die unfallträchtigste Jahreszeit ist der Sommer. Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen in der Ferien- und Reisezeit erreicht die Zahl der Todesopfer in diesem Zeitraum den Höchststand. Die meisten Unfälle ereignen sich laut Innenministerium auf den ehemaligen Bundes- und Landesstraßen - und da vor allem am Wochenende. Schnellfahren, Vorrangverletzungen und Ablenkungen sind die Top Drei der tödlichen Unfallursachen.

Als Gründe für den Rückgang der Getöteten-Zahlen in den vergangenen Jahren führte Bruckner die verbesserte Fahrzeugsicherheit und Rettungswesen, die Sanierung von Unfallhäufungsstellen und die vermehrte polizeiliche Präsenz und Kontrollen an.

Übersicht der Halbjahresbilanzen (Getötete im Straßenverkehr):
1997: 530
1998: 420
1999: 504
2000: 469
2001: 427
2002: 410
2003: 433
2004: 377
2005: 333
2006: 281
2007: 324
2008: 312
2009: 287
2010: 250
2011: 246
2012: 221

(APA)

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12 Kommentare

Schwerer Rückschlag

für die Deppendoktorlobby. Das ist ein tolles Beispiel dafür, wie man durch "Erfolg" den eigenen Job in Frage stellen kann. Da wird wohl künftig einiges an Kreativität gefragt sein, damit die Politik in holder Selbstverwirklichung weiter auf Kosten der Autofahrer das Einkommen sichert... ;-)

früher wurde auch die zahl der schwerverletzten angegeben-aber die steigt weiter...wer es bis ins krankenhaus schafft,ist raus aus der statistik;aus zeitgründen wird nur die unmittelbare todesursache festgehalten!(dass im indischen bahnverkehr auch über 100pers./j.umkommen stimmt schon;wäre unser strassenverkehr ähnlich unsicher,hätten wir ca.6tote/j....)


Es ist unglaublich, um wieviel sicherer die Autos geworden sind!

Während es vor 50 Jahren schon bei verhältnismäßig geringen Blechschäden Tote gab, hat man z. B. gestern im Fernsehen ein total zertrümmertes Auto gesehen, dessen zwei insassen nur leicht verletzt wurden!

Im Übrigen: "Schnellfahren" allein ist (abgesehen von zu schnell angefahrenen Kurven) keine Unfallursache, kein Auto fällt dabei von selbst auseinander. Es muss immer eine andere Ursache geben, die zu ermitteln aber zeitaufwändig ist, weshalb aus Bequemlichkeit "zu schnell gefahren" angegeben wird.

@Hemingway: Die Verlässlichkeit der Statistik Austria anzuzweifeln ist lächerlich. Fehler, die Sie beschreiben mögen vorkommen, aber das hat es immer schon gegeben, es gibt keinen Grund eine Fehlerhäufung anzunehmen.

bei dem wie manche

auf der Autobahn fahren wundert mich das

Gast: Das hat sicher nichts mit den Benzinpreisen zu tun!
01.07.2012 18:50
1 0

Zehn Prozent weniger Todesopfer im Straßenverkehr..........

....da versteh ich jetzt die Aufregung nicht, oder streiten sich da jetzt die Politiker, WELCHE Partei dafür verantwortlich ist???
Und wie schauts mit der Radfahrer-Fussgängerunfälle-Bilanz aus???

Antworten Gast: Peter Bumm
02.07.2012 15:25
0 0

Das hat sicher nichts mit den Benzinpreisen zu tun

Oh doch: Wenn die Benzinpreise steigen, ist man gezwungen schneller zu fahren, damit das Auto nicht so lange so viel Bezin frisst. Die Presie müssen wieder runter, dann werden die Straßen auch wieder sicherer.

Herzliches beileid den hinterbliebenen!!!


Gast: Hemingway
01.07.2012 16:36
0 1

Die Verkehrsunfallstatistik ist gefälscht ?

http://www.krone.at/Oesterreich/Drei_toedliche_Verkehrsunfaelle_am_Samstag_in_NOe-Dramatischer_Tag-Story-326265

Alles klar ? Drei tödliche Verkehrsunfälle - alleine am Samstag - und in NÖ !

Wie viele waren es im ganzen Bundesgebiet - wie viele Unfallopfer dieses Tages werden an den Unfallsfolgen versterben ?

Ich wiederhole mich - die Unfallstatistik stimmt vorne und hinten nicht, liebes Innenministerium und liebes Kuratorium für Verkehrs(un)sicherheit !!!

Wir brauchen wieder mehr und sichtbare Polizei(kontrollen) - leider fehlt das Geld dazu, weil es von unseren Politiker(innen) anderwertig beim Fenster in krimineller Weise hinausgeworfen wurde - und so möchte man das Volk - den Souverän - mit Falschmeldungen ruhig stellen !

Gast: Hemingway
01.07.2012 16:24
0 0

Die Verkehrsunfallstatistik stimmt - wie die Kriminalstatistik - nicht.

Wenn man die Presseaussendungen der neun Sicherheitsdirektionen und der Medien aufmerksam verfolgt, ereignen sich täglich durchschnittlich ca 3 tödliche Verkehrsunfälle, was durchschnittlich ca 1095 Verkehrstote ergibt (die später an den Folgen des Unfalles gestorbenen Menschen noch nicht eingerechnet).

Das Bundesministerium für Inneres und das teure Kuratorium für Verkehrssicherheit - das sich lieber um die Einbrecher als um die Verkehrssicherheit kümmert - sind an einer 'guten' Verkehrsunfallstatistik sehr interessiert; wir haben aber keine 'gute', sondern mit mehr als 1000 Verkehrstoten jährlich eine schreckliche Unfallstatistik.

Die Hintergründe, wie es zu dieser eklatanten Abweichung kommen kann, habe ich schon mehrmals hingewiesen.

Vele mit Unfallsaufnahmen befasste Polizeibeamte könnten auf die Vorlage der VU Zählblätter 'vergessen' haben (was - wie ich aus verläßlichen Quellen tatsächlich passiert), oder die Zählblätter könnten auf dem Postweg zur Statistik Austria oder bei dieser (ebenfalls sehr teuren Institution) in 'Verlust' geraten sein.

Auf unseren Strassen muss man sich derzeit fürchten - aber nicht vor der Polizei.....

Gast: Gemolkener
01.07.2012 13:06
5 0

verdammt noch einmal

da wird sich das KfVs aber ärgern. Trotzdem werden ihnen weitere Schiksanen gegen die Autofahrer einfallen.

Re: verdammt noch einmal

Nein, die kümmern sich in Hinkunft vermehrt um den Schienenverkehr!
Bei nicht einmal 10% Anteil der beförderten Personen und nicht einmal 50% aller beförderten Güter kommen dort auch jedes Jahr rund 120-140 Menschen ums Leben.

Re: Re: verdammt noch einmal

PS: Die 50% verstehen sich im Vergleich zur auf der Strasse transportierten Menge. Am Gesamtanteil gemessen, werden auf Schiene 25% der Güter befördert.

Quellen: bmvit.gv.at