Ein 46 Jahre alter Landwirt, der mehrere Waffen besaß, hat am Montag in St. Veit in Kärnten seinen 72-jährigen Vater nach einem Streit mit einem Schrotgewehr bedroht und einen Schuss in die Luft abgegeben. Laut Polizei war der Mann alkoholisiert. Nach dem Vorfall flüchtete er, es folgte eine Intensivfahndung der Polizei, inklusive eines Hubschrauber- und Cobra-Einsatzes. Auslöser der Auseinandersetzung war, dass der Vater vor dem Betreten des Schlafzimmers seines Sohnes nicht angeklopft hatte.
Der Sohn lebt in einem Nebengebäude des landwirtschaftlichen Anwesens. Seine Eltern bewohnen das Haupthaus. Am Montagnachmittag betrat der Vater das Schlafzimmer seines Sohnes, um ihn um die Mithilfe bei Feldarbeiten zu bitten. Die Polizei geht davon aus, dass der Sohn zu diesem Zeitpunkt bereits stark alkoholisiert war. Es kam zu einer verbalen Auseinandersetzung, weil der Vater nicht angeklopft hatte. Als dieser wieder zurück zum Haupthaus ging, sah er aus dem Fenster seines Sohnes einen Gewehrlauf ragen. Dann fiel der Schuss - in welche Richtung ist nicht bekannt.
Mutter nahm Sohn das Gewehr ab
Daraufhin ging die 67 Jahre alte Bäuerin hinüber zu ihrem Sohn, um ihn zur Rede zu stellen. Es gelang ihr, ihm das Gewehr abzunehmen. Als sie ins Haupthaus zurückkehrte, folgte ihr der 46-Jährige. Der Senior hatte in der Zwischenzeit die Polizei verständigt und sagte das seinem Sohn. Dieser ergriff daraufhin mit dem Pkw seines Vaters die Flucht. Er wurde wenig später festgenommen und in die Justizanstalt Klagenfurt gebracht. Sämtliche Langwaffen aus dem Besitz des Mannes wurden sichergestellt und ein vorläufiges Waffenverbot verhängt.
(APA)
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